Sonntag, 26. April 2015

Die Sache mit dem Kreuz

Also dem symmetrischen. Nicht dass hier irgendwelche falsche Bilder in den Köpfen freigesetzt werden ;-) So ein symmetrisches Kreuz wie auf Rot-Kreuz-Krankenwagen, Verbandskästen und … Medikamentenschränkchen. Oder: Wohin mit dem Dope? Kochsalz für die Nasenspülung, Kochsalzlösung für den PariBoy zum Inhalieren, Kochsalzlösung + Kamille als Nasenspray, Bepanthen-Nasensalbe, Aspirin + C, ACC, Hustensaft für Kinder und ein bisschen was vom üblichen Magen-Darm-Kram für den überempfindlichen sensiblen Magen-Darm-Trakt des Gemahls. Lagert neben Nutella, Schotten-Müsli und Honig. Also eigentlich nicht schlecht. Aber man hat ja immer das Gefühl, „man“ müsste „das“ irgendwie sicher und so weiter verstauen.

Es gab mal den Plan, nachdem Till eine schöne Ladung einheimischer Hölzer erstanden hatte, daraus ein derartiges Werkstück zu basteln. Aber dann kam ein erfolgreicher Abschuss dazwischen und wir hatten ein nettes Schränkchen, das „nur“ etwas aufgearbeitet werden musste… Mit kleinen Schäden:


und insgesamt nicht mehr so frisch,aber solide. Ich habe dann den Rahmen vorsichtig abgeschliffen und anschließend mit Schellack behandelt und die Seitenflächen vorsichtig mit Stahlwolle gestreichelt, ansonsten wieder zum Renuwell gegriffen und damit gereinigt und dann noch gewachst und poliert:  


Taugt :-)

Sonntag, 19. April 2015

Die wachsen sooo schnell ....


kaum schaut man zweimal hin, ist der alte (der stammte noch von der großen Schwester meiner geliebten Gattin, hat also gut 40 Jahre auf dem Buckel) Mal-Tisch zu klein. Da kam ein Artikel in der Selbermachen gerade recht: Ein höhenverstellbarer Tisch zum Malen (den gibt's in leicht abgewandelter Form an verschiedenen Stellen, kostenlos etwa hier).

Dazu gibt's verschiedene Meinungen:

Erstens natürlich der begeisterte Selbermacher: Ein Stück Kiefer-Leimholz im Sonderangebot für 24,99 und ein bisschen Holz von Zuschnitt ergibt für etwa 50 Euro einen richtig stabilen, durchaus ansehnlichen Tisch, der auch nicht wackelt, wenn sich der Papa mit seinen 100 Kilo mal drauf setzt. Das Ganze ökologisch korrekt, unbehandeltes Holz, biologischer Leim usw. etc. tralala. War auch nicht mal wirklich viel Arbeit, gut ein halber Tag etwa.

Aber: An dieser Stelle will ich mich mal über die Bauvorschläge dieser ganzen Bastel-Postillen auslassen. Da liest man dann immer: "Mit der Stichsäge sägt man ...." und dann sieht das alles wunderschön aus. Nur, dass das so halt nicht stimmt. Zumindest für einen mit nur durchschnittlichen Fähigkeiten gesegneten Bastler wie mich. Macht man das so, wie angegeben, dann wird alles krumm und schief, die Lackierung sieht auch bei weitem nicht so aus, wie im Hochglanzmagazin. Ich musste jedenfalls ziemlich weit in die Trickkiste greifen, um den Tisch ordentlich und stabil hinzukriegen.

Ich frage mich immer, ob die ihre Demo-Stücke anders bauen (also hier etwa die Füße mit der Bandsäge aussägen, dann sieht das nämlich auch ohne lange Schleif-Orgien schön aus), oder ob das einfach mit Photoshop schön gemacht wird. Vielleicht reicht auch ein genügend grosser Abstand beim Fotografieren und man sieht die ausgerissenen Stellen und die krummen Kanten nicht mehr ;-)

Andererseits ist das letztlich egal: Meine Tochter stört sich nicht daran, dass die Füße links und rechts nicht exakt gleich aussehen und die Macken sieht man eigentlich auch nur, wenn man sich hinkniet oder auf den Boden legt. Es hat jedenfalls keine fünf Minuten gedauert, bis sie die eigentliche Bestimmung dieses Möbels entdeckt hatte: 60x100 perfekte Ablagefläche ;-)

Till

Sonntag, 12. April 2015

Die nächste Lösung

wird dann die endgültige sein.

In der Planungs- sowie Renovierungsphase hatten wir uns ja bemüht, an möglichst viel zu denken und insbesondere gleich ein paar vollkommen unnütze Details (à lessons learnt) für unsere Menagerie zu berücksichtigen, wie die tiefsitzende übergroße Katzenklappe in der Terrassentür, von der ein zweites baugleiches Exemplar auf der Bühne eingelagert wurde. Und so weiter.

So war ständige Weg nach draußen bereitet. Aber was nutzt es, wenn man dann verzweifelt HINTER statt VOR Tür fest sitzt?!?!?

Denn – ein Lichtschacht ist ein Monster. Er kann brüllen, beißen, kratzen, gemein sein. Zumindest ist das meine Übersetzung. Also: Schnell zum Bauhaus gefahren und nach einer fertigen Lösung geschaut, und diese in Form einer Klick-Holzfliese nach Hause gebracht, montiert und fertig.

Nach drei Wintern so:


Hässlich – egal, kaputt – nicht egal. Angesichts eines unsportlichen Katers (tut mir leid Egon, aber es ist nun mal so!) und eines steinalten, ganz tauben, halb blinden Hundes hatte ich allmählich Sorge, dass hier ein Tier hängen bleiben und sich verletzen könnte.

Also in der „Restekiste“ gewühlt und eine übrige Terrassendiele gefunden (die, um ehrlich zu sein, den ganzen Winter draußen stand *hüstel*). Schrauben waren von der Aktion auch noch übrig. Dachlatten haben wir eh immer im Haus.

So bin ich den Genuss gekommen, erstmalig Tills sauteure Gestellsäge mit japanischem Sägeblatt ausprobieren zu dürfen:


Bildtitel: Die linke Hand schwebt – aus dem Handbuch „Yoga für Fortgeschrittene“

Man kann (muss aber nicht!) zuvor im Übrigen lange diskutieren, was die beste Anordnung der Bretter ist…


Bildtitel: Hä?


Bildtitel: Endlich eine Sonnenliege!


Bildtitel: Hast du schon gehört, dass der dicke gestreifte Kater aus Hausnummer 21 Flöhe hat?

Um auf den Titel zurückzukommen: Die nächste Lösung wird dann eine endgültige sein. Sprich: Dem Monster die Zähne ziehen. Das Gitter durch eine Holzbodenlösung ersetzen. In … 6 oder 8 oder 10 Jahren. Oder so ;-) 

Sonntag, 5. April 2015

„Komm mal gucken!“

Gaaaaaaaaaaaanz schlechter Satz ;-) Das Kind will dann für irgendeine Kritzelei gelobt werden, die Katzen stolz ihr Blindschleichenmassaker präsentieren und der Mann… sitzt mit glänzenden Augen vor dem Apple und liest ein paar Fakten aus einer ebay-Anzeige vor. Jäger und Sammler der er ist. Also wir reden hier nicht vom 9. (!!) Oszi oder so. Nein, nein, eher von so Dingen wie – Schränkchen. Gemäß visueller Fotobeurteilung halbwegs solide, vom Stil her viertelwegs passend und dazu noch in der Nähe. Und was sagt die böse Frau? Nein. Oder, um genau zu sein, nicht einfach nein. Sondern: „Nein. Wo willst du das denn hinstellen??“ Was macht der Mann? Schießt das Ding für 10,50 Euro.

Hingefahren, abgeholt. Die gedrehten Säulen – naja… Aber ansonsten: In der Tat ist es aus Massivholz, solide gemacht, in einer nicht unpraktischen Größe. Daher haben wir beschlossen, es im Eingangsbereich zu platzieren. Allerdings hatte es ein paar graue Wasserflecken auf der Platte sowie ein paar kleine Kratzerchen. Also habe ich gestern, solange Till im Keller beschäftigt war, zum Möbel-Regenerator von Renuwell gegriffen und die Lösung satt aufgetragen, einwirken lassen, abgezogen und dann poliert. Kam auch recht gut raus, das Zeug frischt Holz wirklich auf und füllt kleine Kratzer:


Noch schnell ein weiteres Zwischenbodenbrett gefertigt und montiert und schwupppps, schon ist der Eingangsbereich aufgeräumt.

Was auch gut so war – der Roller den der Osterhase heute gebracht hat braucht ja Platz *seufz* 

Sonntag, 29. März 2015

Das bisschen Ordnung

Spaten rein – Gartensack raus – Schneeschaufel raus – Eishacke raus – Eishacke rein – Spitzhacke raus – Schneeschaufel rein – Rechen raus – und so weiter… Wir haben ja einen kleinen Geräteunterstand. Der ist praktisch, aber halt wie vieles hier ein bisschen äh unordentlich:

Vielleicht liegt es am Alter – 42 ist ja schließlich die Antwort auf alle Fragen im Universum – aber ich mag das irgendwie nicht mehr. Ich mag meine Kreativität für andere Dinge reservieren ;-) Heißt: Der Mann war gestern mit seinen Lieblingssensoren beschäftigt, eine gute Gelegenheit, solch Angelegenheiten in Ordnung zu bringen. Ins Bauhaus gefahren und passendes Equipment erworben. Alles rausgeräumt, den Akkuschrauber angesetzt und den Gerätehalter montiert. Für Folien, Gartensäcke etc. noch ein paar Haken an der anderen Seite angebracht. Eingeräumt und dem Mann zufrieden und stolz präsentiert:


UND WAS SAGT ER???

„Und das bisschen Ordnung hat 40 Euro gekostet???“

Ja.

Hat es… 

Sonntag, 22. März 2015

Frühlingsanfang

  1. Ich habe absolut Verständnis für jeden, der gerne im Trockenen schlafen möchte. Zudem bin ich praktizierender Tierfreund. Bis auf die Schlangen
  2. Leider lebe ich im Konflikt der Unzulänglichkeiten: Hier schwäbische Hausfrauenseele und da Vollzeitjob mit Kind, Mann, Hund, zwei Katzen, Bike, Haus und Garten.

Soll heißen: Spinnennetze. Dieses Haus ist alt und verwinkelt. So etwas lieben Spinnen. Und prinzipiell mag ich Spinnen auch gerne: nützlich, interessant, etc. Dennoch kommt ab und zu – eher selten, ich gestehe – Punkt 2 an die Oberfläche und ich denke mir, verdammt, ich hätte es auch gerne EINmal schön und ordentlich. AUCH da oben.

Deswegen habe ich mir den einstellbaren Winkelbesen von Gardena zu unserer Teleskopstange gekauft. Damit lassen sich Arbeiten bis 5 m Höhe realisieren. Und was soll ich sagen: Ich vergebe 5 von 5 Punkten:




Gutes Handling bis zur Endposition, die stufenlose Verstellbarkeit ist ein echter Vorteil, die Qualität absolut in Ordnung.

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Nachdem es mit dem Hacken noch nichts wurde, habe ich den (also DEN) Haufen im Hof noch „etwas“ ergänzt:


Und in erster Linie *hahahaha* die Aussicht unseres auf der zweiten Terrassierung liegenden Sitzplatzes *hahahahahahahaha* frei geschnitten (nicht, dass wir dort in diesem Jahr öfter als im letzten sitzen werden – aber wenn man alle x Monate mal hochsteigt, um Besuchern die phänomenale Aussicht zu präsentieren, ist es ECHT blöd, wenn man in Blätter guckt ;-) ).

Das Gute ist, man kann Diverses trotz Deko-Allergie direkt verwenden:


Ein Hexenbesen :-) 

Ich geh‘ dann mal fliegen :-)

Sonntag, 15. März 2015

Ready!

Zum Häckseln (oder, um korrekt zu sein, zum Hacken – denn dafür brauchen wir einen Hacker, keinen Häcksler, und glücklicherweise hat ein Freund einen).


Noch Fragen zum Wochenende??

Das Problem:

a) Das sieht auf dem Foto nach viel weniger aus als es tatsächlich ist.
b) Es ist viel mehr, als es auf dem Foto wirkt.

Was zum Kernproblem führt, welches lautet: Gartenarbeit macht mich depressiv. Und zwar ziemlich. Weil es sich hierbei um vielleicht 5 % der zu erledigenden Arbeiten im Hang handelt. Was uns wiederum zu dem Punkt führt: 20 Jahre nicht gepflegt – kommt es auf ein Jahr mehr oder weniger an?!?!?!?! NEIN!

So viel zur Theorie…

Daher: Wir bieten schönes Wetter, einfaches Gelände, solides selbstgekochtes Essen, beste Laune und vieles mehr! Und nein, warum sollte ich erwähnen, dass ich ohne rot zu werden lügen kann????

Sonntag, 8. März 2015

Es war einmal...

… ein Land, in dem alle Menschen glücklich, friedlich, fleißig und ehrlich waren!

Aber dann tönte ein störendes Geräusch durch das Land – das Geräusch eines lauten, fetten Schlagbohrers.

Wenn kräftige Männer große, tiefe Löcher bohren:


herrscht Missstimmung in Märchenland.

Hier ist er, der Schmuckring:


Besonders dekorativ die Algen *hüstel*

Wie berichtet bin ich frisch verliebt. Nun handelt es sich bei der jungen und durchaus glücklichen Liaison allerdings um keine freiwillige. Der Vorgänger, mein „altes“ Cube, wurde mir vor knapp vier Wochen geklaut. Abgeschlossen, in unserem Bikeport, von der Straße nur schwer einsehbar, mit geschlossenem Hoftor *hmpf* Ich habe schwer gehadert – vor allem, weil ich eigentlich an das Gute im Menschen glaube… Da ich nun aber sehr, sehr gerne MTB fahre habe ich in allen Ecken und Winkel Euros zusammengekramt und mir den adäquaten Ersatz gegönnt. ABER bitte ohne vergleichbare Scheidung!

Also: Grooooooße Öse mit Gewindestange, eingefräst, einbetoniert als Fixpunkt. Ich widersetze mich ja jeglicher Form von Paranoia – aber in dem Fall kann ich es mir einfach nicht leisten ;-) Also brauche ich was zum Anketten für den Fahrraddieb das Rad.

Natürlich konnte ich bei dem herrlichen Fast-Frühlingswetter einer Eingewöhnungstour nicht widerstehen :-) Der Schnee ist zu 90 % weg, d. h. wir waren auch im Garten fleißig und hoffen, die kahlen Flecken im Rasen und das abgestorbene Perlgras sind nur temporäre Vor-Wachstumsperiode-Probleme… *waswennnichtfragezeichenseufz*

Sonntag, 1. März 2015

Neue Liebe

Gestern Nachmittag hier so: 3°C, Sonne, trockene Straßen.

Da KONNTE ich nicht widerstehen. Denn ein Mann muss tun, was ein Mann tun MUSS!*

Heißt zum einen: Sich wundern, wieviel Holz tatsächlich hinter „den 3 Ästen“ der alten Esche steckt, die über die Straße hingen und unser kleines Sorgenkind waren aber am Freitag dank Hebebühne und Motorsäge in einer schnellen Aktion abgetrennt wurden.

Heißt zum anderen: Testen – entscheiden – eine Stunde später abholen – freuen – fahren – freuen!! Und wie!! :-)



Mein Cube Reaction GTC 29. Was für ein Gerät! :-) 

Über das „Warum“ demnächst mehr… 


*John Wayne 1939 / „Ringo“; Gary Cooper / „12 Uhr mittags“; Heinz Rudolf Kunze / „Ein Mann muß tun was ein Mann tun muß ein Mann tun was ein Mann tun muß?“ 

Sonntag, 22. Februar 2015

Der richtige Schnitt...

… ist normalerweise ja der goldene :-) 

Manchmal aber auch der brutale… Winterzeit ist Obstbaumschnittzeit. Und Obstbaumschnitte muss man können. Und mein Schwager kann. Zumindest hat er a) schon mal einen Kurs hierzu besucht, betreibt b) Obst- und Beerenintensivwirtschaft auf kleinstem Raum allerding unter klimatisch günstigen Heidelberger Bedingungen und c) hat man deutlich weniger Hemmungen, wenn es sich nicht um die eigenen Bäume handelt:


Wie man erkennen kann: Da ist viel gefallen. Das war auch notwendig. Blöderweise gilt aber, was am Anfang versäumt wurde, lässt sich letztendlich nie wieder gut machen, denn Erziehung muss sein ;-) Und unsere Bäume sind in der Vorbesitzerperiode nur ausgesprochen selten geschnitten worden. Leider.

Und weil wir dann eh schon Baumsäge und die große Astschere in den Händen hielten, haben wir gleich am oberen Rand, zur Straße hin, die unzähligen Sträucher und dürren Bäumlein massiv eingekürzt. Zur Freude des darüber wohnenden Nachbars :-) Irgendwann, so der Plan, wollen wir oben an der Straße eine Hecke setzen. Irgendwann… 

Sonntag, 15. Februar 2015

Gerissen

Ein intimes Geständnis: Ich sehe nicht besonders gut. Bisschen kurzsichtig (Mann meint dazu: halbblind). Meist sehr unbequem und nachteilig, aber manchmal bietet das auch Vorteile, z. B. beim allerersten Blick um 04:44 Uhr in den Spiegel, beim Autofahren im Nebel (ich fahre perfekt nach Gehör – ehrlich) UND beim Putzen der Dusche. Insbesondere letzteres macht das Leben doch etwas angenehmer :-) Sprich: Vermutlich liegt meine Putzfrequenz unter dem Durchschnittswert der normalen schwäbischen Hausfrau. Aber vor kurzem dachte sogar ich: Hmmmm – da muss ich wohl mal zum guten Stoff greifen. Am nächsten Morgen schön mit Badreiniger eingesprüht, mit dem Microfaserlappen verrieben und abgespült. Um danach noch etwas unzufriedener zu sein. Ich dachte, durch das Putzen hätte sich Dreck aus der Fuge gelöst und auf die Fliesen verteilt. Am nächsten Tag also nochmals: Badreiniger gesprüht und eifrig gerieben. Erfolglos. Bis zur Tiefenschärfe an den Tatort gerückt. Und – NEEEIIIIIIIIIIIIIIIIIIIN!!!

Den besten Ehegatten mit folgenden Worten geweckt: „Unsere Fliesen in der Dusche haben Risse.“

Es gibt viele Variationen für „Ich liebe Dich!“. Ob „Du spinnst!“ dazu gehört, bleibt offen… In diesem Fall war ich natürlich froh ob seines fachkundigen Urteils. Welches er dann drei Tage später revidierte, indem er mir zustimmte. Wir sind gerissen. In der Dusche. Feinste Haarrisse. Optisch feststellbar, haptisch jedoch nicht.






Gleich unseren Fliesenleger informiert, der wenig amüsiert war (äh – wir auch nicht?!). 
Und folglich gleich kam.

Der Stein, der ihm vom Herzen fiel, als er an allen drei Duschwänden die Haarrisse feststellte und erkannte, dass die Untergründe verschieden sind, war deutlich zu hören:
Einmal Rigips gegen nix, einmal Wediplatte gegen Mauerwerk, einmal Putz / Mauerwerk. Einmal Vorbau Toilette / Außenwand, einmal Treppenhaus, einmal Innenraum. Folglich kein Verlegefehler.

Dieses Schadensbild sieht man a) selten und b) üblicherweise nur an sehr alten Fliesen. Es handelt sich um einen Riss in einer der innenliegenden Glasuren. Sollte kein Problem darstellen, was Feuchtigkeitsaufnahme / -transfer betrifft, aber dennoch muss das geklärt werden. Nach aktuellem Stand sieht es nach Produktionsfehler der Fliesencharge aus. Der Fliesenleger fragt bei seinem Lieferanten nach. 

Bei Putz wäre es einfach: Runter und neu machen. Aber mit dem Rigips*piep*?!?!?! 

Sonntag, 8. Februar 2015

Pleuritis

Ich.

Sinusitis – der Mann.

Laryngitis – der Opa.

Tussis – die Oma.

Pneumonie – der Neffe.

Nach 1,5 Wochen wieder gesund – das Kind. Nutzt aber nichts, nachdem gerade der Anruf kam, dass morgen zwei Kindergartengruppen geschlossen sind, weil die Erzieherinnen flach liegen.

Sogar der Hund ist krank – Gingivitis. Und die Hinterhand. Und das Alter…

Kurz: Seuchen über Seuchen L Daher keinerlei sonstige Aktivitäten.

Das Wetter – traumhaft winterlich! Die Katzen – deshalb schlecht gelaunt ;-)

Wir bitten um Geduld… uns geht sie allmählich aus. DANKE!!! 



Sonntag, 1. Februar 2015

Reiche Ernte


Heute kamen die letzten 2 Päckchen, damit sind die (Tektronix-) Neuzugänge aus der Weihnachtsszeit (und der größte Teil der Weihnachts- und Geburtstagsgeschenke ;-) vollständig.

Den Curve Tracer, ganz rechts im Bild, hatte ich ja schon vorgestellt, ansonsten findet sich da ein 7903 ("This is one complex (and fancy) scope"), die recht seltene Rackmount-Version des 7904, einem der ganz grossen Highlights der analogen Messtechnik mit 500 MHz Bandbreite. Daneben ein (defektes) 7633, ein analoges 100MHz Speicheroszi. Das macht leider keinen Muckser mehr :-( Schließlich ein 7313, ein analoges 25 MHz Speicheroszi, bei dem die Speichereigenschaften für die obere und die untere Hälfte des Schirms separat einstellbar sind. Man kann also etwa zwei Signale speichern und miteinander vergleichen, vorher/nachher-Vergleiche machen  usw. Oben drauf stehen ein paar Einschübe der 500'er Serie, die ich ja seit längerem sammle. Zwei eher seltene Exemplare dabei, ein PG505 (ein Impulsgenerator, langsam, aber bis 100 Volt Amplitude) und ein AF501 (ein durchstimmbares Bandpaßfilter für den Audio-Bereich, etwa als hochgenauer manueller Spektrumanalyzer zur Schwingungsanalyse verwendbar). Das DM501 ist Beifang, andererseits kann man eigentlich nie genug Multimeter haben.

Das ist schon an sich eine schöne kleine Sammlung, ein interessanter Aspekt dabei (und der Grund, warum gleich so viele Geräte im Moment den familiären Esstisch belegen, das war nicht so geplant) ist der Preis. Ich habe für alle Geräte zusammen etwa das bezahlt, was meiner, in den letzten Jahren erworbenen, Ansicht nach einen realistischen Preis für den Curve Trace alleine darstellt. Zugegeben, den habe ich besonders günstig bekommen und die beiden Desktop-Oszis müssen mehr oder weniger stark überholt werden, aber trotzdem.

Entweder hat zwischen Mitte Dezember und Jahresende kaum jemand Interesse an alter Messtechnik (warum bloß ???) oder ich habe einfach Glück gehabt.

Diese Frage werde ich bei nächster Gelegenheit näher untersuchen: Normalerweise achte ich sorgsam darauf, dass ich mir selber rechtzeitig ein schönes Weihnachts- und Geburtstagsgeschenk kaufe. Das hatte dieses Jahr arbeitsbedingt nicht geklappt. Deshalb musste ich dann die Geldgeschenke und mein eigenes Budget irgendwie unter die Leute bringen (Hobel habe ich inzwischen beinahe genug ;-)

Nächstes Jahr wird das jedenfalls mit Absicht so gemacht: Ich werde mir über das Jahr ein bisschen Geld zurücklegen, damit ich nächstes Jahr an Weihnachten die grossen Lücken in meinem Meßgerätepark schließen kann ... ich hab dieses Jahr beispielsweise ein SC504 rausgehen lassen, das mit 190 € zwar eigentlich auch günstig gewesen wäre, aber irgendwann muss ja mal Schluß sein ...

An dieser Stelle möchte ich meiner Frau mal "Danke" sagen, ich hab leider noch nicht genug Platz im Arbeitszimmer freiräumen können, deshalb steht an allen möglichen und unmöglichen Plätzen im Haus alte Messtechnik rum. Und sie beklagt sich eigentlich recht selten ;-)

PS: Es sind nur die Tektronix-Geräte im Bild, Rohde&Schwarz zum Beispiel fehlt ;-)

PPS: Inzwischen ist noch ein 7623A, ein schnelles analoges Speicheroszi mit 100 MHz Bandbreite und 2 7A26 Einschüben, die gut zum 7903 passen, dazugekommen.


Sonntag, 25. Januar 2015

Neues aus dem Schlafzimmer ...


wir hatten ja bereits ausführlich über die Messung von Temperatur und Luftfeuchtigkeit berichtet, aber da ich zur Zeit ein Sensorsystem für industrielle Messungen zuhause teste (wo sonst ;-), gibt's neue Erkenntnisse. Na ja, ein paar Kleinigkeiten zumindest.

Zunächst mal war der Vergleich der Werte zwischen unseren Datenloggern und den professionellen Sensoren interessant. Die Temperaturmessung scheint auch bei den billigen Datenloggern genau zu sein, hier beträgt die Abweichung zu den Präzisionsteilen (die mit  0,2° spezifiziert sind) grade mal 0.1 Grad. Anders sieht es bei der Luftfeuchtigkeit aus, hier beträgt die Abweichung etwa 7% rel. Feuchte. Das wäre noch beinahe in der angegebenen Toleranz (knapp 2% bei den Sensoren, +/- 5% bei den Datenloggern), aber da müssten schon beide in die gleiche Richtung falsch liegen. Und meine Erfahrungen mit den HYT-Sensoren sind sehr gut, die erreichen die spezifizierten Werte leicht.

Summa summarum: Die Datenlogger zeigen eine um etwa 7% zu hohe Luftfeuchtigkeit an. Was natürlich die Werte, die sie im Keller anzeigen (eigentlich dauernd um und über 70%) etwas weniger erschreckend wirken lassen. Die 83%, die der HYT-Sensor auf der Bühne heute morgen bei 3,3° anzeigte, aber umso interessanter erscheinen lassen ....

Sieben Prozent Feuchte sind keine Kleinigkeit, das ist schon der Bereich, wo man sich fragt, ob es überhaupt Sinn hat, diese Dinger überhaupt zu verwenden. Unter sich waren sie ja konsistent, das deutet zumindest darauf hin, dass man die kalibrieren könnte. Fragt sich bloß womit, Otto Normalverbraucher hat ja nun eben kein genaues Meßgerät für die Luftfeuchtigkeit rumliegen.

Aber zurück zu den Daten, in der oberen Abbildung die Luftfeuchtigkeit: Man sieht sehr schön den Effekt des Lüftens gegen 19:45 und 8:30 am nächsten Morgen, eine Viertelstunde Lüften senkt die Feuchtigkeit um etwa 5%. Das deckt sich mit unseren Erfahrungen.

Aber man kann viel mehr sehen: Gegen 21:00 Uhr sieht man (mit etwas gutem Willen, das wird durch die langsam ansteigende Temperatur nach dem Lüften überdeckt), wie meine Frau ins Bett geht. Kurz nach 22:00 Uhr folge ich nach. Dann tut sich erstmal nix mehr. Kurz nach zwei wechselt meine Tochter vom Kinderzimmer ins elterliche Bett ... hektische Aktivität folgt. Gegen vier verläßt der Hund dann das Schlafzimmer, kurz nach sechs kommen die Katzen. Gegen sieben wacht so langsam einer nach dem anderen auf, gegen acht dann hektische Aktivität Richtung Bad um halb neun dann wieder Lüften.

Im Wohnzimmer (untere Abbildung) steigt die Temperatur dann langsam, die Luftfeuchtigkeit schnell an. Gegen zehn putzt meine Frau im OG, kurz vor elf schaut Sie aus dem geöffneten Fenster zu, wie meine Tochter und ich im Hof spielen.

Ein weiteres schönes Beispiel dafür, was man mit Temperatur- und Feuchte-Sensoren alles sehen kann, man versteht, warum google für Nest ein paar Milliarden bezahlt hat.

Meine Frau beklagt sich, dass sie sich jetzt ein anderes Plätzchen suchen muß, wenn der Briefträger mal wieder länger bleibt .... Fluch der Technik ;-)

In der unteren Abbildung kann man schön den Kaminofen erkennen, gestern gegen 17:00 Uhr nur moderat angeheizt, bringt er die Temperatur schnell in angenehme Regionen. Nach dem obligatorischen Lüften gegen 20:00 Uhr zum letzten Mal nachgelegt, fällt die Temperatur nach halb zehn langsam wieder ab, aber man sieht, dass es doch etwa vier bis fünf Stunden dauert, bis wir wieder auf dem Ausgangsniveau sind.

Ein paar von diesen Sensoren werde ich wohl hier lassen, zumindest einen im Keller, einen auf der Bühne und einen im Schlafzimmer ;-)

Till

Sonntag, 18. Januar 2015

Teil zwei


des Weihnachtsgeschenks ist unten im Bild zu sehen. Teil eins war ja die eigentliche Garderobe. Aber natürlich braucht man zusätzlich noch einen Platz für "den Kram". Oft hat man dafür ja eine "Hutablage" über der Schiene für die Kleiderbügel, so wie ich den weiblichen Teil unseres Haushalts kenne, reicht das aber nirgendwo hin.

Die ursprüngliche Überlegung, eine kleine Kommode in der gleichen (gebogenen) Form wie die Schiene zu bauen, wurde nach kurzer Überlegung wieder verworfen (was stellt man eigentlich in den gebogenen, also nicht besonders tiefen, Teil rein, wie lang dauert das dann, bis es fertig ist usw.).

Die zweite Idee war eine Truhe. Die hat den entscheidenden Vorteil, dass man reinwerfen kann, was man will, das dann nicht mehr sieht und die Katzen oben drauf sitzen können. Was sie, wie man sieht, bisher allerdings noch nicht wollen. Warten wir mal ab ...

Die Konstruktion ist im wesentlichen die gleiche wie bei meiner Werkzeugkiste, im Prinzip sechs Paulownia-Bretter, der Korpus stumpf verleimt, mit Dominos verstärkt. Am unteren Rand umlaufend eine  Stoßleiste (aus Fichtenholz), die die unvermeidlichen Begegnungen mit dem Staubsauger und dem Wischmop erträglicher gestalten soll: Paulownia hat viele Vorteile (gut zu bearbeiten, sehr leicht, günstig) ist aber nicht eben stabil. Mit Clou W11 in dunkelbraun lasiert, ergibt sich ein sehr schöner Farbton, irgendwo zwischen Eiche und Kirsche, der die Maserung des Holzes sehr schön unterstreicht.

Eine Baustelle weniger.

Till

Sonntag, 11. Januar 2015

Kinder und Technik


Meine Frau glaubt mir ja nicht, wenn ich sage, dass ich das eine oder andere Gerät (im Bild ein Tektronix 575 Curve Tracer) nicht nur für mich selber, sondern auch für unsere Tochter erstehe.

Dabei ist das wirklich so ! Etwa ein Gruppenlaufzeitmeßgerät von Rohde und Schwarz - man stelle sich mal vor, da kann man einem Wellenpaket quasi zuschauen, wie es durch ein Kabel läuft, mit Lichtgeschwindigkeit natürlich, das für verschiedene Leitungen vergleichen, die Dispersion messen, ach, was für herrliche Dinge es da für ein Kind zu entdecken gilt !

Aber zurück zum Thema: Wie man sieht, spielt die Kleine begeistert mit dem Gerät (natürlich ohne zu verstehen, was da eigentlich passiert, aber die Faszination einer Anzeige, die sich verändert, wenn man an den Knöpfen dreht, das Brummen des Lüfters, das Glimmen der Röhren, die spürt sie schon).

Und ich denke, das ist das wichtige: So werden die Grundlagen für ein späteres Interesse an Technik geweckt. Das ist nämlich eigentlich viel spannender als eine dämliche Barbie oder eine idiotisch quäkende rosa Plastikkatze. Kinder wollen etwas entdecken, wollen sehen, wie die Umwelt reagiert, wenn man was tut, wo draufdrückt und so weiter. Den Gegenstand dieses Interesses kann man ein Stück weit beeinflussen und das werde ich auch tun.

Abgesehen davon ist das ein wundervolles Gerät, gut 30 Kilo feinstes High-Tech der sechziger Jahre. Normalerweise ziemlich kostspielig (ich schaue schon seit einigen Jahren immer mal nach einem günstigen Angebot), tauchte Anfang Dezember ein ordentlich aussehendes und offenbar funktionsfähiges Exemplar bei ebay auf. Bei diesen - seltenen - Gelegenheiten biete ich dann ein bisschen was, so etwa ein Viertel bis ein Drittel von dem, was meiner Ansicht nach der realistische Wert ist. Meistens ist jemand anderes weniger geizig, aber dieses Mal hatte ich Glück !

Kurz vor Weihnachten konnte ich das gute Stück bei einem sehr freundlichen Herrn im gesetzten Alter in Darmstadt abholen (so was kann man wegen Größe, Gewicht und Empfindlichkeit nicht sinnvoll verschicken ;-) Nach einem interessanten Gespräch in angenehmer Atmosphäre machte ich mich um einen Schatz und eine positive Erfahrung reicher wieder auf den Heimweg.

Im Ernst: Der Kauf einer ganzen Reihe solcher "Schätzchen" bei ebay hat meine Meinung über die Ehrlichkeit und Freundlichkeit "des Mitmensch's" erheblich verbessert.

Till

PS: Das einzige Problem bei diesen Dinge(r)n ist der langsam nicht mehr vorhandene Platz. Ich würde mir zu gerne noch ein paar alte Röhren-Oszis von Tektronix zulegen, vor allem ein 565 wäre ein echter Traum. Auch so eins war in den letzten Tagen im Angebot, zum Glück muß ich fast sagen hab ich es nicht bekommen. Ich wüßte tatsächlich nicht, wohin damit. Denn Anfang nächster Woche kommt ein 7903, ein eher seltenes, aber qualitativ extrem hochwertiges Tektronix Oszi aus den siebzigern, das ich zu einem wirklich extrem günstigen Preis ergattern konnte ....


Sonntag, 4. Januar 2015

Morgen Kinder wird’s was geben…

Exakt! J

Wie bereits erwähnt gab’s ein gemeinsames Geschenk. „Die Schmiede“ hat es zu unserer großen Freude auch pünktlich geschafft, unser Gekritzel in Stahl zu fassen, und zwar genau, wie gewünscht und gedacht J

Also haben wir den bisherigen Kleiderständer, der seine Arbeit eigentlich ganz anständig getan hat, in den Ruhestand geschickt und damit ein weiteres gutes Provisorium verabschiedet. Ein schönes Gefühl – heißt es doch, man kommt bei Kleinigkeiten weiter und geht nicht in Gewöhnung unter…

Nachdem ja bereits unser Kaminofen den Naturstahllook


aufweist und unsere Magnettafel identisch zum Kaminofenblech ist – was irgendwie alles damit zusammenhängt, dass mir eine gewisse Vorliebe für Naturstahl anhaftet – ist auch die Garderobe in passendem „Design“: schwarzer Flachstahl.

Hier ist es, das gute Stück:




Fehlen noch adäquate Bügel – und das Darunter… 

Sonntag, 28. Dezember 2014

Die Feiertage 2014

sind vorbei! Wir hoffen, alle konnten sie froh, gesünder als wir und im Kreise ihrer Familien verbringen!

Was fehlt ist noch so ein kleines Update zu dem, was wir im Vorfeld hierfür gebastelt haben. Unter anderem ein paar kleine Holzpuzzles:



Material: Eiche (Reste der Türdichtung) bzw. Kirsche.

Ziel:



:-) 

Also – mein Schwager hat es schon geschafft. So nebenher auf dem Klo *g* ABER was mir dabei zu denken gibt, ist, dass er die Hauptbastelei der Vorweihnachtszeit, ein raffiniertes 3-Bein-Beistelltischchen für meine Schwester (nach einer Idee aus der „Selbermachen 11/2014), als „unpraktischen Holzgrill“ identifiziert hat… *seufz* 

Das hat sich allerdings schnell relativiert, und das Tischchen hat Dienst am Krankenbett: 


Die Form ist der eines klassisches Schemels nachempfunden, allerdings mit ein paar Veränderungen gegenüber der Vorlage was die Befestigung der Beine betrifft, die haben wir nämlich nicht nur angeschraubt, sondern versenkt, mithilfe einer eigens angefertigten Bohrlehre: 



Spannend war dann auch noch das Anbringen der Blende. Hierfür haben wir 3 mm starkes HDF verwendet, mit einem Nägelchen fixiert, mit Holzleim geklebt und mit dem Bandspanner und allen Schraubzwingen, die ausreichend groß waren, gepresst: 


Die Aussparung ist übrigens ne Putzöffnung für Krümel ;-) 

Was bleibt?

Nachdem es sich um den letzten Blogbeitrag des Jahres 2014 handelt:

DIE ALLERBESTEN WÜNSCHE FÜR DAS NEUE JAHR! Viele Freude, Gesundheit, Sonnenschein und die Erfüllung von ein paar Wünschen sowie Träumen!


Mit lieben Wintergrüßen Steffi & Till 


Sonntag, 21. Dezember 2014

Ein Bilderrahmen entsteht ...



Heute ausnahmsweise mal kein fertiges Bastelobjekt (die sind alle designierte Weihnachtsgeschenke und deshalb noch nicht öffentlich präsentabel), sondern ein "work in progress", das vielleicht interessant ist.

In der Regel kauft man Bilderrahmen ja fertig (oder läßt sich welche in einer Galerie anfertigen), aber manchmal hat man ja Sonderwünsche ;-) Eine besondere Größe und/oder wie hier eine bestimmte Holzart. Soll der Rahmen für Bild oder Spiegel zu den anderen Möbeln passen, ist schnell Eigenarbeit gefragt, wie etwa beim Spiegel für meine Mutter letztes Jahr. Oder eben hier bei einer Uhr für meine Bruder. Der hat ein Faible für Kirschholz. Was gut paßt,  da ich sehr schönes Kirschholz im Überfluß habe.

Wie macht man sowas ? Zunächst sägt und hobelt man Leisten mit gerader Maserung im gewünschten Format (hier etwa 2,5x4 cm). Dann braucht man einen Falz, in den nachher das Bild (hier die Uhr) und die Rückwand kommen. Das geht meistens mit der Kreissäge einfacher als mit der Fräse. Sollen die Leisten eine komplexere Struktur erhalten, muß man sich gut überlegen, in welcher Reihenfolge man vorgeht, um für den nächsten Schritt noch einen Anschlag zu haben. Aber hier war das kein Problem, von vorne betrachtet, haben die Leisten nachher einen einfachen rechtwinkligen Querschnitt.

Schließlich längt man die Leisten in der gewünschten Größe ab (hier 20 cm) und zwar mit einer 45 Grad Gehrung. Die präzise zu erstellen ist mit der Kreissäge etwas mühsam (heißt: erfordert einige Versuche) aber nicht schwierig. Verleimt wird mit der Klebebandmethode. Es bleibt ein Problem: Sind die Leisten so dünn wie hier, ist die Verleimung der Gehrung nicht besonders stabil, da hier ausschließlich die Enden der Holzfasern miteinander verleimt werden. Der Rahmen würde bereits bei leichter Belastung über Eck auseinander fallen.

Man braucht also zusätzliche Stabilität. Um die zu erreichen, gibt es verschiedene Methoden. Die einfachste sind Federn: Man sägt quer durch die Ecken eine Nut (am einfachsten mit der Kreissäge) und leimt eine passende Feder ein (das sind die "Ohren" im Bild). Die Feder sägt man zunächst etwas zu dick und hobelt dann auf die exakt (!) passende Dicke herunter. Dabei habe ich leider etwas zu wenig probiert, ich musste die Federn mit Schleifpapier etwas nacharbeiten. Was allerdings den Nachteil hat, daß man hier kaum eine wirklich gleichmäßige Dicke erreicht und das bedeutet, man sieht nachher einen Spalt ... Den man dann wieder spachteln kann oder oder oder ...

Warten wir mal ab, wie es aussieht, wenn der Leim getrocknet ist.

Till

PS: Bei dem Objekt, das der Rahmen umrahmen soll, handelt es sich um einen Wortwecker.

Sonntag, 14. Dezember 2014

Noch ein Haus

Wir haben einen Hund und zwei Katzen (alle anderen wie Asseln, Spinnen und Mäuse zähle ich nicht, da sie nicht offiziell dazu gehören). Unsere Tiere leben mit uns im Haus und schlafen mit uns im Bett. Sie liegen abends vor dem Kaminfeuer und tagsüber in unzähligen Körbchen:



Trotzdem haben wir gestern eine Hundehütte gebaut. Nicht, weil wir uns dachten „Mensch, mit den Weihnachtsgeschenken sind wir eh schon weit hintendran, lass uns am dritten Adventssamstag mal was tun, was die Situation weiter verschärft.“

Also:

Nachdem wir im letzten Jahr den Hof gepflastert haben, genossen unsere Vierbeiner dieses Jahr häufig die Wärme und Sonne draußen, manchmal den ganzen Tag:


Das ist super! Seit diesem Jahr gibt’s zudem eine Außentoilette ;-)

Die Katzen genießen in der Villa Z. jederzeit freien Zugang über die Katzenklappe – raus sowie rein. Der Hund hat sich dieses Privileg bereits in der alten Wohnung an-, und dann abgeschaut. Was damals so aussah, dass er auf’s Fensterbrett gehüpft (!) und anschließend in 3 m Höhe (!) über ein ziemlich schmales (!), 4 m langes (!) Holzbrett bis in den Garten balanciert ist – nichts für nervenschwache Gemüter… Hier ist die Klappe ebenerdig und in etwas größerer Ausführung. Denn eigentlich finden wir es gut, wenn auch der Hund tagsüber mal raus kann, falls er z. B. ein dringendes Geschäft zu verrichten oder einen Erzfeind zu verjagen hat oder Sonne tanken mag.

Nun ist die aktuelle Situation aber mittlerweile dergestalt, dass der Hund sobald wir das Haus verlassen (um ins Büro zu gehen), dies ebenfalls kurz danach über die Katzenklappe tut, und dann im Hof sitzt und wartet.

Im Alter wird man halt ein wenig seltsam… Raya ist zwar im Wesentlichen noch ziemlich fit, baut jetzt aber leider doch spürbar ab :-( Insbesondere in der Hinterhand, was wir über gezieltes Training und Einheiten auf dem Unterwasserlaufband zu kompensieren versuchen, aber auch geistig. Weiterhin mit unglaublich viel Charme, aber allmählich auch ein wenig gaga. Da geht’s den Tieren wie den Leut‘ ;-)

Da es für alte Knochen natürlich nicht besonders gut ist, auf kaltem, nassen Boden zu sitzen, habe ich gestern spontan beschlossen, dass mein Mann dass wir eine Hundehütte bauen, damit sie wenigstens einen warmen Ar… Popo hat. Eindeutig ein Schnellbau, rein auf Funktion (und Kosten), wenig auf Optik und Haltbarkeit ausgelegt. Damit das nicht falsch verstanden wird: Der Hund lebt nicht draußen und soll das auf keinen Fall! Daher geht es hier auch nicht um eine gut isolierte Hütte, sondern um eine geschützte Plattform, die trotzdem gute Sicht bieten soll.

Als Material haben wir OSB-Platten gewählt, in 18 mm Stärke. Alles geschraubt, Dachfirst mit der Stichsäge erstellt, Rest bereits im Bauhaus auf Maß sägen lassen, ein Kübelchen Fassadenfarbe dazu, Abtönfarbe haben wir eh noch – et voilà:


Eigentlich ist die Struktur der OSB-Platten ziemlich interessant (hätte ich mein Sichtbetonhaus, wären die Böden aus Cortenstahl und die Möbel aus OSB…), zum Sägen ist es aber ein Sch…

Natürlich hat es heute Nacht gleich mal geregnet, heißt ich darf da nochmals zum Pinsel greifen, aber wir haben die Hütte heute Morgen gleich mal eingeweiht. Der Kater macht’s richtig und sitzt bereits auf Holz :-)


Daumen drücken, dass Raya die Hütte auch dauerhaft annimmt.

So haben wir gestern keine Weihnachtsgeschenke, aber etwas Besonderes für den anstehenden 13. Geburtstag (am 23. Dezember) für einen besonderen Freund gebaut! Alles Gute!