Sonntag, 26. Oktober 2014

Keine Wünschelrute ....


sondern eine E-Feld-Sonde. 

Ah so. 

Kurz die wichtigsten Punkte. Da ich in letzter Zeit doch einige Elektronik-Projekte in der Mache hatte, die grade am Übergang von Prototyp zu Produkt sind, steht das lästige Thema EMV-Verträglichkeit an. Also die Dinger so zu bauen, dass nicht dem Nachbar sein Herzschrittmacher ausgeht oder ein Hubschrauber auf den Kopf fällt, wenn jemand das Gerät einschaltet.

So in etwa.

Um das ohne den Nachbarn untersuchen zu können, braucht man Meßgeräte. Um es richtig professionell zu machen, ziemlich viele und ziemlich teure. Und man muss sie auch bedienen können. Was ich nicht kann. Dafür gibt es entsprechende Ingenieurbüros. Für einen schnellen Überblick (und vor allem um die Anzahl der Tage im Ingenieurbüro möglichst gering zu halten) reicht an sich ein Spektrum-Analysator (neueste Erwerbung, oben rechts im Bild) und ein Meßsender/Meßempfänger (noch bei ebay:-). Aber irgendwie muss das Signal ja von der Umgebung ins Meßgerät rein. Dazu braucht man in diesem Fall eine oder mehrere Sonden.

Die sind aber leider überraschend teuer. Hunderte von Euros (selbst gebraucht bei ebay) für letztlich ein Stück Kabel, ggf. einen kleinen Übertrager und/oder einen Kondensator und ein kleines Metallgehäuse mit einer BNC-Buchse klingt schwer nach selber machen.

Also endlich wieder einmal einer Gelegenheit, meine Drehbank zu benutzen !

Die Luxus-Ex-Militär-Version-BNC-Buchsen, die ich noch in größeren Mengen habe (eine von den Schachteln, die meine Frau "unnötiges Zeug" nennt), passen grade so eben nicht in ein 22mm Kupfer-Wasserrohr. Heißt also: Mit ein paar Minuten Feilen an der Buchse und ein paar Minuten an der Drehbank für das Rohr gibt das ein perfektes Gehäuse praktisch zum Nulltarif.

DIY rulez !


Funktionieren tut es auch (siehe erstes Bild). Ein Problem bleibt noch: Die Sonden müssen noch kalibriert werden. Heißt: Wenn der Spektrum Analyzer x dbV anzeigt, heißt das im Moment noch gar nichts. Wichtig wäre zu wissen, welcher Feldstärke das entspricht. Denn auf die kommt es letztlich an. Ein paar Ideen habe ich schon, aber ob die funktionieren, muss sich erst noch rausstellen.

Stay tuned ;-)

Till

Sonntag, 19. Oktober 2014

Der Herbst ist da!

Hier so:



Jeden Morgen – kühl, aber seeeeeeeeeeeeeeeeeehr feucht. Der Herbst ist da, aber die klaren Nächte noch nicht.

Was ziemlich schade ist, weil man so a) schlecht Sterne gucken und b) schlecht Keller lüften kann. Ein Thema, das hier durchaus mit einer immer wieder auftauchenden, gewissen Brisanz belegt ist. Der aufmerksame Leser weiß ob dieser Problematik bzw. unserer Auslegung, insbesondere bzgl. größtmöglicher Diffusionsoffenheit in den Räumlichkeiten.

Nachdem letzten Sommer im Keller die Werte doch „gerne“ mal die 80 % rel. Luftfeuchtigkeit überschritten haben, haben wir uns dieses Jahr für die Anschaffung eines Luftentfeuchters entschieden und diesen in der Waschküche platziert. Dort, wo ca. 1 – 2 Tage nach kräftigen Regenschauern durchaus mal dunkle Flecken am Boden auftauchen… Die Diskussion war eine längere, da wir ein wenig die Befürchtung hatten, dass wir durch den Luftentfeuchter eventuell permanent Feuchtigkeit durch den Boden nachziehen.

Nun, am Ende des Sommers, ein kleines Fazit: Tatsächlich konnten wir die Feuchtespitzen kappen, sprich unsere Datenlogger haben so als Maximalwerte um die 80 % angezeigt, größtenteils haben sich die Werte bei 70 % + ein bisschen was eingependelt. Das ist durchaus positiv zu sehen, sprich: Ja, die Anschaffung hat sich gelohnt!

Jedoch… Zum Modell selbst: ein Delonghi DES 16W. Entwässert bis zu 16 l/d. Und, DAS war der eigentliche Grund, weshalb wir uns für diese Gerät entschieden haben, ausgestattet mit der Möglichkeit, permanent direkt über Schlauch zu entwässern, statt in den Tank. Leider haben wir es bisher (beide) NICHT geschafft, dieses Merkmal zu aktivieren… Weiß der Geier weshalb (nicht) L Das ist nun nicht gar so erbaulich. So entwässert der Delonghi munter und zuverlässig in den Tank, den wir halt jeden Tag mal leeren. Und hoffentlich können wir ihn bald in die Winterruhe schicken! Bald…


Sonntag, 12. Oktober 2014

Bitte ein bisschen mehr!

Bekanntermaßen haben wir ja einen wunderschönen Kaminofen:


Und der hat natürlich auch Hunger. Die Speisekammer war gut gefüllt mit dem Gesamtvolumen von so ungefähr 3 rm, nach dem letzten Winter (?) haben wir aktuell noch so einen knappen rm lagern. Zusätzlich heizen wir, insbesondere in der Übergangszeit, mit Hartholz-Briketts, die wir über unseren Kaminofenbauer beziehen: Da liegt jetzt gerade eine Palette frisch im Keller, ergänzt um ein paar Packungen Rinden-Briketts zum lange Glühen am Ende des Abends.

Alles in allem hätten wir aber gerne ein bisschen mehr. An Lagerkapazität. Und uns dafür entschieden, einen zweiten – größeren – Holzschuppen bauen zu wollen. Auf der Terrasse. Der Trick dabei wird sein, dass dies gleichzeitig als Abschluss / Zaun dienen soll. Diverses wie z. B. ein Kaminholzregal aus Cortenstahl geisterte durch die Köpfe, die Entscheidung fiel dann ganz klassisch aus: Es wird ein Kaminholzregal aus Holz werden. Der Plan steht. Die Zeit fehlt jedoch :-( Aber der Anfang ist gemacht: Gestern haben wir gegraben (im Moment echter Luxus: Der Nachbar hat eine Großbaustelle, der Bagger gräbt den halben Berg ab und fährt täglich ein paar Container weg, daher dürfen wir unsere paar Schubkarren einfach abladen, gigantisch!) und das Punktfundament zementiert. Nachfolgend der Mann beim Anbeten des Sonnengottes – leider erfolglos, entgegen der Wettervorhersage hat es dann nach ein paar Stunden zu schütten angefangen :-(


Sonntag, 5. Oktober 2014

Der Genießer genießt –

und schweigt!

Es gibt so ein paar Themen, die im Allgemeinen aus diversen Gründen eher diskret gehandhabt werden. Einerseits gut so, andererseits… war angepasstes Verhalten noch nie meine Stärke.

Also ein Beispiel: Ganz generell bekommt man ungewollt viele Tipps bevor ein Baby auf die Welt kommt. Wir wären ja nie im Leben von alleine darauf gekommen, unserem Kind Söckchen anzuziehen wenn es kalte Füße hat oder dass Gute-Nacht-Geschichten auch käuflich erwerbbar sind. Aber wie man den Dreck unter den Fingernägeln entfernen oder das Kind zum Einschlafen bewegen kann, sagt einem interessanterweise keine(r). Und das ist häufig so – „the day after“ ist im besten Fall (!) nebulös, meist jedoch eher inexistent. In Erzählungen. Ratgebern. Projektplänen.

Aber, Leute – sorry für die brutale Wahrheit – ES GIBT SIE!!

Nach der schwierigen Planungs-, Beschaffungs- und Bauphase hat mich unausweichlich das Schicksal des – OMG, soll ich es wirklich öffentlich erzählen?????? – hat mich unausweichlich das Schicksal des Aufräumens ereilt. Es war doch ein ganzer Haufen an Ästen übrig. Die liegen jetzt als 30 cm lange Stücke sauber gestapelt im Holzschuppen. Und der Hof ist langer, langer Zeit mal wieder frei. Für unser Auto. Was wenig nutzt, da der Nachbar nun eine Großbaustelle mit Bagger, Kran & Co. hat und eine Zufahrt zur Zeit nicht mehr möglich ist.

Schicksal – das war es also, worüber ich berichten wollte. Oder so ähnlich ;-) 

Sonntag, 28. September 2014

Neue Gäste



Gelegentlich hab ich einfach keine Lust mehr auf "Haus basteln". Meistens fülle ich diese Zeiten dann entweder mit Elektronik-Basteleien (davon hab ich aber in letzter Zeit zu viele beruflich gemacht, aber stay tuned, da ist noch einiges unterwegs ;-) oder mit Holzbearbeitung mit Handwerkzeugen, dafür hat die Zeit aber dieses Mal nicht gereicht (trotz sechs Wochen Urlaub ....).

In diese Zwickmühle traf eine ebay-Auktion über ein Pärchen JBL- M 330. Das sind alte, aber klanglich durchaus wohnzimmertaugliche PA-Boxen. Eigentlich für Alleinunterhalter oder Klein-Diskos gedacht, machen die bei Rock-Musik (aber auch Jazz) eine gute Figur. Auch großorchestrale Klassik kann man damit durchaus mal hören. Leise, oder eben ganz ganz laut ;-)

Also: Zugeschlagen.

Die Boxen haben allerdings schon einiges hinter sich. Die riechen wie ein sein 5 Jahren nicht mehr geleerter Aschenbecher und haben vor allem nicht unerhebliche Kontaktprobleme. Nach ein bißchen rumwackeln an den Steckern klingt die eine Box gut, die andere hat aber ein Problem, dem ich einfach nicht auf die Schliche komme: Die oberen Mitten und die unteren Höhen fehlen komplett. Einzeln klingen die Chassis aber OK ....

Nach ein paar Versuchen zwischen Arbeit und Abendessen oder Frühstück und Suppe kochen ist inzwischen klar: Das erfordert eine systematische Suche. Also alle Kabel raus, Frequenzweiche nach außen verlegen und alles erstmal gründlich durchmessen. Das ist aber leider wieder mindestens ein ganzer Tag Arbeit, den ich im Moment nicht übrig habe *grrrr*

Aber lange lass ich die nicht mehr rumstehen, ich will die beiden Schätzchen unbedingt noch dieses Jahr am Laufen haben. Und das heißt: Bald. Denn Putzen will ich die nicht in der Wohnung ;-)

Till




Sonntag, 21. September 2014

Achtzig

Eltern!“ Die Augen der Kindergärtnerin blicken mich traurig an. „ACHTZIG Eltern und KEINER hat sich zum Streichen gemeldet. Ich habe schon überall gebettelt.“ Wieder dieser traurige Blick. Ich seufze, denke daran wie froh ich gerade eben noch war, dass mir ein Freund am Vormittag geholfen hat, unsere Palette Briketts zu holen und in den Keller zu räumen, nachdem Till auf Dienstreise war, damit wir morgen Zeit für andere Arbeit haben und frage „Wann denn?“ Sie schüttelt den Kopf „Aber SIE haben doch schon so viel geholfen?!“ Stimmt. Wir waren beim Abbruch dabei (mit zwei anderen Vätern) und haben irgendwann mal, nachdem über drei Wochen ein Schild hing, wer helfen könnte ein paar Bretter zu tragen, diese weg geschafft… „Also wann?“ hake ich nach. „Morgen ab 10 Uhr.“ „Okay, Sie können uns eintragen.“

Vielleicht sind wir falsch erzogen worden. Schlecht sozialisiert. Hat man zu wenig Wert auf die Einhaltung von (eigenen) Prioritäten gelegt. Uns fälschlicherweise gelernt, dass HELFEN etwas Gutes ist, was man tun sollte. Uns das Nein-Sagen nicht vermittelt. Vielleicht sind wir auch einfach nur dumm.

Klar, sicherlich gibt es xx % alleinerziehende Mütter und x % mit zwei wirklich linken Händen. x,x % haben bestimmt auch Termine, die sie wahrnehmen müssen. Die restlichen xx % haben mit Sicherheit bereits etwas geplant. Wie wir halt auch.

Also haben wir gestern mit einem anderen Vater zusammen geholfen, die neuen Sanitärräume zu streichen.

Im Garten stand ich dafür heute Morgen. Natürlich bei Regen… Dafür werde ich jetzt gleich mal aus eigenen Äpfeln versuchen so etwas wie einen Kuchen zu backen :-)

Sonntag, 14. September 2014

Wir bauen ein Spielhaus!

Sie haben es alle. Mäuse, Eichhörnchen, Bären, Florfliegen, Adler, Dachse. Um nur ein paar zu nennen. 

Sprich: Der Wunsch nach einer eigenen Behausung liegt wohl einfach in der Natur.
Und fängt schon unerwartet früh an – wobei man in den ersten beiden Lebensjahren noch ohne arg rot zu werden so tun kann, als würde ein Kommunikationsproblem vorliegen: „Spielhaus!“ – „Aber warum willst du denn im Haus spielen, es ist doch so schön hier draußen?!“ – „Will Spielhaus!!“ – „Nein, Spatz, wir bleiben noch ein bisschen draußen und gehen nicht zum Spielen ins Haus.“

Aber so ungefähr bei Lebensalter plusminus 3, wenn das Kind phonetisch korrekte Laute zu grammatikalisch wertvollen Sätzen verknüpfen kann, ist es soweit. Leugnen hilft nicht. Und das ist ja auch in Ordnung. Weil eine tolle Sache, so ein Spielhaus.

WWW: wie-wo-was? Der Standort war eigentlich relativ schnell festgelegt, um trotzdem immer mal wieder anderen Überlegungen zum Opfer zu fallen, um letztendlich im Wesentlichen doch wieder darauf zurück zu kommen. Schwieriger waren die wie’s und was‘. Irgendwann bin ich dann auf die wahnwitzige Idee der Natürlichkeit verfallen (da es ja eben ein so natürliches Naturbedürfnis ist, ein Haus haben zu wollen) *seufz*

Nachdem die Konstruktionszeichnung fertig und die Einkaufsliste im Detail erstellt war, ist mir noch so eine klitzekleine Kleinigkeit aufgefallen – diese. Wäre ausgesprochen dämlich, den Zugang zum Weg zu verbauen und im Winter ständig über den Rasen trampeln zu müssen, um zum Holzschuppen gelangen zu können. Mit der Alternative „frieren“ konnte ich mich nicht anfreunden. Kein Problem: Kreativität kann ich (das Geräusch im Hintergrund ist keine Dampflok sondern das Stöhnen meines Mannes)! Neue Idee, neuer Plan, neue Einkaufsliste.

Wir bauen ein Spielhaus! Jetzt wirklich!

Basis ist eine klassische Rahmenkonstruktion aus Konstruktionsholz, 80 x 80 mm, mit dem Betonsockel der Mauer verschraubt:


Abb 1: Teammitglied „Chef“ bei Bauphase 1

Den Firstbalken verdanke ich einem zufällig vorbei gekommenen Freund, der sich in der Diskussion spontan mit dem Herrn Gemahl verbrüderte, was ebenso spontan das Ende meiner minimalistischen, rein kubistischen Flachdachkonstruktion war…und verhindert, dass das Dach im Winter unter der Schneelast zusammenbricht

Das Konstruktionsholz war im Übrigen ein kleiner Stilbruch Kompromiss, den ich eingegangen bin – bei meiner Idee, das Häuschen mit lauter Ästen zu verkleiden J Das ist der schon angesprochene wahnwitzige Punkt dabei. Denn es ist gar nicht so einfach, das entsprechende Baumaterial (zusammen) zu bekommen, wie bereits im Juli erwähnt. Zum Glück konnten wir diese etwas dickeren Rundhölzer von einem Freund bekommen. Der zugleich in seinem Steilhang Bäume gefällt hat, an deren Kronen ich mich mit meiner kleinen Lieblingsklappsäge von Opinel ein paar Nachmittage „vergnügt“ habe. Der Nachbar unterhalb hat ebenfalls mit der Motorsäge den Garten gepflegt (wieder ein Steilhang – sehe ich aus als wäre ich eine Katze????) und allmählich nahm die Menge sinnvolle Dimensionen an:


Abb 2: Teammitglieder „Ich-hab-ne-Idee“ und „Ich-will-aber“ werden nicht nur durch ihren Fleißschweiß nass.


Abb 3: Teammitglied „Ich-kann-vor-Kraft-kaum-laufen“ beim Puzzeln


Abb 4: Macht die Säge sige-sage, macht die Wiege…

Bekanntermaßen ernährt sich das Eichhörnchen mühsam ;-) Einer der häufigsten Diskussionspunkte war die Frage nach der Definition „gerade“, im Wortlaut (des Mannes): „Was ich nicht verstehe, ist, warum Du, wenn Du Dir schon in diesen ganzen beschissenen Hängen diese ganze beschissene Arbeit gemacht hast, Du nicht wenigstens ein paar gerade Äste mitgebracht hast.“ Ööööööhhhhh….


Abb 5: Zwischentest, Untertitel: Was-bin-ich-auf-meine-Fenster-stolz ;-)


Abb 5a: Also genau genommen sooooooooooooo stolz!

Leider mussten wir immer mal wieder ungeplante, ärgerliche wettertechnisch bedingte Pausen einlegen, zwischendurch war der Mann auch mal beim Nachbarn beim Presslufthämmern, aber nun ist es soweit (am Ende der Ferien, am Ende des Sommers *seufz*) – WIR HABEN EIN SPIELHAUS GEBAUT!


Abb 6: West – Nord Ansicht


Abb 7: Nord – Ost Ansicht


Abb 7: Ost – Süd Ansicht


Abb 8: FEIERABEND

J
. . .
. . .


Jetzt muss ich nur noch die ganzen übrig gebliebenen – geraden!!! – Äste klein machen…

 

Sonntag, 7. September 2014

Ein Abschied


Drei Jahre lang hatte sie mich begleitet. Bei fast der ganzen Hausrenovierung, dem Zaun, unzähligen Bastelprojekten war sie immer die Säge, die ich als erstes in die Hand genommen hatte, wenn es darum ging, ein Stück Holz schnell und sauber abzusägen.

Wenn ich eine Latte oder ein kleineres Brett absägen musste und mich fragte, ob elektrisch oder nicht, hat sie fast immer gewonnen.

Im Lauf der Zeit gingen zwei oder drei Zähne verloren, deshalb kam dann für die feinen Arbeiten eine neue Säge hinzu, aber immer, wenn es nicht ganz so genau sein musste (oder wenn meine Frau eine Säge brauchte ;-) war sie immer für uns da.

Bis jetzt. Das Ende kam schnell und grausam: Meine Frau wollte für eins ihrer Bastelprojekt eine Koksnuss geteilt haben. Also nicht einfach irgendwie aufgemacht, sondern zwei Teile mit einem sauberen Schnitt. Kein Problem, die Nuss vorsichtig in den Schraubstock gespannt, meine Säge - genau, Die Säge - gegriffen und los.

Es ging etwas schwerer als erwartet, aber ansonsten kein Problem. Die Kokosnuss ist sauber geteilt. Aber meine arme Freundin .... hat praktisch alle Zähne verloren.

Adieu, ich werde Dich vermissen !

Sonntag, 31. August 2014

Fehlfarbe(n)

Verstimmung.

Um genau zu sein: Es herrscht eine koloristische Verstimmung in der Villa Z.

Den Sockel betreffend. Frau H. ist war unglücklich, Herr H. genervt geduldig.

Aber von Anfang an: Irgendwie scheint das Streichen des Sockels unter keinem guten Stern zu stehen. Schon das erste Aufbringen der Farbe wie auch das zweite war alles andere als perfekt.

Nun ist beim Verputzen des Balkons auch noch ein bisschen was daneben gegangen.
Also wollten wir den Sockel im Vorgarten nochmals streichen und dann den Vorgarten fertig stellen.

Versuch 1: Herr - und irgendwie auch Frau – H. haben mit der Farbkarte eine eigentlich recht gut passend wirkende Farbe ausgewählt und gekauft. Wurde dann von Frau H. abgelehnt. Wegen zu rosa. Die daraufhin auch den Maler angerufen hat zwecks Originalfarbcode des Sockels.

Versuch 2: Nach Beschaffung der Farbe gemäß Originalfarbcode durch den Maler hat Herr H. bei nächster sonniger Gelegenheit zum Pinsel gegriffen und losgelegt. So war das Originalbild, als Frau H. nach Hause kam:


Und ihr Originalzitat dazu: „*Piiiieeep* DAS IST JA ROSA!!!!“ Woraufhin Herr H. einen Versuch der Beruhigung seiner aufgrund ihrer Rosaallergie kurz vor dem allergischen Schock stehenden, hyperventilierenden Frau unternommen hat, der – auch als Original – „Keine Sorge, dunkelt nach. Bestimmt.“ lautete.

Nun – tat es nicht. Natürlich nicht. Denn dieser Farbcode war leider nicht der des Sockels, sondern der von Balkon und Fenstern:


Was, neben allem möglichen, viel über die menschliche Psyche und Verdrängungsmechanismen aussagt… ;-)

Während Herr H. meinte, so schlecht sei das doch gar nicht, fand Frau H. es schlicht und ergreifend – inakzeptabel. 

Nun gab es im Wesentlichen zwei Grundprobleme (die anderen lassen wir unerwähnt): Erstens ist der Maler bis Mitte September im Urlaub (und wir wollten das endlich endlich ENDLICH fertig kriegen) und zweitens, viel eklatanter, wir hatten immerhin schon gut 200 Euro für die Farbe ausgegeben L Also Abtönfarben gekauft und experimentiert abgemischt und sich auf den gleich folgenden Kompromiss geeinigt. Um DANN tatsächlich den Vorgarten final zu vollenden:


Der aufmerksame Leser erkennt (erinnern Sie sich noch an diese grandiosen Suchbilder aus Ihrer Jugend???) die feinen Unterschiede, in Ton (Farbe) und Abschluss (unten). DENN wir haben den Randbereich gefüllt, mit Lava-Steinen:


Das Lastenheft war nicht allzu groß, aber ein wichtiger Punkt stand darauf: Groß genug um als Katzenklo jegliche Attraktivität zu verlieren!

Nun – jetzt kackt der dicke Kater dafür auf den Rollrasen… ;-)


(Und den Originalfarbcode für den SOCKEL, den frage ich doch nochmal an, auf alle Fälle…) 

Sonntag, 24. August 2014

Prioritäten

Was macht man, wenn

a) man einen kleinen Schraubstock geschenkt bekommt (aus der Auflösung einer Schleiferei)
b) das Kind unbedingt ständig raspeln, feilen, schleifen, bohren will

???

a) Dreckig; aber co-o-o-o-ol!!!
b) Yep! Alles richtig gemacht!!!



Zu a): Man greift zum Lieblingsmultifunktionsallessauberkriegzauberputzmittel, zerlegt und reinigt den wirklich guten Schraubstock komplett und findet eine pragmatische Lösung, um b) schnellst-/bestmöglich realisieren zu können:





Nachsatz: Egal, was man eigentlich geplant hatte… (und der Plan stand *seufz*)

Denn: Beschäftigt ist beschäftigt :-) 

Sonntag, 17. August 2014

Cotoneaster dammeri „Streibs Findling“ – Was tun mit einer Handbreit Ärger?

Wenn wir schon über optisches Ungemach reden – wir haben noch eins zu bieten. War das in der letzten Woche beschriebene dem Herrn Gemahl ein Dorn im Auge, so das aktuelle mir.

Links und rechts von der Einfahrt existiert ein Streifen . . . Ein Streifen „was-auch-immer“. Schwierig zu beschreiben. Auch schwierig zu begreifen. Also warum man nicht komplett durchgepflastert hat meine ich. Ursprünglich bestimmt mal mit Sorgfalt angelegt, dann verwildert, dann versucht zu entwildern, mit mehr oder weniger nachhaltigem Erfolg – Unkraut, Hundekot (!?!) und ähnliches:



Was tun??? (Fragt man sich, wenn man a) sonst nichts zu tun hat oder b) den dringenden Sachen irgendwie zu entgehen sucht – siehe auch www.fenster-putzen-macht-spass.de). Also erst mal buddeln (ach ja). Auch wenn’s regnet (ach ja). Dann zum Gärtner fahren, mit gut gefülltem Geldbeutel (ach ja). Die Sachlage schildern. Und bei der Maßangabe „eine Handbreit Erde“ unter der hochgezogenen Augenbraue der Pflanzenfachkraft erröten. Weil: Das ist ja gar nichts.

Korrekt.

Ich hatte so ein wenig mit Heuchera geliebäugelt, da die im Beet super und schnell gewachsen sind und tatsächlich innerhalb von einem Jahr schön dicht gemacht haben. Aber, richtigerweise, hat mich die Gärtnerin darauf hingewiesen, dass die Purpurglöckchen eher buschig werden. Bodenbedecker also ja, aber letztendlich nichts was hoch wird, was buschig wird oder arg wuchert, man sollte es beliebig schneiden können und Schneelast im Winter darf natürlich auch kein Problem sein. Nach ein wenig Beratung und Betrachtung ist die Wahl auf die Zwergmispel – Cotoneaster dammeri „Streibs Findling“ – gefallen. Wird so maximal 15 cm hoch, hat kleine Blätter, nette rote Beeren – und lässt sich beliebig zurecht stutzen (der Profi achtet auf das Symbol der Schere in der Beschreibung *g*).


Mal schauen, wie lange es dauert, bis der Streifen damit zugewachsen ist. Ich vermute mal, trotz optimistischer Schätzung der Gärtnerin wird es wohl eher zwei Jahre als eins dauern. Aber egal. Jetzt macht das Unkraut zupfen zumindest mehr Freude ;-) 



Sonntag, 10. August 2014

S' Bänkle

Es gab da ein kleines, optisches Ungemach, dem wir zu Leibe gerückt sind. Angesichts der letztjährigen Aktion samt Mutation wurde aus einem Beet ein Sitzplatz. Die ehemalige Beeteinfassung blieb erhalten – inklusive Betonsockel:


Nachdem ich hier eh gerne mal saß, kam die Idee auf, die Mauer zu verkleiden – zumindest die Seite mit dem Beton. Das Gute ist: In Beton kann man bohren. Das Schlechte ist: In Tuffstein eher nicht, vor allem nicht senkrecht, da die Gefahr der Sprungbildung durch Frost etc. doch recht hoch ist.


Also haben wir mit einer Lattenkonstruktion gearbeitet. Die Sitzfläche ist auf die Leisten geschraubt, ohne Kontakt zu den Steinen, wie beschrieben, und mit der senkrechten Fläche an der Kante verbunden. Die Bank selbst besteht aus Terrassendielen, bislang noch ungeölt. Das Ergebnis kann sich sehen lassen - und taugt :-)




Wahrscheinlich ist das einfach genetisch bedingt, dass ein Schwabe sein Bänkle im Vorgarten braucht :-)

Sonntag, 3. August 2014

Fremdarbeit

Zaun der Schwiegereltern streichen. Bei etwa 30m keine Kleinigkeit. Die 50 Jahre alten Farbschichten abzuschleifen kommt nicht ernsthaft in Frage. Also sandstrahlen. Das hat allerdings den Nachteil, dass das Eisen nachher wirklich blank, dabei aber schön rauh ist und deshalb praktisch sofort rostet.

Also muss ganz schnell zumindest grundiert werden. Bei 30m wie gesagt .... nix für das Pinselchen. Also spritzen. Erster Auftritt für die kleine Spritzpistole von Bosch, die ich mir eigentlich für meine Türzargen zugelegt hatte, die dabei aber nie zum Einsatz gekommen war. Fazit nach zwei Tagen lackieren: Geiles Teil !




Letztlich ist das ein kleines HVLP (High Volume Low Pressure) System, das heisst, die Farbe wird mit geringem Druck vernebelt. Das führt dazu, dass man mit sehr kleinen Abständen spritzen kann (hier etwa 3-5 cm) und viel weniger Farbe vernebelt wird, als bei konventionellen Pistolen.

Das Ergebnis ist exzellent. Ich würde mal vermuten, dass das bei großen glatten Flächen (Auto oder so) nicht die gleichmäßige Oberflächenqualität und geringe Schichtdicke ergibt, die man mit konventionellen Systemen erzielt, dafür würde ich dann doch eher meine alte Spritzpistole rausholen. Aber für den Gartenzaun oder Holzoberflächen, ob Lasur oder Lack natürlich sehr angenehm.

Für jemanden wie mich, der zwar schon weiß, an welchem Ende man eine Spritzpistole anfasst und auch schon den einen oder anderen Kotflügel lackiert hat, aber das halt nur einmal alle paar Jahre macht ideal. Wie gesagt, zwanzig Meter kompliziert geformten Zaun und insgesamt zwei oder drei Läufer drin, ansonsten ohne Mängel. Man nebelt auch nicht die ganze Umgebung mit Farbe ein, die vorsichtige Abdeckung der Umgebung war Overkill.

Natürlich kann man immer ein Haar in der Suppe finden, wenn man genau genug sucht: Dadurch, dass die Turbine in der Pistole sitzt, ist das Ding relativ schwer. Für größere Projekte wäre eine leichtere Pistole erheblich angenehmer, also eine, bei der die Turbine getrennt ist.

Die Präzision der Einstellung der Farbmenge ist auch nicht ganz optimal: Ich musste praktisch dauernd nachregeln. Aber letztlich sind das Erbsen unter den Matratzen. Fazit: Unbedingt empfehlenswert !

Aber auch das klassische Verfahren mit dem Pinsel hat seine Vorzüge:



Opa und Tochter hatten viel Spass beim Streichen der Pfosten. Das Bild zeigt die beiden beim ersten Pfosten. Beim letzten war der Kittel grün, die Hände, Arme, Farbdose, Gesicht und Haare auch ;-)

Till




Sonntag, 27. Juli 2014

Material

Am Anfang aller Dinge steht – ein Gedanke. Natürlich.

Gleich danach – Material. Da schießt einem auch ein „Natürlich!“ in bzw. durch den Kopf. Jedoch: Je natürlicher, desto schwieriger. Insofern waren wir dieses Wochenende, nachdem uns ein Anhänger zur Verfügung stand, mit diversen Vorbereitungen und Vorbereitungen zu Vorbereitungen beschäftigt, da die nächsten Projekte anstehen:


Sonntag, 20. Juli 2014

Erste Male

Bilanz nach einer Woche:


Emotionen-Ranking:
Freude!
Panik!

Wir brauchen ja noch einen Rasenmäher! Und das möglichst schnell!

Ein paar Testberichte weiter haben wir uns für den Rotak 32 von Bosch entschieden: 


Für uns ausschlaggebend war Gewicht (6,6 kg) und Größe (klein *g*). Die Schnittbreite von 32 cm ist bei 50 m² schlicht und ergreifend – egal. Ob ich zwei oder vier Mal den Grasfangkorb (31 l) leere oder noch einmal mehr auf und ab laufe, ist vollkommen irrelevant. Die meiste Zeit nimmt das Herausholen von Mäher und Kabel aus dem Keller sowie der anschließende Reinigungsvorgang und der umgekehrte Vorgang, das Verstauen, in Anspruch.

A propos Kabel bzw. Steckdose: Hat mein bester Mann gestern auch mit Strom versorgt J

Fazit: Das Mähen ging gut (Schnitthöhe 40 mm), ich war halt sehr vorsichtig, schließlich ist der Rasen noch nicht fest verwurzelt. Was leider nicht gut ging, war die (ebenfalls neue) Akku-Grasschere von Ryobi. Die hat eher gerupft als geschnitten – was aber glaube ich einfach an diesem sehr starken, eher feuchten und ganz frischem Gras lag. Ich wollte auch nichts riskieren, da natürlich gerade in den kritischen Bereichen (Kanten, Ecken) der Rollrasen noch eher locker aufliegt.

Und noch ein erstes Mal:


J Nachdem sie bisher das „Rasenverbot“ tapfer eingehalten hat, konnten wir nicht nein sagen, als sie unbedingt mal barfuß durch den frisch gemähten Rasen rennen wollte J

Und nochmals ein erstes Mal: Frau H. hat ein Buch geschrieben. Und veröffentlicht ;-) Jetzt wisst ihr auch, warum hier stellenweise nicht so wirklich viel voranging…



Viel Spaß! J

Sonntag, 13. Juli 2014

Rasen

Da liegt er :-)  Lässt sich gerade vollgewittern :-)  Und ich bilde mir ein, ich höre die Wurzeln wachsen :-)

Aber von vorne: So sehen 50 m² aka 1 t Rollrasen bei Anlieferung aus – das war Freitag um halb zwölf.


So sieht man nach der Verlegung von 50 m² aka 1 t Rollrasen aus – das war Freitag um kurz nach drei.


Dazwischen lagen allerdings ein paar Arbeitsschritte, beginnend mit dem Ausbringen des Startdüngers


Wir haben dann unten am Zaun mit der Verlegung angefangen und die ersten Bahnen waren natürlich die schwierigsten, weil man sich da erst mal an die Handhabung gewöhnen muss und vor allem stand gleich mal einpassen um die Zaunpfosten auf dem Programm. Außerdem fehlt einem anfänglich natürlich noch das Gefühl dafür, welche Festigkeiten die Rasenstreifen (0,40 x 2,50 m) aufweisen, sprich was sie an Korrekturen vertragen. Um es kurz zu sagen: Mehr als man erwartet ;-) Sie haben sich im Übrigen hervorragend mit einem scharfen Wellenschliffmesser schneiden lassen, klasse Sache. Nachdem der Rollrasen bereits über Nacht unterwegs war (was kein Problem ist, weil er nach dem „Ernten“ direkt auf nahe den Gefrierpunkt gekühlt wird), haben wir nach Verlegen von Teilstücken (2-3 Bahnen) jeweils gleich gewässert


Direkt vor dem Legen haben wir die Erde vorsichtig mit dem Rechen angekratzt, um ein leichteres Verbinden zu ermöglichen. Ob das alles so klappt – wollen wir hoffen! Wichtig ist, insbesondere in den ersten zwei Wochen, wirklich das regelmäßige Bewässern, um die Grasfläche bis in die Tiefe feucht zu halten. Ich bin mal gespannt, wie lange man die Stoßkanten / Teilungen sehen wird. So sieht auf alle Fälle nun unser Vorgarten aus



Ganz ungewohntes Bild :-) Es haben uns gestern schon etliche Passanten darauf angesprochen, wie schnell das Gras gewachsen ist *g* Klar: Der ist gerast :-)

Das hat sich der Kater auch gedacht, als er nach seinem Mittagsschlaf verkatert aus dem Haus gekommen ist – und sein Klo auf einmal ganz anders aussah… Aber: Endabnahme erfolgt:


Wir freuen uns! :-) Und sogar wir haben jetzt eine Verbindung zum Fußball hergestellt, an diesem äh Finalsonntag *g* 

Sonntag, 6. Juli 2014

Tausend. Und eine.

Sache.

Nein, die Arbeit ist uns (noch) nicht ausgegangen. Es gibt nach wie vor tausend Sachen, die auf Erledigung warten. Große Sachen, kleine Sachen. Die großen sind durchaus wichtig, aber für die benötigt man einfach mehr Zeit als einen Samstag Nachmittag. Und für die kleinen fehlt manchmal einfach – die Lust. Kleckerleszeug halt. Und da „Lust haben“ = „motiviert sein“ in meinen Augen eines der wichtigsten Themen überhaupt ist, nutzt man natürlich auch gerne Gelegenheiten, die einem a) Spaß bereiten (also hat man auch Lust auf sie) und b) wenn der Wunsch vom Kind kommt, etwas machen zu wollen, dann wird das natürlich im Rahmen der Möglichkeiten stets unterstützt, um eben auch da die Freude am Tun, die Motivation, die Lust am Selbermachen und Gestalten zu fördern. Also habe ich die tausend Sachen einfach mal ignoriert und die eine gemacht. Die Basis für das da:


ist zweiteilig:

Hier der unwichtige eine Part, gefertigt mit meiner kleinen Bandsäge


und hier der andere


Allerspätestens bei diesem Bild weiß der Profi Bescheid.

Womit dieser Blog-Beitrag eigentlich enden könnte…

Aber weil es so schön ist und so viel FREUDE dahinter steckt, noch zwei Fotos:



Ein Fährtenstock :-) Laut Prüfungsordnung muss der Abgang (Start) einer Fährte durch ein Schild gut gekennzeichnet sein, das unmittelbar links neben der Abgangsstelle in den Boden gesteckt wird.


Dafür ein Katzenmotiv zu verwenden, klingt nach meiner Tochter :-)