Sonntag, 28. Oktober 2012

Planung ersetzt Chaos durch Irrtum: Der sagenumwobene Projektplan

Oder: Warum Planung wichtig ist!

Damit man mal einen Blogbeitrag in Reserve hat *g*
Wir hatten ja immer mal wieder auf unseren Projektplan hingewiesen. Und ich hatte tatsächlich in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen den Projektplan ergänzt, größtenteils in Form einer Stichwortsammlung, teilweise jedoch auch mit Vorgängern und Ressourcen.

Trotzdem, nachdem wir ihn aufgrund der Unvollständigkeit nie wirklich präsentiert haben, ist es jetzt, ein gutes Jahr nach dem letzten Eintrag ;-) eine passende Gelegenheit, denselben mal zu analysieren und ehrlich (zu sich) zu sein. Denn: ES IST VOLLBRACHT! ;-) Jetzt sind tatsächlich alle Handwerkertätigkeiten abgeschlossen, der Elektriker hat die (Tief-)Erdung vor ein paar Tagen gesetzt und DIE LETZTE HANDWERKERRECHNUNG IST DAMIT GEKOMMEN UND BEZAHLT! J 

Stand 20. September 2011:
1.    Fenster à sind drin; mit jeder Menge Ärger, wie geschildert. Die Fenster sind in der Tat das einzige Gewerk, mit dem wir unzufrieden sind und sowohl bezüglich Technik wie auch Lieferant eine andere Auswahl treffen würden L Dazu haben wir gelernt, wie absolut notwendig es ist, sich trotz allem Anschein selbst einzuarbeiten in jegliche Aspekte. Und das bei uns, die wir monatelang nichts anderes als Bauliteratur gewälzt haben…

2.    Fensterbretter anschleifen, grundieren, schleifen à erledigt

3.    Zuleitung Strom Zwangsbelüftung Fenster à erledigt; wobei hier gilt ähnliches wie Punkt 1. Die ursprünglich ausgewählten Lüfter konnten aufgrund der Breite nicht installiert werden. Die Ersatzlüfter werden vermutlich nur selten aufgrund Ausführung und Technologie in Einsatz kommen, ohne Wärmerückgewinnung, mit Blasen von innen nach außen.

4.    ET Leitungsplanung à tatsächlich ist neulich in einer der letzten im Keller gefundenen Tüten das, also DAS, legendäre rote Heft wieder aufgetaucht – mit dem Don’t Panic! auf dem Cover *grins*

5.    CAD-Pläne à brauchen wir jetzt tatsächlich blöderweise noch mal, um die Mahnung *hüstel* zur Aufforderung der Einheitswertberechnung abarbeiten zu können

6.    Elektro Schlitze à klaro, sind Semiprofessionelle

7.    Heizungsrohre im EG planen à jajaja

8.    Heizung Schlitze à sitzen hier trotz SCHNEE ! ! im Warmen

9.    Elektro Leitungen DG / OG ziehen à erledigt

10.  Elektro Leitungen/Leuchten Keller à Leitungen ja, die Leuchten sind bisher nur Glühbirnen

11.  Isolation Dielenbretter DG (Glaswolle) à ja!! Wir warten gespannt auf die Jahresrechnung der Stadtwerke.

12.  DG Dielen entfernen à man merkt hier die Aufarbeitung der Schritte zu dem Punkt zuvor *g* War Arbeit für echte Kerle!

13.  DG Dielen einbauen à s. o., erstaunlicherweise konnten alle demontierten Dielen unverletzt wieder gelegt werden

14.  Verlauf Wasserrohre Keller à wurden natürlich fristgerecht geplant

15.  Fassade streichen, Sandsteine hydrophobieren à was uns daran erinnert, dass wir dringend mal den Maler anrufen sollten, denn so ganz eigentlich und überhaupt muss der den zwei Mal kurz vor Starkregen gestrichenen Sockel noch nachbessern

16.  Gerüstmontage à ich sehe heute noch diese Typen vom Schlag „Fremdenlegionär“ mit den blutigen Schienbeinen vor meinem inneren Auge auftauchen *zensiert*

17.  Abwasserrohr freilegen und Instandsetzen à ich habe mir abgewöhnt meinen Mann nach seinem Alptraum zu fragen wenn er nachts schreiend aufwacht  

18.  Außenwände zugänglich machen à sollten wir vor dem Winter wieder machen, ich sag‘ nur Ahorn

19.  Demontage Bäder, Gäste-WC à es gibt Menschen, die werden ihre Zeit auf unserer Baustelle wohl nie in ihrem Leben vergessen. Hach, wir haben das mittlerweile sogar bei der Schwiegermutter erledigt

20.  Abtragen 2. Kamin à BUMM!

21.  Kaminloch im Dach abdichten, außen à Dank an Holzbau Schneider

22.  Kaminloch im Dach abdichten, innen à Dank an Till

23.  EG Wände abschleifen und losen Putz & Tapeten entfernen à erst wenn der letzte Müllsack entsorgt ist… ;-)

24.  EG Kalkputz / ausbessern à neu verputzt; es gibt schon wieder 2 Stellen, wo wir das gleich noch mal tun dürfen (obwohl Apfelmus farblich gar nicht so schlecht zu Mocca passt)

25.  EG Feinputz à ich liebe ihn!

26.  Abschlussleisten EG / OG abschleifen & streichen à auch mit Abstand ist das immer noch eine Arbeit für einen, der Vater & Mutter erschlagen hat – und erinnert mich an die Fensterläden…

27.  Arbeitszimmer Kabelkanal (Tehalith) à he, nein, ist noch offen; überhaupt das komplette Arbeitszimmer ist noch unfertig, die allergrößte Baustelle im Haus

28.  Zimmer OG Tapeten ablösen, Decken?, Tür freilegen à für alles Lösungen gefunden und umgesetzt

29.  Zimmer OG Kalkputz / ausbessern à ja (habe ich eigentlich irgendwo von den zwei Kratern berichtet, die entstanden sind, als Till beim Versuch den Raumteiler anzuschrauben durch die Wand gebohrt hat? *g*)

30.  Zimmer OG Grundieren & Textilputz à die Sache mit dem Textilputz… Immerhin, in der Kammer ist er ja drauf (geblieben, zumindest an einer Seite).

31.  Montage Zaun + Tor à die allermeisten Menschen finden den Zaun gut; der Altzaun liegt hier noch; teilweise schon Anfragen dazu gehabt; noch keine endgültige Entscheidung bezüglich Verwendung getroffen

32.  Demontage Altzaun, Mauerpfosten à wo ist eigentlich mein cooler Makita Schlag-Schrauber?? Und der Mauerpfosten mit dem Eisenteil, das war herb.

33.  Schließanlage (3 x) à ich war vor zwei Wochen mal wieder (Betonung liegt auf wieder) beim Fachhändler. Der kam dann tatsächlich am Mittwoch zum Ausmessen, weil das bei der alten Tür nicht so einfach ist. Also – ich liebäugel ja immer noch mit einem elektronischen Türschloss, sei es mit Fingerscan oder Code. Ach ja, vergesst‘s, wir haben auch aktuell Schlösser ;-) Und einen Bärentöter ;-) Und eine echt giftige Mama ;-)

34.  Haustür aufarbeiten (Sicherheitsglas, Dichtung, neue Schließanlage) à nein, fehlt noch; ursprünglich hätte das der Fensterbauer machen sollen, aber durch den ganzen Ärger wurde das vergessen / verdrängt und wir haben dann zu dem Zeitpunkt auch keinen gesteigerten Wert darauf gelegt.

35.  Entrümpeln à täglich auf’s Neue! ;-)

36.  Schweinestall neue Begrenzung à seit Kurzem fertig! Sogar mit Geräteunterstand!

37.  Schweinestall bestehenden „Zaun“ demontieren à schon so lange her dass es kaum mehr wahr ist

38.  Schweinestall Boden (umgraben, Hackschnitzel) à tatsächlich alles vorbereitet für die Einlage der Unkrautsperre, hatten jetzt aber beschlossen, noch zu warten, bis nichts mehr fliegt und sich vermehrt, wird also im Winter in Ordnung gebracht

39.  Dielenböden EG / OG abschleifen, wachsen, ölen à nach wie vor ein steter Quell der Freude; versuchen diverse Flüssigkeiten (Milch sei hier stellvertretend als Beispiel genannt) von den großen Fugen fern zu halten

40.  Türzargen abschleifen & streichen à erledigt (liest sich so einfach und schnell)

41.  Türen abschleifen & streichen à sehr meditativ, sehr  

42.  Neue alte Türgriffe à in der Anzahl zu einem halbwegs realistischen Preis: chancenlos! Aber wir haben ja eine gute Alternative gefunden. Die noch in der Kiste liegt. Solange bleiben die Türen offen.

43.  Speisekammer verputzen oder verkleiden à Rigips-Lösung durchgeführt

44.  Speisekammer Regale, teilweise eingepasst à Unsinn, die alten Billys sind eingepasst genug ;-)

45.  Speisekammer Boden fliesen à J die alten Fliesen sind wieder da!

46.  Speisekammer Schiebetür Küche Instandsetzen à nun sogar mit Taster für’s Licht

47.  Flur EG Fliesen entfernen, Originalfliesen Instandsetzen à hat geklappt! Und der Steinmetz hat noch schicke Abschlussleisten dazu gemacht.

48.  Waschküche Fliesen à nein, hatten wir nicht mehr geschafft, und sind jetzt sogar ganz froh darüber; wollen noch ein bisschen weiterführende Datenaufnahme betreiben

49.  Waschküche Boden mit Tellerschleifmaschine bearbeiten à hätten wir gemacht wenn wir das Fliesen tatsächlich in Angriff genommen hätten

50.  Waschküche Frischwasserleitung legen à erledigt, das Ausgussbecken ist mit Warmwasser versorgt (obwohl der Hund die Pfoten natürlich in der Wohnung gebadet kriegt)

51.  Gewölbekeller Reinigen / Sandstrahlen à gereinigt mit `ner Drahtbürste und – gestrichen, mit Mocca ;-)

52.  Werkstatt einrichten à Singular??? Hatte ich ihm je geglaubt?? Ich hatte ihm vertraut… Jedes Wochenende neu *augenroll*

53.  Abschluss Treppe OG / Sicherheitsgitter à montiert, eine leicht frickelige weil 90°-Lösung, aber solide und gut!

54.  Wohnungstür EG abschleifen & streichen à die ist zwar abgeschliffen und grundiert, aber wir hatten sie bewusst nicht vor dem Einzug gestrichen; und seitdem blöderweise keine Zeit mehr… L

55.  Klingel Tor (Straße) à wir haben eine Funkklingel, coole Sache – wenn sie denn zuverlässig funktionieren würde L

56.  Küche Tapezieren o. Textilputz à Schnickschnack, haben wir ja dann auch mineralisch gelöst

57.  Küche Tapeten ablösen à ging ganz gut, dank der Vorarbeit der Jahre *g*

58.  Küche Granitplatte aufarbeiten à hat unser Steinmetz gar wunderbar hingekriegt

59.  Küche neuer Kühlschrank, Backofen ersetzen o. reparieren à neuer Kühlschrank ja, Backofen repariert; dafür ging vor ein paar Wochen der Herd in die ewigen Jagdgründe ein – jetzt supermodern mit Induktionsherd  

60.  Küche gründlich putzen à wie jede Woche ;-)

61.  Kinderzimmer Einbauschrank hinter Kamin (wichtig: mit Geheimfach!) à ;-) nööö, fehlt noch (ich befürchte auch, mein Mann nimmt diesen Punkt nicht ernst)

62.  Balkongeländer abnehmen, sandstrahlen, höhersetzen à Balkontür mit Schloss ausgestattet, 15 Euro (wenn wir mal wieder über etwas, also ca. 5.535 Euro mehr Geld verfügen sollten…)

63.  Dachrinnen säubern, mit Schmutzschutz versehen à solange das Gerüst stand erledigt

64.  Dachrinnen Regenwasserfasssammelstelle schaffen à nein, haben wir diesen Sommer (noch) nicht gemacht; fehlen noch die Platten wie auch die Notwendigkeit (für unsere 3 Tomatenstauden…)

65.  Schrankzimmer Holzverkleidung für Heizungsrohre à Deko, unnötig ;-) Im Kinderzimmer gebaut.

66.  Schrankzimmer Teppich(fliesen) à ja, Teppich liegt, doch keine Teppichfliesen; nach wie vor fehlen die Teppichleisten an den Türschwellen *hüstel*

67.  Bügelzimmer / Übungsraum à wurde stets ausführlich zum Üben benutzt (aber noch nie zum Bügeln), sehr nett, ein Stück „Baugeschichte“ J jede Wand anders, jede Leiste, etc.

68.  Treppenhaus Heizkörper installierenà lieber Herr Weng, vielen Dank für diesen Tipp, was sind wir froh darüber!

69.  Treppe & Geländer schleifen und wachsen à zwischenzeitlich wollten wir lasieren und Klarlack drüber machen, die letzte Stufe ist irgendwie verloren gegangen…

70.  Treppenhaus verputzen à ja. Und gestrichen. Fehlt wohl im Projektplan, der Punkt??

71.  Treppenhaus Tapete ablösen à das war doch der Moment als ich „WEHE!“ geschrien habe weil Till die Kamera schon gezückt hatte, als ich mit meiner äääh Toga da so auf der Leiter stand?!? ;-)

72.  Aufgang Dachboden Bodentreppe oder neuer Aufgang à ja, da haben wir ja tatsächlich den kompletten Treppenaufgang demontiert, Platz geschaffen durch den Einbau einer Zieh-Leiter und gleichzeitig isoliert

73.  Bad Tisch, Schrank, Aufsatzwaschbecken (Holz) à in unserem Waschtisch fehlen nach wie vor die Schubladen, d. h. es steht deshalb nach wie vor ein alter Schrank darin herum, der da eigentlich nicht mehr stehen sollte

74.  Installation Bad (Sanitär, Fliesen) à gefällt uns nach wie vor!

75.  Bad Calciumsilikatplatten + verputzen à scheint zu funktionieren

76.  Bad kl. Fenster zumauern à ist zugemauert; war sowieso fast eine der ersten Arbeiten ;-)

77.  Gäste-WC Wände tapezieren o. Textilputz à unsere Textilputz-Euphorie hatte ja dann stark nachgelassen… Auch hier: mineralischer Putz. Sieht halt auch einfach gut aus.

78.  Installation Gäste-WC & Waschtisch à klar, fertig

79.  Gäste-WC Fliesen à meine Cortenstahlfliesen J

80.  Kammer Dachboden Heizkörper demontieren à erledigt; mal schauen, wie oft Till im Winter in seiner Elektrowerkstatt basteln wird ;-)

81.  Kamin Sanierung à noch offen; zwischenzeitlich nochmals Abdichtung durch die Zimmerleute erfolgt, jetzt alles trocken, und die Sanierung wird dann irgendwann kommen…

82.  Definition Liefergrenzen / Schnittstellen à wer sagt hier Theoretikerin zu mir????

83.  Heizung à sichert das Überleben am PC

84.  Festlegung Heizungskonzept à so manchmal schniefen wir schon dem Mini-Blockheizkraftwerk noch hinterher

85.  Bad verfaulte Balken austauschen à hoffentlich waren das alle (hoffenhoffenhoffen)

86.  Bad Balken freilegen, Bodenbelag entfernen à Eimer um Eimer Schutt schleppen  

87.  Dokumentation Leitungen (Elektro, Sanitär), Materialien etc. à größtenteils erfolgt, teilweise photographisch, teilweise ganz klassisch mit Bleistift (jetzt wo, wie erwähnt, das rote Heft wieder aufgetaucht ist…) - aber natürlich in erster Linie hier mit dem Blog, das war schließlich mit die ausschlaggebende Motivation

88.  Mauer Treppe / Schweinestall Putz abschlagen, zementieren à nöööö, im Sommer haben’s eh die Pflanzen verdeckt *g*

89.  Kreisabfallwirtschaftsamt Zusatz-Mülleimer beantragen à also quasi einen zweiten für hier; mittlerweile ist der alte von der Mietwohnung natürlich weg gefallen

90.  Stadtwerke neue Zähler beantragen à sind eingebaut

91.  Türrahmen Tür Schlafzimmer – Schrankzimmer à hat sich verwenden lassen

92.  Baustromleitung à vor gar nicht so langer Zeit zurück gegeben (um genau zu sein hat der Elektriker sie mitgenommen nach dem Erden)

93.  Gäste-WC Decke abhängen à haben wir gemacht

Wenn man das so reflektiert, wurden – natürlich bzw. zwangsläufig – die allermeisten der Punkte, die für unser Projekt von Wichtigkeit waren, erledigt (wie zu erwarten war). Dazu gibt es allerdings noch etliche, die hier im Blog beschrieben, aber nicht auf dem Plan berücksichtigt / nachgezogen wurden. Aber es ist ganz interessant, dass auch ein paar der Punkte noch offen sind. Natürlich haben sich seit dem Einzug die Prioritäten auch verändert, hin zu „Kleinigkeiten“ – Stichwort: Wohnbar machen ;-). Aber schon von daher ist es gut, sich mal wieder die ursprünglichen Pläne ins Gedächtnis zu rufen, denn die aktuelle To Do – Liste sieht etwas anders aus ;-) und wir haben uns durchaus mit so Kram wie Bodendeckern beschäftigt J

Ein kleines Fazit zu unserem sagenumwobenen Projektplan: Auch wenn wir nicht konsequent waren, so haben wir damit doch Struktur in unsere Planung gebracht. Vielleicht hätten wir noch etwas mehr Initiative in Lastenhefte stecken müssen, aber okay… Vor allem ist eine Aufwandsschätzung enorm hilfreich, ebenso wie die Definition der notwendigen Vorarbeiten. Die Aufwandsschätzung haben wir so zu ca. 50 % durchgeführt – der letzte Schritt, die konkrete Terminplanung, war dann allerdings wieder mehr in Absprache mit den Handwerkern (sowie Freunden!) und je nach tatsächlichem Fortschritt (bzw. Auftragssituation der Handwerker). Noch ein Punkt zur Kostenplanung: Die haben wir kontinuierlich nachgezogen bzw. aktualisiert, und wir sind irre stolz, dass wir im Budget geblieben sind! J

Aktuell sind die großen offenen Punkte ganz klar noch ein paar Leuchten, die weitere Werkstatteinrichtung, ein permanentes Weiterräumen sowie Optimieren – heute die letzten Umzugskisten im Flur OG verräumt . . .


. . . der Waschtisch selbstverständlich und der Vorgarten (der dann wohl doch erst nächstes Frühjahr angelegt werden wird)… Eine quasi noch vollkommen unberührte Ecke = unbehandelte Baustelle ist leider das Arbeitszimmer. Hier haben wir ja die Sockelheizungen installiert, um raumhohe Bücherregale an die Außenwände platzieren zu können. Die wiederum natürlich Marke Eigenbau sein werden. Und das wird noch dauern L Bis dahin sammelt sich darin alles auf unserem alten Esstisch und diversen zusammengesuchten Regalen und Schränkchen. Und unsere Bilder wären an den Wänden auch schöner als in den Kisten ;-)

Größere Außenprojekte, die allerdings auch mit finanziellem Aufwand verbunden sind: Der Hof (pflastern? Schotterrasen?), ein Carport.
Und dazwischen trölfzig kleine bis mittlere Bastelprojekte. So was Profanes wie eine Mülleimergarage zum Beispiel. Oder eine luxuriöse Hundehütte im skandinavischen Stil. Oder Spielzeug für’s Kind. Oder eine Futtervilla für die Wildvögel. Oder …

STAY TUNED! J

Sonntag, 21. Oktober 2012

Und nochmal was ganz anderes ....


ausnahmsweise nicht bei uns, sondern bei einem Freund, dem wir die Tontechnik zu seinem "Heimkino" gebastelt haben, wir berichteten ;-) Die Frontboxen sieht man mit etwas gutem Willen unter der Leinwand. Falls die klein wirken sollten, die Bildschirmdiagonale ist etwa 9m.

Das hat schon was ! Wenn ich den Platz hätte, würde ich mir auch sowas einrichten. Absolut erstaunlich ist, was man mit vergleichsweise bescheidenem Aufwand hier erreichen kann. Die Lichtstärke des Beamers reicht bei dieser Größe natürlich nicht für hohe Bildqualität bei hellem Tageslicht aus, aber wenn die Dämmerung kommt ....

Insgesamt lag der Aufwand bei etwa 3000 Euro, das klingt erstmal nach viel, aber die Bild- und Tonqualität schlägt das "Kino um die Ecke" oder die Disse von nebenan um Längen.

Beeindruckend ist - zumindest bei dieser Größe - der Unterschied zwischen Blue Ray und DVD. DVD sieht nach Omas altem Fernseher aus .... Blue Ray (natürlich insbesondere bei gerendertem Material) besser als Kino.

Der Sound ist sowieso besser. Also richtig gut !



Die "aus dem Bauch" geschätzte Frequenzweiche passte beinahe perfekt, um 1 kHz haben wir mit dem Equalizer im AV-Receiver 3 dB abgesenkt, das wars. Nach ausgiebigem Einmessen (der Autor bei der Arbeit ;-) haben wir dann auch einen sowohl akustisch als auch optisch passenden Platz für den Subwoofer gefunden, einen 18-Zöller versteckt man nicht so leicht ... Die komplette Technik ist übrigens in die Wand eingebaut, das ganze Heimkino-System ist praktisch unsichtbar. Angenehm ist, dass auch bei extremen Lautstärken (dazu gleich noch mehr) abseits der Achse der Sound angenehm und eine Unterhaltung möglich bleibt. Die Entscheidung für die Visaton BG20-Breitbänder war absolut richtig, das Preis-/Leistungs-Verhältnis ist gigantisch !

Der Frequenzgang am Hörplatz (gemessen mit Gleitsinus, über 1/12 Oktave geglättet, Abstand Mikro zu Boxen etwa 7m. Die Unregelmäßigkeiten zwischen etwa 70 und 150 Hz stammen von Reflexionen des Mikrofons zum (Zwischen-) Boden, die gibt's in der gehörten Realität nicht)



Die Grundfläche des Raums ist etwa 300 Quadratmeter bei einer Höhe von etwa 8m. Da kann man ganz schön Leistung verfeuern. Ich war aber doch überrascht, wieviel:

Um die Grenzen zu testen, hab ich mal eine basslastige Mucke aufgelegt (Candyman von Christina Aguilera, Back to Basics), bei 100 Hz 6 dB zugegeben, um den Disco-Sound so richtig zu kriegen) und Gas gegeben. 

Und wieder aufgehört, weil die Bass-Endstufe (PA mit 1400 Watt) ins Clippen gekommen ist. Bei einem 18 Zoll Profi-Chassis von Beyma, geschätzter Wirkungsgrad in diesem Bereich gut 95 dB, eher 98. Das sind dann insgesamt etwa 125 dB .... Nicht, dass der Sound da irgendwie ins unangenehme gekippt wäre. Ich hätte durchaus noch etwas mehr lauter gemacht ....

Allerdings war es draussen auf der Strasse auch noch ziemlich laut .... Gut, dass mein Freund da keine Nachbarn hat ;-)

Zusammengefasst: Wer bei wirklich guter Qualität absolut mörderische Lautstärke zu einem vernünftigen Preis haben will, kommt am Visaton BG20 und einem wirklich dicken Subwoofer nicht vorbei. Hat Spass gemacht !

Sonntag, 14. Oktober 2012

Advent Advent .....


na ja, noch nicht ganz, aber ein Lichtlein. Noch eins ;-)

Während des Sommers haben wir die teilweise fehlenden Leuchten in Speisekammer, Wohnzimmer, Treppenhaus und Bad kaum bemerkt. Jetzt wird das langsam akut. Zu blöd, wenn man abends nach den Chips sucht und dann erstmal die Taschenlampe finden muss.

Im Detail ist das dann aber gar nicht so einfach: Eine Energiesparlampe oder Leuchtstoffröhre kommt nicht in Frage, denn das Licht brennt meistens nur ein paar Sekunden. Auch für eine Halogenlampe nicht so toll. Also LED. Das war auch von Anfang an so geplant, deshalb liegt hier nicht mal eine 230V-Leitung, sondern nur die (bei uns im Haus üblichen) 24V.

Wenn schon Kleinspannung, dann kann man auch ein bisschen spielen: In die Speisekammer gehen wir praktisch nur morgens und abends, das Licht brauchen wir also fast immer. Warum dann extra einen Schalter betätigen ?

Deshalb geht das Licht automatisch an, wenn die Tür aufgeht. Hier mal ausnahmsweise eine einfache Lösung mit einem mechanischen Schalter oben am Türrahmen (ebay, etwa 1 Euro). Mal schauen, wie lang's hält. Sonst kommt halt doch ein Hall-Sensor rein.



Bleibt noch die Frage nach der Leuchte. Ganz am Anfang mal als Deckenleuchte (indirekt, in den Abschlussleisten der Holzdecke) gedacht, mangels Zeit dann auf eine Wandleuchte reduziert, sollte ein LED-Strahler zum Einsatz kommen der noch rumlag. Aber leider braucht der mehr als 24 Volt, genauer etwa 34. Pech gehabt.

Also eine Eigenkonstruktion. Mit LED-Streifen ist das kein grosses Problem. Die Lebensdauer der LEDs ist so gross, dass das Leuchtmittel nicht auswechselbar sein muss. Auch aus diesem Grund betreibe ich die LEDs mit etwas Unterspannung, hier etwa mit 10,8 Volt statt der nominellen 12. Die Lichtausbeute ist grade eben merkbar geringer, der Stromverbrauch etwa ein Drittel, die Haltbarkeit sollte erheblich steigen.


5 Meter LED-Leiste, in mehreren Reihen in ein Holzgehäuse geklebt, mit einer aufgerauhten Plexiglasplatte abgedeckt, fertig ist die Lampe. Materialkosten etwa 25 Euro, Arbeitsaufwand etwa 3 Stunden. Hält hoffentlich sehr sehr lange und braucht wenig Strom, hier knapp fünf Watt. Das macht den Raum nicht taghell, reicht aber als Orientierungslicht um Bier und Chips zu finden gut aus.

Till

Sonntag, 7. Oktober 2012

Ein Blick auf den Kalender...


… zeigt:
 
Daher – in Kombination mit dem wunderbaren Oktoberwetter – ist klar, wie das Wochen(end)programm ausgesehen hat. Beschreibung des GGH (großen grünen Haufens) erspare ich mir Ihnen. Erwähnenswert sind die gefühlten 5.000 wilden Ahornbäume, diese ekelhaften spitzstacheligen Dornendinger, die frauhohen Brennnesselfelder und die überfrauhohen Teile, von denen ich nicht mal weiß, was sie sind (dachte erst, die sind gepflanzt worden; aber zwischen den Steinen auf der Terrasse???), die im Sommer gelb geblüht haben und jetzt weißliche wollartige Hinterlassenschaften bilden.

Obwohl der GGH für eine nicht zu verachtende Befriedigung sorgt, bleibt als Fazit eine gewisse Ernüchterung stehen, die sich auf den Blick in den Dschungel zurückführen lässt. Vermutlich müsste man wirklich einen Sommer lang jede (JEDE!) freie Minute im Garten herumwerkeln, um einen durchschlagenden Erfolg zu sehen. Wo anfangen in einem Gelände, das ursprünglich professionell angelegt und sich dann 15 Jahre selbst überlassen wurde? L

Der Trend geht ja, wie schon mal erwähnt, zur Zweitbaustelle ;-) Daher war Till am Wochenende bei seiner Mutter. Die hat jetzt nämlich auch ein neues Bad und Gäste-WC. Natürlich auch von der Firma Joas, weil wir mit den Leistungen wirklich sehr zufrieden waren – und sich die Wahl auch jetzt wieder bestätigt hat. Aber Soeinbisschenscheisselkram wie Schränke montieren, für Licht sorgen, Strom zum Heizkörper bringen etc. bleibt halt doch immer noch zu tun.

Sonntag, 30. September 2012

6 Monate


in unserer Villa Z.! Ein ganzes halbes Jahr im eigenen Zuhause. 182 Nächte sind seit der ersten vergangen.

Um es kurz zu halten: Wir haben uns alle gut eingelebt und fühlen uns sauwohl.

Trotz der kleineren und größeren Baustellen, trotz einer Liste mit offenen Projekten, die noch deutlich länger ist, als wir uns für diesen Zeitpunkt vorgenommen hatten.

 
Wir sind glücklich!

Sonntag, 23. September 2012

Eine Baustelle weniger ....


und zwar eine der gaaaaanz langlebigen. Letztes Jahr hatten wir das Geländer an der ersten Etage des Gartens (dem "Schweinestall", hier hatte tatsächlich einst ein Schwein gelebt) abgerissen.

Abgerissen trifft es nicht ganz, das Holz war völlig morsch, also eher mal kräftig gepustet. Und da es bis in den Hof am vorderen Ende doch etwa drei Meter runter geht, wollten wir ein solides Geländer haben, das die nächsten, na ja, 30 Jahre übersteht. Also Angebot vom Kunstschmied angefordert. Das kam dann auch nach gefühlten drei Monaten. Dann haben wir über günstigere Alternativen nachgedacht ;-)

Heißt: Eine Holzkonstruktion, die meine Fähigkeiten nicht übersteigt. Aber wer will schon alle drei Jahre neu streichen. Nach reiflicher Überlegung und Gesprächen mit unserem (hochgeschätzten ! Der hat uns viel Arbeit und Geld erspart) Farbenhändler und unserem (ebenfalls hochgeschätzten !) Zimmermann stand die Entscheidung fest:

Sägerauhes Holz nimmt Holzschutz-Lasuren viel besser an als gehobeltes. Ein konkretes Beispiel konnten wir uns hier in Heidenheim anschauen, ein Vereinsheim, vor etwa 15 Jahren mit Holz verkleidet, eben sägerauh und lasiert, sieht noch fast aus wie neu. Ich nenne jetzt den Namen des Vereins nicht, nicht dass jemand denkt, die wären zu faul zum Streichen. Ich jedenfalls bin's. Zu faul.

Einmal richtig gemacht, in zehn Jahren nochmal nachgestrichen und das war's dann. Hoffen wir jedenfalls. Aber nachdem ich etwa fünfmal soviel Lasur verbraucht habe, wie anhand der Herstellerangaben geschätzt, scheint das mit dem "tiefer einziehen" hinzukommen. Im Ernst: Die Farbe hat mehr gekostet als das Holz. Was aber sicher auch daran liegt, dass das Holz so günstig war.

Nebenbemerkung: Wie bei allen verwendeten Hilfsstoffen, also Farben, Lacken, Mörteln, Klebern, Pinseln usw. haben wir nur erstklassige Ware verwendet. Dabei haben wir uns daran orientiert, welche Produkte von Handwerken, deren Qualität wir als hoch einschätzen, verwendet werden. In diesem Fall waren das Lasuren von Caparol. Nicht, dass wir hier einen Hersteller bevorzugen wollen, die Lacke haben wir von Sikkens ;-) Irgendwann werde ich den schon seit langem geplanten Beitrag über Firmen und Produkte, die uns das Leben wirklich erleichtert haben, schreiben, Carapol und Sickkens werden dort einen Ehrenplatz erhalten. Neben Storch, Milwaukee und Festool.

Zweite Nebenbemerkung: An diesem immerhin mehr als zehn Meter langen Geländer wurden praktisch alles von Hand gesägt. Ich hatte lange überlegt, ob ich mir eine Kappsäge kaufen soll, um die (wirklich !) vielen Leisten abzulängen und insbesondere am (im Bild rechts zu sehenden) Geräte-Unterstand die mehr als hundert Holzverbindungen auf Gehrung zu sägen. Aber ich wollte ausprobieren, ob die vielgerühmten Japan-Sägen wirklich  so gut sind, wie behauptet wird. Sind sie. Wirklich. Die ersten paar Schnitte waren jeweils etwas mühsam, aber insgesamt wäre ich mit der Maschine nicht so viel schneller gewesen, als dass ich noch ein großes Ding hätte rumstehen haben wollen. Und ich bin bekennender Holzbearbeitungsmaschinenfetischist.

Dritte Nebenbemerkung: Sägerauhes Holz hat den entscheidenden Nachteil, dass es eben rauh ist. Und zwar mächtig. Heißt: Man kann sich schnell mal einen Splitter in die Hand treiben. Mit kleinen Kindern, Hunden und Katzen ist das nicht eben wünschenswert. Was also tun ? Hobeln geht nicht, dann zieht die Lasur nicht tief genug ein. Nach langer Überlegung (und ein paar Bemerkungen von Fachleuten, die letztlich eine freundliche Formulierung von "Du spinnst" darstellen) habe ich mich dafür entschieden, die Leisten grob zu schleifen um die großen Splitter zu entfernen. Also mit dem Bandschleifer mit 24er Band nur einmal kurz drüber. Funktioniert prima, eine der besseren Ideen ;-)

Ob das wirklich so hält wie geplant, sehen wir im fünfzehn Jahren ....

Sonntag, 16. September 2012

Und dann kommt der Schaufellader um die Ecke…


… und das „STOP!“ erstickt in der riesigen Staubwolke, die entsteht, wenn eine komplette Schaufelladerschaufel voll Rindenmulch ausgekippt wird. Wie das Auto aussieht beschreibe ich lieber nicht…

Und so steht man dann da mit einem grooooooßen Hänger voller Rindenmulch. Also, ja, wir wollten natürlich Rindenmulch haben. Ein bisschen, so für die Ecke vor dem Haus und die beiden Beete hinterm Haus. Da wir für Freitag eh einen Hänger gemietet hatten, um Holz-Briketts abzuholen, haben wir den nach dem Abladen gleich wieder aufgeladen und sind zur Deponie gefahren (DAS scheint wohl nie aufzuhören). Daher habe ich letzte Woche die Hortensien in den Beeten hinterm Haus und die was-auch-immer in der Beetecke vor dem Haus abgeschnitten und alles Unkraut entfernt, um in der Tat noch etwas Rindenmulch mitnehmen und verteilen zu können.

Nun standen wir da. Selbst nach sehr großzügigem Verteilen auf die zwei Hortensienbeete besagte Ecke, Großeltern, Nachbarn und Freunde war der Hänger noch zur Hälfte gefüllt *hüstel* Also spontan noch mehr Unkraut gejätet, zum Gärtner gespurtet und nebenher noch die Terrassenumrandung überarbeitet.

Ergebnisse:

1.    Alchemilla erythropodaa 

„Anspruchslose Staude mit langer Lebensdauer. Für alle Böden, wächst in sonniger wie auch schattiger Lage. Schöner Bodendecker.“

Klingt perfekt geeignet, der „Zwergige Frauenmantel“. Wir präsentieren:

 

2.    Hortensienbeete

Geschnittene Pflanzen (ob die jemals wieder blühen?), Erde mit Kompost bestreut und mit Rindenmulch (Komma viel) aufgefüllt.

 

3.    Terrasse

Spontane Entscheidung…

 

4.    Beetecke

Wir hoffen, dass das Unkraut auch weiß, dass es da nicht durchwachsen darf.

 

5.    Links und rechts

Hierfür gibt es sicherlich mal eine andere Lösung, aber ebenfalls spontan so entschieden

 

6.    Der Rest

Wird bestimmt noch verteilt, bis dahin heißt es Spaß haben ;-)
 
 

Sonntag, 9. September 2012

Was wird das?


Erste Entwürfe:

 
Making-of (I):

 
Making-of (II):

 
To be continued…

Sonntag, 2. September 2012

Schattenpflanzen / Unser einziges Beet

Untertitel: Eigentlich überhaupt gar nicht auf der Prioritätenliste…

… aber dennoch ein ständiges optisches Ärgernis war der Zustand der „Bienenweide“, nachdem das Phacelia-Feld (Stichwort: Gründüngung) einer opulenten Brennnessel-Kolonie gewichen ist und jetzt (wohlgemerkt bereits NACH ein paar manuellen Bekämpfungsaktionen) so aussah:


*hüstel*

Das Problem unseres einzigen Beetes ist – die Lage.
Nordseite. Schatten. Ganz viel Schatten. Noch mehr Schatten.
Eine ganze Weile habe ich mit der Idee diverser Schmuckfarne geliebäugelt. Im Lauf der Woche mal in der Gärtnerei gewesen und dann doch nach einigem Nachdenken in Richtung Bodendecker geschwenkt. Klar, die wird man nie wieder los. Aber wir müssen eh das Beet mit dem Minibagger leeren, wenn wir je etwas anderes machen wollen. Also gestern relativ spontan (Wetterlage für Schweinestallmontage zu unbeständig) beim Gärtner eingekauft (ich gestehe, zwei Mal, beim ersten Einkauf zu knapp kalkuliert) und ab jetzt folgendes Bild:

 
„Dickmännchen“ (Pachysandra) 25 Stück + „Prachtspiere“ (Astilbe x arendsii ‚Hyazinth‘) 2 Stück als Solitärpflanzen

 
„Purpurglöckchen“(Heuchera) 15 Stück + Dickmännchen“ (Pachysandra) 10 Stück + „Weißrand-Funkie“ (Hosta x fortunei ‚Francee‘) 2 Stück als Solitärpflanzen 

180 l Rindenmulch sind, wie man sieht, definitiv zu wenig, da muss ich Montag nochmals nachkaufen.
Gut, oder? Hoffen, dass alles gut anwächst und sich im nächsten Jahr schnell vermehrt / ausbreitet.

Derweil hat der Mann sich für das tagfüllende Programm des Kelleraufräumens entschieden (HURRA!):
Die Werkstatt:


Wow.
Der Heizungskeller:

 
Hach, ich liebe ihn!!!!
...
Meinen Mann meine ich natürlich.

Sonntag, 26. August 2012

Die gehobene transzendentale Bewusstseinsebene des 3. Grades auf Sonderwegen


ist, meiner Meinung nach, nur durch Schleiftätigkeiten erreichbar. Wenn, ja wenn man nicht permanent durch schlafen und essen sowie Mann und Kind unterbrochen werden würde. Wie gut, dass noch alle Chancen vor mir liegen, da ich erst ungefähr ein Drittel des ersten (bei Gesamtmenge = 4) Fensterladens geschliffen habe (wobei das Schleifen wiederum nur ungefähr ein Drittel der Gesamtarbeit ausmacht).

 
Gerüchten zufolge reißen Sehnen auch gar nicht so einfach wie man denkt… Trotzdem werde ich mich doch mal gegen die Argumentation meines besten Ehegatten über Beize und / oder Entlaugungstauchbad informieren.
Sachdienliche Info am Schluss: Arbeitsgerät der Wahl ist mal wieder der Deltaschleifer von Fein.

Montag, 20. August 2012

Exclusive Details

(über den Sommer)

Da meine Schwester ja meint, dass unser Haus nicht wegen der Wände kühl ist, sondern weil es bei uns einfach kühler ist, während sie in Heidelberg selbstverschuldet leidet, nachfolgend noch ein paar Details bzw. die konkrete Auswertung der Datenlogger (war eh geplant ;-) aber habe ich gestern nicht mehr geschafft, wegen konvertieren, importieren, etc.).
Für die Auswertung habe ich den Zeitraum 12. August 2012 (Start 00:00 Uhr) bis 19. August 2012 (Ende 18:00 Uhr) betrachtet. Die identischen Datenlogger zeichnen jede Minute einen Wert auf. Wir hatten zeitgleich einen Datenlogger außen (im Holzschuppen zum Schutz gegen die Witterung), einen im Keller (in der Waschküche, wegen kritischer Lagerung) und den dritten im Schlafzimmer stationiert – also zumindest die Räume haben dieselbe Ausrichtung (Front), der Holzschuppen steht orthogonal dazu, was einen etwas anderen Einstrahlwinkel bedeutet.

Zuerst die Temperaturverläufe aller drei Datenlogger:

Man sieht sehr schön (oder man würde sehr schön sehen, wenn's denn groß genug wäre... daher: rot = Holzschuppen, blau = Waschküche, orange = Schlafzimmer), wie die – gleich ausgerichteten – Räume, sprich Schlafzimmer und Waschküche, nahezu zeitgleich Veränderungen aufweisen in der Temperatur. Insgesamt ist der bereits gestern beschriebene allmähliche Anstieg der Innentemperatur im Schlafzimmer zu erkennen, während die Waschküche gemittelt sehr stabil mit minimalem Anstieg bleibt. Die Schwankungen im Außenbereich reichen dagegen von 7°C Nachttemperatur bis 33°C (ich denke, das fällt auch für Heidelberger in die Kategorie Sommer ;-))

So richtig spannend ist eigentlich das nächste Diagramm. Wir haben ja, wie mehrfach geschrieben, alles im Haus auf Diffusionsoffenheit ausgelegt und auch von Anfang an intensiv über das Thema Feuchtigkeit – Lüften nachgedacht und diskutiert, zuletzt neulich noch mit H. Weng.


Fügt man zum Außentemperaturverlauf und dem in der Waschküche noch die relative Luftfeuchtigkeit in der Waschküche hinzu (grüne Kurve), zeigen sich interessante Effekte. Gelüftet wird bei uns im Keller, wenn Taußen < Tinnen liegt. Was meistens bedeutet, dass ich nach dem Aufstehen und Blick auf’s Thermometer um kurz vor 5 Uhr (jaja, wir haben einen Hund…) die Kellerfenster öffne, später (beim Frühstück) ergänzt durch offene Kellertür sowie offene Haustür. Wenn der Blick auf die Vorhersage jedoch eine richtig klare, kühle Nacht erwarten lässt, öffnen wir schon auch mal die Fenster beim Insbettgehen. Lange Rede, kurzer Sinn: Mal „so ein bisschen lüften“ senkt zwar die Feuchtigkeit kurzzeitig ab, der Peak wird aber sehr schnell wieder aufgearbeitet, am Langzeittrend tut sich ziemlich wenig L Die ganze Nacht lüften zeigt eindeutig den stärkeren Einfluss. Interessant ist auch die immer mal wieder erkennbare kleine Temperaturerhöhung mit folglich abnehmender relativer Feuchte – weil das zu unterschiedlichen Zeiten geschieht und vermutlich auch unterschiedliche Ursachen hat.

Äääääh, kurz: Es ist dokumentiert, WIR HABEN SOMMER!!!!!


Und über alles andere müssen wir nochmals intensiv nachdenken und vielleicht, vielleicht, irgendwann mal berechnen wir aus den Daten auch tatsächlich die Wärmekapazität der Wände.

Sonntag, 19. August 2012

Über den Sommer (und die Vorzüge alter Häuser)


Aktuell hier so:

Am späten Abend noch fast 30°C… Ein Anlass, mal wieder einen Blick auf unsere diversen Datenlogger zu werfen, und zwar dieses Mal auf den im Schlafzimmer stationierten. Wie Till damals schon geschrieben hat, interessiert uns u. a. die Wärmekapazität des Hauses. Werfen wir also mal einen Blick zurück auf diese Woche, die vor allem jetzt zum Ende hin doch sehr schweißtreibend wurde:

Tagestemperaturen von gut 30°C (sicherlich mit deutlichen Spitzenwerten darüber), Nachttemperaturen von ca. 15°C (allerdings alles Wetterstation). Und was hat sich bei uns getan?

Die rote Kurve spiegelt den Temperaturverlauf wider, die gelbe die dazugehörige Feuchtigkeit (vollkommen unproblematisch, nicht der Rede wert - im Moment...). Man sieht prima, wie lange wir schön konstant, mit nur kleinen Schwankungen, bei 20,5°C liegen. Erst an den beiden letzten Tagen, als die Temperaturen so irre hochgeschossen sind, gab es einen – erfreulicherweise allmählichen – Anstieg der Temperatur um 2°C. Der Peak liegt stets am Vormittag gegen halb zehn, da scheint die Sonne noch mit voller Macht in unser Schlafzimmer. Und die Beschattung ist mit Vorhängen, aber ohne Rollläden, auch nur suboptimal. Man sieht, wie lange die Wände letztendlich doch für die Erwärmung benötigen. Aber dafür speichern sie dann auch und die Beeinflussbarkeit ist gering. Trotzdem bin ich vom Nutzen meiner in langen Jahren ausgeklügelten Lüftstrategie überzeugt (aber ich bin ja auch keine Physikerin ;-)) Gut gelüftet, macht auch den Bunker kalt und trocken!
Also: Alte Häuser haben neben vielen anderen positiven Aspekten noch zusätzlich den Vorteil der dicken Wände und kühlen Räume.

Aber heute Nacht, da müssen wir wohl trotzdem erstmalig schwitzen…
Schlaft gut!

Sonntag, 12. August 2012

Post-it? Pin-it!


Aus gegebenem Anlass *hüstel* heute zwei Blogbeiträge…

Man kennt das ja: Wichtige Telefonnummern, die dem schnellen Zugriff unterliegen müssen, Infos für irgendwann mal, noch nicht eingelöste Gutscheine (aber sorry, Schatz, das Fährtenwochenende hole ich mir bestimmt noch *g*), Postkarten über die man sich sehr gefreut hat, Schlüssel, Einladungen, Terminkärtchen, etc. – man braucht ein Plätzchen.
In der alten Wohnung hatten wir hierfür eine klassische Pinnwand. Eindeutig so praktisch wie optisch fragwürdig (insbesondere wenn eine kleine dicke Katze hieran schon mal die Krallen gewetzt hat). Also musste etwas anderes her. Eine Zeitlang dachten wir an ein Glasmagnetboard. Aber dann hatten wir eine richtig gute Idee: Unser Kaminofen steht ja auf einer Naturstahlplatte J! Also bei der Fa. Joas angefragt, ob wir bei ihnen eine identische, kleine und passend zugeschnittene Platte erwerben können. Ja! Hier ist sie:


Schlicht, einfach schön, oder?

Jaja, Till hat sich hierfür eine echt schicke Befestigungslösung ausgedacht:

 Wobei das trickreiche Detail in der schrägen (geklebten) Keilverbindung liegt:

Die unauffällige Schraube unten ist nur eine kleine Sicherheitsmaßnahme, die magnetischen Stempel und Zapfen sind auch selbst gefertigt.  

Derweil habe ich mit „Die-gegen-das-Unkraut-kämpft“ einen neuen Indianernamen… [ha ̯ʊ]!

Nicht zur Strafe, nur zur Übung




Lustigerweise ist der Stapel exakt 60 Sekunden nachdem ich mit stolzgeschwellter Brust gesagt habe "Siehste, jetzt hält er doch bereits 'ne ganze Woche, das passt schon!" eingestürzt ;-)

Und praktischweise noch während des Mittagsschlafs vom Froschbär.

Sonntag, 5. August 2012

Futter

für unseren Kaminofen.

Donnerstag:

Samstag:
Alles vorbereitet, gut vorangekommen, doch dann:


 weil

(Am Schlimmsten war übrigens nicht die Warterei in der Chirurgie, sondern der Stau inmitten der Fußballfans.)

Sonntag:

Kam überraschend ein echter Freund & Helfer mit seiner Streitaxt ;-) vorbei:

+


=


DANKE!!!

Der Winter kann kommen…