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Sonntag, 14. Juli 2013

Es geht aufwärts !


Endlich verläßt uns unser Geländer. Natürlich nur zeitweise, zur Reparartur Restauration.

Nach Wochen der Vorbereitung war es am Freitag endlich soweit, der große Kran (Holzbau Schneider, DANKE !) kam und hob das losgesägte Geländer mühelos fort. Gesägt übrigens, und nicht geflext, um nicht die gesamte Hauswand mit glühenden Stahlpartikeln zu übersähen .... Spaß macht das aber keinen.

Der gesamte (soweit involviert) Bekanntenkreis hatte sich schon lustig gemacht, dass wir einen Kram kommen lassen, anstatt das mit ein paar kräftigen Kumpels am Seil zu erledigen. Als das Geländer dann auf dem LKW stand, konnte man (also nicht nur ich ;-) es kaum bewegen, ich denke, es wiegt eher gut 300 als 200 Kilo. Nix mit "mal eben lupfen" und so.

Nachdem ich - vermutlich war das das Problem - wochenlang Zeit hatte, darüber nachzudenken, was alles schiefgehen könnte (Abstürze, Materialermüdung, das Ding kippt und reißt uns alle vom Balkon usw.) war ich dann beinahe überrascht, wie unspektakulär alles vor sich ging.

Dann blieb nur noch die Feinarbeit,



Entsorgung der letzten überstehenden Reste mit Hammer und Meißel. Na ja, ganz ohne Flex ging es dann doch nicht. Aber nur gaaanz vorsichtig und immer so, dass die Funken weg vom Haus flogen. Ich hoffe jedenfalls, dass ich nicht demnächst die ganze Seite des Hauses streichen werde.

Aber seit heute wird nicht mehr abgerissenbaut, sondern wieder zugemacht. Eine Schicht Gisogrund, um den Sand Mörtel zu stabilisieren und dann die erste  Lage Mörtel in die etwa 15cm tiefen Löcher in der Wand.


*brrrr*

Till

Sonntag, 3. Februar 2013

Eine hässliche Entdeckung


Da war ein Moment Stille in der Leitung, als ich am Montag „Herr Weng, wir brauchen Sie ganz dringend, wir haben Schimmel im Schlafzimmer!“ gesagt hatte. Denn DAMIT hat nun mit Sicherheit NIEMAND von uns gerechnet – nachdem wir das ganze Projekt von Anfang an stark auf die Vermeidung exakt dieser Thematik ausgelegt hatten, alles diffusionsoffen, keine Schränke an den Außenwänden, entsprechende Lüftungsstrategie, Überprüfung der Klimaverhältnisse mittels Datenlogger etc. Das war irgendwie schon ein bisschen ein Schock, als wir uns vor einer exakt einer Woche dieser Entdeckung:


stellen mussten.

Es handelt sich um die Außenwand Richtung Straße und wir hatten hier in immerhin 10 – 15 cm Abstand ein 80 cm hohes Schränkchen stehen. Das (im übrigens ebenfalls an der Seitenwand bereits angegriffen war) haben wir sofort weg geräumt und dann auf Herrn Weng gewartet, der Donnerstag zur Beurteilung kam. Bis dahin hatten wir auch schon eine Theorie, da hier nämlich die Bodenplatte des Balkons endet – eine klassische Kältebrücke. Die Messung der Wandtemperatur und der Feuchtigkeit hat dann Aufschluss gebracht: Diese Wand ist im befallenen Bereich fast 4°C kälter als die anderen und damit auch deutlich unter der Norm. Und klatschnass. Wobei die Messung der Feuchtigkeit ein interessantes Muster (siehe Linien) ergeben hat:


Sprich: Wir haben hier relativ klar abgetrennte Bereiche nach oben und unten. Nur durch eine Kältebrücke lässt sich das nicht erklären. Nein, die bittere Wahrheit ist, dass der Balkon wohl nicht richtig abgedichtet ist. Dass der wohl nicht ganz koscher ist, war bekannt – aber niemand hätte mit diesen Auswirkungen gerechnet, vor allem, da die Wand bei der Renovierung keinerlei Auffälligkeiten gezeigt hatte. Aber: Bisschen veränderte Nutzung, bisschen andere Bedingungen, ein paar mächtig kalte Tage wie die vor Weihnachten – und BUMM! L Vermutlich auch ein paar Steine, die Feuchtigkeit ziehen.

Da wir ja messtechnisch einigermaßen vernünftig ausgestattet sind, haben wir die Wandtemperaturen auch nochmals mittels Infrarotthermometer verfolgt: Im Bereich des Schimmelfleckens lag die Temperatur fast 4°C unterhalb der Werte in der Mitte dieser Wand. Die Ecke liegt dazwischen.

Wir hatten auch gleich am Sonntag nochmals einen Datenlogger ins Schlafzimmer gelegt, aber der hat eigentlich nur unsere konstanten und doch eher niedrigen Feuchtigkeitswerte (blau) bestätigt – wir liegen meist zwischen 55 und 50 % rel.:


Also waren auch mit einem Schlag alle schönen Bastelpläne hinfällig und der Plan für den gestrigen Samstag stand fest:


Mechanische Entfernung mit gleichzeitiger Absaugung – so sieht der Schimmel keine Notwendigkeit, heftig zu reagieren (im Gegensatz zu anderen Methoden, z. B. dem Aufsprühen von Schimmeltod, das den Schimmel veranlasst, mit letzter Kraft in letzter Sekunde noch unendliche Mengen von Sporen abzustoßen) – natürlich trotzdem mit Atemschutz, Abdeckung und hinterher ausführlichen Putzaktionen.

Immer wieder erstaunlich, wie schnell man ein normales Zimmer wieder in eine Baustelle verwandeln kann:


Die Temperaturen lagen an der offenen Wand übrigens so ungefähr 1,5°C unter den zuvor gemessen auf dem Putz. Eine Veränderung nach einem Tag hat sich nicht feststellen lassen.

Tja, das wird eine größere (und teure) Angelegenheit. Jetzt müssen wir mal wieder mit Handwerkern reden, Termine planen etc. Und der Vorgarten, den wir eigentlich im März anlegen wollten, fällt dieser hässlichen Entdeckung auch zum Opfer…
So ist das mit alten Häusern halt manchmal, das gehört eben auch dazu.

L

P.S.: Dafür ist unser Heizkörper am Freitag abgedichtet worden. 

Montag, 9. Juli 2012

Paranoia


Prinzipiell neige ich im Gegensatz zu gewissen männlichen Mitgliedern der Familie überhaupt nicht zu Paranoia (außer es handelt sich um die telepathischen Fähigkeiten von Schlangen).
Aaaaber…

Die Sache mit den Fugen. Die scheint uns irgendwie zu verfolgen. Nach unseren einschlägigen, berichteten Erlebnissen mit den Fenstern L nun – das Bad. Genau, unser neues Bad!

Da haben die Fugen an der Innenwand auf einmal folgendes gezeigt:



Wir haben diese Stelle, die blöderweise innerhalb des Duschbereichs liegt, jetzt natürlich sorgfältig abgedeckt gehabt – da der Fliesenleger sich leider erst eine Woche nach unserem Anruf gemeldet hat. Das hat uns dann ehrlich gesagt auch etwas geärgert, und da wir eh diverse kleinere Themen hatten, die sich jetzt seit dem Um-/Einzug so angesammelt haben, war heute – nach langer Zeit – ein Treffen mit Herrn Weng zur Diskussion vereinbart. Und wie es scheint, hat sich diese Wand durch die nun deutlich veränderten Feuchtigkeitsverhältnisse (trockener!) noch nachträglich etwas gesenkt, wodurch es zu den Abrissen der Silikonfuge sowie des größeren Ausbruchs gekommen ist. Da wiederum war wohl Fliesenkleber auf einer Fliese gelandet. Pech…

Zwei andere, wichtige Themen waren Kellerfeuchtigkeit / Lüftungsstrategie und die Kaminsanierung. Zu letzterem – Dach scheint endlich dicht zu sein (Danke an Holzbau Schneider!). Also alten Putz runterpusten *hust*, Sanierputz drauf und gut ist. Zu ersterem – Frau jede Nacht um 4 Uhr zum Lüften nach unten schicken (vermeidet Schnickschnack wie Loch in die Wand bohren und geregelten Lüfter einbauen).
Alles in allem fand er unser Raumklima super und ich denke, es hat ihm auch sonst gefallen, was im Laufe der Renovierung entstanden ist ;-)

Und am Ende haben wir noch draußen über mögliche Bodenbeläge für den Hof philosophiert. Eine interessante Idee ist dabei der Schotterrasen.
Daher aus aktuellem Anlass ein „verspäteter“ Bericht.
…
P. S.: Der Fliesenleger, auf heute Nachmittag zugesagt, hat um 16 Uhr angerufen, dass er dann morgen früh kommt. *grrrrrr*

Sonntag, 27. Mai 2012

Themenbeitrag #1: Die wichtigste Tür


Was haben wir uns angestrengt.

Mit den Schlaf-, Schrank- und Kinderzimmertüren. Und vor allem aber mit den Türen ins Wohn-, Ess- und Arbeitszimmer. Weil da unten ist ja alles super renoviert. Weil da sind ja die schönsten Zimmer.

Könnt ihr vergessen. Einfach. Vergessen.

Ich glaube, ich habe bisher weder bewusst noch unbewusst eine der o. g. Türen angeschaut. Geschweige denn angefasst. Ob sie jemals geschlossen werden? Okay, das würde Türklinken bedingen, aber das ist jetzt ein anderes Thema… *hüstel*

Die wichtigste Tür, das ist die Innenseite vom (Gäste-)WC. Unvermeidbarerweise hält man sich dort mehrmals täglich je nach Vorliebe Veranlagung kürzer oder länger auf – und kennt nach kürzester Zeit jede Farbnase persönlich mit Vor- und Nachnamen. Und ärgert sich zu Tode, wie man so unendlich viel Zeit in perfekt Wohn-, Ess-, Arbeitszimmertüren investieren konnte. Das als Tipp #1 im Themenbeitrag #1.
Abhilfe schafft übrigens das Zählen mit anschließendem Haareraufen der Katzenstreupartikel auf den heißgeliebten Cortääääääääääääänstahlfliesen.