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Sonntag, 18. Januar 2015

Teil zwei


des Weihnachtsgeschenks ist unten im Bild zu sehen. Teil eins war ja die eigentliche Garderobe. Aber natürlich braucht man zusätzlich noch einen Platz für "den Kram". Oft hat man dafür ja eine "Hutablage" über der Schiene für die Kleiderbügel, so wie ich den weiblichen Teil unseres Haushalts kenne, reicht das aber nirgendwo hin.

Die ursprüngliche Überlegung, eine kleine Kommode in der gleichen (gebogenen) Form wie die Schiene zu bauen, wurde nach kurzer Überlegung wieder verworfen (was stellt man eigentlich in den gebogenen, also nicht besonders tiefen, Teil rein, wie lang dauert das dann, bis es fertig ist usw.).

Die zweite Idee war eine Truhe. Die hat den entscheidenden Vorteil, dass man reinwerfen kann, was man will, das dann nicht mehr sieht und die Katzen oben drauf sitzen können. Was sie, wie man sieht, bisher allerdings noch nicht wollen. Warten wir mal ab ...

Die Konstruktion ist im wesentlichen die gleiche wie bei meiner Werkzeugkiste, im Prinzip sechs Paulownia-Bretter, der Korpus stumpf verleimt, mit Dominos verstärkt. Am unteren Rand umlaufend eine  Stoßleiste (aus Fichtenholz), die die unvermeidlichen Begegnungen mit dem Staubsauger und dem Wischmop erträglicher gestalten soll: Paulownia hat viele Vorteile (gut zu bearbeiten, sehr leicht, günstig) ist aber nicht eben stabil. Mit Clou W11 in dunkelbraun lasiert, ergibt sich ein sehr schöner Farbton, irgendwo zwischen Eiche und Kirsche, der die Maserung des Holzes sehr schön unterstreicht.

Eine Baustelle weniger.

Till

Sonntag, 21. Dezember 2014

Ein Bilderrahmen entsteht ...



Heute ausnahmsweise mal kein fertiges Bastelobjekt (die sind alle designierte Weihnachtsgeschenke und deshalb noch nicht öffentlich präsentabel), sondern ein "work in progress", das vielleicht interessant ist.

In der Regel kauft man Bilderrahmen ja fertig (oder läßt sich welche in einer Galerie anfertigen), aber manchmal hat man ja Sonderwünsche ;-) Eine besondere Größe und/oder wie hier eine bestimmte Holzart. Soll der Rahmen für Bild oder Spiegel zu den anderen Möbeln passen, ist schnell Eigenarbeit gefragt, wie etwa beim Spiegel für meine Mutter letztes Jahr. Oder eben hier bei einer Uhr für meine Bruder. Der hat ein Faible für Kirschholz. Was gut paßt,  da ich sehr schönes Kirschholz im Überfluß habe.

Wie macht man sowas ? Zunächst sägt und hobelt man Leisten mit gerader Maserung im gewünschten Format (hier etwa 2,5x4 cm). Dann braucht man einen Falz, in den nachher das Bild (hier die Uhr) und die Rückwand kommen. Das geht meistens mit der Kreissäge einfacher als mit der Fräse. Sollen die Leisten eine komplexere Struktur erhalten, muß man sich gut überlegen, in welcher Reihenfolge man vorgeht, um für den nächsten Schritt noch einen Anschlag zu haben. Aber hier war das kein Problem, von vorne betrachtet, haben die Leisten nachher einen einfachen rechtwinkligen Querschnitt.

Schließlich längt man die Leisten in der gewünschten Größe ab (hier 20 cm) und zwar mit einer 45 Grad Gehrung. Die präzise zu erstellen ist mit der Kreissäge etwas mühsam (heißt: erfordert einige Versuche) aber nicht schwierig. Verleimt wird mit der Klebebandmethode. Es bleibt ein Problem: Sind die Leisten so dünn wie hier, ist die Verleimung der Gehrung nicht besonders stabil, da hier ausschließlich die Enden der Holzfasern miteinander verleimt werden. Der Rahmen würde bereits bei leichter Belastung über Eck auseinander fallen.

Man braucht also zusätzliche Stabilität. Um die zu erreichen, gibt es verschiedene Methoden. Die einfachste sind Federn: Man sägt quer durch die Ecken eine Nut (am einfachsten mit der Kreissäge) und leimt eine passende Feder ein (das sind die "Ohren" im Bild). Die Feder sägt man zunächst etwas zu dick und hobelt dann auf die exakt (!) passende Dicke herunter. Dabei habe ich leider etwas zu wenig probiert, ich musste die Federn mit Schleifpapier etwas nacharbeiten. Was allerdings den Nachteil hat, daß man hier kaum eine wirklich gleichmäßige Dicke erreicht und das bedeutet, man sieht nachher einen Spalt ... Den man dann wieder spachteln kann oder oder oder ...

Warten wir mal ab, wie es aussieht, wenn der Leim getrocknet ist.

Till

PS: Bei dem Objekt, das der Rahmen umrahmen soll, handelt es sich um einen Wortwecker.

Sonntag, 2. November 2014

Die Zugvögel

sind schon lange unterwegs nach Süden, die Zurückgebliebenen suchen adäquate Behausungen, fressen sich ein Speckpolster an bzw. sammeln hektisch Nahrung, die Tage werden kürzer und die Temperaturen sinken.

DIE TEMPERATUREN SINKEN?!?!?!?

Höchste Zeit, insbesondere angesichts der Krise in der Ukraine die Holzvorräte aufzustocken:

Eins:


Zwei:


Fertig:


Und unter uns – das sind wir hier ja schließlich – ich bin großer Fan von Kinderarbeit ;-) 

Sonntag, 27. Juli 2014

Material

Am Anfang aller Dinge steht – ein Gedanke. Natürlich.

Gleich danach – Material. Da schießt einem auch ein „Natürlich!“ in bzw. durch den Kopf. Jedoch: Je natürlicher, desto schwieriger. Insofern waren wir dieses Wochenende, nachdem uns ein Anhänger zur Verfügung stand, mit diversen Vorbereitungen und Vorbereitungen zu Vorbereitungen beschäftigt, da die nächsten Projekte anstehen:


Sonntag, 1. Juni 2014

Vor

Wenn ich an Worte mit „Vor“ denke, fallen wir spontan Begriffe wie Vorahnung, Vorliebe, Voraus (ehemals sichere 10-Punkte-Bank bei den Unterordnungsprüfungen), Vorlesung, Vorsicht, Vorwand und ja äh Vorhölle ein. Um nur ein paar Beispiele zu nennen. Und natürlich auch Vor|ar|beit. Bedeutung: Arbeit, die der Vorbereitung (ha, noch eins!) weiterer Arbeiten dient; Beispiele:
  • · wissenschaftliche Vorarbeiten
  • · er hat gründliche Vorarbeit für seinen Chef geleistet.

Hmmm…. Trifft eigentlich Beides zu.


Was hier leider vollkommen unspektakulär wirkt, ist ein weiteres Kapitel meiner Autobiographie und vor allem das nächste anstehende Großprojekt – NACH Balkon *seufz*. Und vielleicht auch aktuell wegen Balkon *seufz*. Fakt ist: Wir wollen (?) noch ein weiteres Holzlager. Mit unserem Holzschuppen und dem Vorrat (ha, noch eins!) sind wir sehr gut klar gekommen, aber dauerhaft benötigen wir mehr Lagerkapazität. Die soll hinten auf der Terrasse geschaffen werden, was im Winter den Charme beherbergt, dass man von der Küche aus relativ einfachen Zugang mit kurzen Wegen hat. Jetzt geht die Aufgabenstellung aber ein wenig über den normalen Holzschuppen hinaus, denn gleichzeitig wollen wir zwei (mindestens!) Fliegen mit einer Klappe schlagen und der Lagerplatz soll gleichzeitig zum Grundstücksabschluss an der Terrasse dienen. Denn Zaun gibt es dort keinen, direkt nach dem Einzug haben wir in einer schnellen Aktion halb-provisorisch Pfosten reingeklopft und Schilfmatte darauf getackert, wegen der Tiere (und Kinder). Unsere zwei Jung-Katzen schert das natürlich so-was-von-gar-nicht J aber der Hund soll sich doch bevorzugt innerhalb des Grundstücks aufhalten (treue LeserInnen erinnern sich vielleicht an sehr frühe Beiträge zu Zaun-Gedanken (der sechste Beitrag von allen!) bis hin zu Alcatraz reloaded…). Nach ursprünglichen Ideen zu einem Holzlager aus Metall (genauer: Corten-Stahl) besteht die momentane Planung aus Holz. Die Idee steht grob, die Feinplanung folgt a. s. a. p. (bedeutet also: Konkretes ist nicht bekannt). Nichtsdestotrotz habe ich mal die f… Brennnessel eliminiert und gegraben. Ob das die Basis für ein Kiesbett ist oder ob wir uns für ein Streifenfundament entscheiden werden – keine Ahnung ;-)

Was gibt es sonst noch zu berichten? Mein Gras ist mächtig gewachsen und hat fast die Mülleimerhöhe und damit das Ziel erreicht, blüht mittlerweile und hat mir große Freude bereitet – bis ich vorgestern Morgen um fünf Uhr fast in Tränen ausgebrochen bin, weil es, vom Regen massakriert, darnieder lag L Es hat sich zwar brav, aber nur teilweise, wieder aufgerichtet, und ich habe es jetzt mal zusammengebunden. Obwohl es Argumente für und wider dieser Handlung gibt. Besonders toll ist, wenn man das der Oma erzählt, und die gleich drei Gartenbücher rauszieht mit lauter Vorschlägen, die deutlich charmanter als der umgesetzte sind…

Oder kurz: Es lief schon mehr und besser. 

Sonntag, 26. Januar 2014

Nach dem Virus ist vor dem Virus

Ja, Lesen bereitet Freude. So meine Überzeugung. Die allerdings angesichts regelmäßiger Schilder mit „Liebe Eltern, neu in unserer Gruppe begrüßen wir 11 grippale Infekte, 5 x Flitzkacke und 2 x Maul-und-Klauen-Seuche!“ etwas ins Wanken gerät. 

Wenn nun das Kind nölig den zweiten Tag zu Hause verbringt, man unbedingt ein paar dringende Mails beantworten und einen wichtigen Bericht fertigstellen sollte, geraten ein paar bis dahin fest zementierte pädagogische Überzeugungen ebenfalls ins Wanken. Soll heißen: Nichts wirksamer als ein mächtiger Zauberspruch, der – Simsalabim – kurz darauf eine Überraschung in der Zimmermitte materialisiert. Das Fütterungsset für die Puppe hat uns dieses Mal gerettet. Nun heißt es: Aufrüsten Vorbereiten.

Ich hatte schon seit längerem die Idee, einen Hundeplatz zu bauen (um genau zu sein nicht irgendeinen). Und hatte dafür schon vor Weihnachten für teures Geld eine Kollektion an verschiedenen Schleich-Hunden erstanden. Die sind auch wirklich, wie alle Schleich-Tiere, super. Aber dann, als ich mich etwas konkreter mit dem Projekt beschäftigt habe, gefielen sie mir nicht mehr. Also nicht als Figuren, sie sind wirklich sehr lebensecht nachgebildet, sondern als Art des Spielzeugs. Denn, gerade weil sie so lebensecht wirklich, engen sie ein, denn der spielende Hund sieht aus wie ein spielender Hund, der sitzende Hund sieht aus wie ein sitzender Hund – und zwar immer. Jetzt mag ich aber (bis zum heutigen Tag *g*) Dinge, die die Phantasie und Kreativität ansprechen und damit Möglichkeiten (er-)schaffen. Nach einer kurzen Phase, in der ich tatsächlich einfach nur kleine Wollbäuschen verwenden wollte – man darf sich den Denkprozess hierbei ruhig als dynamisches, um einen Durchschnittswert schwingendes System mit Peaks um diesen herum vorstellen ;-) – kam ich auf die Idee, ein einfaches Hündchen auszusägen, eher stilisiert, ohne zu viele Details (entspricht auch eher meiner Kompetenz *hüstel*). Und zwar lauter gleiche Hunde. Zur Unterscheidung, so der weiterführende Gedanke, mit verschieden farbigen Halsbändern. Aber DANN habe ich mal den Mann befragt, was er mir denn alles aus seinem Fundus zur Verfügung stellen könnte J

Bei den Deutschen Doggen gibt es fünf Farbschläge. Ich habe es auf sechs gebracht:


Vorstellen möchten sich hiermit:
Vorne v. l. n. r.: Herr Buche, Herr Apfel, Herr Kirsch sowie
Hinten von l. n. r.: Herr Zwetschge, Herr Akazie, Herr Mahagoni.

Bisher habe ich größtenteils mit Fichte und (Flugzeug-)Sperrholz gewerkelt. Nun teilweise zum ersten Mal mit den o. s. Materialien. Und da ich alles mit der Laubsäge gesagt habe, konnte ich sehr gut die Unterschiede der einzelnen Hölzer erleben – Apfel zum Beispiel lehrt Geduld und Demut und hätte ich damit angefangen, wären es wohl die Schleich-Hunde geblieben ;-)

Sozialisiert sind sie bereits


und die Fellpflege ist einfach: Öl J


Nun auf in den Keller, zum Teil 2 . . . 

Sonntag, 28. Juli 2013

Gastfreundschaft

Meine Eltern haben zwei Starenkästen aufgestellt. Bewohnte, wohlgemerkt. Finde ich schön und will ich auch bauen. Unter anderem ;-) Also habe ich mir ein Buch „Nisthilfen für Vögel“ (K. Richarz | M. Hormann) zugelegt und studiert (siehe Textstellen unten). Und habe kurze Zeit später meinem Mann euphorisch erklärt, dass ich jetzt ein Insektenhotel bauen werde. Erstaunlicherweise konnte er meine Begeisterung weder teilen, ja nicht mal nachvollziehen, da wir ja einen permanenten Kampf gegen Ameisen im Haus führen. Im Gegenteil, er dachte ernsthaft, ich wolle ihn verarschen weil wir ja einen permanenten Kampf gegen Ameisen im Haus führen :-( Wir konnten uns nach mehrfachen, längeren Diskussionen auf eine Festlegung des Grenzverlaufs zwischen unserem Haus und dem der Wildbienen einigen.

Das erste kleine Projekt war eine Nisthilfe für Bewohner markhaltiger Stängel:


Aber dann habe ich in unserem Holzlieferanten einen Verbündeten gefunden *freu* (ich glaube, das hat auch meinen Mann überzeugt, aus anderem Munde zu hören, dass Nisthilfen für Wildbienen sehr wichtig und nützlich sind), der mich mit Material zum Bau eines Nistholzes versorgt hat.

„... In das Holz werden Löcher von 5-10 cm Tiefe und 2-10 mm Durchmesser gebohrt, wobei Bohrweiten von 5-10 mm überwiegen sollten. ….“


Nachdem ich beim Bau des Sandkastens schon das Hobelmesser ruiniert habe (Nagel übersehen :-( ), war die aktuelle Ausbeute ein Satz stumpfer Schlangenbohrer. Er muss mich wirklich lieben! (Aber wohl nicht so sehr, dass er den Fledermäusen unsere Bühne zur Verfügung stellt; dabei ist sowohl die kleine wie auch die große Hufeisennase vom Aussterben bedroht!) Tipp am Rande (vielleicht sollte ich eine Rubrik „Lessons learnt“ eröffnen???): Zum Bremsen eines um einen 6 mm – Schlangenbohrer rotierenden Holzblocks eignen sich nackte Schienbeine nur begrenzt *hüstel*


„… Sonnige, südost- bis südwest-orientierte Hauswände, Pergolen, Mauern, Gartenzaunpfähle oder Balkonbrüstungen eignen sich zum Aufhängen der Nisthölzer, deren Gänge waagrecht orientiert und frei zugänglich sein müssen. Das Nistholz darf nicht frei hin und her baumeln. …“


Das Hotel hat eröffnet, Gäste herzlich willkommen! :-)

Der Mann hat derweil, angesichts 35°C Außentemperatur (im Schatten), etwas getan, was seit 493 Tagen überfällig und damit knapp unter der magischen 500-Tage-Grenze ist:


Im einzigen Zimmer mit Teppich sind jetzt tatsächlich die 5 Abschlussleisten angebracht. Wieder ein Haken. 

Sonntag, 7. April 2013

Ein selbstgebauter Hobel


ist eine feine Sache. Mal ganz grundsätzlich gesehen. Die Frage ist natürlich, ob man sich das ohne Not antut. Wenn man die Preise für gebrauchte Hobel bei ebay in Betracht zieht, ist alleine das Material erheblich teurer als ein kompletter Hobel. Bei Spezialitäten sieht die Sache anders aus.

Konkret ging es um folgendes Problem:


Der Maler hatte beim Lackieren der Türen eine Reihe von Lackflecken auf den frischgeölten Dielen hinterlassen. Als wir das bemerkt haben, war es zu spät, um diese mit Lösungsmitteln zu entfernen. Die Hemmschwelle, dem grade renovierten Boden mit scharfem Werkzeug zu Leibe zu rücken erwies sich als ziemlich hoch. Ich habe fast ein Jahr gebraucht, um sie zu überwinden ;-)

Die Flecken einfach mit einem Stechbeitel wegzuschaben erschien mir aber immer noch zu riskant. Nach längerem Überlegen [sic] erschien mir ein sehr schmaler Ecken-Simshobel das geeignete Werkzeug zu sein. Den gibt es natürlich nicht zu kaufen, also ist basteln angesagt ;-)

Das war leider nicht ganz so einfach, wie gedacht: Die ursprüngliche Idee, eine angeschliffene Feile per Schraube auf einen schmalen Holzkörper zu klemmen, scheiterte an der dafür notwendigen Bohrung. Ich hielt das für eine gute Gelegenheit, meine irgendwann mal günstig erstandenen VHM-Bohrer auszuprobieren, was zunächst auch ganz gut funktionierte. Doch als der Bohrer mit der Spitze durch die Feile durch war, verhakte er sich und *knack*, das war's für Feile und Bohrer :-(

Nach einem Abend Frust und der kurzen Versuchung, die zerbrochene Feile (zu dem Bohrer) in den Müll zu werfen dann die Idee: Warum nicht aus der Not eine Tugend machen !

Was ich eigentlich haben wollte, war kein "echter Hobel", sondern ein Werkzeug, mit dem ich feinfühlig quasi am Holz vorbei den Lack wegschaben kann. Das bedeutet, ich muss die Einstellung des Eisens während der Arbeit jederzeit um ein ganz klein wenig ändern können. Das wurde mir klar, als ich das Eisen nur per Hand auf dem "Hobelkörper" fixiert an einem Holzstückchen getestet hatte, um herauszufinden, ob der Anschliff passt.

Die Lösung sieht man oben. Das abgebrochene Stückchen Feile (Fase nach unten, sieht man deshalb nicht) mit Teppichklebeband auf den Körper geklebt, darauf dann wieder mit Klebeband ein Stückchen Holz. 

Durch entsprechenden Druck mit dem Finger auf das Holzstückchen kann man sehr feinfühlig die Position (Tiefe und Winkel) des "Hobeleisens" beeinflussen und so ganz genau dem krummen Holzverlauf der Bodendielen folgen. 

Bei den ersten Tests gelang die Entfernung der Farbe dann auch praktisch ohne Verletzung des Bodens, hier sieht man das Ergebnis direkt nach dem Abtragen der Farbe. Es ist zwar erkennbar, wo gekratzt wurde, das liegt aber hauptsächlich an der jetzt unterschiedlichen Rauhigkeit der Oberfläche.



Behandelt nur mit etwas Parkett-Pflegemittel ist das auf dem Foto schon fast nicht mehr erkennbar, in Realität muss man schon sehr genau hinschauen. Ich denke, dass leichtes Verschleifen mit einem haushaltsüblichen Stahlwolle-Schwämmchen und danach eine Behandlung mit Wachs-Auffrischer ein unsichtbares Ergebnis erzeugen werden.


Leider hat die Zeit nicht mehr gereicht, um alle betroffenen Stellen zu behandeln, das (und das ist der eigentliche Grund, warum ich mich bisher nicht daran gemacht habe) sind nämlich eine ganze Menge ...
aber nicht mehr lange und die Spuren des Malers sind getilgt !

Till

Sonntag, 12. August 2012

Nicht zur Strafe, nur zur Übung




Lustigerweise ist der Stapel exakt 60 Sekunden nachdem ich mit stolzgeschwellter Brust gesagt habe "Siehste, jetzt hält er doch bereits 'ne ganze Woche, das passt schon!" eingestürzt ;-)

Und praktischweise noch während des Mittagsschlafs vom Froschbär.

Sonntag, 5. August 2012

Futter

für unseren Kaminofen.

Donnerstag:

Samstag:
Alles vorbereitet, gut vorangekommen, doch dann:


 weil

(Am Schlimmsten war übrigens nicht die Warterei in der Chirurgie, sondern der Stau inmitten der Fußballfans.)

Sonntag:

Kam überraschend ein echter Freund & Helfer mit seiner Streitaxt ;-) vorbei:

+


=


DANKE!!!

Der Winter kann kommen…

Sonntag, 1. Juli 2012

Basteln im Kleinen ....


Wie zieht man einem 1 1/2 jährigen Kind die Schuhe an ?

Auf dem Schoß ist für Babies. Also auf dem .... ja was denn nun ? Normale Stühle sind zu hoch, um ohne Hilfe drauf zu steigen, also absolut uncool. Ein Kleinkinderstuhl muss her. Stuhl ist aber auch irgendwie blöd, da muß man ja von vorne raufsteigen. Also eine Bank.

Meine Schwiegermutter hat ein uraltes Fußschemelchen, das ist ideal. Von meiner Tochter geliebt, genau die richtige Höhe und Größe. Bloß: Wo kriegt man sowas heute noch her ?

Also: Selber bauen. Zwei Versuche im Bild. Der erste (vorne) aus Bambus-Stabplatte. Die Füße mal nicht senkrecht, sondern schräg. Und zwar "falsch rum". Sieht lustig aus, ist aber etwas kippelig. Das war durchaus auch Absicht. Aus der Höhe ist der Schaden bei einem Sturz überschaubar und führt vielleicht zum gewünschten Lerneffekt.

Hinten im Bild die konventionelle Variante aus Weichholz (Paulownia, sehr gut zu bearbeiten, taucht seit etwa zwei Jahren in hiesigen Baumärkten vermehrt auf). Das wird ein Geschenk für unsere Tagesmutter und ich möchte vermeiden, dass sich ander Leute Kinder mit meinen Geschenken die Köpfe einschlagen ;-)

PS: Das Original ist auch selber gebastelt, vom Großvater meiner Schwiegermutter, also von Rikes Ur-Ur-Großvater.

Sonntag, 17. Juni 2012

Es wird angebaut


So, jetzt haben wir ein Haus neben dem Haus ;-) Zwar schwitzen genießen wir aktuell das Sommerwetter, aber die Erfahrung sagt: Der nächste Winter kommt bestimmt. Für den haben wir ja schlauerweise unseren fulminanten Kaminofen angeschafft – aber der will ja bekanntlich auch gefüttert werden. Dazu liefert uns ein Freund demnächst 8 rm Holz. Und das will natürlich gut versorgt sein.

Wir haben uns lange über das wo und wie Gedanken machen und sind letztendlich bei der selbstgemachten, schnellen Lösung gelandet – nichts für die Ewigkeit, aber aktuell erschlägt diese Version mehrere Fliegen mit einer Klappe: Unter anderem günstige Herstellungskosten, optische Kaschierung der nicht besonders ääääh nennen wir es gepflegten Seitenwand der Nachbargarage und Katzendurchschlupflochstopfen. Sprich: eine Holz-Ständer-Bauweise, wobei wir für die Seitenwände Zaunreste unserer Doppelstabmatte verwendet haben – hat nicht jeder:

 Und diese kommerziell nicht erwerbbare Holzstapelhilfe hat auch nicht jeder:

;-)
Wie man sieht ist der Kaminholzunterstand sogar schon etwas befüllt: Der eine oder andere geneigte Leser erinnert sich vielleicht daran, dass wir die Kirschenbäume abgesägt haben. Somit ist der Lagerplatz vor dem Haus aufgelöst, prima. Dafür stehen jetzt unsere Tomaten unterm Balkon *g*