Sonntag, 15. Februar 2015

Gerissen

Ein intimes Geständnis: Ich sehe nicht besonders gut. Bisschen kurzsichtig (Mann meint dazu: halbblind). Meist sehr unbequem und nachteilig, aber manchmal bietet das auch Vorteile, z. B. beim allerersten Blick um 04:44 Uhr in den Spiegel, beim Autofahren im Nebel (ich fahre perfekt nach Gehör – ehrlich) UND beim Putzen der Dusche. Insbesondere letzteres macht das Leben doch etwas angenehmer :-) Sprich: Vermutlich liegt meine Putzfrequenz unter dem Durchschnittswert der normalen schwäbischen Hausfrau. Aber vor kurzem dachte sogar ich: Hmmmm – da muss ich wohl mal zum guten Stoff greifen. Am nächsten Morgen schön mit Badreiniger eingesprüht, mit dem Microfaserlappen verrieben und abgespült. Um danach noch etwas unzufriedener zu sein. Ich dachte, durch das Putzen hätte sich Dreck aus der Fuge gelöst und auf die Fliesen verteilt. Am nächsten Tag also nochmals: Badreiniger gesprüht und eifrig gerieben. Erfolglos. Bis zur Tiefenschärfe an den Tatort gerückt. Und – NEEEIIIIIIIIIIIIIIIIIIIN!!!

Den besten Ehegatten mit folgenden Worten geweckt: „Unsere Fliesen in der Dusche haben Risse.“

Es gibt viele Variationen für „Ich liebe Dich!“. Ob „Du spinnst!“ dazu gehört, bleibt offen… In diesem Fall war ich natürlich froh ob seines fachkundigen Urteils. Welches er dann drei Tage später revidierte, indem er mir zustimmte. Wir sind gerissen. In der Dusche. Feinste Haarrisse. Optisch feststellbar, haptisch jedoch nicht.






Gleich unseren Fliesenleger informiert, der wenig amüsiert war (äh – wir auch nicht?!). 
Und folglich gleich kam.

Der Stein, der ihm vom Herzen fiel, als er an allen drei Duschwänden die Haarrisse feststellte und erkannte, dass die Untergründe verschieden sind, war deutlich zu hören:
Einmal Rigips gegen nix, einmal Wediplatte gegen Mauerwerk, einmal Putz / Mauerwerk. Einmal Vorbau Toilette / Außenwand, einmal Treppenhaus, einmal Innenraum. Folglich kein Verlegefehler.

Dieses Schadensbild sieht man a) selten und b) üblicherweise nur an sehr alten Fliesen. Es handelt sich um einen Riss in einer der innenliegenden Glasuren. Sollte kein Problem darstellen, was Feuchtigkeitsaufnahme / -transfer betrifft, aber dennoch muss das geklärt werden. Nach aktuellem Stand sieht es nach Produktionsfehler der Fliesencharge aus. Der Fliesenleger fragt bei seinem Lieferanten nach. 

Bei Putz wäre es einfach: Runter und neu machen. Aber mit dem Rigips*piep*?!?!?! 

Sonntag, 8. Februar 2015

Pleuritis

Ich.

Sinusitis – der Mann.

Laryngitis – der Opa.

Tussis – die Oma.

Pneumonie – der Neffe.

Nach 1,5 Wochen wieder gesund – das Kind. Nutzt aber nichts, nachdem gerade der Anruf kam, dass morgen zwei Kindergartengruppen geschlossen sind, weil die Erzieherinnen flach liegen.

Sogar der Hund ist krank – Gingivitis. Und die Hinterhand. Und das Alter…

Kurz: Seuchen über Seuchen L Daher keinerlei sonstige Aktivitäten.

Das Wetter – traumhaft winterlich! Die Katzen – deshalb schlecht gelaunt ;-)

Wir bitten um Geduld… uns geht sie allmählich aus. DANKE!!! 



Sonntag, 1. Februar 2015

Reiche Ernte


Heute kamen die letzten 2 Päckchen, damit sind die (Tektronix-) Neuzugänge aus der Weihnachtsszeit (und der größte Teil der Weihnachts- und Geburtstagsgeschenke ;-) vollständig.

Den Curve Tracer, ganz rechts im Bild, hatte ich ja schon vorgestellt, ansonsten findet sich da ein 7903 ("This is one complex (and fancy) scope"), die recht seltene Rackmount-Version des 7904, einem der ganz grossen Highlights der analogen Messtechnik mit 500 MHz Bandbreite. Daneben ein (defektes) 7633, ein analoges 100MHz Speicheroszi. Das macht leider keinen Muckser mehr :-( Schließlich ein 7313, ein analoges 25 MHz Speicheroszi, bei dem die Speichereigenschaften für die obere und die untere Hälfte des Schirms separat einstellbar sind. Man kann also etwa zwei Signale speichern und miteinander vergleichen, vorher/nachher-Vergleiche machen  usw. Oben drauf stehen ein paar Einschübe der 500'er Serie, die ich ja seit längerem sammle. Zwei eher seltene Exemplare dabei, ein PG505 (ein Impulsgenerator, langsam, aber bis 100 Volt Amplitude) und ein AF501 (ein durchstimmbares Bandpaßfilter für den Audio-Bereich, etwa als hochgenauer manueller Spektrumanalyzer zur Schwingungsanalyse verwendbar). Das DM501 ist Beifang, andererseits kann man eigentlich nie genug Multimeter haben.

Das ist schon an sich eine schöne kleine Sammlung, ein interessanter Aspekt dabei (und der Grund, warum gleich so viele Geräte im Moment den familiären Esstisch belegen, das war nicht so geplant) ist der Preis. Ich habe für alle Geräte zusammen etwa das bezahlt, was meiner, in den letzten Jahren erworbenen, Ansicht nach einen realistischen Preis für den Curve Trace alleine darstellt. Zugegeben, den habe ich besonders günstig bekommen und die beiden Desktop-Oszis müssen mehr oder weniger stark überholt werden, aber trotzdem.

Entweder hat zwischen Mitte Dezember und Jahresende kaum jemand Interesse an alter Messtechnik (warum bloß ???) oder ich habe einfach Glück gehabt.

Diese Frage werde ich bei nächster Gelegenheit näher untersuchen: Normalerweise achte ich sorgsam darauf, dass ich mir selber rechtzeitig ein schönes Weihnachts- und Geburtstagsgeschenk kaufe. Das hatte dieses Jahr arbeitsbedingt nicht geklappt. Deshalb musste ich dann die Geldgeschenke und mein eigenes Budget irgendwie unter die Leute bringen (Hobel habe ich inzwischen beinahe genug ;-)

Nächstes Jahr wird das jedenfalls mit Absicht so gemacht: Ich werde mir über das Jahr ein bisschen Geld zurücklegen, damit ich nächstes Jahr an Weihnachten die grossen Lücken in meinem Meßgerätepark schließen kann ... ich hab dieses Jahr beispielsweise ein SC504 rausgehen lassen, das mit 190 € zwar eigentlich auch günstig gewesen wäre, aber irgendwann muss ja mal Schluß sein ...

An dieser Stelle möchte ich meiner Frau mal "Danke" sagen, ich hab leider noch nicht genug Platz im Arbeitszimmer freiräumen können, deshalb steht an allen möglichen und unmöglichen Plätzen im Haus alte Messtechnik rum. Und sie beklagt sich eigentlich recht selten ;-)

PS: Es sind nur die Tektronix-Geräte im Bild, Rohde&Schwarz zum Beispiel fehlt ;-)

PPS: Inzwischen ist noch ein 7623A, ein schnelles analoges Speicheroszi mit 100 MHz Bandbreite und 2 7A26 Einschüben, die gut zum 7903 passen, dazugekommen.


Sonntag, 25. Januar 2015

Neues aus dem Schlafzimmer ...


wir hatten ja bereits ausführlich über die Messung von Temperatur und Luftfeuchtigkeit berichtet, aber da ich zur Zeit ein Sensorsystem für industrielle Messungen zuhause teste (wo sonst ;-), gibt's neue Erkenntnisse. Na ja, ein paar Kleinigkeiten zumindest.

Zunächst mal war der Vergleich der Werte zwischen unseren Datenloggern und den professionellen Sensoren interessant. Die Temperaturmessung scheint auch bei den billigen Datenloggern genau zu sein, hier beträgt die Abweichung zu den Präzisionsteilen (die mit  0,2° spezifiziert sind) grade mal 0.1 Grad. Anders sieht es bei der Luftfeuchtigkeit aus, hier beträgt die Abweichung etwa 7% rel. Feuchte. Das wäre noch beinahe in der angegebenen Toleranz (knapp 2% bei den Sensoren, +/- 5% bei den Datenloggern), aber da müssten schon beide in die gleiche Richtung falsch liegen. Und meine Erfahrungen mit den HYT-Sensoren sind sehr gut, die erreichen die spezifizierten Werte leicht.

Summa summarum: Die Datenlogger zeigen eine um etwa 7% zu hohe Luftfeuchtigkeit an. Was natürlich die Werte, die sie im Keller anzeigen (eigentlich dauernd um und über 70%) etwas weniger erschreckend wirken lassen. Die 83%, die der HYT-Sensor auf der Bühne heute morgen bei 3,3° anzeigte, aber umso interessanter erscheinen lassen ....

Sieben Prozent Feuchte sind keine Kleinigkeit, das ist schon der Bereich, wo man sich fragt, ob es überhaupt Sinn hat, diese Dinger überhaupt zu verwenden. Unter sich waren sie ja konsistent, das deutet zumindest darauf hin, dass man die kalibrieren könnte. Fragt sich bloß womit, Otto Normalverbraucher hat ja nun eben kein genaues Meßgerät für die Luftfeuchtigkeit rumliegen.

Aber zurück zu den Daten, in der oberen Abbildung die Luftfeuchtigkeit: Man sieht sehr schön den Effekt des Lüftens gegen 19:45 und 8:30 am nächsten Morgen, eine Viertelstunde Lüften senkt die Feuchtigkeit um etwa 5%. Das deckt sich mit unseren Erfahrungen.

Aber man kann viel mehr sehen: Gegen 21:00 Uhr sieht man (mit etwas gutem Willen, das wird durch die langsam ansteigende Temperatur nach dem Lüften überdeckt), wie meine Frau ins Bett geht. Kurz nach 22:00 Uhr folge ich nach. Dann tut sich erstmal nix mehr. Kurz nach zwei wechselt meine Tochter vom Kinderzimmer ins elterliche Bett ... hektische Aktivität folgt. Gegen vier verläßt der Hund dann das Schlafzimmer, kurz nach sechs kommen die Katzen. Gegen sieben wacht so langsam einer nach dem anderen auf, gegen acht dann hektische Aktivität Richtung Bad um halb neun dann wieder Lüften.

Im Wohnzimmer (untere Abbildung) steigt die Temperatur dann langsam, die Luftfeuchtigkeit schnell an. Gegen zehn putzt meine Frau im OG, kurz vor elf schaut Sie aus dem geöffneten Fenster zu, wie meine Tochter und ich im Hof spielen.

Ein weiteres schönes Beispiel dafür, was man mit Temperatur- und Feuchte-Sensoren alles sehen kann, man versteht, warum google für Nest ein paar Milliarden bezahlt hat.

Meine Frau beklagt sich, dass sie sich jetzt ein anderes Plätzchen suchen muß, wenn der Briefträger mal wieder länger bleibt .... Fluch der Technik ;-)

In der unteren Abbildung kann man schön den Kaminofen erkennen, gestern gegen 17:00 Uhr nur moderat angeheizt, bringt er die Temperatur schnell in angenehme Regionen. Nach dem obligatorischen Lüften gegen 20:00 Uhr zum letzten Mal nachgelegt, fällt die Temperatur nach halb zehn langsam wieder ab, aber man sieht, dass es doch etwa vier bis fünf Stunden dauert, bis wir wieder auf dem Ausgangsniveau sind.

Ein paar von diesen Sensoren werde ich wohl hier lassen, zumindest einen im Keller, einen auf der Bühne und einen im Schlafzimmer ;-)

Till

Sonntag, 18. Januar 2015

Teil zwei


des Weihnachtsgeschenks ist unten im Bild zu sehen. Teil eins war ja die eigentliche Garderobe. Aber natürlich braucht man zusätzlich noch einen Platz für "den Kram". Oft hat man dafür ja eine "Hutablage" über der Schiene für die Kleiderbügel, so wie ich den weiblichen Teil unseres Haushalts kenne, reicht das aber nirgendwo hin.

Die ursprüngliche Überlegung, eine kleine Kommode in der gleichen (gebogenen) Form wie die Schiene zu bauen, wurde nach kurzer Überlegung wieder verworfen (was stellt man eigentlich in den gebogenen, also nicht besonders tiefen, Teil rein, wie lang dauert das dann, bis es fertig ist usw.).

Die zweite Idee war eine Truhe. Die hat den entscheidenden Vorteil, dass man reinwerfen kann, was man will, das dann nicht mehr sieht und die Katzen oben drauf sitzen können. Was sie, wie man sieht, bisher allerdings noch nicht wollen. Warten wir mal ab ...

Die Konstruktion ist im wesentlichen die gleiche wie bei meiner Werkzeugkiste, im Prinzip sechs Paulownia-Bretter, der Korpus stumpf verleimt, mit Dominos verstärkt. Am unteren Rand umlaufend eine  Stoßleiste (aus Fichtenholz), die die unvermeidlichen Begegnungen mit dem Staubsauger und dem Wischmop erträglicher gestalten soll: Paulownia hat viele Vorteile (gut zu bearbeiten, sehr leicht, günstig) ist aber nicht eben stabil. Mit Clou W11 in dunkelbraun lasiert, ergibt sich ein sehr schöner Farbton, irgendwo zwischen Eiche und Kirsche, der die Maserung des Holzes sehr schön unterstreicht.

Eine Baustelle weniger.

Till

Sonntag, 11. Januar 2015

Kinder und Technik


Meine Frau glaubt mir ja nicht, wenn ich sage, dass ich das eine oder andere Gerät (im Bild ein Tektronix 575 Curve Tracer) nicht nur für mich selber, sondern auch für unsere Tochter erstehe.

Dabei ist das wirklich so ! Etwa ein Gruppenlaufzeitmeßgerät von Rohde und Schwarz - man stelle sich mal vor, da kann man einem Wellenpaket quasi zuschauen, wie es durch ein Kabel läuft, mit Lichtgeschwindigkeit natürlich, das für verschiedene Leitungen vergleichen, die Dispersion messen, ach, was für herrliche Dinge es da für ein Kind zu entdecken gilt !

Aber zurück zum Thema: Wie man sieht, spielt die Kleine begeistert mit dem Gerät (natürlich ohne zu verstehen, was da eigentlich passiert, aber die Faszination einer Anzeige, die sich verändert, wenn man an den Knöpfen dreht, das Brummen des Lüfters, das Glimmen der Röhren, die spürt sie schon).

Und ich denke, das ist das wichtige: So werden die Grundlagen für ein späteres Interesse an Technik geweckt. Das ist nämlich eigentlich viel spannender als eine dämliche Barbie oder eine idiotisch quäkende rosa Plastikkatze. Kinder wollen etwas entdecken, wollen sehen, wie die Umwelt reagiert, wenn man was tut, wo draufdrückt und so weiter. Den Gegenstand dieses Interesses kann man ein Stück weit beeinflussen und das werde ich auch tun.

Abgesehen davon ist das ein wundervolles Gerät, gut 30 Kilo feinstes High-Tech der sechziger Jahre. Normalerweise ziemlich kostspielig (ich schaue schon seit einigen Jahren immer mal nach einem günstigen Angebot), tauchte Anfang Dezember ein ordentlich aussehendes und offenbar funktionsfähiges Exemplar bei ebay auf. Bei diesen - seltenen - Gelegenheiten biete ich dann ein bisschen was, so etwa ein Viertel bis ein Drittel von dem, was meiner Ansicht nach der realistische Wert ist. Meistens ist jemand anderes weniger geizig, aber dieses Mal hatte ich Glück !

Kurz vor Weihnachten konnte ich das gute Stück bei einem sehr freundlichen Herrn im gesetzten Alter in Darmstadt abholen (so was kann man wegen Größe, Gewicht und Empfindlichkeit nicht sinnvoll verschicken ;-) Nach einem interessanten Gespräch in angenehmer Atmosphäre machte ich mich um einen Schatz und eine positive Erfahrung reicher wieder auf den Heimweg.

Im Ernst: Der Kauf einer ganzen Reihe solcher "Schätzchen" bei ebay hat meine Meinung über die Ehrlichkeit und Freundlichkeit "des Mitmensch's" erheblich verbessert.

Till

PS: Das einzige Problem bei diesen Dinge(r)n ist der langsam nicht mehr vorhandene Platz. Ich würde mir zu gerne noch ein paar alte Röhren-Oszis von Tektronix zulegen, vor allem ein 565 wäre ein echter Traum. Auch so eins war in den letzten Tagen im Angebot, zum Glück muß ich fast sagen hab ich es nicht bekommen. Ich wüßte tatsächlich nicht, wohin damit. Denn Anfang nächster Woche kommt ein 7903, ein eher seltenes, aber qualitativ extrem hochwertiges Tektronix Oszi aus den siebzigern, das ich zu einem wirklich extrem günstigen Preis ergattern konnte ....


Sonntag, 4. Januar 2015

Morgen Kinder wird’s was geben…

Exakt! J

Wie bereits erwähnt gab’s ein gemeinsames Geschenk. „Die Schmiede“ hat es zu unserer großen Freude auch pünktlich geschafft, unser Gekritzel in Stahl zu fassen, und zwar genau, wie gewünscht und gedacht J

Also haben wir den bisherigen Kleiderständer, der seine Arbeit eigentlich ganz anständig getan hat, in den Ruhestand geschickt und damit ein weiteres gutes Provisorium verabschiedet. Ein schönes Gefühl – heißt es doch, man kommt bei Kleinigkeiten weiter und geht nicht in Gewöhnung unter…

Nachdem ja bereits unser Kaminofen den Naturstahllook


aufweist und unsere Magnettafel identisch zum Kaminofenblech ist – was irgendwie alles damit zusammenhängt, dass mir eine gewisse Vorliebe für Naturstahl anhaftet – ist auch die Garderobe in passendem „Design“: schwarzer Flachstahl.

Hier ist es, das gute Stück:




Fehlen noch adäquate Bügel – und das Darunter… 

Sonntag, 28. Dezember 2014

Die Feiertage 2014

sind vorbei! Wir hoffen, alle konnten sie froh, gesünder als wir und im Kreise ihrer Familien verbringen!

Was fehlt ist noch so ein kleines Update zu dem, was wir im Vorfeld hierfür gebastelt haben. Unter anderem ein paar kleine Holzpuzzles:



Material: Eiche (Reste der Türdichtung) bzw. Kirsche.

Ziel:



:-) 

Also – mein Schwager hat es schon geschafft. So nebenher auf dem Klo *g* ABER was mir dabei zu denken gibt, ist, dass er die Hauptbastelei der Vorweihnachtszeit, ein raffiniertes 3-Bein-Beistelltischchen für meine Schwester (nach einer Idee aus der „Selbermachen 11/2014), als „unpraktischen Holzgrill“ identifiziert hat… *seufz* 

Das hat sich allerdings schnell relativiert, und das Tischchen hat Dienst am Krankenbett: 


Die Form ist der eines klassisches Schemels nachempfunden, allerdings mit ein paar Veränderungen gegenüber der Vorlage was die Befestigung der Beine betrifft, die haben wir nämlich nicht nur angeschraubt, sondern versenkt, mithilfe einer eigens angefertigten Bohrlehre: 



Spannend war dann auch noch das Anbringen der Blende. Hierfür haben wir 3 mm starkes HDF verwendet, mit einem Nägelchen fixiert, mit Holzleim geklebt und mit dem Bandspanner und allen Schraubzwingen, die ausreichend groß waren, gepresst: 


Die Aussparung ist übrigens ne Putzöffnung für Krümel ;-) 

Was bleibt?

Nachdem es sich um den letzten Blogbeitrag des Jahres 2014 handelt:

DIE ALLERBESTEN WÜNSCHE FÜR DAS NEUE JAHR! Viele Freude, Gesundheit, Sonnenschein und die Erfüllung von ein paar Wünschen sowie Träumen!


Mit lieben Wintergrüßen Steffi & Till 


Sonntag, 21. Dezember 2014

Ein Bilderrahmen entsteht ...



Heute ausnahmsweise mal kein fertiges Bastelobjekt (die sind alle designierte Weihnachtsgeschenke und deshalb noch nicht öffentlich präsentabel), sondern ein "work in progress", das vielleicht interessant ist.

In der Regel kauft man Bilderrahmen ja fertig (oder läßt sich welche in einer Galerie anfertigen), aber manchmal hat man ja Sonderwünsche ;-) Eine besondere Größe und/oder wie hier eine bestimmte Holzart. Soll der Rahmen für Bild oder Spiegel zu den anderen Möbeln passen, ist schnell Eigenarbeit gefragt, wie etwa beim Spiegel für meine Mutter letztes Jahr. Oder eben hier bei einer Uhr für meine Bruder. Der hat ein Faible für Kirschholz. Was gut paßt,  da ich sehr schönes Kirschholz im Überfluß habe.

Wie macht man sowas ? Zunächst sägt und hobelt man Leisten mit gerader Maserung im gewünschten Format (hier etwa 2,5x4 cm). Dann braucht man einen Falz, in den nachher das Bild (hier die Uhr) und die Rückwand kommen. Das geht meistens mit der Kreissäge einfacher als mit der Fräse. Sollen die Leisten eine komplexere Struktur erhalten, muß man sich gut überlegen, in welcher Reihenfolge man vorgeht, um für den nächsten Schritt noch einen Anschlag zu haben. Aber hier war das kein Problem, von vorne betrachtet, haben die Leisten nachher einen einfachen rechtwinkligen Querschnitt.

Schließlich längt man die Leisten in der gewünschten Größe ab (hier 20 cm) und zwar mit einer 45 Grad Gehrung. Die präzise zu erstellen ist mit der Kreissäge etwas mühsam (heißt: erfordert einige Versuche) aber nicht schwierig. Verleimt wird mit der Klebebandmethode. Es bleibt ein Problem: Sind die Leisten so dünn wie hier, ist die Verleimung der Gehrung nicht besonders stabil, da hier ausschließlich die Enden der Holzfasern miteinander verleimt werden. Der Rahmen würde bereits bei leichter Belastung über Eck auseinander fallen.

Man braucht also zusätzliche Stabilität. Um die zu erreichen, gibt es verschiedene Methoden. Die einfachste sind Federn: Man sägt quer durch die Ecken eine Nut (am einfachsten mit der Kreissäge) und leimt eine passende Feder ein (das sind die "Ohren" im Bild). Die Feder sägt man zunächst etwas zu dick und hobelt dann auf die exakt (!) passende Dicke herunter. Dabei habe ich leider etwas zu wenig probiert, ich musste die Federn mit Schleifpapier etwas nacharbeiten. Was allerdings den Nachteil hat, daß man hier kaum eine wirklich gleichmäßige Dicke erreicht und das bedeutet, man sieht nachher einen Spalt ... Den man dann wieder spachteln kann oder oder oder ...

Warten wir mal ab, wie es aussieht, wenn der Leim getrocknet ist.

Till

PS: Bei dem Objekt, das der Rahmen umrahmen soll, handelt es sich um einen Wortwecker.

Sonntag, 14. Dezember 2014

Noch ein Haus

Wir haben einen Hund und zwei Katzen (alle anderen wie Asseln, Spinnen und Mäuse zähle ich nicht, da sie nicht offiziell dazu gehören). Unsere Tiere leben mit uns im Haus und schlafen mit uns im Bett. Sie liegen abends vor dem Kaminfeuer und tagsüber in unzähligen Körbchen:



Trotzdem haben wir gestern eine Hundehütte gebaut. Nicht, weil wir uns dachten „Mensch, mit den Weihnachtsgeschenken sind wir eh schon weit hintendran, lass uns am dritten Adventssamstag mal was tun, was die Situation weiter verschärft.“

Also:

Nachdem wir im letzten Jahr den Hof gepflastert haben, genossen unsere Vierbeiner dieses Jahr häufig die Wärme und Sonne draußen, manchmal den ganzen Tag:


Das ist super! Seit diesem Jahr gibt’s zudem eine Außentoilette ;-)

Die Katzen genießen in der Villa Z. jederzeit freien Zugang über die Katzenklappe – raus sowie rein. Der Hund hat sich dieses Privileg bereits in der alten Wohnung an-, und dann abgeschaut. Was damals so aussah, dass er auf’s Fensterbrett gehüpft (!) und anschließend in 3 m Höhe (!) über ein ziemlich schmales (!), 4 m langes (!) Holzbrett bis in den Garten balanciert ist – nichts für nervenschwache Gemüter… Hier ist die Klappe ebenerdig und in etwas größerer Ausführung. Denn eigentlich finden wir es gut, wenn auch der Hund tagsüber mal raus kann, falls er z. B. ein dringendes Geschäft zu verrichten oder einen Erzfeind zu verjagen hat oder Sonne tanken mag.

Nun ist die aktuelle Situation aber mittlerweile dergestalt, dass der Hund sobald wir das Haus verlassen (um ins Büro zu gehen), dies ebenfalls kurz danach über die Katzenklappe tut, und dann im Hof sitzt und wartet.

Im Alter wird man halt ein wenig seltsam… Raya ist zwar im Wesentlichen noch ziemlich fit, baut jetzt aber leider doch spürbar ab :-( Insbesondere in der Hinterhand, was wir über gezieltes Training und Einheiten auf dem Unterwasserlaufband zu kompensieren versuchen, aber auch geistig. Weiterhin mit unglaublich viel Charme, aber allmählich auch ein wenig gaga. Da geht’s den Tieren wie den Leut‘ ;-)

Da es für alte Knochen natürlich nicht besonders gut ist, auf kaltem, nassen Boden zu sitzen, habe ich gestern spontan beschlossen, dass mein Mann dass wir eine Hundehütte bauen, damit sie wenigstens einen warmen Ar… Popo hat. Eindeutig ein Schnellbau, rein auf Funktion (und Kosten), wenig auf Optik und Haltbarkeit ausgelegt. Damit das nicht falsch verstanden wird: Der Hund lebt nicht draußen und soll das auf keinen Fall! Daher geht es hier auch nicht um eine gut isolierte Hütte, sondern um eine geschützte Plattform, die trotzdem gute Sicht bieten soll.

Als Material haben wir OSB-Platten gewählt, in 18 mm Stärke. Alles geschraubt, Dachfirst mit der Stichsäge erstellt, Rest bereits im Bauhaus auf Maß sägen lassen, ein Kübelchen Fassadenfarbe dazu, Abtönfarbe haben wir eh noch – et voilà:


Eigentlich ist die Struktur der OSB-Platten ziemlich interessant (hätte ich mein Sichtbetonhaus, wären die Böden aus Cortenstahl und die Möbel aus OSB…), zum Sägen ist es aber ein Sch…

Natürlich hat es heute Nacht gleich mal geregnet, heißt ich darf da nochmals zum Pinsel greifen, aber wir haben die Hütte heute Morgen gleich mal eingeweiht. Der Kater macht’s richtig und sitzt bereits auf Holz :-)


Daumen drücken, dass Raya die Hütte auch dauerhaft annimmt.

So haben wir gestern keine Weihnachtsgeschenke, aber etwas Besonderes für den anstehenden 13. Geburtstag (am 23. Dezember) für einen besonderen Freund gebaut! Alles Gute! 

Sonntag, 7. Dezember 2014

BauRECHT und gute Nachbarschaft

Wir leben in einem Rechtsstaat. Das ist gut so. Sehr gut sogar!! 

Womit ich mir manchmal schwer tue, ist, dass Recht bzw. Rechtsprechung nicht immer was mit Logik zu tun hat, sondern mit Gesetzestexten und Auslegungen, aber nun gut, deshalb sprechen Richter Recht und nicht Ingenieure ;-)  

Unser neuer Nachbar baut (um). U. a. einen Carport, direkt an die Grundstücksgrenze. Das darf er natürlich, das hat er uns gegenüber natürlich erwähnt, dazu gab es natürlich ein entsprechendes Baugesuch, bei dem wir auch keinen Einwand vorgebracht haben. Besonders glücklich waren wir nicht, aber die Notwendigkeit haben wir verstanden und ja, man will ja auch nicht unbedingt Streit mit seinen Nachbarn.

Als die letzte Schaltafel entfernt wurde, dachten wir uns, hm, irgendwie haben wir die Zeichnung, die beim Bauamt eingereicht wurde, aber ein wenig anders im Kopf… Nachbar + Architekt gefragt, ob der Bau denn genau der Zeichnung entspricht, die beim Bauamt für die Bewilligung eingereicht wurde. Ja, so die Antwort des Architekten.

Nein.

Wir waren nochmals beim Bauamt. Das, was da nun steht (und vom Architekten stets als „filigran“ bezeichnet wird…):


entspricht nicht der Zeichnung, in der der Bau a) viel offener präsentiert wurde und b) vor allem ohne die massive Betonbrüstung.

An dieser Stelle erst mal ein Lob an unser Bauamt: die Prüfer sind stets hilfsbereit, freundlich und erklären verständlich die gültigen Gesetze. Und haben seufzend angemerkt, wie häufig sie zur Prüfung irgendwo hinkommen und das entsprechende Gebäude nicht mal identifizieren können, weil es nur wenig mit den eingereichten Zeichnungen zu tun hat…

Jedoch: rechtlich zulässig. Zum Beispiel im Fall der massiven Brüstung. Man muss für eine Absturzsicherung sorgen. Die Ausführung bleibt einem selbst überlassen.

Jetzt fühle ich mich allerdings ein wenig (?) verarscht, wenn Zeichnungen eingereicht werden, die definitiv ein anderes Bild zeigen als das, was wirklich gebaut werden wird. Und noch mehr, wenn auf eine klare Nachfrage zusätzlich noch eine falsche Antwort gegeben wird.

Natürlich habe ich mit dem Architekten und dem Nachbarn diesen Punkt diskutiert. Dass wir uns da ein wenig verarscht fühlen und zudem eine unwahre Aussage getätigt wurde. Die Standardantworten waren a) dass alle Baumaßnahmen zulässig sind, b) dass die Brüstung wegen der Statik notwendig wurde (auch wenn das der Fall sein sollte, hätte das beim Einreichen schon klar gewesen sein müssen, aber die Geschichte vom Pferd kann gerne anderen erzählt werden) und c) dass die zulässige Gesamthöhe von max. 3 m nirgends überschritten wurde.



Wie man sieht haben wir ein Hochbeet mit Dekormauer J Vom Beet aus beträgt die aktuelle Höhe 270 cm. (Vom Boden aus sind es bis zum Rand der Brüstung 370 cm.) Die Brüstung ist 70 cm hoch – 90 cm sind Minimum für ein Geländer, sprich da muss noch ein Handlauf drauf.

ABER es sollen gut 25 cm Erde für Rasen auf den Carport geschüttet werden. Heißt nach meiner Rechnung 270 + (90 - (70 - 25)) = 315 cm. Mindestens. Und was ist das Nächste – ein Sichtschutz von 200 cm?? Denn, ganz aktuell, kam vorgestern ein neuer Brief vom Bauamt mit Nachträgen zum ursprünglichen Baugesuch, u. a. die Beantragung einer Dachterrasse auf dem Carport.


Der Architekt hat angemerkt, dass ein Handlauf eh nicht in die Höhenbetrachtung reinfällt. Da haben wir den Herrn auf dem Bauamt anders verstanden… 

PS: Meine Frau sagte mir grade, das sei die "entschärfte Version" .... die andere kenne ich nicht .... ist wohl besser so ;-)

Sonntag, 30. November 2014

Adventskalender-Preview

Neben dem ersten Adventskalender für’s Kind ist auch „der andere“ rechtzeitig fertig geworden. So wie im letzten Jahr (und vor einem Jahr, vor zwei Jahren, vor drei Jahren, vor vier Jahren, …) mit einer selbstgeschriebenen Geschichte (die Protagonisten sind ein kleiner Hund, ein Kater und eine kleine Katze – wie vor einem Jahr, vor zwei Jahren, vor drei Jahren, vor vier Jahren, …) und dieses Mal in der folgenden Gestalt:



P.S.: Lieber Sandhausener Postbote, Regel Nr. 1 lautet stets allumfassend „DON’T PANIC!“ Auch wenn Du nichts gespürt hat, der Inhalt ist gewichtig! :-)

Sonntag, 23. November 2014

F wie fleißig

Tatsächlich sind wir gerade fleißig. Wir frickeln (gutes Thema) und überlegen (sinnvolles Thema) und prototypen (heikles Thema) und werden wollen vollenden (halbmittelrealistisches Thema). Zum Beispiel wie folgt:


Ja-a J Wer’s errät, kriegt’s J

Heißt: Wir tun was, tatsächlich. Aber wir können aktuell nicht verraten, was J
Dieses Jahr ist wieder etwas mehr basteln angesagt. Und selbst wollen wir auch dem üblichen Konsumterror entsagen und haben beschlossen, uns gemeinsam ein Geschenk zu machen. Vom Schmied.

Unerwähnt hat es der Mann in der letzten Woche gelassen. Lag vermutlich daran, dass er nicht so viel schreiben konnte wollte. Wegen des schmerzenden Fingers. Welchen er sich eingeklemmt hatte. Zwischen den neuen Leisten und dem alten Türgriff. Weil, man kann es auf dem Foto erkennen, der Abstand ist da enger als vorher. Verdammt eng. Was letztendlich zu der Entscheidung geführt hat, nun, wir brauchen einen neuen Türgriff. Und da er gut aussehen und zu dem Muster in der Tür passen soll, wollen wir ihn vom Schmied, der auch unser Balkongeländer so wunderbar gestaltet hat, fertigen lassen. Und wenn wir schon dabei sind… In einer der letzten „Selbermachen“ waren diverse Ideen für diverse Garderoben zum Selbermachen beschrieben. Das war Inspiration. Und gleichzeitig Erkenntnis. Aufgrund der Platzverhältnisse haben wir beschlossen, hier etwas Passendes schweißen zu lassen. Basierend auf dieser Idee, die wir mittlerweile halbwegs detailliert ausgearbeitet haben: 




Sonntag, 16. November 2014

Dichter

... und Denker.

Eigentlich eine einfache Sache, die alte Haustür dicht zu bekommen. Na ja .... schon, aber halt Fieselkram. Und einen zweiten Versuch gibt's da nicht ... Und die Tür ist alt und schön. Deshalb haben wir einen Fachmann (also Schreiner) engagiert.

Im Bild das Ergebnis, schmale Leisten rund um die Tür, die auf der Innenseite eine Dichtung enthalten. Das wichtigste sieht man allerdings nicht: Unten in der Tür sitzt eine Dichtung, die beim schließen nach unten auf den Boden gedrückt wird und damit den Spalt zwischen Boden und Tür verschließt. Dicht.

Die auffallend helle Farbe der Leisten liegt an mir, genauer gesagt daran, dass ich dachte, ich hätte noch einen Rest Lasur "Eiche dunkel" übrig, hatte ich aber nicht (Die Leisten sind natürlich - wie die Tür - aus Eiche, aber eben nicht schon gut hundert Jahre der Witterung ausgesetzt). Das ist nicht schlimm, da ich sowieso demnächst .... na ja, im Frühjahr ... die Tür abschleifen und neu lackieren will, dann sieht alles so aus, wie im Moment die Leiste ;-)



Aber ganz so einfach war es dann doch nicht. Die Leisten haben (um vernünftig auszusehen) ein ziemlich komplexes Profil: Die 4mm Nut auf der Rückseite, in der die Dichtung steckt, sieht man natürlich nicht. Aber den Radius auf der Innenseite, den gerundeten, zur alten Türzarge symmetrischen Absatz auf der Außenseite und die passende Rundung an der Front erfordern schon ein paar Arbeitsschritte. Kein Problem für den Fachmann: Mit der Tischfräse und einem Modularfräser ist das schnell gemacht.



Aber nur dann, wenn die Leiste gerade ist. Vor zwei Wochen stand der Schreiner abends vor der Tür, mit den beiden geraden Leisten der Seiten und einer Hand voll gesplitterter Stückchen in der Hand. Das wäre jetzt der dritte Versuch gewesen, die Leiste zu biegen, das blöde Ding wäre immer wieder gebrochen, das ginge so nicht (Überraschung ! Eiche ist ja als besonders biegsam und elastisch bekannt).

Langes Schweigen, kurzes Nachdenken.

Ich hab ihm dann vorgeschlagen (wie übrigens auch schon ganz am Anfang, als wir die Tür ausgemessen hatten), dass er mir eine Leiste mit der nötigen Krümmung nach Schablone auf der Bandsäge aus einem Brett heraussägt (ich habe leider keine Bandsäge, die das könnte .... aber bald ist ja Weihnachten ;-), den Rest würde ich dann von Hand machen. Hat er zwar etwas ungläubig geschaut, aber so gemacht. Am nächsten Tag war die Leiste da.

Die Nut auf der Rückseite war kein Problem, Oberfräse und passender Anschlag aus einem Stück Abfallholz. Eine Stunde für den Anschlag, drei Minuten für die Nut.

Die Rundungen waren schon etwas schwieriger. Ich hatte im Stillen gehofft, dass einer meiner Profilhobel zumindest in etwa passt. Tat leider keiner. Also improvisieren mit Oberfräse und den Fräsern, die da waren. Glücklicherweise passte einer der vorhandenen Radiusfräser mit dem Anlauflager eines anderen Fräsers kombiniert ganz gut zum Profil der anderen Leisten. Mit ein bisschen "Augen zu und durch" und einer halben Arbeit Stunde mit dem (angepassten) Schleifklotz war das Ergebnis in den Augen des Schreiners "Gute Arbeit !"

Never give up, DIY rulez !


Sonntag, 9. November 2014

Novemberbastelei

Als ich neulich im Stau um München herum stand (der Bahnstreik lässt grüßen…) bekam ich einen mittelschweren Panikanfall. Nicht wegen des Staus – nichtbewegen ist nun per Definition nicht besonders spannend – sondern weil ich gelangweilt mal den Kalender im Kopf abgeschritten habe. Und dabei leider zu der Erkenntnis gelangt bin: *piep* wenn ich mal überlege was für Reisen und Termine in nächster Zeit anstehen, wird die Zeit verdammt knapp *piep*, *PIIIIIEEP*. Ach so, die Zeit bis Dezember. Also bis zum 1. Dezember, um ganz genau zu sein.

Das ist nun allgemein der Tag, an dem sich das erste Türlein des Adventskalenders öffnet.

Und, so der Plan, das Kind soll dieses Jahr einen derartigen erhalten. Selbstgebastelt. Zum Inhalt hatte ich mir glücklicherweise schon ein paar Gedanken gemacht :-) Nachdem die Tochter in manchen Dingen ganz nach Mutter (Jägerin) UND Vater (Sammler) gerät, ist sie eine große Schatzsucherin und kommt eigentlich nie mit leeren Taschen heim *seufz*. Beliebte Objekte ihrer Begierde sind Äste und Blätter, aber vor allem Steine. Also 1 kg Halbedelsteine erstanden:


und auf dem restlichen Heimweg mal über mögliche Varianten nachgegrübelt, bis mich eine Idee überfallen hat ;-) Bisschen Kram eingekauft, zu meiner treuen Freundin, der Opinel-Klappsäge gegriffen (hach, was haben wir dieses Jahr schon für Abenteuer zusammen erlebt! :-) ) und meinem Mann erklärt, ich wolle dieses Mal eher empirisch basteln. Er meinte, diese Umschreibung für Pfusch hätte er noch nie gehört…

Und hier ist er also, der erste Adventskalender für’s Kind: 


J

Die Leiter ist aus Ästen, meinem diesjährigen Lieblingsmaterial ;-), die Leitersprossen sind simpel verschraubt, bei der Lichterkette handelt es sich um kleine LED-Schneeflocken, die über 3 x 1,5 V – Batterien versorgt werden, die Steine habe ich in kleine Leinen-Quadrate einpackt.

Jetzt darf der Dezember zwar immer noch nicht kommen, aber immerhin ist ein Punkt auf der Liste abgearbeitet.

Sonntag, 2. November 2014

Die Zugvögel

sind schon lange unterwegs nach Süden, die Zurückgebliebenen suchen adäquate Behausungen, fressen sich ein Speckpolster an bzw. sammeln hektisch Nahrung, die Tage werden kürzer und die Temperaturen sinken.

DIE TEMPERATUREN SINKEN?!?!?!?

Höchste Zeit, insbesondere angesichts der Krise in der Ukraine die Holzvorräte aufzustocken:

Eins:


Zwei:


Fertig:


Und unter uns – das sind wir hier ja schließlich – ich bin großer Fan von Kinderarbeit ;-) 

Sonntag, 26. Oktober 2014

Keine Wünschelrute ....


sondern eine E-Feld-Sonde. 

Ah so. 

Kurz die wichtigsten Punkte. Da ich in letzter Zeit doch einige Elektronik-Projekte in der Mache hatte, die grade am Übergang von Prototyp zu Produkt sind, steht das lästige Thema EMV-Verträglichkeit an. Also die Dinger so zu bauen, dass nicht dem Nachbar sein Herzschrittmacher ausgeht oder ein Hubschrauber auf den Kopf fällt, wenn jemand das Gerät einschaltet.

So in etwa.

Um das ohne den Nachbarn untersuchen zu können, braucht man Meßgeräte. Um es richtig professionell zu machen, ziemlich viele und ziemlich teure. Und man muss sie auch bedienen können. Was ich nicht kann. Dafür gibt es entsprechende Ingenieurbüros. Für einen schnellen Überblick (und vor allem um die Anzahl der Tage im Ingenieurbüro möglichst gering zu halten) reicht an sich ein Spektrum-Analysator (neueste Erwerbung, oben rechts im Bild) und ein Meßsender/Meßempfänger (noch bei ebay:-). Aber irgendwie muss das Signal ja von der Umgebung ins Meßgerät rein. Dazu braucht man in diesem Fall eine oder mehrere Sonden.

Die sind aber leider überraschend teuer. Hunderte von Euros (selbst gebraucht bei ebay) für letztlich ein Stück Kabel, ggf. einen kleinen Übertrager und/oder einen Kondensator und ein kleines Metallgehäuse mit einer BNC-Buchse klingt schwer nach selber machen.

Also endlich wieder einmal einer Gelegenheit, meine Drehbank zu benutzen !

Die Luxus-Ex-Militär-Version-BNC-Buchsen, die ich noch in größeren Mengen habe (eine von den Schachteln, die meine Frau "unnötiges Zeug" nennt), passen grade so eben nicht in ein 22mm Kupfer-Wasserrohr. Heißt also: Mit ein paar Minuten Feilen an der Buchse und ein paar Minuten an der Drehbank für das Rohr gibt das ein perfektes Gehäuse praktisch zum Nulltarif.

DIY rulez !


Funktionieren tut es auch (siehe erstes Bild). Ein Problem bleibt noch: Die Sonden müssen noch kalibriert werden. Heißt: Wenn der Spektrum Analyzer x dbV anzeigt, heißt das im Moment noch gar nichts. Wichtig wäre zu wissen, welcher Feldstärke das entspricht. Denn auf die kommt es letztlich an. Ein paar Ideen habe ich schon, aber ob die funktionieren, muss sich erst noch rausstellen.

Stay tuned ;-)

Till

Sonntag, 19. Oktober 2014

Der Herbst ist da!

Hier so:



Jeden Morgen – kühl, aber seeeeeeeeeeeeeeeeeehr feucht. Der Herbst ist da, aber die klaren Nächte noch nicht.

Was ziemlich schade ist, weil man so a) schlecht Sterne gucken und b) schlecht Keller lüften kann. Ein Thema, das hier durchaus mit einer immer wieder auftauchenden, gewissen Brisanz belegt ist. Der aufmerksame Leser weiß ob dieser Problematik bzw. unserer Auslegung, insbesondere bzgl. größtmöglicher Diffusionsoffenheit in den Räumlichkeiten.

Nachdem letzten Sommer im Keller die Werte doch „gerne“ mal die 80 % rel. Luftfeuchtigkeit überschritten haben, haben wir uns dieses Jahr für die Anschaffung eines Luftentfeuchters entschieden und diesen in der Waschküche platziert. Dort, wo ca. 1 – 2 Tage nach kräftigen Regenschauern durchaus mal dunkle Flecken am Boden auftauchen… Die Diskussion war eine längere, da wir ein wenig die Befürchtung hatten, dass wir durch den Luftentfeuchter eventuell permanent Feuchtigkeit durch den Boden nachziehen.

Nun, am Ende des Sommers, ein kleines Fazit: Tatsächlich konnten wir die Feuchtespitzen kappen, sprich unsere Datenlogger haben so als Maximalwerte um die 80 % angezeigt, größtenteils haben sich die Werte bei 70 % + ein bisschen was eingependelt. Das ist durchaus positiv zu sehen, sprich: Ja, die Anschaffung hat sich gelohnt!

Jedoch… Zum Modell selbst: ein Delonghi DES 16W. Entwässert bis zu 16 l/d. Und, DAS war der eigentliche Grund, weshalb wir uns für diese Gerät entschieden haben, ausgestattet mit der Möglichkeit, permanent direkt über Schlauch zu entwässern, statt in den Tank. Leider haben wir es bisher (beide) NICHT geschafft, dieses Merkmal zu aktivieren… Weiß der Geier weshalb (nicht) L Das ist nun nicht gar so erbaulich. So entwässert der Delonghi munter und zuverlässig in den Tank, den wir halt jeden Tag mal leeren. Und hoffentlich können wir ihn bald in die Winterruhe schicken! Bald…


Sonntag, 12. Oktober 2014

Bitte ein bisschen mehr!

Bekanntermaßen haben wir ja einen wunderschönen Kaminofen:


Und der hat natürlich auch Hunger. Die Speisekammer war gut gefüllt mit dem Gesamtvolumen von so ungefähr 3 rm, nach dem letzten Winter (?) haben wir aktuell noch so einen knappen rm lagern. Zusätzlich heizen wir, insbesondere in der Übergangszeit, mit Hartholz-Briketts, die wir über unseren Kaminofenbauer beziehen: Da liegt jetzt gerade eine Palette frisch im Keller, ergänzt um ein paar Packungen Rinden-Briketts zum lange Glühen am Ende des Abends.

Alles in allem hätten wir aber gerne ein bisschen mehr. An Lagerkapazität. Und uns dafür entschieden, einen zweiten – größeren – Holzschuppen bauen zu wollen. Auf der Terrasse. Der Trick dabei wird sein, dass dies gleichzeitig als Abschluss / Zaun dienen soll. Diverses wie z. B. ein Kaminholzregal aus Cortenstahl geisterte durch die Köpfe, die Entscheidung fiel dann ganz klassisch aus: Es wird ein Kaminholzregal aus Holz werden. Der Plan steht. Die Zeit fehlt jedoch :-( Aber der Anfang ist gemacht: Gestern haben wir gegraben (im Moment echter Luxus: Der Nachbar hat eine Großbaustelle, der Bagger gräbt den halben Berg ab und fährt täglich ein paar Container weg, daher dürfen wir unsere paar Schubkarren einfach abladen, gigantisch!) und das Punktfundament zementiert. Nachfolgend der Mann beim Anbeten des Sonnengottes – leider erfolglos, entgegen der Wettervorhersage hat es dann nach ein paar Stunden zu schütten angefangen :-(


Sonntag, 5. Oktober 2014

Der Genießer genießt –

und schweigt!

Es gibt so ein paar Themen, die im Allgemeinen aus diversen Gründen eher diskret gehandhabt werden. Einerseits gut so, andererseits… war angepasstes Verhalten noch nie meine Stärke.

Also ein Beispiel: Ganz generell bekommt man ungewollt viele Tipps bevor ein Baby auf die Welt kommt. Wir wären ja nie im Leben von alleine darauf gekommen, unserem Kind Söckchen anzuziehen wenn es kalte Füße hat oder dass Gute-Nacht-Geschichten auch käuflich erwerbbar sind. Aber wie man den Dreck unter den Fingernägeln entfernen oder das Kind zum Einschlafen bewegen kann, sagt einem interessanterweise keine(r). Und das ist häufig so – „the day after“ ist im besten Fall (!) nebulös, meist jedoch eher inexistent. In Erzählungen. Ratgebern. Projektplänen.

Aber, Leute – sorry für die brutale Wahrheit – ES GIBT SIE!!

Nach der schwierigen Planungs-, Beschaffungs- und Bauphase hat mich unausweichlich das Schicksal des – OMG, soll ich es wirklich öffentlich erzählen?????? – hat mich unausweichlich das Schicksal des Aufräumens ereilt. Es war doch ein ganzer Haufen an Ästen übrig. Die liegen jetzt als 30 cm lange Stücke sauber gestapelt im Holzschuppen. Und der Hof ist langer, langer Zeit mal wieder frei. Für unser Auto. Was wenig nutzt, da der Nachbar nun eine Großbaustelle mit Bagger, Kran & Co. hat und eine Zufahrt zur Zeit nicht mehr möglich ist.

Schicksal – das war es also, worüber ich berichten wollte. Oder so ähnlich ;-)