Samstag, 20. August 2011

Der Erbauer

Die Initialen auf dem Balkongeländer


sowie auf dem Abschlussstein des Bogenfensters


 haben unser Interesse geweckt. Wer war er, der Erbauer?

 Bau-Gesuch
des

Herrn CHRISTIAN BANZHAF, Kaufmann, hier betreffend: Erstellung eines 1½ stockigen Wohngebäudes mit Querbau.
Anerkannt: Heidenheim, den 9. April 1904. Der Bauherr Banzhaf

Gefertigt: Heidenheim, den 9. April 1904. Der Bau-Werksmeister Feuerbacher

Der Opa war im Stadtarchiv:
Der Bauherr Christian Banzhaf, Kaufmann in Schnaitheim, wurde am 27.07.1876 in Untertürkheim geboren. Seine Wohnorte waren Untertürkheim, Schnaitheim und Heidenheim. Er war 1914 Offiziersstellvertreter in einem Artillerieregiment, Leutnant d. R., Träger des Eisernes Kreuzes sowie der sparsam verliehenen Württembergischen Goldenen Militärverdienstmedaille, die er im Jahr 1916 erhalten hat.

Geheiratet hat er Marie Sofie Eberhardt (die 2. Tochter des Schnaitheimer „Kronenwirt“ Wilhelm Ulrich Eberhardt und Maria Margarethe Benz von der Mühle Aufhausen).
Was für ein Kaufmann war er? Selbständig? Wenn ja, in der damals florierenden Textilindustrie? WCM, Ploucquet, Hartmann? Wenn nein, was dann? Darüber ließen sich leider keine Aufzeichnungen finden, jedoch war er ab 1910 Privatier und ist am 19.11.1918 an Grippe in Heidenheim gestorben. Hoffen wir, dass wir länger in seinem, jetzt unserem, Haus leben dürfen!
Ursprünglich erwarb Banzhaf nur das Grundstück in der Größe des Hauses, nach und nach jedoch die weiteren Teile hinten und vorne bis hin zur heutigen Größe.

Der Bau-Werksmeister Richard Feuerbacher konnte online über das Landesarchiv Baden-Württemberg (Bestand E 222 a, Finanzministerium III / 1894-1945, 16. Vermessungswesen, 16.3 Personal) in folgendem Zusammenhang gefunden werden:
„Vereidigung und Bestellung der zu Vermessungsarbeiten mit öffentlichem Glauben berechtigten Personen durch die Oberämter“ (Laufzeit 1929-1933)

Freitag, 19. August 2011

Projektplan

Ergänzung des Projektplans sowie Übertragung in OpenProj (frei erhältliche, recht gute Projektmanagement-Software, die ebenfalls Netzpläne erstellen, Abhängigkeiten berücksichtigen, Ressourcen berechnen, Berichte erstellen kann etc.).

Momentan siebenundachtzig (in Zahlen: 87) Positionen auf der Liste.
Der Schweiß auf der Stirn kommt nicht von den hochsommerlichen Außentemperaturen…Aber genau deshalb braucht man ihn ja.

Donnerstag, 18. August 2011

DER Balken? DIE Balken!

Unser Berater (auch bekannt als „Der-ohne-den-wir-echt-aufgeschmissen-wären!“) ist aus dem Urlaub zurück und konnte gestern DEN Balken in Augenschein nehmen. Was zählt, ist Erfahrung (gepaart mit Intuition), und deshalb wurden nach einem kritischen Blick (gepaart mit Stirnrunzeln) die benachbarten Balken ebenfalls schnell freigelegt sowie überprüft und tatsächlich: aus DEM Balken wurden DIE Balken L



In dieser Ecke der ehemaligen Küche stand früher das Spülbecken, und der Schaden sieht ganz danach aus, als sei über einen relativ langen Zeitraum der Abfluss undicht gewesen. Das lässt aber auch die Hoffnung zu, dass es sich hier um eine lokal begrenzte Schwierigkeit handelt. Hausaufgabe: Die weiteren Fliesen-Boden-Platten entfernen (und bitte darauf achten, nicht mit einem Bein plötzlich in der darunterliegenden Küche zu landen…). Dann sieht man a) mehr, b) weiter und c) kann ein Zimmerer zum „Flicken“ ran.
Ich glaube ja, dass auch daran die E-Technik Schuld ist. Die will nämlich nicht DAS Problem, sondern EIN Problem sein…

Dienstag, 16. August 2011

Alea iacta est

Die designkompetenten Herren der Familie haben sich, letztendlich befürwortet von den leicht unsicheren Damen (vielleicht doch eine Sprosse??), für die Variante einflüglig ohne alles entschieden. Unser Fensterbauer trägt diese Entscheidung ebenfalls.


 
Das große Fenster an der Frontseite bleibt natürlich wie gehabt, sprich mit Bogen, Oberlicht und dreiteilig. Die Details wie Zwangsbelüftung im Schlaf- sowie Kinderzimmer und Katzenklappe u. ä. sind nun ebenfalls fixiert. Fehlt nur noch das exakte Aufmaß.

Montag, 15. August 2011

So, so oder so? – Fensterfrickeleien

Die Entscheidung für die Holz!Fenster steht diese Woche an. Um eine bessere Vorstellung und ein Gefühl für die verschiedenen Varianten (Aufteilung wie bisher, einflüglig mit Oberlicht, komplett einflüglig) zu erhalten, haben wir im EG zum einen die Vorfenster bei den „normalen“ Fenstern abgenommen (und da merkt man auf einmal, wie hooooch die Fenster sind!) und zum anderen mal ein bisschen retouchiert:




So, so oder so?

Samstag, 13. August 2011

Leuchten


Wie man vielleicht dem einen oder anderen Beitrag entnehmen kann, ist die Elektroinstallation ein Thema, das uns leicht beschäftigt *hüstel* Und hierbei ist ein wichtiger Punkt die Planung. Die clevere Planung, wohlgemerkt. Denn ein Kriterium ist, dass wir so wenig Schlitze wie möglich klopfen fräsen wollen. Das beinhaltet z. B., dass im zukünftigen Wohnzimmer Funkschalter eingebaut werden. Und was tunlichst vermieden werden muss, sind Schlitze in der Decke, da sich die Deckenkonstruktion mit Stroh und Drahtgeflecht nun überhaupt keine Schlitzfräsen mag. Wo also nötig und möglich bedeutet das, dass durch die Decke gebohrt wird. Das betrifft hauptsächlich das OG, und da geht das auch recht gut. Sprich: Vom Zählerkasten OG wird ein dicker Kabelbaum hoch auf den Dachboden gezogen und von dort verteilt, da die Dachbodendielen eh aufgestemmt und isoliert werden. Das ist prima. Blöderweise gibt es in zwei Räumen ein Problem: Im OG im Schlafzimmer, da sich darüber noch eine Dachkammer mit schönen Dielen befindet. Sowie im EG im Arbeitszimmer. Daher hatten wir die Idee, die Beleuchtung von der Wand aus zu organisieren, mittels Schienensystem. Und waren am Mittwoch Abend im Leuchtengeschäft, um uns über entsprechende Systeme und Möglichkeiten zu informieren. Nun hat uns die Dame wohl für etwas wirr gehalten und vorgeschlagen, ihr Mann solle sich am besten mal die Baustelle anschauen. Das hat er heute Nachmittag auch getan. Nun stehen für einen Leuchtenexperten natürlich Leuchten im Vordergrund, das ist auch wirklich nicht verwerflich, aber Decken abhängen ist keine Option für uns. Allerdings konnte er in der Tat gleich ein paar gute Ideen vorweisen: Im Arbeitszimmer kein Schienensystem an die Wand, sondern eine schmale LED-Leiste an die Decke, nur 2 cm breit, so dass sie sogar gut hinter die vorhandene Stuckleiste passt. Anschluss an der Ecke zum Flur, das passt, denn im EG wird über den Flur verteilt. Sieht bestimmt auch prima aus, denn was kombiniert man am besten mit 100 Jahre Baugeschichte? Etwas Supermodernes! Das passt auch zu dem modernen Kabelkanal, den wir dort anstelle der originalen Sockelleiste einbauen wollen. Dann hat er uns für das Esszimmer noch eine Wandlampe vorgeschlagen, das ist auch eine prima Idee, die sicher gut wirken wird und jetzt bei Planung berücksichtigt werden kann. Für unser Schlafzimmer hatte er auch einen Vorschlag – den wir erst mal im Laden anschauen müssen um ihn uns vorstellen zu können, aber letztendlich auch Befestigung an der Wand direkt über dem Bett. Zig Dimmer und Schalter brauchen wir eh nicht, denn das Schlafzimmer ist ääääähhh ja zum Schlafen da ;-)
Und dann gibt es noch das Treppenhaus. Hier steht die Beleuchtungsart eigentlich schon fest. OLED. Ein paar OLEDs in einem Metallgehäuse. Wird bestimmt gigantisch. Blöd nur, dass es die Technologie noch nicht (zu realistischen Preisen) auf dem Markt gibt. Aber wenn man(n) auf was fixiert ist… Kann man auch mal 2 Jahre warten!

Weisheit

„Blicke immer in die Sonne, dann fallen die Schatten hinter Dich.“

Wie wahr, wie wahr… Danke Birgit & Matthias! *rüberwink*

Freitag, 12. August 2011

There's now sunshine when she's gone

Mit Pflanzen (und ihren Folgen) hatten wir ja mittlerweile bereits einiges zu tun, jetzt kam auch noch eine Expedition ins Tierreich dazu. Nachdem ich mir die halbe Nacht überlegt habe, ob unsere verwöhnte Prinzessin alte Katzendame wohl eher Rindenmulch oder Hackschnitzel oder weder noch bevorzugt (vielleicht doch lieber ein kleines Himmelbett bauen?), haben wir am späten Vormittag beim Ausgraben der Blauregenwurzel Bekanntschaft mit … ja was??? gemacht. „Kleine eher gestreifte Insekten mit Flügeln. Der Körper sieht aus wie Wespe, nur schmaler, die Flügel, na eher beinahe wie Schnake. Und sie wohnen in der Erde.“ Der freundliche Herr in der Dehner-Giftschrankecke meinte „Sind sie grünlich?“ Ich: „Irgendwie schon.“ Er: „Ah, Florfliegen.“ und hat ein passendes Mittel (auch gut für äh gegen Ameisen, die ja ebenfalls in der Ecke hausen) mitgegeben. Die Recherche hat gerade ergeben, nein, Florfliegen sehen anders aus. Erdwespen und Schwebfliegen auch. Na egal, hoffen wir, dass sich das Problem bis morgen aufgelöst hat.


(Titel: There’s now sunshine when she's gone)

Der Elektriker hat sich die freigelegte Strom-Horror-Landschaft angeschaut und zusammen mit meinem Mann einen schlitzarmen Plan für die Verkabelung in Richtung OG ausgedacht. Nachdem er jetzt dann (nur eine Woche, der arme Mann) im Urlaub ist, bleibt etwas Zeit zum Vorbereiten und Schlitze klopfen.
Und der Dachdecker… Ach ja. Der Herr, der am Dienstag bei uns war, Loch betrachtet und weiteres Vorgehen abgestimmt hat, ist (ab?) heute im Urlaub gewesen – ohne jemandem Bescheid zu geben, dass er versprochen hat, dass am Freitag jemand zu uns kommen und den Schaden reparieren soll. Schade(n).

Donnerstag, 11. August 2011

Gute Nachrichten…

… gibt es natürlich auch immer wieder! Die des heutigen Tages heißt: Der Maler war am Vormittag da und hat sich Bad inklusive des verfaulten Balkens angeschaut. Und er meint, kein (größeres) Problem, einfach alle angegammelten Stückchen herauskratzen und hoffen dass man dabei nicht plötzlich im Freien landet und dann die Lücke mit Beton auffüllen.

Die schlechte Nachricht des heutigen Tages kommt allerdings auch vom Maler: Die Trocknungszeit für den Kalkputz beträgt je 1 mm Schichtdicke einen Tag. Sprich: Ins Bad können die Sanitärmonteure frühestens 3 Wochen, nachdem der Maler den Kalkputz und die Calciumsilikatplatten angebracht hat (was gemäß der heutigen Zusicherung zeitnah passieren soll).
Bzw. noch weiterreichendere Konsequenzen: Da z. B. auch jegliche Schlitze mit Kalk verputzt werden müssen, fällt auch hier jeweils eine entsprechende Trocknungsperiode an. Oder kurz zusammengefasst: Dieses Jahr einziehen wird wohl eher definitiv nichts mehr L (Projektplan fertigstellen, Projektplan fertigstellen, Projektplan fertigstellen)

Zu den sonstigen Aktivitäten dieses Tages:
Loch im Dach hat mein Mann von innen mit Holz (Platte an Decke geschraubt; darauf kommt dann Gewebe und Putz) verschlossen. Morgen kommt der Dachdecker für den äußeren Part.

Die Sanitär-Monteure haben alles soweit vorbereitet, wie es ohne weitere Abhängigkeiten ging, also neue Leitungen gelegt und die Toilette im Gäste-WC in einen funktionsfähigen Zustand gebracht. Im Bad müssen sie jetzt warten, bis der Maler den Kalkputz (s. o.) und die Calciumsilikatplatten angebracht hat (der wiederum kann aber erst loslegen, wenn die neue Verkabelung realisiert und das kleine Fenster zugemauert ist, wie wir jetzt entschieden haben). Im Gäste-WC ist der nächste Schritt das Einmauern des Spülkastens.
Dank Oma (für’s Baby), Elektrosense, Astschere, elektrischer Heckenschere und Stichsäge konnte der sogenannte „Schweinestall“ (die erste Terrassierung; hier hat früher das Hausschwein der Familie gewohnt … also wirklich ein echtes Schwein) befriedet werden. Wir müssen schließlich wissen, wie weit es da nach hinten geht und in welcher Form. 


(Äääh, die rechte Bildhälfte ist NACHHER)

Anschließend haben wir unsere neuen Gartenmöbel geputzt und uns bei wunderbarem Sommerwetter zum ersten Mal auf die Terrasse gesetzt, mit Kuchen & Kaffee. Sehr nett. Hatte so einen Hauch von Urlaub.

Und dann – hat mein Mann den Schlüssel seiner Flex nach eintägiger Suche in seiner Hosentasche wieder gefunden… Was schließen wir daraus? Nein, er braucht keinen Urlaub (hatte er ja, wie gerade geschildert), er soll sich jeden Tag umziehen dann finde ich den Schlüssel bereits am Abend ;-)

Mittwoch, 10. August 2011

B hoch 5

B wie Balkon:

Da ja der Zaun neu wird, muss natürlich das Balkongeländer entsprechend angepasst werden.

… …

*hihi* War ein Scherz. (Wir haben ja sonst gerade nicht so viel zu lachen.) Der Balkon trägt ja erheblich zum Gesamtbild und Charme des Objektes bei. Daher war heute Morgen ein Kunstschmied da, denn wir wollen das Geländer gerne aufarbeiten lassen. Einige der Streben sind verrostet und die Befestigung an der Fassade durch Eingipsen hat zu Rissbildung geführt. Außerdem würden wir in dem Zuge das Balkongeländer gerne etwas höher setzen lassen.

Der Rost kommt durch die darunterliegende Kupferverkleidung – Eisen + Kupfer = Rost bei Kontakt. Geländer also abnehmen, sandstrahlen, die durchgerosteten Streben ersetzen und unten in dazu passendem Stil 20 cm Erhöhung integrieren. Trennung von Eisen + Kupfer und eventuell mit Opferanode arbeiten (laut Schmied funktioniert das nur in der Theorie; laut meinem Mann auch in der Praxis – wenn man die Opferanode wörtlich nimmt und halt ab und zu ersetzt). Die Befestigung an der Hauswand soll dann auch geändert werden, nur noch an einer Stelle angeschraubt und nicht mehr eingeputzt.
 
B wie Bad:


Das war einmal ein Bad. Neben weiteren Demontageaktivitäten wurden heute aber auch teilweise bereits neue Teile wie Leitungen und der Toilettenkasten installiert.



Und es wurden neue lustige Geschichten zur Elektroinstallation gefunden, z. B. flexible Kabel unter den Fliesen. Grober Pfusch am Bau. Gaaaanz grober sogar. Weil absolut verboten.
 
B wie „Besonders kreativer Umgang mit der Steuer“ oder „Bescheißen lassen wir uns nicht“:

Die Rechnung des Entrümplers ist gekommen. Überraschung! Angeboten für 32 €/h, berechnet für 32 €/h plus Mehrwertsteuer. HALLO???? Angerufen und erklärt, dass hier wohl ein Missverständnis vorliegt, denn bei Angeboten an Privatpersonen ist ja die MwSt. stets eingeschlossen. Der Entrümpler war stinkig ohne Ende (Hääää???) und hat gejammert, er muss verhungert, weil er ja schließlich seinen Leuten 9 €/h zahlt. Nochmals zur Wiederholung: NEUN EURO. Da bleiben ihm ja nur noch 32 € - 19 % - 9 € = 16,92 €/h der Arbeit seiner Mitarbeiter übrig, also wenn er Fernsehen schaut oder so. Der arme Mann!
 
B wie Bäume & Büsche:

Dank der babysittenden Oma konnten wir heute das Haus freischneiden. An der Schmalseite im Spalt zwischen Hauswand und Nachbargarage hat sich in den letzten 10 – 15 Jahren eine wilde Hagebutte ausgebreitet. Astschere + Stichsäge = Vergangenheit. Damit sind die Außenmauern jetzt frei und es zeigt sich klar, dass an den Stellen, wo Bäume und / oder Sträucher zu hoch gewuchert sind, Schäden am Putz sichtbar werden. Das als Hinweis für alle Freunde der grünen Pracht.

Am Nachmittag lag der Froschbär gut gelaunt, die Mama anfeuernd im Laufstall, dementsprechend sind jetzt auch alle Rosensträucher abgeschnitten (noch nicht ausgegraben – Versprechen an die Oma).
Und die Monteure waren so nett, als sie auf dem Dach waren und den Kaminrest mit ein paar gezielten Schlägen eine Zimmerhöhe tiefer geschickt haben, das letzte Stück Blauregen gleich noch abzuschneiden.

B wie Balken:

Die Frage „Ach habe ich dir eigentlich schon von der schlechten Nachricht des Tages erzählt?“ hat mich die Wiedehopfhacke in der Luft verharren lassen. Sie lautet: Im Bad gibt es an der Außenwand einen weggefaulten Balken. Jetzt müssen wir erst mal klären, was zu tun ist.


Das war mal Holz. Jetzt Luft. Klingt nach B wie Bumms…

Dienstag, 9. August 2011

Ungeplantes & Geplantes

Untertitel: Pfusch am Bau (Teil 1)

08:35:08 er     Strom im ganzen Haus weg L

08:40:00 sie    Wo ist er hin ? ? ?

08:40:38 er     Hat Angst bekommen vor den großen, bösen Männern ;-)

08:41:12 sie    Echt???? [Ich hasse E-Technik!!!]

08:52:33 er     Elektriker schon da. Die XXXXXX haben das Hauptkabel im Badboden verlegt!

Was XXXXXXXX doof ist und man erst merkt, wenn man Jahre später den Presslufthammer (jetzt mit schwarzem Meißel *hüstel*) ansetzt, um den Badezimmerboden herauszureißen. Zu den anderen Dinge, die man auch erst nach der Demontage sicher weiß, gehört die Leitungsführung (einschließlich Abwasserentlüftung). Das war ein Grund dafür, diese Maßnahme ganz an den Anfang zu setzen, da sich davon abhängig wiederum auch Änderungen bei der Gestaltung des neuen Bades ergeben können. Wie zu erwarten war ist das der Fall, allerdings ohne großen Aufwand möglich (Konzept einmal spiegeln bitte und dann noch ein paar Details). Wenn die Decke des darunterliegenden Gäste-WC entsprechend für den Abfluss der Dusche abgehängt wird, ist sogar ein stufenfreies Bad möglich. Sehr schön!

Aber nun zu den „spannenden“ Details:

1.    In der Tat ist das Kabel vom Hausanschluss zum Zählerkasten im OG (also nicht selber abgesichert, sondern nur durch die 63A-Hauptsicherung von der gnadenlosen Gewalt des Umspannwerkes getrennt) der Bequemlichkeit halber durch den Fußboden des Bads gelegt worden. Was nicht nur unüblich, sondern schlicht verboten ist. Da staunt der Laie, der Fachmann wundert sich… Das gibt eine größere Umbauaktion, da diese Leitung aus dem Feuchtraum (bei uns dann auch genau unter der Dusche) weg muss.


2.    Ein paar kleine Zitate zur Leitungsführung (Sanitär):
„Hääää?“
„Warum haben die das kreuz und quer gelegt?“
„Die Abwasserleitung geht bergauf?!!!???!!!!“
„Ich hasse das!“ (Nachdem er das Stück Abwasserleitung ausgebaut hat und ihm die ganze Soße über den Bohrhammer gelaufen ist.)
„Ich muss jetzt meine Maschine putzen.“


3.    Des Weiteren existiert im Bad an der Außenwand so etwas wie eine Isolation. Schaumstoff. Ohne Diffusionsmöglichkeit. Muss wohl weg.


4.    Separater Gaszähler direkt neben dem Brenner des Boilers. Auch nicht erlaubt.

Der Dachdeckermeister kam (wenn auch um Stunden verspätet: Um acht hat er gemeint um elf; um kurz vor zwölf hat er gemeint zwischen zwei und drei; um halb vier war er immer noch nicht da; um kurz nach vier im Büro erwischt – hach, dann kommt er jetzt halt) und hat unser Loch begutachtet (ganz begeistert, weil er vom 2. Plateau im Garten ganz gemütlich auf’s Dach schauen konnte *g*). Die versotteten Kaminreste sollen am besten entfernt werden (ich kenne zwei Menschen, die uns morgen früh NICHT lieben werden), dann Holzplatte von unten dagegen, er füllt mit hartem Dämmmaterial auf und verschweißt mit Bitumen. So ein Loch im Dach ist zwar a) unpraktisch und b) undekorativ, aber die Vorstellung, unter der Dusche zu stehen und in den was-auch-immer-für-ein-Wetter-gerade-ist-Himmel zu schauen, lässt hier einige Kreativitätssynapsen auf Hochtouren arbeiten…

Bilanz des zweiten „Wir-reißen-alles-ein!-Tages“: Es ist alles eingerissen, was früher mal die Bezeichnung Sanitär im Namenszusatz tragen durfte (tolle und schnelle Arbeit von den Monteuren). Wie sagte das nette Nachbarsmädchen zu meinem Mann? „Du bist ja voll dreckig!“

Montag, 8. August 2011

BAUSTELLE

Ab jetzt ohne „Anführungszeichen“ und GROSSGESCHRIEBEN. Wenn Kamine, Wände, Waschbecken, Fliesen, Bade- sowie Duschwannen und Toiletten purzeln, qualifiziert sich das ein-eindeutig als BAUSTELLE.

Nun wohnen in dieser Familie alle Frühaufstehergene in meinem Körper. Als ich gutgelaunt meinen Mann um 05:55 MESZ aus dem Bett geworfen habe, da sich die Handwerker für 07:00 MESZ angekündigt hatten, hat er heftiger geknurrt als der Hund um 04:44 MESZ heute früh (und dabei durfte er gleich frühstücken ohne vorher laufen zu müssen – also der Mann).
Um 07:27 MESZ kam eine SMS mit der Info „Bisher noch keiner da. Aber dafür sollte es jetzt jeder finden“ und nachfolgendem Foto:


(Weil die 17 kommt nach der 13 – und vor der 21.)

Ich habe in Österreich ein paar Mal in einer Pension übernachtet, da meinte die Wirtin mit „Frühstück gibt’s ab halb sieben“ da klingelt ihr Wecker. Aber wenn das Frühstück dafür gut ist, sieht man darüber hinweg… So auch hier. Die Monteure der Firma Joas sind auf Zack, hatten gleich ein paar gute Ideen und Hinweise und haben richtig geschuftet. Und ihnen bereitet es (im Gegensatz zu uns) auch keine Schmerzen, den Presslufthammer hart dran zu lassen wenn die Wände unseres armen, alten Hauses darunter erzittern und husten und jammern… Sie denken vermutlich auch nicht (wieder im Gegensatz zu uns), hoffentlich fällt keine Wand um… (Und falls sie es doch tun tragen sie es bestimmt mit mehr Fassung und einem Schulterzucken.) Und – schwups – wird aus einem eigentlich noch intakten Gebäude eine BAUSTELLE:

 Zwischendurch waren wir noch schnell eine Schubkarre und Fliesen für das Gäste-WC kaufen. Ich sag‘ nur: CORTENSTAHL-Optik J

Und dann habe ich versucht, auf die Schnelle einen Dachdecker zu organisieren. Natürlich gönne ich jedem seinen wohl verdienten Urlaub. Aber müssen denn alle Betriebsferien haben, wenn bei uns ein Loch im Dach (der 2. Kamin ist weg!) ist??? Bisschen doof aber natürlich keine schlechte Planung. „Auf die Schnelle“ heißt bei dem Einzigen, der überhaupt erreichbar war, morgen. Aber das ist ja schon mal was. Dachte ich bis ich bei www.wetter.com die Unwetterwarnung für heute gelesen habe.

Um 14 Uhr kam ein neuer Elektriker zum Messen, Schauen und Diskutieren. Er hat einen guten, vernünftigen Eindruck hinterlassen. Allerdings handelt es sich bei der Elektroinstallation in der Esszimmerdecke um eine alte Stegleitung. An sich okay, aber da die Leitung direkt auf das Stroh in der Decke genagelt ist, ist das ein bisschen riskant:


Die Isolation der alten Stegleitungen ist eher brüchig, bei einem Kurzschluss sorgt das Stroh dann für ungemütliche Wärme im Haus… Also kappen.

Und in allen Märchen heißt es „Es war einmal“…


… ein Bad im OG und ein Gäste-WC im EG.

Samstag, 6. August 2011

Abschlussleisten schleifen

Auch bekannt als: Arbeit für den, der Mutter & Vater erschlagen hat.

Aber irgendetwas musste ja schließlich ge- bzw. erfunden werden, nachdem die Sklavengaleeren abgeschafft und Australien nicht mehr als Gefängnisinsel benutzt werden konnte.
Oder: Eine Arbeit, die man selber machen muss, wenn man will, dass sie ordentlich gemacht wird. Ich bin Mein Mann ist nicht Sisyphos, das ist das letzte Mal, dass die geschliffen werden.

Tests in unserem Übungsraum (dazu demnächst mehr) haben ergeben, dass sich die Leisten einigermaßen bearbeiten lassen, und zwar am besten nach dem folgenden Schema:

1.    Bandschleifer mit 24er, 40er, 180er

2.    Exzenterschleifer mit 40er, 120er für alles, was mit dem Bandschleifer nicht geht

3.    Deltaschleifer für alles, was mit dem Exzenterschleifer nicht geht
Das alles für ca. 200 m.

Und dann wird gespachtelt…

Und dann grundiert…
Und noch mal grundiert…

Und dann suchen wir die Farbe aus! ;-)

Freitag, 5. August 2011

Entrümpeln

ent|rüm|peln = Gerümpel aus einem Raum entfernen

Ge|rüm|pel = Gesamtheit alter, unbrauchbar und wertlos gewordener Gegenstände

Oder kurz: Wegschaffen aller „beweglicher Gegenstände“, die wir quasi mit erworben haben. Und damit haben wir uns alle (auch der Entrümpler bei der Begutachtung im Vorfeld) etwas verschätzt. Aber in dieser und in jener Ecke ein Schrank, hier eine verlassene Stehlampe, dort ein Regal, da noch ein paar Blumentöpfe und so weiter – das summiert sich mächtig. Es ist auch erstaunlich, was so alles „übrig“ bleibt wenn Mieter ein Haus verlassen. Mit Vorschlaghammer zerkleinert und komprimiert wurden heute zwei große + zwei normale Anhänger + ein Transporter voll Gerümpel entsorgt. Die Entrümpler kamen zu dritt und waren fast sechs (! in Zahlen: 6) Stunden lang beschäftigt. Erst dachten wir ja, okay, den Luxus gönnen wir uns. Aber im Nachhinein: Hätten wir das eigenhändig gemacht, wären wir wohl irre geworden und mit dem normalen Hängerchen zig-fach zur Deponie gefahren und hätten vermutlich vier oder gar fünf Tage benötigt. Und wir beißen uns ziemlich in den A…., weil wir nicht auf ein komplett leeres Haus bestanden, sondern etwas naiv die Entsorgung übernommen haben. Tja, das ist Nr. 3 bei „Lessons learned – Was wir auf alle Fälle tun würden wenn wir jemals wieder ein Haus kaufen sollten“. (Nr. 1 ist übrigens Fenster z ä h l e n und Nr. 2 in a l l e Zählerkästen schauen.)
RESPEKT vor den Menschen, die sich mit Tätigkeiten dieser Art ihren Lebensunterhalt tagtäglich verdienen (müssen). Ich weiß ja, wie es sich anfühlt, in 40 Jahre alten Papiermaschinen herumzuklettern die in der Zeit maximal 2 Mal gereinigt wurden …

Wir haben parallel dazu weiter an der Mauerfreilegung gesägt. Wobei das Sägen / Schneiden / Fällen sicherlich noch der leichtere Teil ist. Für das Ausgraben der Wurzeln und Wurzelballen nehmen wir gerne noch Bewerbungen von Freiwilligen an. Gute Einarbeitung wird gewährleistet ;-)
Und mein bester Mann hat – das ist die gute Nachricht des Tages – an der Außenwand im Esszimmer eine Dose mit Schutzleiter entdeckt. Das Monster Elektroinstallation verliert etwas an Grausamkeit. Bald kommt es gar und will schmusen.

Projektplan

Eine (möglichst perfekte) Projektplanung ist unverzichtbar. Wissen wir. Daher habe ich gestern Abend (als mein Mann unseren frisch ersteigerten Shaker-Tisch aus Kirschholz [in echt gutem Zustand *freu*] in Frankfurt abgeholt hat) mal damit angefangen, Aktivitäten, Verantwortlichkeiten sowie Abhängigkeiten und Ausführungsdauer aufzuschreiben. Bis jetzt 44 Einzelpositionen. Und da fehlt noch eine Menge. Eine ganze Menge… *schluck*  

Donnerstag, 4. August 2011

Pflanzen

Pflanzen sind etwas Schönes. Ganz klar. Deshalb gibt es ja Menschen (wie uns), die bevorzugt eine ältere Immobilie erwerben möchten. Zusammen mit einem eingewachsenen Garten mit bestehendem Pflanzen-/Baumbestand. Aber Pflanzen müssen bei aller Liebe sinnvoll ausgewählt, clever gesetzt und vor allem auch gepflegt, sprich: geschnitten, werden.

Die einzig feuchte Stelle am und im Haus verdanken wir – einer Pflanze.

Einem Blauregen, um genau zu sein. Dieser, wohl zum Beschatten der Terrasse und als Sichtschutz zum Nachbargrundstück gedacht, hat sich zig-fach um die Regenrinne geschlungen, ist bis zum Dach hinauf (und vermutlich sogar unter ein paar Dachziegel) gewachsen und die Wurzel scheint das Ablaufrohr in der Erde beschädigt zu haben, was zu der genannten feuchten Stelle führt. Und jetzt geht’s los: Ameisen mögen feuchten Putz und zerstören ihn, dadurch wird es noch feuchter, was noch mehr Ameisen anzieht etc. Phänomen ist auch einschlägig als Kreis, Teufels- bekannt. Oder kurz: Das Ding muss weg!! Was aber aufgrund der zig-fachen Umschlingung der Regenrinne gar nicht so einfach ist…

Also müssen hier in nerviger Kleinarbeit quasi zentimeterweise die Stämme durchtrennt und herausgelöst werden. Den letzten Teil kann man vermutlich erst entfernen, wenn das Gerüst steht. Und blöderweise war in dem Wirrwarr, der über der Terrasse wucherte, ein recht stabiles Drahtseil gespannt, vermutlich als Kletterhilfe. Was soll ich sagen? Unsere bis dahin wunderbar funktionierende neue (sauteure) Astschere weist jetzt eine mächtige Kerbe auf und schneidet nicht mehr so richtig L
Für das Gerüst müssen eh alle Pflanzen am Haus weg – womit wir ja bereits angefangen haben. Man sieht hier auch deutlich, dass Sträucher, die zu dicht und zu hoch an die Fassade gehen, ebenfalls zu kleinen Schäden an Farbe und Putz führen. Wände brauchen Luft!

Mittwoch, 3. August 2011

Der erste (richtige, schriftliche, offizielle) Auftrag!

Heute haben wir unseren ersten Auftrag vergeben, so richtig offiziell und schriftlich. Inhalt: Demontage der bestehenden Bäder und Installation Gäste-WC sowie Abtragen des Kamins vom Dach: Montag geht’s los. Um sieben!

Am Vormittag hatten wir wieder ein wichtiges Treffen mit unserem Berater. Zu den Fragen und Punkten, die uns im Laufe der Woche zugelaufen sind, haben sich – wie immer – noch weitere Details gesellt:
Heizung: nach wie vor großes, bald zu entscheidendes Thema. Es ist unbedingt darauf zu achten, dass die Anbieter eine solide, fundierte Heizlastberechnung durchführen.

Zwangsbelüftung: Ein Fensterbauer hat uns, wie vereinbart, eine integrierte, sehr innovative Zwangsbelüftung (mit Wärmerückgewinnung) angeboten. Hier hat sich für uns die Frage gestellt, ob es dann überhaupt möglich ist, innen Rollos oder Vorhänge zu verwenden. Ja, überhaupt kein Problem, weil es sich hier a) nur um einen temporären Zustand handelt und b) diese Systeme auch nicht wirklich dicht anliegen.
Rolllädenkästen: Die existierenden Rollläden im EG sind sicher keine 107, sondern 207 Jahre alt und fliegen dementsprechend raus. Für uns stellt sich jetzt allerdings die Frage, ob wir aus optischen Gründen die Holzblenden lassen bzw. restaurieren / nachbauen sollen – oder nicht. Das hängt jetzt auch davon ab, ob wir (Innen-)Rolles wollen oder nicht. Bzw. anders herum: Wenn wir die Blenden lassen möchten, dann heißt das wohl Vorhänge. (Was in den hohen Räumen sicherlich toll aussieht, aber für mich war die Koexistenz von Vorhängen mit Katzen bisher nicht denkbar.)

Kellerboden Waschküche: Ein richtig guter Tipp war, die geplante Belegung zu tauschen, sprich in den Kellerraum, der für die Werkstatt gedacht war, die Waschküche zu machen und umgekehrt. Es ist erheblich einfacher, eine Leitung für das Frischwasser zu verlegen als eine für’s Abwasser. Und die gibt’s eben nur in der ursprünglichen Werkstatt. Allerdings ist der Boden der zukünftigen Waschküche allerdings sehr … ääh … rau (sieht ein bisschen wie angefressen aus), daher wären Fliesen sinnvoll. Jetzt ist der Boden aber nicht ganz trocken, also sollte der Belag das auch nicht völlig abdichten. Also (und das sind sie eben, die unglaublich wichtigen Tipps und Details) möglichst unglasierte Fliesen (z. B. Steinzeug), die eher klein sein sollen, für einen sehr hohen Fugenanteil. Und als Fugenmaterial soll kein herkömmlicher Fugenkleber, sondern ein traditioneller ohne große Kunststoffbeimengungen verwendet werden, die verseifen sonst nämlich. Vorbehandlung: Mit einer Tellerschleifmaschine die losen Bestandteile entfernen.
Wände EG: Noch haben wir nicht entschieden, wie wir diese gestalten möchten (fest steht bisher: Schöööön!!). Momentan sind die Wände gestrichen, ohne dass Putz etc. vorher ausgebessert wurde (auch das kann man sich ein wenig wie angeknabbert vorstellen). Evtl. reicht es aus, hier nur grob zu schleifen (was den Vorteil hat, dass man auch eindeutig am Geräusch erkennen kann, wo der Putz locker sitzt oder gar Löcher sind). Das könnte unter Umständen reichen, falls wir uns hier doch ebenfalls für Baumwollputz entscheiden sollten. Aber ein ganz wichtiger Punkt heißt: Zum Ausbessern keinen (!) Gips (oder Moltofill) verwenden, sondern Kalkputz. Den gibt es auch zum Feinspachteln. Denn Kalk & Gips mögen sich nicht. Klingt nach Hund & Katz…

Abschlussleisten: Was ist die sinnvollste Bearbeitungsreihenfolge für die Abschlussleisten und Fußböden? Gibt es evtl. Macken beim Bodenschleifen an den Abschlussleisten? Oder Schleifspuren am Boden beim Abschleifen der Abschlussleisten? Nachdem die Dielen ja gewachst und geölt werden sollen und Öl auf den unbehandelten Fußleisten das Lackieren ziemlich gut verhindern würde, erst die Fußbodenleisten komplett fertig machen. Die Fugen zwischen den Dielen einfach lassen: Holz(böden) arbeiten, da würde ein Lack z. B. wieder aufbrechen. Und wer weiß, vielleicht stimmt ja doch, was wir in einer Zeitschrift gelesen haben: Dass in den Fugen Raubmilben leben, die die bösen (bösen, bösen) Hausstaubmilben zum Fressen gern haben.
Der Schock des Tages kam heute vom Biobauern auf dem Wochenmarkt:
Ich: „Oh toll, es gibt ja endlich die Trauben und die sehen sogar schon süß aus.“
Er: „Jaja, der Sommer ist vorbei.“


Diese Aussage hat zu unserer letzten Diskussion gepasst: Ist der Umzugstermin Ende November eigentlich in irgendeiner Form realistisch?
Was spricht dagegen? Zum einen die Terminsituation der meisten Handwerker. Die Ferien (auch die Handwerker-) haben gerade angefangen, da ist es aktuell schon schwierig, die entsprechenden Angebote zu erhalten. Fenster könnten sogar evtl. zeitnah gefertigt und eingebaut werden, aber vielleicht stellt sich die Heizung (mit allem, was dazu gehört, sprich Rohrleitungen, Heizkörper, etc.) als kritisches Gewerk auf der Zeitschiene heraus. Hier muss wohl auch von gut drei Wochen Arbeit ausgegangen werden. Und der Gipser / Maler kann erst loslegen, wenn alle Rohre gelegt sind. Außerdem dürfen wir nicht zu eng planen, soll heißen: Wenn Handwerker A sagt, er ist zu Termin X fertig, auf keinen Fall Handwerker B auf Termin X + 2 Tage einbestellen. So richtig tolle Termintreue gibt’s wohl nur bei so richtig tollen Pönalen. Ein weiteres Argument ist vom Fensterbauer ins Spiel gebracht worden: Würden wir ihm einen Auftrag für Januar geben, würde er uns sofort 10 % Rabatt geben. Und er meint, das sei nicht nur bei ihm so… Sprich: Da läppert sich durchaus was zusammen. Außerdem ist der Berg Eigenleistung, den wir (*hüstel* mein liebster Mann) erbringen wollen, auch nicht zu vernachlässigen, und man kann nicht jeden Tag 18 Stunden voll durchschaffen.

Den heutigen Termin mit dem Elektriker haben wir gecancelt. Zusammenarbeit hat auch viel mit Vertrauen zu tun, und einen schlechten Start kann man nur schwer wieder verbessern. Wir hatten uns ja eigentlich auf die Aussage, die Küche muss raus, verlassen. Und haben – zum Glück – festgestellt, dass dies gar nicht notwendig ist. Also müssen wir hier erst mal einen neuen Partner suchen.

Und dann war am späten Nachmittag noch ein Entrümpler, den wir beauftragen wollen, zum Schauen da. Wir haben das Haus ja mit „beweglichen Gegenständen“ (wie das nett im Kaufvertrag formuliert ist) übernommen. Bedeutet konkret, dass sowohl in den Kellerräumen wie auch auf dem Dachboden noch einiges von früheren BewohnerInnen lagert, angefangen von Schränken über halbe Säcke Katzenstreu bis hin zu Autoreifen. Das kann man zwar alles selber rausschleppen, aber man gönnt sich ja sonst nichts… ;-)

Dienstag, 2. August 2011

Noch mehr Termine

Gemäß gemeinsamer Festlegung ist alles noch im Rahmen, solange die Summe unserer gemeinsamen Panikattacken < 10 pro Tag ist. Also ich hatte heute 8:

Den ersten vor dem Termin bei der Bank (und trotz allem ist man beim Heiraten viel aufgeregter).
Den zweiten auf der Bank (wir haben das Pony vom Kind verzockt).

Den dritten als unser armer kleiner Hund heute angefallen wurde.
Den dritten als der Zaunprofi da war („Ihre Stufe in der Mauer ist 50 cm, da müssen wir was tun.“)

Den vierten als der Heizungs-Sanitär-Experte da war („Installation im OG kann man schon lassen – wenn man die alten Rohre für die Anschlüsse findet.“)
Den fünften als der Heizungs-Sanitär-Experte da war („Abwasserrohre?“ – betroffener Blick – „Lassen. Und beten.“)

Den sechsten als der Heizungs-Sanitär-Experte da war („Für’s Kaminabtragen brauchen Sie einen Bauunternehmer.“)
Den siebten als der Heizungs-Sanitär-Experte da war („Stirling-Motor? Cool! Rechnet sich nur nicht.“)

Den achten als der Vertreter für die Flüssigtapete da war („Ah, Sie interessieren sich für das hochpreisige Segment, schön.“)
… und der Papa macht gerade halbdetaillierte Finanzplanung und bekommt gerade seinen wievielten Panikanfall? („Panik?? Kriege ich nur wenn sich das als falsch herausstellt.“)

Montag, 1. August 2011

Urbarmachung

Wehe wenn die Mama eine Säge in die Hände kriegt… (da bleibt sogar der Froschbär fasziniert im Laufstall liegen)

Untermieter

So. Es war Monatswechsel und das Konto zeigt keinen Zahlungseingang. Und vorgestellt hat sich unser Untermieter (eigentlich Übermieter, da er auf dem – falsch: unserem – Dachboden wohnt) auch nur so:



Lässt nicht unbedingt Rückschlüsse auf einen gültigen Mietvertrag zu.
Lieber Herr Marder, wir müssen dringend mal miteinander reden! Oder noch besser: Ich lasse meinen Bärentöter mit Dir reden…