Sonntag, 15. Juni 2014

Dreieinhalb

Ist ein ganz gar wunderbares (-sames??) Alter, das viel Freude bringt (ich glaube, DAS war das Wort mit F…) und vor allem Demut lehrt. Was wiederum ein elementarer Vorteil für die nächsten dreieinhalb bedeutet…

Aber zurückgeblendet:

Mein bester Mann hat nach der Aktion des letzten Wochenendes stark weitergemacht und „the day after“ zum Schweinchenrosa gegriffen:


Und danach zum Weiß. Unter anderem an Stellen, die seit einem kleinen Handwerkerpfusch (man KANN auch etwas unterlegen, wenn man eine Metallleiter an eine Wand lehnt) ein Dorn im Auge waren.


Oder kurz: Ein mittlerer Anflug von Panik, weil unsere Dauerbaustelle plötzlich, fast wider Erwarten, fertig ist.

WAS NUN??

Äääähhh – Erde?!?!?! Wäre kein schlechter Anfang, um mit dem Vorgarten weiter zu kommen und alte Pläne wieder aufzugreifen.

Nachdem die Hängerkapazität unseres Freundes zeitlich knapp bemessen ist, haben wir direkt Nägel mit Köpfen gemacht und losgelegt. Mit der Vorarbeit:


Bevor dann tatsächlich der Tag – ach was, DER TAG – kam:


Eingestellt auf die dreieinhalb ;-) haben die viereinhalb m³ gar nicht so sehr weh getan… *g*
Hier sei unser Zaun mal wieder positiv erwähnt: Die Segmente der Doppelstegmatte lassen sich relativ einfach demontieren, was eine große Erleichterung war, siehe Foto.

Am Ende des Tages sah unser Vorgarten wie folgt aus:


Ein bisschen zu viel, da muss noch ein bisschen was weg, die Realität wird sich dann letztendlich nach dem Walzen zeigen.

Und wir sind im Moment mit der Auswahl von Rollrasen beschäftigt.

UND mit DANKE sagen!!!! J  

Samstag, 7. Juni 2014

Manche Sachen machen Spaß ...


andere nicht. Es ist leider so, dass meine Komfortzone etwa 50cm über dem Boden endet. Na ja, ein Meter geht grade noch. Das hier ist in jedem Fall zuviel. Aber was hilft's ...

Der Balkon (ja, DER Balkon, mit dem wir uns jetzt schon über ein Jahr beschäftigen) ist fast fertig, jetzt muss nur noch der Putz an der Unterseite ausgebessert werden, ein bisschen Farbe drüber und ENDE !

Eigentlich hatte mein (jetzt Ex-) Kumpel versprochen, das zu machen, deshalb stand seit gut zwei Monaten ein Gerüst im Vorgarten. Wer nicht kam, war .....

Jetzt musste das Ding aber endlich weg, wir wollen im Vorgarten Rasen pflanzen, und zwar dieses Jahr. Also habe ich heute morgen versucht, auf's Gerüst zu steigen. Das ging aber mal gar nicht. Da das Gerüst unter dem Balkon stehen mußte (sonst kommt man nicht hin), konnten wir nur eine Ebene aufbauen, das heißt, nix zum Festhalten. Dafür wacklig. Ein kurzer Versuch und meine Entscheidung stand fest: Ich mach das von der Leiter aus. Kleinere Komplikationen (ich besaß keine genügend hohe Leiter) konnten schnell aus dem Weg geräumt werden, deshalb ging's nach dem Mittagessen los.

Der erste Versuch (Spezial-Reparaturspachtel aus dem Baustoffhandel, "genau das richtige für diesen Zweck, damit ist das kein Problem" landete zu mindestens 80% wieder auf dem Boden was den Preis für das, was dann wirklich am Balkon haften blieb, in die Nähe von, na ja nicht ganz Gold, aber Silber in jedem Fall, rückte) war weniger erfolgreich, der zweite (Ausgleichsmasse, übrig vom Estrich auf eben diesem Balkon "seien Sie bloß vorsichtig, das Zeug klebt überall und Sie kriegen das nie wieder weg", Jawoll !) hat dann geklappt. Noch ein bißchen Farbe .... Dienstag oder so, dann haben wir fertig.

Leider sind die Balkonträger (die schweinchenrosa Teile) beschädigt, der Zierputz an der Vorderseite, so eine Art Stuck, ein paar Rundungen hier, ein paar Rundungen da, haben sich durch die eindringende Feuchtigkeit gelöst. Nachdem ich das durch vorsichtiges Hebeln mit dem Spachtel festgestellt, heißt, ein Stück davon in der Hand gehabt hatte, hab ich das Acryl aus dem Keller geholt und die losen Teile damit wieder angeklebt und die Risse verschlossen. Aber irgendwann müssen wir das mal richtig machen .... lassen.

Meine Sympathie für den Vorbesitzer, der bei seiner Sanierung des Balkons den Bodenbelag Richtung Haus geneigt und damit den Grundstein für all diesen Ärger gelegt hatte, ist mal wieder ganz entschieden gesunken.

Till

Sonntag, 1. Juni 2014

Vor

Wenn ich an Worte mit „Vor“ denke, fallen wir spontan Begriffe wie Vorahnung, Vorliebe, Voraus (ehemals sichere 10-Punkte-Bank bei den Unterordnungsprüfungen), Vorlesung, Vorsicht, Vorwand und ja äh Vorhölle ein. Um nur ein paar Beispiele zu nennen. Und natürlich auch Vor|ar|beit. Bedeutung: Arbeit, die der Vorbereitung (ha, noch eins!) weiterer Arbeiten dient; Beispiele:
  • · wissenschaftliche Vorarbeiten
  • · er hat gründliche Vorarbeit für seinen Chef geleistet.

Hmmm…. Trifft eigentlich Beides zu.


Was hier leider vollkommen unspektakulär wirkt, ist ein weiteres Kapitel meiner Autobiographie und vor allem das nächste anstehende Großprojekt – NACH Balkon *seufz*. Und vielleicht auch aktuell wegen Balkon *seufz*. Fakt ist: Wir wollen (?) noch ein weiteres Holzlager. Mit unserem Holzschuppen und dem Vorrat (ha, noch eins!) sind wir sehr gut klar gekommen, aber dauerhaft benötigen wir mehr Lagerkapazität. Die soll hinten auf der Terrasse geschaffen werden, was im Winter den Charme beherbergt, dass man von der Küche aus relativ einfachen Zugang mit kurzen Wegen hat. Jetzt geht die Aufgabenstellung aber ein wenig über den normalen Holzschuppen hinaus, denn gleichzeitig wollen wir zwei (mindestens!) Fliegen mit einer Klappe schlagen und der Lagerplatz soll gleichzeitig zum Grundstücksabschluss an der Terrasse dienen. Denn Zaun gibt es dort keinen, direkt nach dem Einzug haben wir in einer schnellen Aktion halb-provisorisch Pfosten reingeklopft und Schilfmatte darauf getackert, wegen der Tiere (und Kinder). Unsere zwei Jung-Katzen schert das natürlich so-was-von-gar-nicht J aber der Hund soll sich doch bevorzugt innerhalb des Grundstücks aufhalten (treue LeserInnen erinnern sich vielleicht an sehr frühe Beiträge zu Zaun-Gedanken (der sechste Beitrag von allen!) bis hin zu Alcatraz reloaded…). Nach ursprünglichen Ideen zu einem Holzlager aus Metall (genauer: Corten-Stahl) besteht die momentane Planung aus Holz. Die Idee steht grob, die Feinplanung folgt a. s. a. p. (bedeutet also: Konkretes ist nicht bekannt). Nichtsdestotrotz habe ich mal die f… Brennnessel eliminiert und gegraben. Ob das die Basis für ein Kiesbett ist oder ob wir uns für ein Streifenfundament entscheiden werden – keine Ahnung ;-)

Was gibt es sonst noch zu berichten? Mein Gras ist mächtig gewachsen und hat fast die Mülleimerhöhe und damit das Ziel erreicht, blüht mittlerweile und hat mir große Freude bereitet – bis ich vorgestern Morgen um fünf Uhr fast in Tränen ausgebrochen bin, weil es, vom Regen massakriert, darnieder lag L Es hat sich zwar brav, aber nur teilweise, wieder aufgerichtet, und ich habe es jetzt mal zusammengebunden. Obwohl es Argumente für und wider dieser Handlung gibt. Besonders toll ist, wenn man das der Oma erzählt, und die gleich drei Gartenbücher rauszieht mit lauter Vorschlägen, die deutlich charmanter als der umgesetzte sind…

Oder kurz: Es lief schon mehr und besser. 

Sonntag, 25. Mai 2014

Kleinkram und Gelegenheiten ...


Wenn die großen Baustellen abgeschlossen sind, dann bleiben die Kleinigkeiten. Und die bieten Beschäftigung für Jahre ....

Seit gut einem Jahr ärgere ich mich immer wieder über die Gewürzdosen, die im Regal rumstehen. Nämlich so, dass man die Etiketten nicht erkennen kann. Arg viele sind es zwar nicht, aber trotzdem nervt das dauernde Rausziehen der Dosen und die dritte Packung Steinpilze, die ich gekauft hatte, weil die beiden anderen nicht zu finden waren.

Eine ungenutzte Wand gab es auch in der Speisekammer, also nix wie los. Da die Maße durch die Abmessungen der Wand feststanden, kam eine fertig gekaufte Lösung nicht wirklich in Betracht. Auch kein Problem.

Aber das war die Gelegenheit: Endlich mal was komplett mit Handwerkzeugen bauen. Also sägen, hobeln usw nix mit Maschine. Deshalb aus Fichtenholz ;-)

Die Nuten, in denen die Böden sitzen, waren kein Problem, mit der Säge ging das viel leichter und genauer als gedacht. Etwas auf Untermaß gesägt und dann die Böden passend gehobelt war das eine Sache von ein paar Minuten. Genau so die Falze oben und unten.

Ganz anders der Falz für die Rückwand. Ich hatte mir, vielleicht etwas naiv, nach Lektüre und Betrachtung einiger Videos bei ebay einen gebrauchten Falzhobel gekauft, das Eisen schön geschärft und .... nix wars.

Der hat entweder gar nicht gehobelt oder das Hobelmaul hat sich sofort zugesetzt. Nachdem ich die Seitenbretter fast ruiniert hatte, habe ich dann auf meinen alten Simshobel zurückgegriffen. Das ging dann zwar ganz gut, war aber insgesamt mehr Arbeit und Ärger, als wenn ich diese Falze mit der Fräse gemacht hätte (das wäre mit einem Falzfräser eher trivial). Also: Hier ist Optimierung angesagt.

Ansonsten bleibt als Fazit: Es hat, selbst beim ersten Versuch, nicht wesentlich länger gedauert, die Teile von Hand zu fertigen, als mit Maschinen. Die Zeit, die man durch die Motorisierung spart, braucht man für die Einstellung der Anschläge wieder auf. Wenn man eine ganze Serie produziert, ist das anders. Aber darum geht es hier ja nicht. Die Faszination, etwas komplett von Hand zu bauen, ist erheblich.

Till

PS: Die Frage ist natürlich immer die, wo man die Grenze zieht. Natürlich habe ich den Baum nicht von Hand gefällt, natürlich nicht den Stamm von Hand in Bretter gesägt, natürlich nicht die Bretter von Hand in Leisten aufgetrennt. Aber einen gewissen Reiz hätte auch das. Wenn ich mal etwas mehr Zeit habe, werde ich mich sicherlich einmal der Verarbeitung von Grünholz widmen, also selber fällen, entrinden und dann Möbel bauen. Vielleicht nicht gleich eine Schrankwand, aber ein paar Stühle, eine paar Hocker usw. Genau so, wie man das vor dreihundert Jahren gemacht hat.

PPS: Die nächste größere Investition geht in ein anständiges Makroobjektiv. Wenn ich mir die (tonnenförmige) Verzeichnung anschaue, die das Zoom bei diesem Bild in maximaler Weitwinkelstellung produziert, wird mir ganz anders. Und das ist nicht mal das xx-Euro-Zoom, das üblicherweise bei Digital-SLRs dabei ist, sondern schon die bessere Amateurklasse für ein paar hundert Euro :-(

Sonntag, 18. Mai 2014

Mein Leben als Maulwurf

Klingt nach einem guten Titel für eine Autobiographie. Eigentlich dachte ich immer, diese würde „Mein Kampf gegen die Ameisen“ lauten, aber unsere seit zwei Wochen – also nach dem ersten Auftauchen der ersten Ameisen – konsequent durchgehaltene Null-Toleranz-Strategie scheint erfolgreich zu sein. Nachdem wir letztes Jahr kurz davor waren, den Kammerjäger zu holen, haben wir jetzt bei der Vorhut sofort reagiert: Unsere Küche ist clean. Vollkommen. Es steht nichts Essbares herum. Jeden Abend wird der Müll geleert, die Spülmaschine angeschaltet und der Hund darf die Katzenfutterschüsseln ausschlecken. Je nach Typ landen Speisen im Kühlschrank, warten in der Mikrowelle auf baldigen Verzehr oder stehen in der Speisekammer. Und wir haben Ameisenfallen aufgestellt. Die Maßnahmen scheinen – bislang – zu wirken. Hoffen wir, dass es so bleibt!

Es gibt ja so ein paar größere Baustellen, nach wie vor, an denen sich, nach wie vor, aus diversen, nach wie vor denselben, Gründen, gerade wenig tut (Balkon). Also habe ich die Zeit genutzt, ein paar Dinge im Garten mal RECHTZEITIG zu erledigen. Was bei uns im Garten eigentlich nicht schwierig ist, da es sich ja eh um einen Bannwald oder so ähnlich handelt *hüstel*. BIS AUF die Hortensien, die schönen. Die Kletterhortensien erfreuen sich des Zaunes, die anderen werden hoffentlich bald wieder wunderbar blühen – und irgendwann, auch wie jedes Jahr, die Treppe zur Terrasse dramatisch verengen. Weil sie umkippen. Also habe ich den Satz „Wir haben genug Mahagonibretter!“ wörtlich genommen und beschlossen, die Welt hat gefälligst nobel zu Grunde zu gehen. Hier sind die, die Stützstäbe :-) 


Um wieder auf meine autobiographischen persönlichkeitsgespaltenen Ergüsse zurück zu kommen: Anschließend habe ich mir „das Eck“ (≠ die Ecke natürlich!) vorgenommen. Taktisch vorteilhaft wäre ein „Vorher“-Foto gewesen, das ich an dieser Stelle nun leider nicht präsentieren kann. Ein Bild sagt mehr als tausend Worte – nun, werte LeserInnen, dann ist klar, was nun auf Sie zukommen wird…

Also es gibt ja „das Eck“. Links vom Holzschuppen, zwischen Schuppen, Zaun und Mauer. Das haben wir dem Bagger letztes Jahr nicht ausgebaggert. Weil zu schmal, zu schwierig und davon abgesehen hatten wir einfach ALLES dort reingeknallt, was bis dahin halt so im Vorgarten stand ;-) Eh schon Schaugarten für heimische Unkräuter, war (mir) klar, es muss etwas passieren. Das waren Spitzhacke und Schaufel in meiner Hand („Phase 1“). Bis auf eine kleine, ausbremsende Kollision mit einer Blindschleiche ging es ganz ordentlich voran, aber es sind mal wieder einige Überraschungen = Wurzelstöcke zum Vorschein gekommen. So weit, so gut. Und nun?????? Eigentlich, so der Plan, sollen da in irgendeiner Form Steinplatten hin – denn das, was dort gelagert war (also in erster Linie der Hackklotz), muss ja tatsächlich irgendwo untergebracht werden. Für Rasen ist die Ecke zu schmal (Rasenmäherbreite), außerdem gammelt dann der Hackklotz schnell. Es gibt noch zwei, drei andere Beschränkungen, hauptsächlich mechanischer Art (Baumstamm, Fundament Zaunpfahl, etc.). Also werden wir wohl zwei Platten hinlegen. Und als sauberen (?) Abschluss habe ich, auch wegen der wenig schönen Garagenwand des Nachbarn, nun zwei Efeu-Pflanzen gesetzt (Kategorie Kletter- / Schlingpflanzen).

TaR (Tipp-am-Rande): FALLS Sie eine Unkrautsperre für eine gute Idee halten (so wie ich), sollten Sie diese selbstverständlich VOR dem Verlegen / Eingraben für die Pflanzung präparieren (so wie ich nicht).


War Idee vom Mann, der ja eh Efeu-Freund ist (ich verweise auf den Eintrag zwei Wochen zuvor; übrigens, das Perl-Gras zeigt erste Blüten *freu*). Ich glaube fast, meine Rankdrähte sind unnötig, denn schon nach der ersten Nacht haben die Efeu-Tentakel in die Risse gegriffen… Wir werden irgendwann Efeu im Schlafzimmer haben… Alles wird überwuchert werden… Wir werden den Kampf verlieren… 

Sonntag, 11. Mai 2014

Pixi-Box

Pixi-Bücher.

We love it.

Pixi-Bücher sind cool. Weil extrem praktisches Format (10 x 10 cm), weil nicht zu viel (ca. 20 Seiten), weil gut zum Mitnehmen (im Fahrradanhänger, im Auto, auf Reisen etc.) und weil – in der Regel – nur 99 Cent. 

Einen Nachteil gibt es: Die unüberwindbare Tendenz der Unsichtbarwerdung; Fachbegriff: Fuckirgendwomussesdochsein. Sie verschwinden aufgrund der genannten Vorteile – die überwiegen – gerne mal in der Mama-Post, im Bücherregal, zwischen Puppenkleidern, in Hundekörben und so weiter.

Also habe ich beschlossen: Eine eigene Pixi-Bibliothek muss her! Natürlich aus dem in diesem Haus bevorzugten Baumaterial.

Modell 1: Quadratisch auf Gehrung gesägte Box mit Griffmulde. Hier ist sie:


Sonntag, 4. Mai 2014

M wie Mülleimer … oder wie Melica ciliata

Im letzten Jahr sind, im Nachklang der großen Hofpflasteraktion, auch unsere Mülleimer an einen neuen Standort umgezogen. Nicht mehr direkt am Haus, nicht mehr im Weg, aber – bleiben wir ehrlich – nach wie vor kein optisches Highlight. Wie auch? Sind ja Mülleimer…

Man (?) kann erstaunlich viel Zeit in MeAPO1 oder gar in MeVPO2 stecken. Mülleimerverkleidungen sind vermutlich fast so alt wie Mülleimer selbst. Da gibt es durchaus schicke Varianten. Persönlich hat mir eine mal gesehene Variante, die eine Mülleimerbox mit einem Kräuterhochbeet darauf kombiniert ausnehmend gut gefallen. Ist im Moment allerdings keine Option – einfach lassen aber irgendwie auch unbefriedigend. Daher wollte ich den dafür eigentlich vorgesehenen breiten Rand *hüstelsiehelink* nutzen und auf irgendeine Art irgendeine Bepflanzung realisieren.

An und für sich würde sich ja die Doppelstabmatte durchaus als Rankgitter eignen. Der Mann würde eh alles am Liebsten mit Wein oder Efeu zukleistern, ich mag Variante 1 lieber rot statt grün sowie flüssig in Glas und Variante 2 reicht mir an unserem Hang. Meine Wahl wäre eine Wicke gewesen. Die wäre allerdings im Winter – weg. Was uns aber zuerst noch auf einen anderen Punkt bringt, nämlich den, WO HINEIN die zu setzende Pflanze eigentlich gesetzt werden soll. Direkt in die Erde, von der es da nicht so sehr viel gibt? Ich hatte mich irgendwie in die Idee von Holzkästen verstiegen – mit Vlies am Boden zur Gewährung der Durchlässigkeit, mit Teichfolie an den Wänden zur Gewährung der Dichtheit. Nachdem nicht viel Platz zur Verfügung steht, ist das Erdvolumen auch sicherlich irgendwo an der Fragwürdigkeitsgrenze bezüglich Überwinterung. Eine Möglichkeit wäre daher, das Holz als Verkleidung zu nutzen, um – noch tragbare – Blumenkästen herum. Um Bewässerungskästen herum – man kann sich das Leben schließlich schwer oder haltmittelschwer machen… ;-) Also im Bauhaus drei Bewässerungskästen der Länge 100 cm erworben und danach bei unserem Holzbauer zwei sägerauhe Fichtenbretter der Breite 25 cm, Länge 450 cm.

Nächstes Problem: Form. Ursprünglich wollte ich eine einteilige Konstruktion, um die Ecke herum. Dass mich der Mann von der Problematik überzeugen konnte, spricht eindeutig für meine Friedfertigkeit sowie Aufgeschlossenheit halb-rationalen Argumenten gegenüber und für meinen Mann *g*

Steckbrief: Ein Kasten für die lange Seite, einer für die kurze. Schräg verlaufende Wände. Ein Zwischenbrett im langen. Etwas zurück gesetzte Endstücke. Und überhaupt alle Seitenwände in Nuten eingelassen. Verbindungsart der Wahl: Nageln.

Bearbeitungsplan: Zuerst auf Länge sägen. Dann mit dem elektrischen Handhobel drüber (und an dieser Stelle möchte ich mal erwähnen dürfen, dass der Griff definitiv NICHT an die Ergonomie der Frauenhand angepasst wurde!), dann die Schräge der Seitenteile überlegen und diese fertigen, dann mit Hilfe dieser Teile die Nuten fertigen. Werkzeug der Wahl: Handkreissäge. Für die Nuten anschließend ganz klassisch der Stechbeitel. Alles zusammenpuzzeln, die Nägel hineinhämmern, fertig J

Blumenkästen bepflanzen. Aber – an diesem Punkt waren wir doch schon ?!?!? Womit bloß ?!?!?!? Schön wäre etwas, das durchaus eine gewisse Höhe erbringt – schließlich wollen wir etwas verstecken. Auch schön wäre es, wenn es eine mehrjährige Pflanze wäre. Noch schöner wäre es, wenn diese mehrjährige Pflanze den Winter draußen überleben kann (vielleicht mit ein wenig Unterstützung). Und ganz toll wäre es, wenn diese mehrjährige Pflanze den Winter draußen überleben kann und dabei ihre Höhe und Struktur behalten würde.

Hier sind wir bei Melica ciliata gelandet. Oder: Perlgras. Wird (theoretisch) 40 – 60 cm hoch und blüht sogar im Sommer. Wir haben den Restbestand beim Gärtner aufgekauft ;-) Und den Rest wird man sehen und abwarten müssen… 




1 MülleimerAufhübschPotenzialOptionen

2 MülleimerVersteckPotenzialOptionen 

Sonntag, 27. April 2014

Ostergefühle zu Ostern…

… gab es natürlich auch!

Das Original:


Die Kopie (wie angekündigt):


Leider (?) bin ich eher eine Frau der Feder als des Pinsels – wie ich immer wieder leidvoll feststellen muss. Insbesondere wenn es um vorlagefreies Arbeiten geht, so wie in diesem Fall. In dem dazugehörigen Zeugnis würde sich das als „sie hat sich redlich bemüht“ lesen.

Falls dem aufmerksamen Beobachter und fleißigen Langzeitleser die Farben bekannt vorkommen sollten: Korrekt. Die sparsame Pferdezüchterin hat Reste verwertet, und zwar die Sockelfarbe vom OG und eine Testcharge vom Treppengeländer.

Und nun: Über Stock und Stein, auf geht’s!


J

Sonntag, 20. April 2014

Weihnachtsgefühle zu Ostern…

… sehen folgendermaßen aus:

J

Unser Balkon hat nun einen Boden – quasi einen Tanzboden *grins*


 Holzbau Schneider war am Montag da und hat unserem Balkon den Status „Dauerbaustelle“ genommen – von oben ist er jetzt nämlich fertig. Und das eindeutig sehr schön!

Bei dem Holz haben wir uns Luxus gegönnt, es handelt sich hierbei nämlich um Walaba – auch bekannt als „Stauseeholz“ und hier noch eher exotisch. Die lange Lagerung im Wasser sorgt dafür, dass das Holz seine Spannung verliert. Der hohe Anteil an natürlichen Ölen und Harzen vermindert das Quellen und Schwinden des Holzes. Seine natürliche Resistenz gegen Fäulnis – ganz ohne chemische oder thermische Behandlung – machen es zu einem der besten Hölzer für die Verwendung im Außenbereich. Außerdem ist Walaba ökologisch korrekt. Ungewohnt ist allerdings der Geruch – durch den starken Öl-/Harzgehalt hat das Holz für unsere die europäischen Hölzer gewohnten Nasen einen intensiven Eigengeruch, vor allem direkt bei der Bearbeitung. Draußen ist das natürlich überhaupt kein Problem (wir lüften ja über den Balkon unser Schlafzimmer, und da konnten wir bereits am Abend nichts mehr davon merken).

Fazit: Freude! J

Sonntag, 13. April 2014

Von dünnen Brettern…

… und dicken Mauern. Für die benötigt man nämlich entsprechende Bohrer:


Wir haben ja, im Zuge des Legens der Pflastersteine, an deren Rand eine Niedervoltleitung zu unserem Hoftor geführt. DIE braucht natürlich eine Verbindung nach drinnen. Während uns ja bisher eine Außensteckdose gefehlt hat. Was natürlich nicht schlimm, nur etwas unpraktisch ist. Und umso unpraktischer wird, je öfter man irgendwann mal Rasen mähen muss… Daher:


Ansonsten haben sich dieses Wochenende die Umbau-Aktivitäten lokal verschoben und das war unsere einzige Aktion am eigenen Haus; der Kindergarten soll neue Sanitäranlagen bekommen, und da standen diverse Demontage-/Abbrucharbeiten auf dem Programm. Was uns an die allerallerersten Baustellenaktivitäten hier erinnert hat… 

Sonntag, 6. April 2014

Weiter weiter weiter

Letzte Woche haben wir angekündigt, die nächsten Schritte in Angriff nehmen zu wollen. Eine Frau, ein Wort äh stopp ein Wort, eine Tat! In der Praxis sieht das ganz realitätsnah folgendermaßen aus:

Vorbereitung:


Durchführung:


Nachbereitung:


*grins*

Unseren Hof haben wir – natürlich! – ungebunden verlegt. Was bedeutet, dass es auch eine „gebundene Verlegung“ gibt. Hier besteht die Bettung aus Zementmörtel. Für uns war das der „Arbeitsgang der letzten Reihe“. Und des Gartenweges. Sprich: Wir haben die letzte Reihe Pflastersteine am Rand des Hofes, am Sitzplatz und insbesondere am Mülleimerplatz gestern in Zement gelegt. Und eben den letzte Woche angelegten Gartenweg zum Holzunterstand. Zwar liegen insbesondere die Steine am Haus recht gut, weil wir dort nicht ausgebaggert hatten und der Boden sich seit Jahren schön setzen konnte, aber für die allerersten und die allerletzten Platten die vor dem Holzschuppen tut eine Kehle aus Zement durchaus Not…


Das stand gestern auf dem Programm – trotz der Ankündigung einer geringen Niederschlagsmenge mit hoher Wahrscheinlichkeit. Uns läuft nämlich die Zeit etwas davon. Also: Am Ende des Tages ein bisschen abgedeckt und ein bisschen gehofft. Tatsächlich war es heute früh draußen nass, aber dem Katzenfell nach zu urteilen sind wir von sintflutartigen Regenfällen, die wenn dann das Problem dargestellt hätten, verschont geblieben. Und heute Nachmittag war es schon wieder schön sonnig. Nichtsdestotrotz (oder gerade deshalb) steht der Vorgarten weiterhin auf der Prioritätenliste gaaaaaaaaaaaaanz weit oben…

Sonntag, 30. März 2014

Sei sparsam . . .

. . . mit dem Split! ;-)

Meinte mein Mann gestern – in einem Anfall fernsehtauglicher (wobei ich das nicht beurteilen kann, weil uns derselbe fehlt) Slapstick-Humoristik. Schließlich ist es so etwas wie ein running gag, das mit der Split-Schaufelei (meine persönliche Nemesis).

Wir hatten uns ja letztes Jahr noch vorgenommen, den Weg am Haus entlang in Angriff zu nehmen. JETZT war es tatsächlich so weit: Angesichts des genialen Frühlingswetter kamen die Lust und Zwang zusammen, und wir haben es unter wachsamen Katzenaugen getan: Gemessen, nivelliert, aufgeschüttet und die Steine, die früher um den alten verrotteten Sandkasten herum lagen, zu einem Weg zum Holzschuppen verarbeitet:


Kriterien waren u. a. der Abstand Haus – Schubkarre, schließlich muss man ja gespaltenes Holz zum Schuppen transportieren können, und gewisse Gefälle… Vor dem Schuppen haben wir ausgegraben und ebenfalls eine bündige Plattenreihe gelegt. Im Winter, wenn man Holz holen will, würde man sonst mit Sicherheit den Rasen, der kommen soll, zerstören. Letztendlich sind wir ganz zufrieden, sogar mit der Anbindung:


Zum Haus hin wollen mit Steinen auffüllen, die Platten selbst bekommen noch einen Zementkeil und dazwischen wird wohl Rasen wachsen. Wie auch immer, der Spontan-Test fiel ohne Beanstandung aus:


Jetzt können wir die nächsten Schritte was den Vorgarten betrifft in Angriff nehmen! :-)

Sonntag, 23. März 2014

Es hat keine zwei Jahre gedauert ....


bis der Waschtisch fertig wurde. Sondern zwei Jahre minus eine Woche ;-)

Das ist (zumindest bei mir) das Problem mit angefangenen Projekten, die ich nicht gleich zu Ende bringe. Sie liegen unter Umständen lange. Nicht, dass ich solche Projekte dann niemals fertigstellen würde, das passiert mir eher selten, aber es kann halt sehr lange dauern (ich habe beispielsweise einen Verstärker, an dem ich seit etwa Jahre baue ... immer mal wieder ein bisschen. Auch der wird irgendwann fertig werden, vermutlich  2020).

Ich hätte deshalb auch auf keinen Fall in eine "Baustelle" einziehen wollen, wie das ja manche Menschen machen, um Miete zu sparen. Ich kenne genügend Leute, bei denen die Kabel noch von der (rohen Beton-) Decke hängen. Die Liste der unfertigen Dinge ist auch so lang genug: Das Wohnzimmerlicht ist noch nicht angeschlossen, die Beleuchtung des Treppenhauses gibt's noch nicht usw. 

Aber jedenfalls: Ein Problem weniger !

Ohne den alten Badezimmerschrank sieht die Wand um den Waschtisch aber noch ziemlich leer aus, Grünpflanzen darf ich leider nicht aufstellen. Abgesehen davon ist es auch nicht besonders schön, wenn der ganze Kram auf dem Waschtisch rumliegt. Also ein bisschen Regal. Von dem Mahagoni Holz habe ich noch etwas übrig, daraus leime ich grade Regalbretter zusammen. 

Aber wie genau ? An die Seiten oder neben den Spiegel ? Wenn an die Seite, dann nur links oder auf beiden Seiten ? Vielleicht mache ich mal ein perspektivisch korrektes Foto und rendere die verschiedenen Möglichkeiten rein.

Till

Sonntag, 16. März 2014

Die nächste Dimension

Letzte Woche ist es wieder passiert. Das Älterwerden. Also nicht dass man nicht jeden Tag ein bisschen älter wird und nicht dass es nicht Tage gibt, an denen man das Gefühl hat, an einem Tag deutlich mehr als einen Tag gealtert zu sein, aber . . . dennoch gibt es ja so Konventionen, stets demselben Tag eines Jahres als wiederkehrende Folge zu gedenken. Dieses Mal geschehen mit Kombination einer PROXXON Bandsäge :-)  (Er liebt mich noch!)


Die habe ich nun gestern (mit wenig schlechtem Gewissen, da die Gartenarbeit eh dem Regenwetter zum Opfer gefallen ist) in Betrieb genommen.

Fazit: Freude! :-)

Ich habe mal verschiedene Holzsorten und Holzdicken getestet und klar, es gibt einen Komfortbereich, aber ich habe mich auch mal an Eiche-Leimholz und einem dicken Fichtenbrett versucht, was alles durchaus im Rahmen des Sägbaren lag. Genau das Richtige für Modell- sowie Bumerangbau und kleine Basteleien wie den Hundeplatz.

Zum Eingewöhnen gab's aus ein paar Sperrholzrestchen Tulpen, die das Kind heute mit Begeisterung verschönert hat:


Sagte ich Kind?? Aktuell Dinosaurierbaby ;-) Deshalb habe ich heute mal einen kleinen Dino ausgesägt, der wartet nun auf die Weiterbearbeitung, aber das Kontursägen war wirklich sehr angenehm – wenn man ein paar Dinge, ich gestern schon gelernt habe, berücksichtigt . . . *hüstel* Stichwort „Entlastungsschnitte“ und ähnliches.

Alles in allem: Ein klasse Geschenk! :-)

Sonntag, 9. März 2014

Lackieren mal anders


Wenn man "lackieren" hört, denkt man normalerweise an Pinsel, Rolle oder Spritzpistole. Ein wenig in Vergessenheit (außer bei Restauratoren) geraten ist die Schellack-Politur. Die wird mit einem Ballen aufgetragen und poliert.

Konkret geht es hier um die Schubladenfronten unseres Waschtischs. Ursprünglich wollte ich hochglänzenden Bootslack verwenden, der, wie der Name schon sagt, wasserbeständig ist (kann im Bad ja nicht schaden). Hat aber drei Nachteile: Er ist wirklich hochglänzend (im Gegensatz zur Platte, die ist geölt und gewachst), braucht lange zum Trocknen und riecht dabei stark und schließlich hat man ein echtes Problem, wenn doch mal eine Macke in der Oberfläche ist und Wasser eindringt. Eine solche Lackschicht auszubessern ist sehr schwierig. Schellack hat alle diese Nachteile nicht, insbesondere ist das Ausbessern einfach. Allerdings ist Schellack nicht wasserbeständig

Die "echte" Schellack-Politur erzeugt einen wunderschönen, natürlichen, tiefen Hochglanz, der mit modernen Verfahren nicht zu erreichen ist, ist aber sehr aufwendig. Es gibt aber eine sehr viel einfachere Variante, die einen schönen Seidenglanz erzeugt, die Ballen-Mattierung.

Dazu wird das Holz zunächst grundiert (ggf. müssen die Poren vorher noch gefüllt werden, beim hier verwendeten Mahagoni-ähnlichen Furnier ist das unbedingt nötig. Dazu gibt es verschiedene Verfahren, ich habe schwarzen Spachtel verwendet). Das Grundieren geht am einfachsten mit der Schnellschleif-Grundierung von clou. Trocknet sehr schnell, ein bis zwei Schichten mit einer feinporigen Kunststoffrolle aufgebracht und mit Körnung 240-320 geschliffen. Dann kommt der spannende Teil:

Man macht sich aus einem Stück weichem Baumwollstoff einen kleinen Ballen. Den Schellack (ich verwende meistens den von clou, man kann ihn aber auch einfach selber ansetzen) ggf. verdünnen - der fertig angemachte ist zu dickflüssig - und den Ballen damit tränken. Das ist ein bisschen kritisch, zu viel, und es gibt ein Gepansche, zu wenig, und der Ballen klebt und zieht die eben aufgebrachten Schichten wieder ab.

Mit der benötigten Menge Verdünnung (Spiritus) und der Menge im Ballen muss man ein bisschen experimentieren, aber da der Schellack sofort auftrocknet, geht das schnell. Aber in jedem Fall ein paar Probestückchen vorbereiten.

Hat man also die richtige Mischung zusammen, trägt man mit dem Ballen in Maserrichtung in gleichmäßigen Bahnen den Schellack auf. Kurz antrocknen lassen (vielleicht fünf Minuten) und dann die nächste Schicht. Geht etwas schief, kann man den Schellack mit einem in Spiritus getränkten Lappen einfach wieder abwischen.

Die Frage ist, wieviele Schichten man macht. Je mehr, desto schöner das Ergebnis. Aber: je mehr, desto größer das Risiko, dass man Schlieren, Streifen usw. reinmacht und deshalb von vorne anfängt ;-) Nach meiner Erfahrung reichen drei Schichten aus, ob ich mehr mache, hängt stark davon ab, wie groß das zu lackierende Teil ist, wie mutig ich noch bin, vom Wetter und so weiter und so weiter. Meistens schaue ich mir das Ergebnis ab der dritten Schicht genau an, wenn ich einen gleichmäßigen Glanz ohne große Fehlstellen habe, höre ich auf. Wenn das Ergebnis nicht ganz perfekt ist, macht das nichts, denn:

Jetzt kommt der entscheidende Teil: Es wird gewachst. Entweder mit ganz normalem Möbelwachs (Bienenwachs) oder hier, da ich ein dunkel getöntes Wachs haben wollte, mit flüssigem Hartwachs, das ich mit Abtönpigmenten schwarz eingefärbt hatte (sieht bei Mahagoni besser aus, außerdem ist das Furnier etwas heller, als das Holz der Deckplatte). Also: Wachs sparsam auftragen, antrocknen lassen und mit einem weichen Tuch auspolieren. Ergebnis: Eine makellose, seidenglänzende Oberfläche.

Ach ja, a propos makellos: War der Schellack-Auftrag nicht ganz perfekt, dann trägt man das Wachs mit einem Stück ganz feiner Stahlwolle auf und schleift so die Schellack-Oberfläche glatt. Nicht ganz "die feine Art", funktioniert aber hervorragend.

Sonntag, 2. März 2014

Hopp hopp hei, hopp hopp hei,


alle Pferdchen springen! :-)

Eigentlich schon vor Weihnachten angefangen, zur Seite gelegt und jetzt wieder in Angriff genommen: Das Steckenpferd! :-) Vor Weihnachten mehr so aus nostalgischen Gründen, nun mehr so aus praktischen – ich habe nämlich keinen Bock mehr, mittags und abends Pferd zu sein ... Okay, manchmal findet sich auch adäquater Ersatz ;-) 



(Szene "Pferd macht AA")  

Auf alle Fälle arbeite ich wieder halb-sporadisch am Steckenpferd. Als ich das der Oma erzählt habe, meinte sie, das von uns sei auch noch da – allerdings mittlerweile ohne Stil etc. Und bisschen vom Originalzustand entfernt – aber immerhin ist das ein echtes Steiff-Steckenpferd! Also habe ich mich dem mal gewidmet: 




Erst mal gründlich mit Spüli und dann mit Osmo-Holzreiniger geputzt: Das hat den Glanz der längt vergessenen Tage wieder etwas zurück gebracht ;-) Eine Stirnlocke musste wieder angeklebt werden. Das aufgeklebte Zaumzeug (definitiv nicht original) wurde entfernt, aber aufgrund diverser Spuren wurde es wieder auf diese Art erneuert. Ob der Griff original dran war? In einem Steiff-Katalog aus dem Jahr 1961, den die Oma noch hat, war das Steckenpferd ohne abgebildet. Nun, Loch ist im Kopf, ist nun wieder gefüllt. Der Stecken wurde eingeschnitzt und mit Montagekleber befestigt, am unteren Ende erleichtern nun zwei Rollen dem Reiter (dem Pferd?) die Arbeit. 

 



Ob neu, ob alt – die Begeisterung ist, was zählt. Und die ist, das ist die gute Nachricht, ziemlich unabhängig vom Zustand. Mit den „alten“ Dingen kann man genauso Freude bereiten! :-)


Meins werde ich trotzdem fertig machen :-)


Sonntag, 23. Februar 2014

Endlich wieder ein Plattenspieler !


Seit dem Umzug, also immerhin fast zwei Jahre, hatte ich keinen Plattenspieler mehr in Betrieb. Plattenspieler sind nicht eben Kleinkind-tauglich ... meinen "richtigen" Linn traue ich mich auch jetzt noch nicht auszupacken, zu leicht richten neugierige Kinderhände - oder Katzenpfoten - großen Schaden an. (Den darf nicht mal meine Frau anfassen). Aber ohne ging es jetzt auch nicht mehr. Also den alten Project ausgepackt. Der ist nämlich gar nicht so schlecht. Aber leider sensibel, was die Aufstellung angeht. Vom Grundsatz her ein Masselaufwerk (also ohne entkoppeltes Subchassis), aber eben ohne große Masse, da aus Holz. Genau wie der Fußboden.

Dass der Boden schwingt, merkt man schon beim Laufen. Das bringt gelegentlich sogar den CD-Player aus dem Tritt. Platte geht damit gar nicht. Eigentlich gehört ein Plattenspieler in einem Altbau an die Wand. Dafür habe ich auch eine sehr schöne Basis. Aus Stahl, mit schönen großen spitzen Spikes (das sind kleine Stahlkegel, hier etwa einen Zentimeter im Durchmesser und etwa fünf Zentimeter lang und nadelspitz). Überhaupt nicht Kleinkind-tauglich. Also anders.

Der ansehnliche Holzkasten ist genau das. Ein Holzkasten (mit einem Rest Vogelaugen-Ahorn furniert), der das weniger ansehnliche, aber für die Funktion entscheidende Innenleben verbirgt: Einen kleinen Fahrradschlauch. Nur schwach aufgepumpt sorgt der mit der schweren (sandgefüllten) Platte obendrauf für die Entkopplung des Plattenspielers vom Boden. Mit nur einem bisschen Luft im Reifen ergibt das eine Eigenfrequenz von geschätzt etwa 2 Hz. Das ist weit genug von der Eigenresonanz des Plattenspielers und der des Bodens weg.

Funktioniert so gut, dass ich damit die nächsten paar Jahre auskomme. Bis unsere Tochter alt genug ist, dass sie versteht, dass es nicht gut ist, wenn man mit dem Ball auf Papas Plattenspieler zielt ....

Till

PS: Man sieht, dass die Platte gegenüber dem Kasten schräg steht. Die Platte ist waagrecht, der Boden nicht. Durch Änderung der Position des Reifens und des Plattenspielers kann man die Neigung ganz einfach einstellen und mit einer Wasserwaage den Plattenspieler waagrecht ausrichten.

PPS: Die lange Pause ist den Akkus meiner Phono-Vorstufe gar nicht gut bekommen, das wird das nächste Projekt.

Sonntag, 16. Februar 2014

Kommt ein Vogel geflogen…

Alljährlicher Ehehöhepunkt ist der Besuch auf der Jagd- und Fischereimesse in Ulm :-) So gestern geschehen. Dabei werden üblicherweise überlebenswichtige Produkte wie Ballistol gekauft, das Sortiment an Fuchspfoten erweitert oder Ententöne erzeugende Flöten angeschafft. Ich verweise jetzt absichtlich nicht auf die Rehwürste im Wurzelbrot . . . Nun, so beim Gucken (DAS ist nämlich der eigentliche Spaßfaktor dabei; also Menschen-Gucken) fiel mein Blick gestern auf einen Nisthilfen-Bausatz. Nachdem das eh auf meiner Winter-Liste steht, ich mich auch bereits vor einer ganzen Weile mit adäquater Fachliteratur eingedeckt hatte, aber ein gewisser Hang zur Entscheidungsunfreude und dem damit verbundenen fehlenden Material mich noch nicht hat weiterkommen lassen, habe ich die Gelegenheit genutzt und spontan gestern zugeschlagen (außerdem selbst vereinsgeschädigt kommt da stets das Unterstützer-Gen durch) – und dann heute durchgeschlagen:


Mal ehrlich – bei der Hausnummer, die finden alle wieder heim ;-) 

Sonntag, 9. Februar 2014

Kommt ein Geländer geflogen…

Es geht aufwärts! Bei unserer kleinen, nervigen „Baustelle des Jahres 2013“, die sich nach 2014 hineingeschleppt hat… Im übertragenen wie auch im konkreten Sinne. Nach demontieren, abreißen, einreißen wie bei jeder Renovierungsaktion sind wir mittlerweile wieder beim schichtweisen Aufbau ankommen – mit den kleineren und größeren Meilensteinen, wie berichtet. Und ganz konkret ging es am Donnerstag mit unserem Balkongeländer aufwärts.


Gerne hätte ich als Post-Titel: „Wieder da!“ gewählt, aber es handelt sich ja um ein neues Geländer, da das alte aufgrund Bearbeitungs- und Behandlungsfehler des Vorbesitzers leider nicht mehr zu retten war :-( Aber, vielen Dank an „Die Schmiede“ für die super Arbeit – das neue Geländer passt perfekt im Stil und, das war mein Wunsch, die ursprünglichen Ornamente sind gerettet und wieder eingefügt worden.


Optisch noch etwas ungewohnt ist die Höhe – zum einen die Bodenfreiheit (aber der Bodenbelag fehlt ja noch), aber vor allem die Gesamthöhe. Die wurde entsprechend der heute gültigen Richtlinien angepasst, und auch wenn es von unten nicht mehr 100, sondern nur noch 98 % harmonisch aussieht – wenn man auf dem Balkon steht, fühlt es sich einfach zu 200 % besser an. Und die Befestigung entspricht auch dem Stand der Technik, d. h. es sind keine Probleme mehr zu erwarten. Drei Hurra!

Sonntag, 2. Februar 2014

Hopp – Bring’s – So isser braaaaav!




Wie bei der Vorstellung der Herren Buche, Apfel, Kirsche, Zwetschge, Akazie und Mahagoni angekündigt habe ich mich mit Planung und Bau eines Hundeplatzes beschäftigt. Eigentlich nicht irgendeines, sondern eines konkreten: Unseres Lieblingsübungsplatzes der OG Aichach J

Und so gibt es nun eine 1 m – Hürde, eine 50 cm – Hürde, eine Schrägwand, eine Treppe, ein Podest, eine Wippe, einen Tunnel, ein Laufdiel und nicht zu vergessen 4 Fährtenstöcke, 2 Bringhölzer und die Ablageschilder für H(ündinnen) und R(üden) J


Material: Kirschholz (bis auf den Steg der Bringhölzer, ich gestehe es).

Fügetechnik: Kleben! Je nach Bauteil mit Sekundenkleber oder Holzleim.

Werkzeug: Große Kreissäge, Tischkreissäge, Japansäge, Hobel, Bandschleifer, Schleifpapier, Bohrmaschine, Fingernägel, Zähne, …

Finishing: Festool-Öl, mit Schleifpad eingearbeitet.

Zeit: Reden wir nicht drüber, ist ja schließlich Winter ;-)

Was fehlt: Die Fahne *hüstel* - wir arbeiten daran …