Sonntag, 21. Oktober 2012

Und nochmal was ganz anderes ....


ausnahmsweise nicht bei uns, sondern bei einem Freund, dem wir die Tontechnik zu seinem "Heimkino" gebastelt haben, wir berichteten ;-) Die Frontboxen sieht man mit etwas gutem Willen unter der Leinwand. Falls die klein wirken sollten, die Bildschirmdiagonale ist etwa 9m.

Das hat schon was ! Wenn ich den Platz hätte, würde ich mir auch sowas einrichten. Absolut erstaunlich ist, was man mit vergleichsweise bescheidenem Aufwand hier erreichen kann. Die Lichtstärke des Beamers reicht bei dieser Größe natürlich nicht für hohe Bildqualität bei hellem Tageslicht aus, aber wenn die Dämmerung kommt ....

Insgesamt lag der Aufwand bei etwa 3000 Euro, das klingt erstmal nach viel, aber die Bild- und Tonqualität schlägt das "Kino um die Ecke" oder die Disse von nebenan um Längen.

Beeindruckend ist - zumindest bei dieser Größe - der Unterschied zwischen Blue Ray und DVD. DVD sieht nach Omas altem Fernseher aus .... Blue Ray (natürlich insbesondere bei gerendertem Material) besser als Kino.

Der Sound ist sowieso besser. Also richtig gut !



Die "aus dem Bauch" geschätzte Frequenzweiche passte beinahe perfekt, um 1 kHz haben wir mit dem Equalizer im AV-Receiver 3 dB abgesenkt, das wars. Nach ausgiebigem Einmessen (der Autor bei der Arbeit ;-) haben wir dann auch einen sowohl akustisch als auch optisch passenden Platz für den Subwoofer gefunden, einen 18-Zöller versteckt man nicht so leicht ... Die komplette Technik ist übrigens in die Wand eingebaut, das ganze Heimkino-System ist praktisch unsichtbar. Angenehm ist, dass auch bei extremen Lautstärken (dazu gleich noch mehr) abseits der Achse der Sound angenehm und eine Unterhaltung möglich bleibt. Die Entscheidung für die Visaton BG20-Breitbänder war absolut richtig, das Preis-/Leistungs-Verhältnis ist gigantisch !

Der Frequenzgang am Hörplatz (gemessen mit Gleitsinus, über 1/12 Oktave geglättet, Abstand Mikro zu Boxen etwa 7m. Die Unregelmäßigkeiten zwischen etwa 70 und 150 Hz stammen von Reflexionen des Mikrofons zum (Zwischen-) Boden, die gibt's in der gehörten Realität nicht)



Die Grundfläche des Raums ist etwa 300 Quadratmeter bei einer Höhe von etwa 8m. Da kann man ganz schön Leistung verfeuern. Ich war aber doch überrascht, wieviel:

Um die Grenzen zu testen, hab ich mal eine basslastige Mucke aufgelegt (Candyman von Christina Aguilera, Back to Basics), bei 100 Hz 6 dB zugegeben, um den Disco-Sound so richtig zu kriegen) und Gas gegeben. 

Und wieder aufgehört, weil die Bass-Endstufe (PA mit 1400 Watt) ins Clippen gekommen ist. Bei einem 18 Zoll Profi-Chassis von Beyma, geschätzter Wirkungsgrad in diesem Bereich gut 95 dB, eher 98. Das sind dann insgesamt etwa 125 dB .... Nicht, dass der Sound da irgendwie ins unangenehme gekippt wäre. Ich hätte durchaus noch etwas mehr lauter gemacht ....

Allerdings war es draussen auf der Strasse auch noch ziemlich laut .... Gut, dass mein Freund da keine Nachbarn hat ;-)

Zusammengefasst: Wer bei wirklich guter Qualität absolut mörderische Lautstärke zu einem vernünftigen Preis haben will, kommt am Visaton BG20 und einem wirklich dicken Subwoofer nicht vorbei. Hat Spass gemacht !

Sonntag, 14. Oktober 2012

Advent Advent .....


na ja, noch nicht ganz, aber ein Lichtlein. Noch eins ;-)

Während des Sommers haben wir die teilweise fehlenden Leuchten in Speisekammer, Wohnzimmer, Treppenhaus und Bad kaum bemerkt. Jetzt wird das langsam akut. Zu blöd, wenn man abends nach den Chips sucht und dann erstmal die Taschenlampe finden muss.

Im Detail ist das dann aber gar nicht so einfach: Eine Energiesparlampe oder Leuchtstoffröhre kommt nicht in Frage, denn das Licht brennt meistens nur ein paar Sekunden. Auch für eine Halogenlampe nicht so toll. Also LED. Das war auch von Anfang an so geplant, deshalb liegt hier nicht mal eine 230V-Leitung, sondern nur die (bei uns im Haus üblichen) 24V.

Wenn schon Kleinspannung, dann kann man auch ein bisschen spielen: In die Speisekammer gehen wir praktisch nur morgens und abends, das Licht brauchen wir also fast immer. Warum dann extra einen Schalter betätigen ?

Deshalb geht das Licht automatisch an, wenn die Tür aufgeht. Hier mal ausnahmsweise eine einfache Lösung mit einem mechanischen Schalter oben am Türrahmen (ebay, etwa 1 Euro). Mal schauen, wie lang's hält. Sonst kommt halt doch ein Hall-Sensor rein.



Bleibt noch die Frage nach der Leuchte. Ganz am Anfang mal als Deckenleuchte (indirekt, in den Abschlussleisten der Holzdecke) gedacht, mangels Zeit dann auf eine Wandleuchte reduziert, sollte ein LED-Strahler zum Einsatz kommen der noch rumlag. Aber leider braucht der mehr als 24 Volt, genauer etwa 34. Pech gehabt.

Also eine Eigenkonstruktion. Mit LED-Streifen ist das kein grosses Problem. Die Lebensdauer der LEDs ist so gross, dass das Leuchtmittel nicht auswechselbar sein muss. Auch aus diesem Grund betreibe ich die LEDs mit etwas Unterspannung, hier etwa mit 10,8 Volt statt der nominellen 12. Die Lichtausbeute ist grade eben merkbar geringer, der Stromverbrauch etwa ein Drittel, die Haltbarkeit sollte erheblich steigen.


5 Meter LED-Leiste, in mehreren Reihen in ein Holzgehäuse geklebt, mit einer aufgerauhten Plexiglasplatte abgedeckt, fertig ist die Lampe. Materialkosten etwa 25 Euro, Arbeitsaufwand etwa 3 Stunden. Hält hoffentlich sehr sehr lange und braucht wenig Strom, hier knapp fünf Watt. Das macht den Raum nicht taghell, reicht aber als Orientierungslicht um Bier und Chips zu finden gut aus.

Till

Sonntag, 7. Oktober 2012

Ein Blick auf den Kalender...


… zeigt:
 
Daher – in Kombination mit dem wunderbaren Oktoberwetter – ist klar, wie das Wochen(end)programm ausgesehen hat. Beschreibung des GGH (großen grünen Haufens) erspare ich mir Ihnen. Erwähnenswert sind die gefühlten 5.000 wilden Ahornbäume, diese ekelhaften spitzstacheligen Dornendinger, die frauhohen Brennnesselfelder und die überfrauhohen Teile, von denen ich nicht mal weiß, was sie sind (dachte erst, die sind gepflanzt worden; aber zwischen den Steinen auf der Terrasse???), die im Sommer gelb geblüht haben und jetzt weißliche wollartige Hinterlassenschaften bilden.

Obwohl der GGH für eine nicht zu verachtende Befriedigung sorgt, bleibt als Fazit eine gewisse Ernüchterung stehen, die sich auf den Blick in den Dschungel zurückführen lässt. Vermutlich müsste man wirklich einen Sommer lang jede (JEDE!) freie Minute im Garten herumwerkeln, um einen durchschlagenden Erfolg zu sehen. Wo anfangen in einem Gelände, das ursprünglich professionell angelegt und sich dann 15 Jahre selbst überlassen wurde? L

Der Trend geht ja, wie schon mal erwähnt, zur Zweitbaustelle ;-) Daher war Till am Wochenende bei seiner Mutter. Die hat jetzt nämlich auch ein neues Bad und Gäste-WC. Natürlich auch von der Firma Joas, weil wir mit den Leistungen wirklich sehr zufrieden waren – und sich die Wahl auch jetzt wieder bestätigt hat. Aber Soeinbisschenscheisselkram wie Schränke montieren, für Licht sorgen, Strom zum Heizkörper bringen etc. bleibt halt doch immer noch zu tun.

Sonntag, 30. September 2012

6 Monate


in unserer Villa Z.! Ein ganzes halbes Jahr im eigenen Zuhause. 182 Nächte sind seit der ersten vergangen.

Um es kurz zu halten: Wir haben uns alle gut eingelebt und fühlen uns sauwohl.

Trotz der kleineren und größeren Baustellen, trotz einer Liste mit offenen Projekten, die noch deutlich länger ist, als wir uns für diesen Zeitpunkt vorgenommen hatten.

 
Wir sind glücklich!

Sonntag, 23. September 2012

Eine Baustelle weniger ....


und zwar eine der gaaaaanz langlebigen. Letztes Jahr hatten wir das Geländer an der ersten Etage des Gartens (dem "Schweinestall", hier hatte tatsächlich einst ein Schwein gelebt) abgerissen.

Abgerissen trifft es nicht ganz, das Holz war völlig morsch, also eher mal kräftig gepustet. Und da es bis in den Hof am vorderen Ende doch etwa drei Meter runter geht, wollten wir ein solides Geländer haben, das die nächsten, na ja, 30 Jahre übersteht. Also Angebot vom Kunstschmied angefordert. Das kam dann auch nach gefühlten drei Monaten. Dann haben wir über günstigere Alternativen nachgedacht ;-)

Heißt: Eine Holzkonstruktion, die meine Fähigkeiten nicht übersteigt. Aber wer will schon alle drei Jahre neu streichen. Nach reiflicher Überlegung und Gesprächen mit unserem (hochgeschätzten ! Der hat uns viel Arbeit und Geld erspart) Farbenhändler und unserem (ebenfalls hochgeschätzten !) Zimmermann stand die Entscheidung fest:

Sägerauhes Holz nimmt Holzschutz-Lasuren viel besser an als gehobeltes. Ein konkretes Beispiel konnten wir uns hier in Heidenheim anschauen, ein Vereinsheim, vor etwa 15 Jahren mit Holz verkleidet, eben sägerauh und lasiert, sieht noch fast aus wie neu. Ich nenne jetzt den Namen des Vereins nicht, nicht dass jemand denkt, die wären zu faul zum Streichen. Ich jedenfalls bin's. Zu faul.

Einmal richtig gemacht, in zehn Jahren nochmal nachgestrichen und das war's dann. Hoffen wir jedenfalls. Aber nachdem ich etwa fünfmal soviel Lasur verbraucht habe, wie anhand der Herstellerangaben geschätzt, scheint das mit dem "tiefer einziehen" hinzukommen. Im Ernst: Die Farbe hat mehr gekostet als das Holz. Was aber sicher auch daran liegt, dass das Holz so günstig war.

Nebenbemerkung: Wie bei allen verwendeten Hilfsstoffen, also Farben, Lacken, Mörteln, Klebern, Pinseln usw. haben wir nur erstklassige Ware verwendet. Dabei haben wir uns daran orientiert, welche Produkte von Handwerken, deren Qualität wir als hoch einschätzen, verwendet werden. In diesem Fall waren das Lasuren von Caparol. Nicht, dass wir hier einen Hersteller bevorzugen wollen, die Lacke haben wir von Sikkens ;-) Irgendwann werde ich den schon seit langem geplanten Beitrag über Firmen und Produkte, die uns das Leben wirklich erleichtert haben, schreiben, Carapol und Sickkens werden dort einen Ehrenplatz erhalten. Neben Storch, Milwaukee und Festool.

Zweite Nebenbemerkung: An diesem immerhin mehr als zehn Meter langen Geländer wurden praktisch alles von Hand gesägt. Ich hatte lange überlegt, ob ich mir eine Kappsäge kaufen soll, um die (wirklich !) vielen Leisten abzulängen und insbesondere am (im Bild rechts zu sehenden) Geräte-Unterstand die mehr als hundert Holzverbindungen auf Gehrung zu sägen. Aber ich wollte ausprobieren, ob die vielgerühmten Japan-Sägen wirklich  so gut sind, wie behauptet wird. Sind sie. Wirklich. Die ersten paar Schnitte waren jeweils etwas mühsam, aber insgesamt wäre ich mit der Maschine nicht so viel schneller gewesen, als dass ich noch ein großes Ding hätte rumstehen haben wollen. Und ich bin bekennender Holzbearbeitungsmaschinenfetischist.

Dritte Nebenbemerkung: Sägerauhes Holz hat den entscheidenden Nachteil, dass es eben rauh ist. Und zwar mächtig. Heißt: Man kann sich schnell mal einen Splitter in die Hand treiben. Mit kleinen Kindern, Hunden und Katzen ist das nicht eben wünschenswert. Was also tun ? Hobeln geht nicht, dann zieht die Lasur nicht tief genug ein. Nach langer Überlegung (und ein paar Bemerkungen von Fachleuten, die letztlich eine freundliche Formulierung von "Du spinnst" darstellen) habe ich mich dafür entschieden, die Leisten grob zu schleifen um die großen Splitter zu entfernen. Also mit dem Bandschleifer mit 24er Band nur einmal kurz drüber. Funktioniert prima, eine der besseren Ideen ;-)

Ob das wirklich so hält wie geplant, sehen wir im fünfzehn Jahren ....

Sonntag, 16. September 2012

Und dann kommt der Schaufellader um die Ecke…


… und das „STOP!“ erstickt in der riesigen Staubwolke, die entsteht, wenn eine komplette Schaufelladerschaufel voll Rindenmulch ausgekippt wird. Wie das Auto aussieht beschreibe ich lieber nicht…

Und so steht man dann da mit einem grooooooßen Hänger voller Rindenmulch. Also, ja, wir wollten natürlich Rindenmulch haben. Ein bisschen, so für die Ecke vor dem Haus und die beiden Beete hinterm Haus. Da wir für Freitag eh einen Hänger gemietet hatten, um Holz-Briketts abzuholen, haben wir den nach dem Abladen gleich wieder aufgeladen und sind zur Deponie gefahren (DAS scheint wohl nie aufzuhören). Daher habe ich letzte Woche die Hortensien in den Beeten hinterm Haus und die was-auch-immer in der Beetecke vor dem Haus abgeschnitten und alles Unkraut entfernt, um in der Tat noch etwas Rindenmulch mitnehmen und verteilen zu können.

Nun standen wir da. Selbst nach sehr großzügigem Verteilen auf die zwei Hortensienbeete besagte Ecke, Großeltern, Nachbarn und Freunde war der Hänger noch zur Hälfte gefüllt *hüstel* Also spontan noch mehr Unkraut gejätet, zum Gärtner gespurtet und nebenher noch die Terrassenumrandung überarbeitet.

Ergebnisse:

1.    Alchemilla erythropodaa 

„Anspruchslose Staude mit langer Lebensdauer. Für alle Böden, wächst in sonniger wie auch schattiger Lage. Schöner Bodendecker.“

Klingt perfekt geeignet, der „Zwergige Frauenmantel“. Wir präsentieren:

 

2.    Hortensienbeete

Geschnittene Pflanzen (ob die jemals wieder blühen?), Erde mit Kompost bestreut und mit Rindenmulch (Komma viel) aufgefüllt.

 

3.    Terrasse

Spontane Entscheidung…

 

4.    Beetecke

Wir hoffen, dass das Unkraut auch weiß, dass es da nicht durchwachsen darf.

 

5.    Links und rechts

Hierfür gibt es sicherlich mal eine andere Lösung, aber ebenfalls spontan so entschieden

 

6.    Der Rest

Wird bestimmt noch verteilt, bis dahin heißt es Spaß haben ;-)
 
 

Sonntag, 9. September 2012

Was wird das?


Erste Entwürfe:

 
Making-of (I):

 
Making-of (II):

 
To be continued…

Sonntag, 2. September 2012

Schattenpflanzen / Unser einziges Beet

Untertitel: Eigentlich überhaupt gar nicht auf der Prioritätenliste…

… aber dennoch ein ständiges optisches Ärgernis war der Zustand der „Bienenweide“, nachdem das Phacelia-Feld (Stichwort: Gründüngung) einer opulenten Brennnessel-Kolonie gewichen ist und jetzt (wohlgemerkt bereits NACH ein paar manuellen Bekämpfungsaktionen) so aussah:


*hüstel*

Das Problem unseres einzigen Beetes ist – die Lage.
Nordseite. Schatten. Ganz viel Schatten. Noch mehr Schatten.
Eine ganze Weile habe ich mit der Idee diverser Schmuckfarne geliebäugelt. Im Lauf der Woche mal in der Gärtnerei gewesen und dann doch nach einigem Nachdenken in Richtung Bodendecker geschwenkt. Klar, die wird man nie wieder los. Aber wir müssen eh das Beet mit dem Minibagger leeren, wenn wir je etwas anderes machen wollen. Also gestern relativ spontan (Wetterlage für Schweinestallmontage zu unbeständig) beim Gärtner eingekauft (ich gestehe, zwei Mal, beim ersten Einkauf zu knapp kalkuliert) und ab jetzt folgendes Bild:

 
„Dickmännchen“ (Pachysandra) 25 Stück + „Prachtspiere“ (Astilbe x arendsii ‚Hyazinth‘) 2 Stück als Solitärpflanzen

 
„Purpurglöckchen“(Heuchera) 15 Stück + Dickmännchen“ (Pachysandra) 10 Stück + „Weißrand-Funkie“ (Hosta x fortunei ‚Francee‘) 2 Stück als Solitärpflanzen 

180 l Rindenmulch sind, wie man sieht, definitiv zu wenig, da muss ich Montag nochmals nachkaufen.
Gut, oder? Hoffen, dass alles gut anwächst und sich im nächsten Jahr schnell vermehrt / ausbreitet.

Derweil hat der Mann sich für das tagfüllende Programm des Kelleraufräumens entschieden (HURRA!):
Die Werkstatt:


Wow.
Der Heizungskeller:

 
Hach, ich liebe ihn!!!!
...
Meinen Mann meine ich natürlich.

Sonntag, 26. August 2012

Die gehobene transzendentale Bewusstseinsebene des 3. Grades auf Sonderwegen


ist, meiner Meinung nach, nur durch Schleiftätigkeiten erreichbar. Wenn, ja wenn man nicht permanent durch schlafen und essen sowie Mann und Kind unterbrochen werden würde. Wie gut, dass noch alle Chancen vor mir liegen, da ich erst ungefähr ein Drittel des ersten (bei Gesamtmenge = 4) Fensterladens geschliffen habe (wobei das Schleifen wiederum nur ungefähr ein Drittel der Gesamtarbeit ausmacht).

 
Gerüchten zufolge reißen Sehnen auch gar nicht so einfach wie man denkt… Trotzdem werde ich mich doch mal gegen die Argumentation meines besten Ehegatten über Beize und / oder Entlaugungstauchbad informieren.
Sachdienliche Info am Schluss: Arbeitsgerät der Wahl ist mal wieder der Deltaschleifer von Fein.

Montag, 20. August 2012

Exclusive Details

(über den Sommer)

Da meine Schwester ja meint, dass unser Haus nicht wegen der Wände kühl ist, sondern weil es bei uns einfach kühler ist, während sie in Heidelberg selbstverschuldet leidet, nachfolgend noch ein paar Details bzw. die konkrete Auswertung der Datenlogger (war eh geplant ;-) aber habe ich gestern nicht mehr geschafft, wegen konvertieren, importieren, etc.).
Für die Auswertung habe ich den Zeitraum 12. August 2012 (Start 00:00 Uhr) bis 19. August 2012 (Ende 18:00 Uhr) betrachtet. Die identischen Datenlogger zeichnen jede Minute einen Wert auf. Wir hatten zeitgleich einen Datenlogger außen (im Holzschuppen zum Schutz gegen die Witterung), einen im Keller (in der Waschküche, wegen kritischer Lagerung) und den dritten im Schlafzimmer stationiert – also zumindest die Räume haben dieselbe Ausrichtung (Front), der Holzschuppen steht orthogonal dazu, was einen etwas anderen Einstrahlwinkel bedeutet.

Zuerst die Temperaturverläufe aller drei Datenlogger:

Man sieht sehr schön (oder man würde sehr schön sehen, wenn's denn groß genug wäre... daher: rot = Holzschuppen, blau = Waschküche, orange = Schlafzimmer), wie die – gleich ausgerichteten – Räume, sprich Schlafzimmer und Waschküche, nahezu zeitgleich Veränderungen aufweisen in der Temperatur. Insgesamt ist der bereits gestern beschriebene allmähliche Anstieg der Innentemperatur im Schlafzimmer zu erkennen, während die Waschküche gemittelt sehr stabil mit minimalem Anstieg bleibt. Die Schwankungen im Außenbereich reichen dagegen von 7°C Nachttemperatur bis 33°C (ich denke, das fällt auch für Heidelberger in die Kategorie Sommer ;-))

So richtig spannend ist eigentlich das nächste Diagramm. Wir haben ja, wie mehrfach geschrieben, alles im Haus auf Diffusionsoffenheit ausgelegt und auch von Anfang an intensiv über das Thema Feuchtigkeit – Lüften nachgedacht und diskutiert, zuletzt neulich noch mit H. Weng.


Fügt man zum Außentemperaturverlauf und dem in der Waschküche noch die relative Luftfeuchtigkeit in der Waschküche hinzu (grüne Kurve), zeigen sich interessante Effekte. Gelüftet wird bei uns im Keller, wenn Taußen < Tinnen liegt. Was meistens bedeutet, dass ich nach dem Aufstehen und Blick auf’s Thermometer um kurz vor 5 Uhr (jaja, wir haben einen Hund…) die Kellerfenster öffne, später (beim Frühstück) ergänzt durch offene Kellertür sowie offene Haustür. Wenn der Blick auf die Vorhersage jedoch eine richtig klare, kühle Nacht erwarten lässt, öffnen wir schon auch mal die Fenster beim Insbettgehen. Lange Rede, kurzer Sinn: Mal „so ein bisschen lüften“ senkt zwar die Feuchtigkeit kurzzeitig ab, der Peak wird aber sehr schnell wieder aufgearbeitet, am Langzeittrend tut sich ziemlich wenig L Die ganze Nacht lüften zeigt eindeutig den stärkeren Einfluss. Interessant ist auch die immer mal wieder erkennbare kleine Temperaturerhöhung mit folglich abnehmender relativer Feuchte – weil das zu unterschiedlichen Zeiten geschieht und vermutlich auch unterschiedliche Ursachen hat.

Äääääh, kurz: Es ist dokumentiert, WIR HABEN SOMMER!!!!!

…

Und über alles andere müssen wir nochmals intensiv nachdenken und vielleicht, vielleicht, irgendwann mal berechnen wir aus den Daten auch tatsächlich die Wärmekapazität der Wände.

Sonntag, 19. August 2012

Über den Sommer (und die Vorzüge alter Häuser)


Aktuell hier so:

Am späten Abend noch fast 30°C… Ein Anlass, mal wieder einen Blick auf unsere diversen Datenlogger zu werfen, und zwar dieses Mal auf den im Schlafzimmer stationierten. Wie Till damals schon geschrieben hat, interessiert uns u. a. die Wärmekapazität des Hauses. Werfen wir also mal einen Blick zurück auf diese Woche, die vor allem jetzt zum Ende hin doch sehr schweißtreibend wurde:

Tagestemperaturen von gut 30°C (sicherlich mit deutlichen Spitzenwerten darüber), Nachttemperaturen von ca. 15°C (allerdings alles Wetterstation). Und was hat sich bei uns getan?

Die rote Kurve spiegelt den Temperaturverlauf wider, die gelbe die dazugehörige Feuchtigkeit (vollkommen unproblematisch, nicht der Rede wert - im Moment...). Man sieht prima, wie lange wir schön konstant, mit nur kleinen Schwankungen, bei 20,5°C liegen. Erst an den beiden letzten Tagen, als die Temperaturen so irre hochgeschossen sind, gab es einen – erfreulicherweise allmählichen – Anstieg der Temperatur um 2°C. Der Peak liegt stets am Vormittag gegen halb zehn, da scheint die Sonne noch mit voller Macht in unser Schlafzimmer. Und die Beschattung ist mit Vorhängen, aber ohne Rollläden, auch nur suboptimal. Man sieht, wie lange die Wände letztendlich doch für die Erwärmung benötigen. Aber dafür speichern sie dann auch und die Beeinflussbarkeit ist gering. Trotzdem bin ich vom Nutzen meiner in langen Jahren ausgeklügelten Lüftstrategie überzeugt (aber ich bin ja auch keine Physikerin ;-)) Gut gelüftet, macht auch den Bunker kalt und trocken!
Also: Alte Häuser haben neben vielen anderen positiven Aspekten noch zusätzlich den Vorteil der dicken Wände und kühlen Räume.

Aber heute Nacht, da müssen wir wohl trotzdem erstmalig schwitzen…
Schlaft gut!

Sonntag, 12. August 2012

Post-it? Pin-it!


Aus gegebenem Anlass *hüstel* heute zwei Blogbeiträge…

Man kennt das ja: Wichtige Telefonnummern, die dem schnellen Zugriff unterliegen müssen, Infos für irgendwann mal, noch nicht eingelöste Gutscheine (aber sorry, Schatz, das Fährtenwochenende hole ich mir bestimmt noch *g*), Postkarten über die man sich sehr gefreut hat, Schlüssel, Einladungen, Terminkärtchen, etc. – man braucht ein Plätzchen.
In der alten Wohnung hatten wir hierfür eine klassische Pinnwand. Eindeutig so praktisch wie optisch fragwürdig (insbesondere wenn eine kleine dicke Katze hieran schon mal die Krallen gewetzt hat). Also musste etwas anderes her. Eine Zeitlang dachten wir an ein Glasmagnetboard. Aber dann hatten wir eine richtig gute Idee: Unser Kaminofen steht ja auf einer Naturstahlplatte J! Also bei der Fa. Joas angefragt, ob wir bei ihnen eine identische, kleine und passend zugeschnittene Platte erwerben können. Ja! Hier ist sie:


Schlicht, einfach schön, oder?

Jaja, Till hat sich hierfür eine echt schicke Befestigungslösung ausgedacht:

 Wobei das trickreiche Detail in der schrägen (geklebten) Keilverbindung liegt:

Die unauffällige Schraube unten ist nur eine kleine Sicherheitsmaßnahme, die magnetischen Stempel und Zapfen sind auch selbst gefertigt.  

Derweil habe ich mit „Die-gegen-das-Unkraut-kämpft“ einen neuen Indianernamen… [ha ̯ʊ]!

Nicht zur Strafe, nur zur Übung




Lustigerweise ist der Stapel exakt 60 Sekunden nachdem ich mit stolzgeschwellter Brust gesagt habe "Siehste, jetzt hält er doch bereits 'ne ganze Woche, das passt schon!" eingestürzt ;-)

Und praktischweise noch während des Mittagsschlafs vom Froschbär.

Sonntag, 5. August 2012

Futter

für unseren Kaminofen.

Donnerstag:

Samstag:
Alles vorbereitet, gut vorangekommen, doch dann:


 weil

(Am Schlimmsten war übrigens nicht die Warterei in der Chirurgie, sondern der Stau inmitten der Fußballfans.)

Sonntag:

Kam überraschend ein echter Freund & Helfer mit seiner Streitaxt ;-) vorbei:

+


=


DANKE!!!

Der Winter kann kommen…

Sonntag, 29. Juli 2012

Die Lücken sind geschlossen

Der Fensterbauer hat die Woche angerufen, sie würden gerne am nächsten Tag die Leisten anbringen. Aber gerne!

Zur Erinnerung (wir haben ja ausführlich berichtet) – so sah es vorher aus: 


Und jetzt so:




Damit sind die riesigen Fugen zumindest auf der Fassadenseite kaschiert. Die Rechnung – und das ist jetzt auch die letzte richtig große! – ist auch schon da *g* - allerdings mit 3 berechneten Mückengittern mehr als geliefert und … ach ja, ein Klassiker, die Sache mit Abschlagszahlung – Skonto – Restbetrag, die haben wir so gut wie überall erlebt (unschön aber wahr). Man muss (? sollte; ich bin ja der Typ, der ans Gute im Menschen glaubt; aber mein Mann hat Recht – und das mehrfach damit bewiesen) echt jede Rechnung und jede aufgeführte Position prüfen.
Innen . . . mal schauen, ob wir da auch noch Leisten anbringen oder nicht. Nochmal die Für’s und Wider’s diskutieren.

Und dann gibt’s noch DAS hier zu zeigen:


Wenn Sie jetzt denken: „Ich sehe nichts!“ dann denken Sie vollkommen korrekt. Keine Umzugskiste mehr in der Diele incl. allem was so im Lauf der Zeit darauf festgewachsen ist. Wir haben tatsächlich ein bisschen weiter aufgeräumt – wenn auch hauptsächlich Keller / Werkstätten. Gutes Gefühl.

Sonntag, 22. Juli 2012

Ein Stück Real Madrid

in unserem Vorgarten! J

Um genau zu sein: 1 m² von exakt dem Rollrasen, der auch im Stadion von Real Madrid, dem Estadio Santiago Bernabéu, verlegt ist.

Ein paar Eindrücke der spektakulären Aktion:

Das Verlegen (hier: das Walzen – in der kreativen Übersetzung)


Der Belastungstest (vergesst spanische Fußballer):


Vielen Dank für dieses wirklich coole Geschenk zum Einzug!

J

Und hier noch ein kleiner Eindruck vom restlichen Garten – es gibt durchaus noch weitere blühende Ecken:

Sonntag, 15. Juli 2012

Gründüngung

Es existiert ja dieses Beet. Vor / neben dem Haus, zum Hof hin. Die Sträucher (Rhododendren???), die dort gewachsen sind, mussten wir aufgrund des Gerüsts knapp über dem Boden absägen. Das haben uns die Sträucher (Rhododendren???) übel genommen – denn bislang haben sie nicht getrieben oder sonstige Lebenszeichen von sich gegeben. Aber – wer weiß? Und – was also tun? In meinem jugendlichen Leichtsinn dachte ich, dass ich das Beet einfach mal gründlich umgrabe und von dem ganzen Baudreck reinige. No way. Alles eine komplett verwurzelte, federnde dunkle Masse. Also jedes kleine Fitzelchen Dreck und Kram abgesammelt und dann das Beet mit Humus und Erde aus dem „Schweinestall“ aufgefüllt. Eimer um verfluchten Eimer von dort oben nach dort unten geschleppt. Was wir tatsächlich anpflanzen wollen, wissen wir noch nicht, aber für dieses Jahr haben wir uns die Sache mit der Gründüngung überlegt. Gründüngung belebt den Gartenboden, ist einfach, dient der Bodenverbesserung und verhindert Unkraut. Und ist, je nach Sorte, auch schön. Typische Sorten sind z. B. Senf oder Raps oder Sonnenblumen oder Phacelia. Auch als „Bienenfreund“ oder „Bienenweide“ bekannt. Ach – da hat die Mama gleich Träume von einem blauen Feld vor dem Haus gehabt. So also:


Schön, nicht wahr?

Leider … äh … nicht überall. Ein Großteil des Beetes zeigt irgendwie folgendes Bild:

Das liegt meiner Meinung nach am Schatten. Der blühende Teil liegt nämlich in der Sonne. Der andere den ganzen Tag im Schatten.
Mein Mann meint allerdings, das liegt daran, dass ich die Nutzungshinweise auf dem Päckchen („Inhalt reicht für 25 m²“) missachtet und großzügig 3 Päckchen verteilt habe und ääääh nun jede Menge Stängelchen dahinvegetieren… Aber die Düngwirkung wird bestimmt auch 3 Mal so groß sein ;-)