Sonntag, 20. April 2014

Weihnachtsgefühle zu Ostern…

… sehen folgendermaßen aus:

J

Unser Balkon hat nun einen Boden – quasi einen Tanzboden *grins*


 Holzbau Schneider war am Montag da und hat unserem Balkon den Status „Dauerbaustelle“ genommen – von oben ist er jetzt nämlich fertig. Und das eindeutig sehr schön!

Bei dem Holz haben wir uns Luxus gegönnt, es handelt sich hierbei nämlich um Walaba – auch bekannt als „Stauseeholz“ und hier noch eher exotisch. Die lange Lagerung im Wasser sorgt dafür, dass das Holz seine Spannung verliert. Der hohe Anteil an natürlichen Ölen und Harzen vermindert das Quellen und Schwinden des Holzes. Seine natürliche Resistenz gegen Fäulnis – ganz ohne chemische oder thermische Behandlung – machen es zu einem der besten Hölzer für die Verwendung im Außenbereich. Außerdem ist Walaba ökologisch korrekt. Ungewohnt ist allerdings der Geruch – durch den starken Öl-/Harzgehalt hat das Holz für unsere die europäischen Hölzer gewohnten Nasen einen intensiven Eigengeruch, vor allem direkt bei der Bearbeitung. Draußen ist das natürlich überhaupt kein Problem (wir lüften ja über den Balkon unser Schlafzimmer, und da konnten wir bereits am Abend nichts mehr davon merken).

Fazit: Freude! J

Sonntag, 13. April 2014

Von dünnen Brettern…

… und dicken Mauern. Für die benötigt man nämlich entsprechende Bohrer:


Wir haben ja, im Zuge des Legens der Pflastersteine, an deren Rand eine Niedervoltleitung zu unserem Hoftor geführt. DIE braucht natürlich eine Verbindung nach drinnen. Während uns ja bisher eine Außensteckdose gefehlt hat. Was natürlich nicht schlimm, nur etwas unpraktisch ist. Und umso unpraktischer wird, je öfter man irgendwann mal Rasen mähen muss… Daher:


Ansonsten haben sich dieses Wochenende die Umbau-Aktivitäten lokal verschoben und das war unsere einzige Aktion am eigenen Haus; der Kindergarten soll neue Sanitäranlagen bekommen, und da standen diverse Demontage-/Abbrucharbeiten auf dem Programm. Was uns an die allerallerersten Baustellenaktivitäten hier erinnert hat… 

Sonntag, 6. April 2014

Weiter weiter weiter

Letzte Woche haben wir angekündigt, die nächsten Schritte in Angriff nehmen zu wollen. Eine Frau, ein Wort äh stopp ein Wort, eine Tat! In der Praxis sieht das ganz realitätsnah folgendermaßen aus:

Vorbereitung:


Durchführung:


Nachbereitung:


*grins*

Unseren Hof haben wir – natürlich! – ungebunden verlegt. Was bedeutet, dass es auch eine „gebundene Verlegung“ gibt. Hier besteht die Bettung aus Zementmörtel. Für uns war das der „Arbeitsgang der letzten Reihe“. Und des Gartenweges. Sprich: Wir haben die letzte Reihe Pflastersteine am Rand des Hofes, am Sitzplatz und insbesondere am Mülleimerplatz gestern in Zement gelegt. Und eben den letzte Woche angelegten Gartenweg zum Holzunterstand. Zwar liegen insbesondere die Steine am Haus recht gut, weil wir dort nicht ausgebaggert hatten und der Boden sich seit Jahren schön setzen konnte, aber für die allerersten und die allerletzten Platten die vor dem Holzschuppen tut eine Kehle aus Zement durchaus Not…


Das stand gestern auf dem Programm – trotz der Ankündigung einer geringen Niederschlagsmenge mit hoher Wahrscheinlichkeit. Uns läuft nämlich die Zeit etwas davon. Also: Am Ende des Tages ein bisschen abgedeckt und ein bisschen gehofft. Tatsächlich war es heute früh draußen nass, aber dem Katzenfell nach zu urteilen sind wir von sintflutartigen Regenfällen, die wenn dann das Problem dargestellt hätten, verschont geblieben. Und heute Nachmittag war es schon wieder schön sonnig. Nichtsdestotrotz (oder gerade deshalb) steht der Vorgarten weiterhin auf der Prioritätenliste gaaaaaaaaaaaaanz weit oben…

Sonntag, 30. März 2014

Sei sparsam . . .

. . . mit dem Split! ;-)

Meinte mein Mann gestern – in einem Anfall fernsehtauglicher (wobei ich das nicht beurteilen kann, weil uns derselbe fehlt) Slapstick-Humoristik. Schließlich ist es so etwas wie ein running gag, das mit der Split-Schaufelei (meine persönliche Nemesis).

Wir hatten uns ja letztes Jahr noch vorgenommen, den Weg am Haus entlang in Angriff zu nehmen. JETZT war es tatsächlich so weit: Angesichts des genialen Frühlingswetter kamen die Lust und Zwang zusammen, und wir haben es unter wachsamen Katzenaugen getan: Gemessen, nivelliert, aufgeschüttet und die Steine, die früher um den alten verrotteten Sandkasten herum lagen, zu einem Weg zum Holzschuppen verarbeitet:


Kriterien waren u. a. der Abstand Haus – Schubkarre, schließlich muss man ja gespaltenes Holz zum Schuppen transportieren können, und gewisse Gefälle… Vor dem Schuppen haben wir ausgegraben und ebenfalls eine bündige Plattenreihe gelegt. Im Winter, wenn man Holz holen will, würde man sonst mit Sicherheit den Rasen, der kommen soll, zerstören. Letztendlich sind wir ganz zufrieden, sogar mit der Anbindung:


Zum Haus hin wollen mit Steinen auffüllen, die Platten selbst bekommen noch einen Zementkeil und dazwischen wird wohl Rasen wachsen. Wie auch immer, der Spontan-Test fiel ohne Beanstandung aus:


Jetzt können wir die nächsten Schritte was den Vorgarten betrifft in Angriff nehmen! :-)

Sonntag, 23. März 2014

Es hat keine zwei Jahre gedauert ....


bis der Waschtisch fertig wurde. Sondern zwei Jahre minus eine Woche ;-)

Das ist (zumindest bei mir) das Problem mit angefangenen Projekten, die ich nicht gleich zu Ende bringe. Sie liegen unter Umständen lange. Nicht, dass ich solche Projekte dann niemals fertigstellen würde, das passiert mir eher selten, aber es kann halt sehr lange dauern (ich habe beispielsweise einen Verstärker, an dem ich seit etwa Jahre baue ... immer mal wieder ein bisschen. Auch der wird irgendwann fertig werden, vermutlich  2020).

Ich hätte deshalb auch auf keinen Fall in eine "Baustelle" einziehen wollen, wie das ja manche Menschen machen, um Miete zu sparen. Ich kenne genügend Leute, bei denen die Kabel noch von der (rohen Beton-) Decke hängen. Die Liste der unfertigen Dinge ist auch so lang genug: Das Wohnzimmerlicht ist noch nicht angeschlossen, die Beleuchtung des Treppenhauses gibt's noch nicht usw. 

Aber jedenfalls: Ein Problem weniger !

Ohne den alten Badezimmerschrank sieht die Wand um den Waschtisch aber noch ziemlich leer aus, Grünpflanzen darf ich leider nicht aufstellen. Abgesehen davon ist es auch nicht besonders schön, wenn der ganze Kram auf dem Waschtisch rumliegt. Also ein bisschen Regal. Von dem Mahagoni Holz habe ich noch etwas übrig, daraus leime ich grade Regalbretter zusammen. 

Aber wie genau ? An die Seiten oder neben den Spiegel ? Wenn an die Seite, dann nur links oder auf beiden Seiten ? Vielleicht mache ich mal ein perspektivisch korrektes Foto und rendere die verschiedenen Möglichkeiten rein.

Till

Sonntag, 16. März 2014

Die nächste Dimension

Letzte Woche ist es wieder passiert. Das Älterwerden. Also nicht dass man nicht jeden Tag ein bisschen älter wird und nicht dass es nicht Tage gibt, an denen man das Gefühl hat, an einem Tag deutlich mehr als einen Tag gealtert zu sein, aber . . . dennoch gibt es ja so Konventionen, stets demselben Tag eines Jahres als wiederkehrende Folge zu gedenken. Dieses Mal geschehen mit Kombination einer PROXXON Bandsäge :-)  (Er liebt mich noch!)


Die habe ich nun gestern (mit wenig schlechtem Gewissen, da die Gartenarbeit eh dem Regenwetter zum Opfer gefallen ist) in Betrieb genommen.

Fazit: Freude! :-)

Ich habe mal verschiedene Holzsorten und Holzdicken getestet und klar, es gibt einen Komfortbereich, aber ich habe mich auch mal an Eiche-Leimholz und einem dicken Fichtenbrett versucht, was alles durchaus im Rahmen des Sägbaren lag. Genau das Richtige für Modell- sowie Bumerangbau und kleine Basteleien wie den Hundeplatz.

Zum Eingewöhnen gab's aus ein paar Sperrholzrestchen Tulpen, die das Kind heute mit Begeisterung verschönert hat:


Sagte ich Kind?? Aktuell Dinosaurierbaby ;-) Deshalb habe ich heute mal einen kleinen Dino ausgesägt, der wartet nun auf die Weiterbearbeitung, aber das Kontursägen war wirklich sehr angenehm – wenn man ein paar Dinge, ich gestern schon gelernt habe, berücksichtigt . . . *hüstel* Stichwort „Entlastungsschnitte“ und ähnliches.

Alles in allem: Ein klasse Geschenk! :-)

Sonntag, 9. März 2014

Lackieren mal anders


Wenn man "lackieren" hört, denkt man normalerweise an Pinsel, Rolle oder Spritzpistole. Ein wenig in Vergessenheit (außer bei Restauratoren) geraten ist die Schellack-Politur. Die wird mit einem Ballen aufgetragen und poliert.

Konkret geht es hier um die Schubladenfronten unseres Waschtischs. Ursprünglich wollte ich hochglänzenden Bootslack verwenden, der, wie der Name schon sagt, wasserbeständig ist (kann im Bad ja nicht schaden). Hat aber drei Nachteile: Er ist wirklich hochglänzend (im Gegensatz zur Platte, die ist geölt und gewachst), braucht lange zum Trocknen und riecht dabei stark und schließlich hat man ein echtes Problem, wenn doch mal eine Macke in der Oberfläche ist und Wasser eindringt. Eine solche Lackschicht auszubessern ist sehr schwierig. Schellack hat alle diese Nachteile nicht, insbesondere ist das Ausbessern einfach. Allerdings ist Schellack nicht wasserbeständig

Die "echte" Schellack-Politur erzeugt einen wunderschönen, natürlichen, tiefen Hochglanz, der mit modernen Verfahren nicht zu erreichen ist, ist aber sehr aufwendig. Es gibt aber eine sehr viel einfachere Variante, die einen schönen Seidenglanz erzeugt, die Ballen-Mattierung.

Dazu wird das Holz zunächst grundiert (ggf. müssen die Poren vorher noch gefüllt werden, beim hier verwendeten Mahagoni-ähnlichen Furnier ist das unbedingt nötig. Dazu gibt es verschiedene Verfahren, ich habe schwarzen Spachtel verwendet). Das Grundieren geht am einfachsten mit der Schnellschleif-Grundierung von clou. Trocknet sehr schnell, ein bis zwei Schichten mit einer feinporigen Kunststoffrolle aufgebracht und mit Körnung 240-320 geschliffen. Dann kommt der spannende Teil:

Man macht sich aus einem Stück weichem Baumwollstoff einen kleinen Ballen. Den Schellack (ich verwende meistens den von clou, man kann ihn aber auch einfach selber ansetzen) ggf. verdünnen - der fertig angemachte ist zu dickflüssig - und den Ballen damit tränken. Das ist ein bisschen kritisch, zu viel, und es gibt ein Gepansche, zu wenig, und der Ballen klebt und zieht die eben aufgebrachten Schichten wieder ab.

Mit der benötigten Menge Verdünnung (Spiritus) und der Menge im Ballen muss man ein bisschen experimentieren, aber da der Schellack sofort auftrocknet, geht das schnell. Aber in jedem Fall ein paar Probestückchen vorbereiten.

Hat man also die richtige Mischung zusammen, trägt man mit dem Ballen in Maserrichtung in gleichmäßigen Bahnen den Schellack auf. Kurz antrocknen lassen (vielleicht fünf Minuten) und dann die nächste Schicht. Geht etwas schief, kann man den Schellack mit einem in Spiritus getränkten Lappen einfach wieder abwischen.

Die Frage ist, wieviele Schichten man macht. Je mehr, desto schöner das Ergebnis. Aber: je mehr, desto größer das Risiko, dass man Schlieren, Streifen usw. reinmacht und deshalb von vorne anfängt ;-) Nach meiner Erfahrung reichen drei Schichten aus, ob ich mehr mache, hängt stark davon ab, wie groß das zu lackierende Teil ist, wie mutig ich noch bin, vom Wetter und so weiter und so weiter. Meistens schaue ich mir das Ergebnis ab der dritten Schicht genau an, wenn ich einen gleichmäßigen Glanz ohne große Fehlstellen habe, höre ich auf. Wenn das Ergebnis nicht ganz perfekt ist, macht das nichts, denn:

Jetzt kommt der entscheidende Teil: Es wird gewachst. Entweder mit ganz normalem Möbelwachs (Bienenwachs) oder hier, da ich ein dunkel getöntes Wachs haben wollte, mit flüssigem Hartwachs, das ich mit Abtönpigmenten schwarz eingefärbt hatte (sieht bei Mahagoni besser aus, außerdem ist das Furnier etwas heller, als das Holz der Deckplatte). Also: Wachs sparsam auftragen, antrocknen lassen und mit einem weichen Tuch auspolieren. Ergebnis: Eine makellose, seidenglänzende Oberfläche.

Ach ja, a propos makellos: War der Schellack-Auftrag nicht ganz perfekt, dann trägt man das Wachs mit einem Stück ganz feiner Stahlwolle auf und schleift so die Schellack-Oberfläche glatt. Nicht ganz "die feine Art", funktioniert aber hervorragend.

Sonntag, 2. März 2014

Hopp hopp hei, hopp hopp hei,


alle Pferdchen springen! :-)

Eigentlich schon vor Weihnachten angefangen, zur Seite gelegt und jetzt wieder in Angriff genommen: Das Steckenpferd! :-) Vor Weihnachten mehr so aus nostalgischen Gründen, nun mehr so aus praktischen – ich habe nämlich keinen Bock mehr, mittags und abends Pferd zu sein ... Okay, manchmal findet sich auch adäquater Ersatz ;-) 



(Szene "Pferd macht AA")  

Auf alle Fälle arbeite ich wieder halb-sporadisch am Steckenpferd. Als ich das der Oma erzählt habe, meinte sie, das von uns sei auch noch da – allerdings mittlerweile ohne Stil etc. Und bisschen vom Originalzustand entfernt – aber immerhin ist das ein echtes Steiff-Steckenpferd! Also habe ich mich dem mal gewidmet: 




Erst mal gründlich mit Spüli und dann mit Osmo-Holzreiniger geputzt: Das hat den Glanz der längt vergessenen Tage wieder etwas zurück gebracht ;-) Eine Stirnlocke musste wieder angeklebt werden. Das aufgeklebte Zaumzeug (definitiv nicht original) wurde entfernt, aber aufgrund diverser Spuren wurde es wieder auf diese Art erneuert. Ob der Griff original dran war? In einem Steiff-Katalog aus dem Jahr 1961, den die Oma noch hat, war das Steckenpferd ohne abgebildet. Nun, Loch ist im Kopf, ist nun wieder gefüllt. Der Stecken wurde eingeschnitzt und mit Montagekleber befestigt, am unteren Ende erleichtern nun zwei Rollen dem Reiter (dem Pferd?) die Arbeit. 

 



Ob neu, ob alt – die Begeisterung ist, was zählt. Und die ist, das ist die gute Nachricht, ziemlich unabhängig vom Zustand. Mit den „alten“ Dingen kann man genauso Freude bereiten! :-)


Meins werde ich trotzdem fertig machen :-)


Sonntag, 23. Februar 2014

Endlich wieder ein Plattenspieler !


Seit dem Umzug, also immerhin fast zwei Jahre, hatte ich keinen Plattenspieler mehr in Betrieb. Plattenspieler sind nicht eben Kleinkind-tauglich ... meinen "richtigen" Linn traue ich mich auch jetzt noch nicht auszupacken, zu leicht richten neugierige Kinderhände - oder Katzenpfoten - großen Schaden an. (Den darf nicht mal meine Frau anfassen). Aber ohne ging es jetzt auch nicht mehr. Also den alten Project ausgepackt. Der ist nämlich gar nicht so schlecht. Aber leider sensibel, was die Aufstellung angeht. Vom Grundsatz her ein Masselaufwerk (also ohne entkoppeltes Subchassis), aber eben ohne große Masse, da aus Holz. Genau wie der Fußboden.

Dass der Boden schwingt, merkt man schon beim Laufen. Das bringt gelegentlich sogar den CD-Player aus dem Tritt. Platte geht damit gar nicht. Eigentlich gehört ein Plattenspieler in einem Altbau an die Wand. Dafür habe ich auch eine sehr schöne Basis. Aus Stahl, mit schönen großen spitzen Spikes (das sind kleine Stahlkegel, hier etwa einen Zentimeter im Durchmesser und etwa fünf Zentimeter lang und nadelspitz). Überhaupt nicht Kleinkind-tauglich. Also anders.

Der ansehnliche Holzkasten ist genau das. Ein Holzkasten (mit einem Rest Vogelaugen-Ahorn furniert), der das weniger ansehnliche, aber für die Funktion entscheidende Innenleben verbirgt: Einen kleinen Fahrradschlauch. Nur schwach aufgepumpt sorgt der mit der schweren (sandgefüllten) Platte obendrauf für die Entkopplung des Plattenspielers vom Boden. Mit nur einem bisschen Luft im Reifen ergibt das eine Eigenfrequenz von geschätzt etwa 2 Hz. Das ist weit genug von der Eigenresonanz des Plattenspielers und der des Bodens weg.

Funktioniert so gut, dass ich damit die nächsten paar Jahre auskomme. Bis unsere Tochter alt genug ist, dass sie versteht, dass es nicht gut ist, wenn man mit dem Ball auf Papas Plattenspieler zielt ....

Till

PS: Man sieht, dass die Platte gegenüber dem Kasten schräg steht. Die Platte ist waagrecht, der Boden nicht. Durch Änderung der Position des Reifens und des Plattenspielers kann man die Neigung ganz einfach einstellen und mit einer Wasserwaage den Plattenspieler waagrecht ausrichten.

PPS: Die lange Pause ist den Akkus meiner Phono-Vorstufe gar nicht gut bekommen, das wird das nächste Projekt.

Sonntag, 16. Februar 2014

Kommt ein Vogel geflogen…

Alljährlicher Ehehöhepunkt ist der Besuch auf der Jagd- und Fischereimesse in Ulm :-) So gestern geschehen. Dabei werden üblicherweise überlebenswichtige Produkte wie Ballistol gekauft, das Sortiment an Fuchspfoten erweitert oder Ententöne erzeugende Flöten angeschafft. Ich verweise jetzt absichtlich nicht auf die Rehwürste im Wurzelbrot . . . Nun, so beim Gucken (DAS ist nämlich der eigentliche Spaßfaktor dabei; also Menschen-Gucken) fiel mein Blick gestern auf einen Nisthilfen-Bausatz. Nachdem das eh auf meiner Winter-Liste steht, ich mich auch bereits vor einer ganzen Weile mit adäquater Fachliteratur eingedeckt hatte, aber ein gewisser Hang zur Entscheidungsunfreude und dem damit verbundenen fehlenden Material mich noch nicht hat weiterkommen lassen, habe ich die Gelegenheit genutzt und spontan gestern zugeschlagen (außerdem selbst vereinsgeschädigt kommt da stets das Unterstützer-Gen durch) – und dann heute durchgeschlagen:


Mal ehrlich – bei der Hausnummer, die finden alle wieder heim ;-) 

Sonntag, 9. Februar 2014

Kommt ein Geländer geflogen…

Es geht aufwärts! Bei unserer kleinen, nervigen „Baustelle des Jahres 2013“, die sich nach 2014 hineingeschleppt hat… Im übertragenen wie auch im konkreten Sinne. Nach demontieren, abreißen, einreißen wie bei jeder Renovierungsaktion sind wir mittlerweile wieder beim schichtweisen Aufbau ankommen – mit den kleineren und größeren Meilensteinen, wie berichtet. Und ganz konkret ging es am Donnerstag mit unserem Balkongeländer aufwärts.


Gerne hätte ich als Post-Titel: „Wieder da!“ gewählt, aber es handelt sich ja um ein neues Geländer, da das alte aufgrund Bearbeitungs- und Behandlungsfehler des Vorbesitzers leider nicht mehr zu retten war :-( Aber, vielen Dank an „Die Schmiede“ für die super Arbeit – das neue Geländer passt perfekt im Stil und, das war mein Wunsch, die ursprünglichen Ornamente sind gerettet und wieder eingefügt worden.


Optisch noch etwas ungewohnt ist die Höhe – zum einen die Bodenfreiheit (aber der Bodenbelag fehlt ja noch), aber vor allem die Gesamthöhe. Die wurde entsprechend der heute gültigen Richtlinien angepasst, und auch wenn es von unten nicht mehr 100, sondern nur noch 98 % harmonisch aussieht – wenn man auf dem Balkon steht, fühlt es sich einfach zu 200 % besser an. Und die Befestigung entspricht auch dem Stand der Technik, d. h. es sind keine Probleme mehr zu erwarten. Drei Hurra!

Sonntag, 2. Februar 2014

Hopp – Bring’s – So isser braaaaav!




Wie bei der Vorstellung der Herren Buche, Apfel, Kirsche, Zwetschge, Akazie und Mahagoni angekündigt habe ich mich mit Planung und Bau eines Hundeplatzes beschäftigt. Eigentlich nicht irgendeines, sondern eines konkreten: Unseres Lieblingsübungsplatzes der OG Aichach J

Und so gibt es nun eine 1 m – Hürde, eine 50 cm – Hürde, eine Schrägwand, eine Treppe, ein Podest, eine Wippe, einen Tunnel, ein Laufdiel und nicht zu vergessen 4 Fährtenstöcke, 2 Bringhölzer und die Ablageschilder für H(ündinnen) und R(üden) J


Material: Kirschholz (bis auf den Steg der Bringhölzer, ich gestehe es).

Fügetechnik: Kleben! Je nach Bauteil mit Sekundenkleber oder Holzleim.

Werkzeug: Große Kreissäge, Tischkreissäge, Japansäge, Hobel, Bandschleifer, Schleifpapier, Bohrmaschine, Fingernägel, Zähne, …

Finishing: Festool-Öl, mit Schleifpad eingearbeitet.

Zeit: Reden wir nicht drüber, ist ja schließlich Winter ;-)

Was fehlt: Die Fahne *hüstel* - wir arbeiten daran …

Sonntag, 26. Januar 2014

Nach dem Virus ist vor dem Virus

Ja, Lesen bereitet Freude. So meine Überzeugung. Die allerdings angesichts regelmäßiger Schilder mit „Liebe Eltern, neu in unserer Gruppe begrüßen wir 11 grippale Infekte, 5 x Flitzkacke und 2 x Maul-und-Klauen-Seuche!“ etwas ins Wanken gerät. 

Wenn nun das Kind nölig den zweiten Tag zu Hause verbringt, man unbedingt ein paar dringende Mails beantworten und einen wichtigen Bericht fertigstellen sollte, geraten ein paar bis dahin fest zementierte pädagogische Überzeugungen ebenfalls ins Wanken. Soll heißen: Nichts wirksamer als ein mächtiger Zauberspruch, der – Simsalabim – kurz darauf eine Überraschung in der Zimmermitte materialisiert. Das Fütterungsset für die Puppe hat uns dieses Mal gerettet. Nun heißt es: Aufrüsten Vorbereiten.

Ich hatte schon seit längerem die Idee, einen Hundeplatz zu bauen (um genau zu sein nicht irgendeinen). Und hatte dafür schon vor Weihnachten für teures Geld eine Kollektion an verschiedenen Schleich-Hunden erstanden. Die sind auch wirklich, wie alle Schleich-Tiere, super. Aber dann, als ich mich etwas konkreter mit dem Projekt beschäftigt habe, gefielen sie mir nicht mehr. Also nicht als Figuren, sie sind wirklich sehr lebensecht nachgebildet, sondern als Art des Spielzeugs. Denn, gerade weil sie so lebensecht wirklich, engen sie ein, denn der spielende Hund sieht aus wie ein spielender Hund, der sitzende Hund sieht aus wie ein sitzender Hund – und zwar immer. Jetzt mag ich aber (bis zum heutigen Tag *g*) Dinge, die die Phantasie und Kreativität ansprechen und damit Möglichkeiten (er-)schaffen. Nach einer kurzen Phase, in der ich tatsächlich einfach nur kleine Wollbäuschen verwenden wollte – man darf sich den Denkprozess hierbei ruhig als dynamisches, um einen Durchschnittswert schwingendes System mit Peaks um diesen herum vorstellen ;-) – kam ich auf die Idee, ein einfaches Hündchen auszusägen, eher stilisiert, ohne zu viele Details (entspricht auch eher meiner Kompetenz *hüstel*). Und zwar lauter gleiche Hunde. Zur Unterscheidung, so der weiterführende Gedanke, mit verschieden farbigen Halsbändern. Aber DANN habe ich mal den Mann befragt, was er mir denn alles aus seinem Fundus zur Verfügung stellen könnte J

Bei den Deutschen Doggen gibt es fünf Farbschläge. Ich habe es auf sechs gebracht:


Vorstellen möchten sich hiermit:
Vorne v. l. n. r.: Herr Buche, Herr Apfel, Herr Kirsch sowie
Hinten von l. n. r.: Herr Zwetschge, Herr Akazie, Herr Mahagoni.

Bisher habe ich größtenteils mit Fichte und (Flugzeug-)Sperrholz gewerkelt. Nun teilweise zum ersten Mal mit den o. s. Materialien. Und da ich alles mit der Laubsäge gesagt habe, konnte ich sehr gut die Unterschiede der einzelnen Hölzer erleben – Apfel zum Beispiel lehrt Geduld und Demut und hätte ich damit angefangen, wären es wohl die Schleich-Hunde geblieben ;-)

Sozialisiert sind sie bereits


und die Fellpflege ist einfach: Öl J


Nun auf in den Keller, zum Teil 2 . . . 

Sonntag, 19. Januar 2014

Furnieren ist beim Hausbau eine eher exotische Tätigkeit ....


aber jetzt steht endlich die Fertigstellung des Waschtischs an. Der hat ja eine Platte aus massivem Mahagoni und tatsächlich hatte ich kurz (ein paar Monate ;-) daran gedacht, die Schubladenfronten ebenfalls aus diesem Material zu bauen. Das bringt aber so viele Probleme mit sich (Bad ist eine Umgebung mit erheblich wechselnder Luftfeuchtigkeit und Temperatur und da empfiehlt sich die Verbindung so unterschiedlicher Materialien wie MDF und Massivholz nicht unbedingt)  und ist außerdem ziemlich aufwendig ... dass ich mich nach Alternativen umgesehen und in Form von überbreitem Padouk-Furnier bei meinem Lieblings-Furnier-Restposten-Händler (man könnte das wahrscheinlich auch zusammen schreiben ;-) auch gefunden habe.

Ist das Furnier breit genug, um nicht stückeln zu müssen (und legt man keinen Wert auf das typische Furnier-Maserbild mit buchartig gespiegelten Seiten) dann ist das Furnieren kleiner Flächen kein Problem, man verwendet am besten die Bügelmethode. Die ist in Lautsprecherbau-Kreisen (dank Klang&Ton) allgemein bekannt, bei Heimwerkern eher nicht, die versuchen das oft (mit eher mäßigem Erfolg) mit Pattex. Deshalb hier eine kurze Beschreibung:

Zuerst beschichtet man beide Seiten (Träger und Furnier) gleichmäßig dünn (!) mit Holzleim. Das geht am besten mit einem Spachtel (oder einem Stückchen Abfallholz) zum groben Aufbringen und dann mit einer kleinen Schaumstoffrolle zum Verteilen. Man sollte hier außer bei sehr kleinen Teilen keinen Express-Leim verwenden, der gute alte Standard-Holzleim, z.B. Ponal ist hier perfekt. Den Leim läßt man dann so lange antrocknen, bis er bei vorsichtiger Berührung mit dem Finger nicht mehr an demselben klebt. Das dauert im Sommer draußen gut zehn Minuten, im kalten Keller winters etwa eine halbe Stunde.


Dann legt man das Furnier auf das zu furnierende Brett und bügelt das Furnier an. Man bastelt sich quasi Furnier mit Schmelzkleber selbst. Dazu nimmt man natürlich nicht das gute Familienbügeleisen, sondern ein altes. Temperatur-Einstellung etwa Wolle-Seide. Hält man das Bügeleisen ein paar Sekunden an das Furnier, wird der Leim wieder flüssig und verbindet beide Teile bombenfest. Es ist natürlich einfacher, das Eisen nicht an eine Stelle zu setzen, sondern in leichten Bügelbewegungen ein paar Zentimeter zu bewegen. Das hat man schnell raus, ein paar Probestückchen vor der "echten" Arbeit sind aber sehr zu empfehlen.

Ist das Furnier fest, beginnt der heikle Teil: Das überstehende Furnier muss weg. Im Buch liest sich das einfach (Man nehme einen scharfen Stechbeitel oder eine Feile und schneide das Furnier ab). In der Praxis ist das je nach Furnier ganz einfach oder eine ausgesprochen heikle Operation. Am besten geht das übrigens mit einem scharfen (!) Messer, mit dem man das Furnier bis auf einen Überstand von etwa einem Millimeter gaaaanz vorsichtig in dünnen Spänen abschneidet. Den Rest erledigt man mit dem Schleifklotz und 120er Papier von Hand. Zumindest ich habe mit allen anderen Verfahren (inklusive fräsen, hobeln usw.) schlechtere Ergebnisse erzielt. Und ich habe das schon öfter gemacht ....

Ich habe das nur deshalb so ausführlich beschrieben, damit es jeder nachvollziehen kann, es ist eigentlich sehr einfach. Und macht Spass ! Wenn man das richtige Furnier nimmt. Für den Anfang sind Kirsche oder Ahorn ideal. Später kann man sich dann an schwierigere Dinge wie Nussbaum wagen. Padouk würde ich nur ausgesprochenen Masochisten empfehlen.

Till

Sonntag, 12. Januar 2014

Ein LED-Licht mehr ...


Nachdem der Waschtisch sich langsam seiner Fertigstellung nähert - die Korpusse der Schubladen habe ich am Freitag lackiert, es fehlt nur noch die Front - wurde es Zeit, alle Installationsarbeiten zu Ende zu bringen, die Zugang zum Unterbau erfordern. Insbesondere die indirekte Beleuchtung hinter dem Spiegel (sieht auf dem Bild etwas krass aus, gibt in Wirklichkeit grade eben das bisschen Licht von vorne dazu, das man braucht, wenn man sich rasiert usw.) fehlte noch.

Die Beleuchtung im Bad ist aus grundsätzlichen Erwägungen in Niedervolttechnik ausgeführt, so dass hier wie auch an anderen Stellen (etwa hier, hier oder hier) LEDs verwendet werden. Für diese Art der Beleuchtung sind LED-Streifen natürlich nahezu ideal: Sie werden einfach auf die Rückseite des Spiegels geklebt.

Die einzige - kleine - Komplikation ist, dass die Niederspannungsversorgung im Haus 24 Volt hat und die LED-Streifen 12 Volt brauchen. 24 Volt deshalb, weil erstens die anderen Lampen im Bad 24 Volt brauchen (das sind umgebaute, sprich ihres Netzteils beraubte, Aussenstrahler) und zweitens für die anderen Leuchten im Haus die Leitungsverluste wegen langer Leitungen bei 12 Volt zu groß wären.

Doch, der Globalisierung sei Dank, kriegt man einen passenden Spannungswandler bei ebay für etwa 3 Euro, ich hatte schon kurz nach dem Baubeginn ein halbes Dutzend davon aus China kommen lassen. Eben dieser Spannungswandler ist unten im Waschtisch, hinter den Schubladen untergebracht und sollte deshalb an seinen Platz, bevor sie eingebaut werden. Damit war das Programm für Freitag Abend (lackieren), Samstag nachmittag (Beleuchtung) und Sonntag (Schubladen montieren) fertig ;-)

Till

Sonntag, 5. Januar 2014

Tempus

Ich finde, das ist ein schöner Titel für den ersten Blogbeitrag in diesem noch ziemlich neuen Jahr :-)

„Die absolute, wahre und mathematische Zeit verfließt an sich und vermöge ihrer Natur gleichförmig und ohne Beziehung auf irgendeinen äußeren Gegenstand.“

Hier muss ich Mr. Newton leider widersprechen (was ich tatsächlich gerade darf kann, da der Hausphysiker heute Abend ein Außerhausphysiker ist). Wer sich jemals mit dem Thema AUFRÄUMEN in Theorie und (!) Praxis beschäftigt hat, weiß, dass Zeit eine ziemlich relative Größe ist *seufz*

Es ist erstaunlich, wie lange sich Umzugskartons – einmal in eine Ecke gestellt – halten. Erst stören sie einen (klar!), dann bilden sie einen blinden Fleck auf den Augen, dann fängt man an sie ins Leben mit einzubeziehen (tolle Ablagemöglichkeiten *hüstel*) und irgendwann hat man tatsächlich so etwas wie Angst, sie anzufassen, weil man überhaupt nicht mehr weiß was einen auf der anderen Seite des Kartons erwartet und der Fußboden darunter eine andere Helligkeit als die Umgebung hat. Es gibt, ich gestehe, hier so ein paar Altlasten in ein paar Räumen. Aber nun sind es ein paar weniger :-)

Das Kinderzimmer ist auf- und umgeräumt, nun mit „Große-Kinder-Bett“ ;-)


(Links in der Abbildung auch übrigens nochmals die fertige Wickelkommode.)

Das Aufräumen des Kinderzimmers hat u. a. ein Auf- und Umräumen des Flurs im OG nach sich gezogen:



Schön, oder? :-) 

Aber bei aller Lust (oder so ähnlich) auf’s Räumen gab es doch parallel ein schönes Projekt: Ein neues Futtervogelhaus (Vogelfutterhaus?). Vor ziemlich genau einem Jahr habe ich glücklich über Weihnachtsgeschenke berichtet, nach einem strengen Winter und einem Gewöhnungsversuch über den Sommer muss ich leider festhalten: Neeee, die Vögel hier sind vieles (laut, frech, nicht stubenrein), aber auf keinen Fall designbewusst. Ob es die Form, die Farbe oder das Material ist, was zu einer negativen Besetzung führt – ich weiß es nicht. Sie haben es mir nicht erzählt. Um nun diverse Faktoren auszugrenzen, habe ich auf die gehört, denen die Vögel etwas erzählen, und den Bauplan beim NABU heruntergeladen und zusammen mit einem Freund, dem ich hiermit (im Namen der Vögel selbstverständlich) nochmals danken möchte, gebaut.





Als Material habe ich Fichte gewählt und tatsächlich Plexiglas für die Wände (gibt’s im Bauhaus nur beim Zuschnitt und ist teurer als die billig erhältliche PS-Plattenware, aber das würde ich eigentlich niemandem für den Außenbereich empfehlen; ich bin übrigens Kunststoffingenieurin ;-) ). Eigentlich wollte ich aufgrund der eindrücklichen Erfahrungen mit dem anderen Vogelhaus gar nicht oberflächenbehandeln, habe dann aber doch das Dach dick geölt. Gut, es ist eins der teuersten Vogelhäuser aller Zeiten (nicht nur wegen des PMMA, Leimholz und 2 Paar Saitenwürsten), und wenn man zum zweiten Mal ins Bauhaus fährt weil man die erste Leiste von 13 mm auf äh 7 mm (bei Zielgröße ZEHN) heruntergehobelt hat (und ich dachte noch, huch, so viele Späne…) und damit erneut an den käuflich erwerbbaren Futtersilos für 9,99 EURO vorbei läuft, kommt man schon ins Grübeln. So ungefähr 2 µs lang. Womit der Kreis sich gerade geschlossen hat: ZEIT. 

Denn letztendlich ist Zeit definiert durch die Bastelprojekte, die gemacht werden können :-)

Sonntag, 29. Dezember 2013

Das Wort des Tages mit VER

lautet natürlich (!) VER…ständnis. Ganz spontan. Dafür, dass der Mann häufig erst mal ein MODELL baut.



Hätte er das auch in diesem Fall gemacht, könnte ich die Spülmaschine jetzt öffnen und einräumen *hüstel* So habe ich halt Zeit für einen Blogeintrag ;-)

Aber dafür passen die Nachttischchen, die zum ersten Mal seit unserem Zusammenleben am Bett montiert sind :-), die Speisekammer hat einen Riegel (die Katze kann neuerdings die Schiebetür öffnen und ihr bester Freund ist seitdem der Hund), der ein Plattenspieler ist aufgestellt und angeschlossen (allerdings nicht DER Plattenspieler, wenn ich das richtig verstanden haben… *g*) und vor allem ist viel, viel, viel aufgeräumt worden (Werkstatt, Arbeitszimmer) – und das ist alles schon eine ganze Menge für diese Weihnachtszeit mit der ganzen Herumreiserei. Und vor allem haben wir beschlossen, jetzt im Urlaub noch ein größeres Projekt zu starten: Morgen :-)

Sonntag, 22. Dezember 2013

Talent



Ehrlich – ohne Zucker hätte der sich total gut als Zahnreinigungskeks für äh Hunde geeignet.


Ich gestehe: Wenn man im Lexikon unter „Hausfrau, gute“ nachblättert, dann findet man nicht unbedingt ein Bild von mir. Eher von meiner Schwester. Damit das so bleibt, habe ich den tatsächlichen Grund für manch Missglücktes in Angriff genommen. In Wahrheit ist es nämlich gar keine Frage des Talents. Sondern der Literatur (Anmerkung: Wie meist im Leben). Soll heißen: Man rührt gerade etwas zusammen, will schnell parallel nachlesen wie es weitergeht und schwupppppps, stellt fest, verdammt, das Kochbuch hat mal wieder selbständig umgeblättert. Also muss man das Rührgerät abschalten, die Hände waschen (weil man meist gerade rohes Ei in denselben gehalten hat), das richtige Rezept wiederfinden – um zu lesen, dass der Rührprozess UNTER KEINEN NOCH SO GEARTETEN UMSTÄNDEN UNTERBROCHEN WERDEN DARF!!! F . . .

Nachfolgendes Weihnachtsgeschenk soll Abhilfe schaffen (und meine Schwester hat unter Androhung aller möglichen Strafen Blog-Verbot bis zum 25. erhalten):


Exakt: Ein Kochbuchständer :-)


In diesem Sinne: Wir wünschen allen Freunden, Bekannten, Verwandten, LeserInnen


sowie alles Gute für 2014! 

Sonntag, 15. Dezember 2013

Was schenkt man seiner dreijährigen Tochter zu Weihnachten ...


Lego, Buntstifte, Malbücher, Xylophon und was einem halt sonst so an pädagogisch halbwegs sinnvollem Spielzeug einfällt, bekommt sie von den Großeltern, Paten usw.

Also mal wieder etwas, was es (so) nicht zu kaufen gibt: Ihren Wickeltisch in klein, für die Lieblingspuppe. Dann hat endlich der ganze Kram (Puppenwindeln, Puppen-Overall, Puppen-Schlafsack usw.) einen Platz und liegt nicht mehr irgendwo rum. So jedenfalls die Hoffnung ;-)

Am Anfang waren die Körbe (die gibt's natürlich im Original auch, und sind dort eine unglaublich praktische Sache. Man braucht keine Wickelschrankwand, zwei Körbe reichen für den ganzen Kram locker aus.). Der Wickeltisch dann im etwa richtigen Maßstab drumrum gebaut.

Das Original ist eher primitiv, das Gestell zwar ökologisch korrekt aus massivem Buchenchenholz, aber nur verschraubt. Um eine richtig saubere, handgefertigte Konstruktion aus Massivholz zu machen, fehlt mir dieses Jahr leider die Zeit. Aber zumindest ein bißchen ....

Schnell war die Idee geboren, den Tisch komplett aus Restmaterial zu bauen (dieses Jahr wird gespart, der Hof war teuer).  Dieses Mal nicht aus Kirschholz, sondern aus Bauholz (Fichte), das ist leichter zu bearbeiten. Kleingesägt und gehobelt gibt das schönes Konstruktionsholz, aus einer 4x20cm Diele kann man viele Tischchen bauen .... Leider hatte ich die Ausklinkungen für die untere Platte schon in 12mm gemacht, bevor ich geprüft hatte, ob ich genügend Multiplex-Restchen in dieser Stärke habe (habe ich normalerweise immer), so dass ich schließlich doch noch Material kaufen und damit den Preis dieses Geschenks von 0 auf etwa 20 Euro hochtreiben musste .....

Aber trotzdem: Schön geworden. (Die Wickelunterlage fehlt noch, ein (Rest-) Stück Schaumstoff wird grade von der Schwiegermutter mit einem Stoffrest bezogen). Und mir viel lieber als ein Geschenk aus dem Katalog. Hoffentlich meiner Tochter auch ;-)

Till


Sonntag, 8. Dezember 2013

Die Provisorien werden immer professioneller ....

kein gutes Zeichen !


Zum Umzug hatte ich meinen Weinkeller geleert: Weinflaschen umziehen erschien mir nicht sinnvoll und ausserdem war das eine gute Gelegenheit, mal all die älteren Fläschchen zu leeren ;-)

Aber so langsam fehlt mir doch wieder die Möglichkeit, zum Essen einen passenden Wein aus dem Keller zu holen. Deshalb sammelten sich in den letzten Monaten immer mehr Weinkisten im Keller an (insbesondere, nachdem ich den reit des Winkaufs bei ebay entdeckt hatte, etwa hier).

Also musste, nachdem der Platz zum Laufen immer weniger wurde, eine Lösung her. Eigentlich wollte ich entweder die klassische Lösung (Bretter auf Ziegelsteinen) oder die noble Variante (eingemauerte Tonröhren) umsetzen.

Nummer eins ist wegen der hohen Luftfeuchtigkeit in unserem Keller nicht unproblematisch, so lange wir das nicht im Griff haben, geht das nicht. Nummer zwei wäre perfekt, aber das ist sehr aufwendig (ich hab das in meinem Elternhaus schon mal gemacht, ich weiss, wovon ich rede ;-)

Also: Eine Zwischenlösung muss her. In diesem Fall Stapelregale aus Plastik. Sehen S***** aus, bieten aber hohe, schimmelfreie Packungsdichte und sind billig genug, um in zwei, drei Jahren entsorgt zu werden.

Hoffentlich !

Das ist ja das Problem mit Provisorien ....

Till