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Sonntag, 12. April 2015

Die nächste Lösung

wird dann die endgültige sein.

In der Planungs- sowie Renovierungsphase hatten wir uns ja bemüht, an möglichst viel zu denken und insbesondere gleich ein paar vollkommen unnütze Details (à lessons learnt) für unsere Menagerie zu berücksichtigen, wie die tiefsitzende übergroße Katzenklappe in der Terrassentür, von der ein zweites baugleiches Exemplar auf der Bühne eingelagert wurde. Und so weiter.

So war ständige Weg nach draußen bereitet. Aber was nutzt es, wenn man dann verzweifelt HINTER statt VOR Tür fest sitzt?!?!?

Denn – ein Lichtschacht ist ein Monster. Er kann brüllen, beißen, kratzen, gemein sein. Zumindest ist das meine Übersetzung. Also: Schnell zum Bauhaus gefahren und nach einer fertigen Lösung geschaut, und diese in Form einer Klick-Holzfliese nach Hause gebracht, montiert und fertig.

Nach drei Wintern so:


Hässlich – egal, kaputt – nicht egal. Angesichts eines unsportlichen Katers (tut mir leid Egon, aber es ist nun mal so!) und eines steinalten, ganz tauben, halb blinden Hundes hatte ich allmählich Sorge, dass hier ein Tier hängen bleiben und sich verletzen könnte.

Also in der „Restekiste“ gewühlt und eine übrige Terrassendiele gefunden (die, um ehrlich zu sein, den ganzen Winter draußen stand *hüstel*). Schrauben waren von der Aktion auch noch übrig. Dachlatten haben wir eh immer im Haus.

So bin ich den Genuss gekommen, erstmalig Tills sauteure Gestellsäge mit japanischem Sägeblatt ausprobieren zu dürfen:


Bildtitel: Die linke Hand schwebt – aus dem Handbuch „Yoga für Fortgeschrittene“

Man kann (muss aber nicht!) zuvor im Übrigen lange diskutieren, was die beste Anordnung der Bretter ist…


Bildtitel: Hä?


Bildtitel: Endlich eine Sonnenliege!


Bildtitel: Hast du schon gehört, dass der dicke gestreifte Kater aus Hausnummer 21 Flöhe hat?

Um auf den Titel zurückzukommen: Die nächste Lösung wird dann eine endgültige sein. Sprich: Dem Monster die Zähne ziehen. Das Gitter durch eine Holzbodenlösung ersetzen. In … 6 oder 8 oder 10 Jahren. Oder so ;-) 

Sonntag, 10. November 2013

Catwalk

Warum überhaupt DIY? Das Allermeiste, was man so braucht möchte, ist käuflich erwerbbar. Dank (?) Internet auch vollkommen unabhängig von dem Ort, an dem man sich niedergelassen hat. Jedoch gibt es so zwei, drei Dinge, wo man doch überlegt, zur Eigenfertigung zu tendieren. Zum Beispiel ääääähhhhhhhhhhhhhh ja also wenn es um speziell eingepasste Baugrößen oder Materialien geht. ODER wenn man in einem adäquaten Fachgeschäft *hüstel* steht und einem das Preis-Leistungs-Verhältnis heiße Tränen in die Augen treibt. So häufig der Fall bei kommerziellen Kratzbäumen. Ich meine, wir haben zwei halbwüchsige Katzen. Der Kater kann aufgrund seiner dicken Eier gerade kaum laufen – ich MAG mir nicht vorstellen, was der mit einem nicht verspannten (und das ist bei uns aufgrund der Raumhöhe keine Option) Kratzbäumle aus dünner Spanplatte so anstellt…

Folglich folgt eine www.haus-renovieren.blogspot.de – Lösung :-)

Man nehme, als Ausgangsbasis, das was man kriegt:


Und baut drumherum :-) Indem man ein paar Rahmenparameter definiert, wie z. B. Höhle, Standplatz, etc.

Schnell sieht man sich mit der Wahrheit konfrontiert: Im Baumarkt liegt der Preis für einen Meter Sisalseil, Durchmesser 5 mm, bei etwas > 1 €/m. Bei einem Umfang von 35 cm und einer Gesamthöhe von 120 cm würde sich das zu dramatischen 84 Euro summieren *schluck* Für 30 Euro haben wir zum Glück einen Sisalteppich entdeckt und verwendet. Allerdings war das Bekleben oder korrekter das Schneiden nicht gar so einfach…


Wir haben transparenten Montagekleber verwendet und in drei Stufen gearbeitet: Erst an einer angezeichneten, senkrechten Linie fixiert. Dann die 80 % des Umfangs beklebt. Und dann so sorgfältig wie möglich geschnitten und den Rest beklebt.

Für die eigentliche Konstruktion haben wir uns für 19 mm MDF entschieden. Weil es sich gut bearbeiten lässt, gut aussieht und halt einfach MASSE mitbringt.

Um ein Rutschen der Katzen zu vermeiden haben wir noch bei Glaeser in der Stoff-Restekiste gewühlt. Und sind anschließend im Keller verschwunden:


Bauteile für die Höhle gefertigt, geschliffen und geölt. Sitzplätze gesägt, geschliffen und geölt. Pfosten eingepasst. Und dann, mit Hilfe einer Gewindestange, die erste Etage montiert. Merke: Das Verwenden von selbstsichernden Muttern würde sich als sinnvoll erweisen *hüstel*

Nach der Oberflächenbehandlung folgte das Bespannen mit Hilfe von Sprühkleber sowie anschließend die Montage der zweiten Etage. Hier haben wir auch die Muttern in die Plattformen eingelassen… Zum Schluß noch Füßchen montiert.

Voilà:


Was noch fehlt ist das Kratzbrett unten, aber morgen ist auch noch ein Tag :-)

Gesamtkosten: So ungefähr 80 – 90 Euro.