Sonntag, 2. September 2012

Schattenpflanzen / Unser einziges Beet

Untertitel: Eigentlich überhaupt gar nicht auf der Prioritätenliste…

… aber dennoch ein ständiges optisches Ärgernis war der Zustand der „Bienenweide“, nachdem das Phacelia-Feld (Stichwort: Gründüngung) einer opulenten Brennnessel-Kolonie gewichen ist und jetzt (wohlgemerkt bereits NACH ein paar manuellen Bekämpfungsaktionen) so aussah:


*hüstel*

Das Problem unseres einzigen Beetes ist – die Lage.
Nordseite. Schatten. Ganz viel Schatten. Noch mehr Schatten.
Eine ganze Weile habe ich mit der Idee diverser Schmuckfarne geliebäugelt. Im Lauf der Woche mal in der Gärtnerei gewesen und dann doch nach einigem Nachdenken in Richtung Bodendecker geschwenkt. Klar, die wird man nie wieder los. Aber wir müssen eh das Beet mit dem Minibagger leeren, wenn wir je etwas anderes machen wollen. Also gestern relativ spontan (Wetterlage für Schweinestallmontage zu unbeständig) beim Gärtner eingekauft (ich gestehe, zwei Mal, beim ersten Einkauf zu knapp kalkuliert) und ab jetzt folgendes Bild:

 
„Dickmännchen“ (Pachysandra) 25 Stück + „Prachtspiere“ (Astilbe x arendsii ‚Hyazinth‘) 2 Stück als Solitärpflanzen

 
„Purpurglöckchen“(Heuchera) 15 Stück + Dickmännchen“ (Pachysandra) 10 Stück + „Weißrand-Funkie“ (Hosta x fortunei ‚Francee‘) 2 Stück als Solitärpflanzen 

180 l Rindenmulch sind, wie man sieht, definitiv zu wenig, da muss ich Montag nochmals nachkaufen.
Gut, oder? Hoffen, dass alles gut anwächst und sich im nächsten Jahr schnell vermehrt / ausbreitet.

Derweil hat der Mann sich für das tagfüllende Programm des Kelleraufräumens entschieden (HURRA!):
Die Werkstatt:


Wow.
Der Heizungskeller:

 
Hach, ich liebe ihn!!!!
...
Meinen Mann meine ich natürlich.

Sonntag, 26. August 2012

Die gehobene transzendentale Bewusstseinsebene des 3. Grades auf Sonderwegen


ist, meiner Meinung nach, nur durch Schleiftätigkeiten erreichbar. Wenn, ja wenn man nicht permanent durch schlafen und essen sowie Mann und Kind unterbrochen werden würde. Wie gut, dass noch alle Chancen vor mir liegen, da ich erst ungefähr ein Drittel des ersten (bei Gesamtmenge = 4) Fensterladens geschliffen habe (wobei das Schleifen wiederum nur ungefähr ein Drittel der Gesamtarbeit ausmacht).

 
Gerüchten zufolge reißen Sehnen auch gar nicht so einfach wie man denkt… Trotzdem werde ich mich doch mal gegen die Argumentation meines besten Ehegatten über Beize und / oder Entlaugungstauchbad informieren.
Sachdienliche Info am Schluss: Arbeitsgerät der Wahl ist mal wieder der Deltaschleifer von Fein.

Montag, 20. August 2012

Exclusive Details

(über den Sommer)

Da meine Schwester ja meint, dass unser Haus nicht wegen der Wände kühl ist, sondern weil es bei uns einfach kühler ist, während sie in Heidelberg selbstverschuldet leidet, nachfolgend noch ein paar Details bzw. die konkrete Auswertung der Datenlogger (war eh geplant ;-) aber habe ich gestern nicht mehr geschafft, wegen konvertieren, importieren, etc.).
Für die Auswertung habe ich den Zeitraum 12. August 2012 (Start 00:00 Uhr) bis 19. August 2012 (Ende 18:00 Uhr) betrachtet. Die identischen Datenlogger zeichnen jede Minute einen Wert auf. Wir hatten zeitgleich einen Datenlogger außen (im Holzschuppen zum Schutz gegen die Witterung), einen im Keller (in der Waschküche, wegen kritischer Lagerung) und den dritten im Schlafzimmer stationiert – also zumindest die Räume haben dieselbe Ausrichtung (Front), der Holzschuppen steht orthogonal dazu, was einen etwas anderen Einstrahlwinkel bedeutet.

Zuerst die Temperaturverläufe aller drei Datenlogger:

Man sieht sehr schön (oder man würde sehr schön sehen, wenn's denn groß genug wäre... daher: rot = Holzschuppen, blau = Waschküche, orange = Schlafzimmer), wie die – gleich ausgerichteten – Räume, sprich Schlafzimmer und Waschküche, nahezu zeitgleich Veränderungen aufweisen in der Temperatur. Insgesamt ist der bereits gestern beschriebene allmähliche Anstieg der Innentemperatur im Schlafzimmer zu erkennen, während die Waschküche gemittelt sehr stabil mit minimalem Anstieg bleibt. Die Schwankungen im Außenbereich reichen dagegen von 7°C Nachttemperatur bis 33°C (ich denke, das fällt auch für Heidelberger in die Kategorie Sommer ;-))

So richtig spannend ist eigentlich das nächste Diagramm. Wir haben ja, wie mehrfach geschrieben, alles im Haus auf Diffusionsoffenheit ausgelegt und auch von Anfang an intensiv über das Thema Feuchtigkeit – Lüften nachgedacht und diskutiert, zuletzt neulich noch mit H. Weng.


Fügt man zum Außentemperaturverlauf und dem in der Waschküche noch die relative Luftfeuchtigkeit in der Waschküche hinzu (grüne Kurve), zeigen sich interessante Effekte. Gelüftet wird bei uns im Keller, wenn Taußen < Tinnen liegt. Was meistens bedeutet, dass ich nach dem Aufstehen und Blick auf’s Thermometer um kurz vor 5 Uhr (jaja, wir haben einen Hund…) die Kellerfenster öffne, später (beim Frühstück) ergänzt durch offene Kellertür sowie offene Haustür. Wenn der Blick auf die Vorhersage jedoch eine richtig klare, kühle Nacht erwarten lässt, öffnen wir schon auch mal die Fenster beim Insbettgehen. Lange Rede, kurzer Sinn: Mal „so ein bisschen lüften“ senkt zwar die Feuchtigkeit kurzzeitig ab, der Peak wird aber sehr schnell wieder aufgearbeitet, am Langzeittrend tut sich ziemlich wenig L Die ganze Nacht lüften zeigt eindeutig den stärkeren Einfluss. Interessant ist auch die immer mal wieder erkennbare kleine Temperaturerhöhung mit folglich abnehmender relativer Feuchte – weil das zu unterschiedlichen Zeiten geschieht und vermutlich auch unterschiedliche Ursachen hat.

Äääääh, kurz: Es ist dokumentiert, WIR HABEN SOMMER!!!!!


Und über alles andere müssen wir nochmals intensiv nachdenken und vielleicht, vielleicht, irgendwann mal berechnen wir aus den Daten auch tatsächlich die Wärmekapazität der Wände.

Sonntag, 19. August 2012

Über den Sommer (und die Vorzüge alter Häuser)


Aktuell hier so:

Am späten Abend noch fast 30°C… Ein Anlass, mal wieder einen Blick auf unsere diversen Datenlogger zu werfen, und zwar dieses Mal auf den im Schlafzimmer stationierten. Wie Till damals schon geschrieben hat, interessiert uns u. a. die Wärmekapazität des Hauses. Werfen wir also mal einen Blick zurück auf diese Woche, die vor allem jetzt zum Ende hin doch sehr schweißtreibend wurde:

Tagestemperaturen von gut 30°C (sicherlich mit deutlichen Spitzenwerten darüber), Nachttemperaturen von ca. 15°C (allerdings alles Wetterstation). Und was hat sich bei uns getan?

Die rote Kurve spiegelt den Temperaturverlauf wider, die gelbe die dazugehörige Feuchtigkeit (vollkommen unproblematisch, nicht der Rede wert - im Moment...). Man sieht prima, wie lange wir schön konstant, mit nur kleinen Schwankungen, bei 20,5°C liegen. Erst an den beiden letzten Tagen, als die Temperaturen so irre hochgeschossen sind, gab es einen – erfreulicherweise allmählichen – Anstieg der Temperatur um 2°C. Der Peak liegt stets am Vormittag gegen halb zehn, da scheint die Sonne noch mit voller Macht in unser Schlafzimmer. Und die Beschattung ist mit Vorhängen, aber ohne Rollläden, auch nur suboptimal. Man sieht, wie lange die Wände letztendlich doch für die Erwärmung benötigen. Aber dafür speichern sie dann auch und die Beeinflussbarkeit ist gering. Trotzdem bin ich vom Nutzen meiner in langen Jahren ausgeklügelten Lüftstrategie überzeugt (aber ich bin ja auch keine Physikerin ;-)) Gut gelüftet, macht auch den Bunker kalt und trocken!
Also: Alte Häuser haben neben vielen anderen positiven Aspekten noch zusätzlich den Vorteil der dicken Wände und kühlen Räume.

Aber heute Nacht, da müssen wir wohl trotzdem erstmalig schwitzen…
Schlaft gut!

Sonntag, 12. August 2012

Post-it? Pin-it!


Aus gegebenem Anlass *hüstel* heute zwei Blogbeiträge…

Man kennt das ja: Wichtige Telefonnummern, die dem schnellen Zugriff unterliegen müssen, Infos für irgendwann mal, noch nicht eingelöste Gutscheine (aber sorry, Schatz, das Fährtenwochenende hole ich mir bestimmt noch *g*), Postkarten über die man sich sehr gefreut hat, Schlüssel, Einladungen, Terminkärtchen, etc. – man braucht ein Plätzchen.
In der alten Wohnung hatten wir hierfür eine klassische Pinnwand. Eindeutig so praktisch wie optisch fragwürdig (insbesondere wenn eine kleine dicke Katze hieran schon mal die Krallen gewetzt hat). Also musste etwas anderes her. Eine Zeitlang dachten wir an ein Glasmagnetboard. Aber dann hatten wir eine richtig gute Idee: Unser Kaminofen steht ja auf einer Naturstahlplatte J! Also bei der Fa. Joas angefragt, ob wir bei ihnen eine identische, kleine und passend zugeschnittene Platte erwerben können. Ja! Hier ist sie:


Schlicht, einfach schön, oder?

Jaja, Till hat sich hierfür eine echt schicke Befestigungslösung ausgedacht:

 Wobei das trickreiche Detail in der schrägen (geklebten) Keilverbindung liegt:

Die unauffällige Schraube unten ist nur eine kleine Sicherheitsmaßnahme, die magnetischen Stempel und Zapfen sind auch selbst gefertigt.  

Derweil habe ich mit „Die-gegen-das-Unkraut-kämpft“ einen neuen Indianernamen… [ha ̯ʊ]!

Nicht zur Strafe, nur zur Übung




Lustigerweise ist der Stapel exakt 60 Sekunden nachdem ich mit stolzgeschwellter Brust gesagt habe "Siehste, jetzt hält er doch bereits 'ne ganze Woche, das passt schon!" eingestürzt ;-)

Und praktischweise noch während des Mittagsschlafs vom Froschbär.

Sonntag, 5. August 2012

Futter

für unseren Kaminofen.

Donnerstag:

Samstag:
Alles vorbereitet, gut vorangekommen, doch dann:


 weil

(Am Schlimmsten war übrigens nicht die Warterei in der Chirurgie, sondern der Stau inmitten der Fußballfans.)

Sonntag:

Kam überraschend ein echter Freund & Helfer mit seiner Streitaxt ;-) vorbei:

+


=


DANKE!!!

Der Winter kann kommen…

Sonntag, 29. Juli 2012

Die Lücken sind geschlossen

Der Fensterbauer hat die Woche angerufen, sie würden gerne am nächsten Tag die Leisten anbringen. Aber gerne!

Zur Erinnerung (wir haben ja ausführlich berichtet) – so sah es vorher aus: 


Und jetzt so:




Damit sind die riesigen Fugen zumindest auf der Fassadenseite kaschiert. Die Rechnung – und das ist jetzt auch die letzte richtig große! – ist auch schon da *g* - allerdings mit 3 berechneten Mückengittern mehr als geliefert und … ach ja, ein Klassiker, die Sache mit Abschlagszahlung – Skonto – Restbetrag, die haben wir so gut wie überall erlebt (unschön aber wahr). Man muss (? sollte; ich bin ja der Typ, der ans Gute im Menschen glaubt; aber mein Mann hat Recht – und das mehrfach damit bewiesen) echt jede Rechnung und jede aufgeführte Position prüfen.
Innen . . . mal schauen, ob wir da auch noch Leisten anbringen oder nicht. Nochmal die Für’s und Wider’s diskutieren.

Und dann gibt’s noch DAS hier zu zeigen:


Wenn Sie jetzt denken: „Ich sehe nichts!“ dann denken Sie vollkommen korrekt. Keine Umzugskiste mehr in der Diele incl. allem was so im Lauf der Zeit darauf festgewachsen ist. Wir haben tatsächlich ein bisschen weiter aufgeräumt – wenn auch hauptsächlich Keller / Werkstätten. Gutes Gefühl.

Sonntag, 22. Juli 2012

Ein Stück Real Madrid

in unserem Vorgarten! J

Um genau zu sein: 1 m² von exakt dem Rollrasen, der auch im Stadion von Real Madrid, dem Estadio Santiago Bernabéu, verlegt ist.

Ein paar Eindrücke der spektakulären Aktion:

Das Verlegen (hier: das Walzen – in der kreativen Übersetzung)


Der Belastungstest (vergesst spanische Fußballer):


Vielen Dank für dieses wirklich coole Geschenk zum Einzug!

J

Und hier noch ein kleiner Eindruck vom restlichen Garten – es gibt durchaus noch weitere blühende Ecken:

Sonntag, 15. Juli 2012

Gründüngung

Es existiert ja dieses Beet. Vor / neben dem Haus, zum Hof hin. Die Sträucher (Rhododendren???), die dort gewachsen sind, mussten wir aufgrund des Gerüsts knapp über dem Boden absägen. Das haben uns die Sträucher (Rhododendren???) übel genommen – denn bislang haben sie nicht getrieben oder sonstige Lebenszeichen von sich gegeben. Aber – wer weiß? Und – was also tun? In meinem jugendlichen Leichtsinn dachte ich, dass ich das Beet einfach mal gründlich umgrabe und von dem ganzen Baudreck reinige. No way. Alles eine komplett verwurzelte, federnde dunkle Masse. Also jedes kleine Fitzelchen Dreck und Kram abgesammelt und dann das Beet mit Humus und Erde aus dem „Schweinestall“ aufgefüllt. Eimer um verfluchten Eimer von dort oben nach dort unten geschleppt. Was wir tatsächlich anpflanzen wollen, wissen wir noch nicht, aber für dieses Jahr haben wir uns die Sache mit der Gründüngung überlegt. Gründüngung belebt den Gartenboden, ist einfach, dient der Bodenverbesserung und verhindert Unkraut. Und ist, je nach Sorte, auch schön. Typische Sorten sind z. B. Senf oder Raps oder Sonnenblumen oder Phacelia. Auch als „Bienenfreund“ oder „Bienenweide“ bekannt. Ach – da hat die Mama gleich Träume von einem blauen Feld vor dem Haus gehabt. So also:


Schön, nicht wahr?

Leider … äh … nicht überall. Ein Großteil des Beetes zeigt irgendwie folgendes Bild:

Das liegt meiner Meinung nach am Schatten. Der blühende Teil liegt nämlich in der Sonne. Der andere den ganzen Tag im Schatten.
Mein Mann meint allerdings, das liegt daran, dass ich die Nutzungshinweise auf dem Päckchen („Inhalt reicht für 25 m²“) missachtet und großzügig 3 Päckchen verteilt habe und ääääh nun jede Menge Stängelchen dahinvegetieren… Aber die Düngwirkung wird bestimmt auch 3 Mal so groß sein ;-)

Montag, 9. Juli 2012

Paranoia


Prinzipiell neige ich im Gegensatz zu gewissen männlichen Mitgliedern der Familie überhaupt nicht zu Paranoia (außer es handelt sich um die telepathischen Fähigkeiten von Schlangen).
Aaaaber…

Die Sache mit den Fugen. Die scheint uns irgendwie zu verfolgen. Nach unseren einschlägigen, berichteten Erlebnissen mit den Fenstern L nun – das Bad. Genau, unser neues Bad!

Da haben die Fugen an der Innenwand auf einmal folgendes gezeigt:



Wir haben diese Stelle, die blöderweise innerhalb des Duschbereichs liegt, jetzt natürlich sorgfältig abgedeckt gehabt – da der Fliesenleger sich leider erst eine Woche nach unserem Anruf gemeldet hat. Das hat uns dann ehrlich gesagt auch etwas geärgert, und da wir eh diverse kleinere Themen hatten, die sich jetzt seit dem Um-/Einzug so angesammelt haben, war heute – nach langer Zeit – ein Treffen mit Herrn Weng zur Diskussion vereinbart. Und wie es scheint, hat sich diese Wand durch die nun deutlich veränderten Feuchtigkeitsverhältnisse (trockener!) noch nachträglich etwas gesenkt, wodurch es zu den Abrissen der Silikonfuge sowie des größeren Ausbruchs gekommen ist. Da wiederum war wohl Fliesenkleber auf einer Fliese gelandet. Pech…

Zwei andere, wichtige Themen waren Kellerfeuchtigkeit / Lüftungsstrategie und die Kaminsanierung. Zu letzterem – Dach scheint endlich dicht zu sein (Danke an Holzbau Schneider!). Also alten Putz runterpusten *hust*, Sanierputz drauf und gut ist. Zu ersterem – Frau jede Nacht um 4 Uhr zum Lüften nach unten schicken (vermeidet Schnickschnack wie Loch in die Wand bohren und geregelten Lüfter einbauen).
Alles in allem fand er unser Raumklima super und ich denke, es hat ihm auch sonst gefallen, was im Laufe der Renovierung entstanden ist ;-)

Und am Ende haben wir noch draußen über mögliche Bodenbeläge für den Hof philosophiert. Eine interessante Idee ist dabei der Schotterrasen.
Daher aus aktuellem Anlass ein „verspäteter“ Bericht.
P. S.: Der Fliesenleger, auf heute Nachmittag zugesagt, hat um 16 Uhr angerufen, dass er dann morgen früh kommt. *grrrrrr*

Sonntag, 1. Juli 2012

Basteln im Kleinen ....


Wie zieht man einem 1 1/2 jährigen Kind die Schuhe an ?

Auf dem Schoß ist für Babies. Also auf dem .... ja was denn nun ? Normale Stühle sind zu hoch, um ohne Hilfe drauf zu steigen, also absolut uncool. Ein Kleinkinderstuhl muss her. Stuhl ist aber auch irgendwie blöd, da muß man ja von vorne raufsteigen. Also eine Bank.

Meine Schwiegermutter hat ein uraltes Fußschemelchen, das ist ideal. Von meiner Tochter geliebt, genau die richtige Höhe und Größe. Bloß: Wo kriegt man sowas heute noch her ?

Also: Selber bauen. Zwei Versuche im Bild. Der erste (vorne) aus Bambus-Stabplatte. Die Füße mal nicht senkrecht, sondern schräg. Und zwar "falsch rum". Sieht lustig aus, ist aber etwas kippelig. Das war durchaus auch Absicht. Aus der Höhe ist der Schaden bei einem Sturz überschaubar und führt vielleicht zum gewünschten Lerneffekt.

Hinten im Bild die konventionelle Variante aus Weichholz (Paulownia, sehr gut zu bearbeiten, taucht seit etwa zwei Jahren in hiesigen Baumärkten vermehrt auf). Das wird ein Geschenk für unsere Tagesmutter und ich möchte vermeiden, dass sich ander Leute Kinder mit meinen Geschenken die Köpfe einschlagen ;-)

PS: Das Original ist auch selber gebastelt, vom Großvater meiner Schwiegermutter, also von Rikes Ur-Ur-Großvater.

Sonntag, 24. Juni 2012

Der Bio-Gärtner

Beziehungsweise: Die Bio-Gärtnerin. Verzichtet auf den Einsatz von Chemie. Macht’s wie im wirklichen Leben: Wenn das Samurai-Schwert nicht mehr ausreicht, steigt man halt auf’s Laserschwert um!

Ach ja, es geht übrigens um Unkraut. Dem an der Mauer.

Mit dem Fugenkratzer bin ich nicht wirklich ans Wurzelwerk rangekommen, was vielleicht daran liegt, dass es sich nicht wirklich um eine Fuge handelt.
Also habe ich mich auf meine Leidenschaften besonnen ;-) und mir einen Flammenwerfer zur thermischen Unkrautvernichtung zugelegt:


Zugegeben, ein Laserschwert für Arme ;-)

Theorie: Durch die kurzzeitige Einwirkung hoher Temperaturen – die hat man nun mal bei einer offenen Gasflamme – soll das Pflanzeneiweiß zum Gerinnen gebracht werden. Ebenso werden die Zellwände durch Ausdehnung der Zellflüssigkeit gesprengt. Die Blattoberfläche muss zu diesem Zweck kurzzeitig auf 50 - 70°C erhitzt werden.
Hat zwar zum gewünschten Ergebnis geführt:


Aaaaaaaaaaaaaaaber, hmmmm, wie soll ich sagen, ich hätte erwartet, dass die Unkrautvernichtung mit dieser Methode schneller und effizienter funktioniert. Soll heißen, ich glaube, ich leihe mir beim nächsten Mal vielleicht doch den Schweißbrenner eines Freundes ;-)
Wobei ich gerade gelesen habe, dass darauf zu achten ist, dass die Unkräuter nicht direkt verbrennen, denn dann ist die Arbeitsgeschwindigkeit zu gering und es besteht erhöhte Flächenbrandgefahr. Direkt nach der Behandlung sollen die Pflanzen noch relativ unbeschädigt, nur etwas schlaffer, aussehen. Die Fingerdruckprobe (Fingerabdruck auf dem zwischen Daumen und Zeigefinger kurz gedrückten Blatt bleibt sichtbar) zeigt den Behandlungserfolg. Einige Tage später vertrocknen die Pflanzen dann. DAS stand aber nicht in der Bedienungsanleitung, die ich natürlich gelesen habe. Echt nicht. Und ich lese alle Bedienungsanleitungen, prinzipiell.

Jetzt träume ich noch ein bisschen vom Laserschwert für Reiche *g*

Sonntag, 17. Juni 2012

Es wird angebaut


So, jetzt haben wir ein Haus neben dem Haus ;-) Zwar schwitzen genießen wir aktuell das Sommerwetter, aber die Erfahrung sagt: Der nächste Winter kommt bestimmt. Für den haben wir ja schlauerweise unseren fulminanten Kaminofen angeschafft – aber der will ja bekanntlich auch gefüttert werden. Dazu liefert uns ein Freund demnächst 8 rm Holz. Und das will natürlich gut versorgt sein.

Wir haben uns lange über das wo und wie Gedanken machen und sind letztendlich bei der selbstgemachten, schnellen Lösung gelandet – nichts für die Ewigkeit, aber aktuell erschlägt diese Version mehrere Fliegen mit einer Klappe: Unter anderem günstige Herstellungskosten, optische Kaschierung der nicht besonders ääääh nennen wir es gepflegten Seitenwand der Nachbargarage und Katzendurchschlupflochstopfen. Sprich: eine Holz-Ständer-Bauweise, wobei wir für die Seitenwände Zaunreste unserer Doppelstabmatte verwendet haben – hat nicht jeder:

 Und diese kommerziell nicht erwerbbare Holzstapelhilfe hat auch nicht jeder:

;-)
Wie man sieht ist der Kaminholzunterstand sogar schon etwas befüllt: Der eine oder andere geneigte Leser erinnert sich vielleicht daran, dass wir die Kirschenbäume abgesägt haben. Somit ist der Lagerplatz vor dem Haus aufgelöst, prima. Dafür stehen jetzt unsere Tomaten unterm Balkon *g*

Sonntag, 10. Juni 2012

Mal was ganz anderes ....


für einen Freund hab ich dieses 5.1 Surround-Set gebaut. Der macht sich grade selbständig und möchte in seiner Werkstatt (ca. 200 Quadratmeter, etwa 8m hoch) ein "Heimkino" einrichten.

Mit kleinen Brüllwürfelchen braucht man da nicht anzufangen, die verhungern in dieser Umgebung. Also eine Nummer größer. Und das natürlich bei begrenztem Budget. Mich hat das enorm gereizt, sonst baue ich Lautsprecher, bei denen das Furnier so viel kostet, wie hier die ganze Box .... dazu nachher noch mehr.

Die Überlegungen: Großer Hörabstand, große Basisbreite, also am besten einen Breitbänder, der eher stark bündelt, um die Raumreflexionen (viele grade schallharte Flächen) zu begrenzen, der engere Sweet-Spot schadet hier nicht. Große Membranfläche, da hohe Maximallautstärke nötig ist.

Da bleibt fast nur der Visaton BG20, das Preis-/Leistungsverhältnis ist praktisch unschlagbar. In etwa 30l Bassreflex (hier auf 40Hz abgestimmt) ist der bis deutlich unter die nötigen 80Hz voll da und das bis deutlich über 100 dB im linearen Bereich. Die Boxen sind noch handlich, 25x25x80cm, Reflexrohr ist ein 70mm Abwasserrohr mit 6,5cm Länge.

Der Frequenzgang wird durch eine Impedanzlinearisierung (33 Mikrofarad und 8 Ohm) und einen Sperrkreis linearisiert.

Hier die Variante mit etwa linearem Frequenzgang (0,82 mH, 2,2 Mikrofarad und 10 Ohm parallel). Das ist für Breitbänder eher untypisch, klingt aber im Nahfeld ziemlich gut. Das wäre die Abstimmung, die ich für's Wohnzimmer nehmen würde.

Eine Alternative ist, den Energiefrequzenzgang etwa linear zu machen (0,82 mH, 10 Mikrofarad und 10 Ohm parallel). Das gibt dann eine deutliche Überhöhung im Hochton auf Achse, aber insgesamt bei nicht so stark eingewinkelten Bosen auch wieder ein realistisches Bild:


Bei etwas größerem Hörabstand (vielleicht so etwa 5m) klingt das saugut. Wie eine gute PA. Mit Rock oder Blues absolutes Konzert-Feeling. Die Lautstärke kriegt man auch fast hin ;-)

Insbesondere mit dem Subwoofer. Ein ebay Schnäppchen, 18 Zoll Tieftöner von Beyma gebraucht aber in gutem Zustand für knapp über 100 Euro. Den würde ich am liebsten gar nicht mehr hergeben ;-)

Seit gestern stehen die Boxen in der Werkstatt, provisorisch an einem Luxman L-210, das klingt schon ganz ordentlich. Besser wäre hier sicherlich eine kleine Röhre, aber für den geplanten Einsatzzweck kommt das natürlich nicht in Frage.

Fazit:
Das Preis-/Leistungsverhältnis ist erschreckend gut. Für insgesamt nicht mal 500 Euro (ich hab mir allerdings schon Mühe gegeben, günstig einzukaufen und mit dem Subwoofer ein bißchen Glück gehabt) ist das der absolute Hammer. Aber auch die Einzelboxen, zwei davon im Wohnzimmer machen grade bei Rock, Blues und Jazz auch ohne Subwoofer viel Freude. Und das für vielleicht grade mal 150 EUR pro Paar ....

Da stellt man sich schon mal die Frage, ob Luxus-Chassis wie die von mir sonst meistens verwendeten Excel (etwa die W18E001 oder die W15LY001) oder Visaton-Chassis (etwa KE25SC oder AL200) den Mehrpreis wirklich wert sind. Bitte nicht falsch verstehen, das sind Super-Sahneteile und die damit gebauten Boxen klingen natürlich auch hervorragend, aber ein einzelner Hochtöner kostet hier so viel, wie zwei komplette Boxen mit den BG 20. Und bei High-endigen Pling-Pling merkt man den Unterschied auch sofort,  bei Chicago-Blues und zwei Bier, der Pegelsteller auf 12 Uhr sieht die Welt anders aus ....

Das nächste Paar Boxen, das ich für mich baue, wird jedenfalls in diese Richtung gehen. Hoher Wirkungsgrad und Papiermembranen, die Hochtonhörner liegen schon da. Let's rock .....

PS: Falls sich jemand wundert, warum die Chassis nicht weiter an die Oberkante des Gehäuses gebaut sind: Da ist noch Platz für Hochtöner, ein Upgrade in die Richtung CT230 hätte hier schon das Budget gesprengt, aber mit steigenden Ansprüchen kann man ja noch nachbessern ....



Sonntag, 3. Juni 2012

Bikeport

Nachdem wir keinen separaten Außenzugang zu unserem Keller haben, muss folglich alles im Haus durch Haustür, Kellertür über die Kellertreppe in den jeweiligen Raum getragen werden. Etwas mühsam, wenn es sich dabei um Fahrräder oder gar den Fahrradanhänger handelt. Für irgendwann ist mal ein Carport geplant – aber die Lösung kommt halt erst irgendwann. Daher haben wir das Pflanzenbeet an der Mauer vor der Haustür geopfert und einen Bikeport gebaut, bestehend aus einer Stahlträgerkonstruktion (die Till mit einem Freund zusammen geschweißt hat), Holzbalken und einer PMMA-Doppelstegplatte. An der Mauer wird das Dach über Holzleisen geklemmt, vorne ist es über Schrauben befestigt.

Montage:

 Stabilitätskontrolle:

Fertig:

Sonntag, 27. Mai 2012

Themenbeitrag #1: Die wichtigste Tür


Was haben wir uns angestrengt.

Mit den Schlaf-, Schrank- und Kinderzimmertüren. Und vor allem aber mit den Türen ins Wohn-, Ess- und Arbeitszimmer. Weil da unten ist ja alles super renoviert. Weil da sind ja die schönsten Zimmer.

Könnt ihr vergessen. Einfach. Vergessen.

Ich glaube, ich habe bisher weder bewusst noch unbewusst eine der o. g. Türen angeschaut. Geschweige denn angefasst. Ob sie jemals geschlossen werden? Okay, das würde Türklinken bedingen, aber das ist jetzt ein anderes Thema… *hüstel*

Die wichtigste Tür, das ist die Innenseite vom (Gäste-)WC. Unvermeidbarerweise hält man sich dort mehrmals täglich je nach Vorliebe Veranlagung kürzer oder länger auf – und kennt nach kürzester Zeit jede Farbnase persönlich mit Vor- und Nachnamen. Und ärgert sich zu Tode, wie man so unendlich viel Zeit in perfekt Wohn-, Ess-, Arbeitszimmertüren investieren konnte. Das als Tipp #1 im Themenbeitrag #1.
Abhilfe schafft übrigens das Zählen mit anschließendem Haareraufen der Katzenstreupartikel auf den heißgeliebten Cortääääääääääääänstahlfliesen.

Sonntag, 20. Mai 2012

Statusbericht (odersowasähnliches)


Long time no hear! ;-)

Und ja, es fehlt uns tatsächlich, das tägliche Blogschreiben. Mittlerweile sind wir wieder online (wir haben ja keinen Fernseher – null Problem; aber 33 Tage ohne Internet war ganz hart! *g*) und wie angekündigt wollen wir uns doch ab und an noch melden und Sie, liebe Leser, ääääh beglücken – insbesondere mit ein paar Themenbeiträgen.

Was ist alles passiert? Jede Menge!!! ;-) Nachdem ich schon seit Tagen darüber nachgrüble, ob es sinnvoller / einfacher / länger / kürzer / beeindruckender / frustrierender ist die „To do“- oder die „Done“-Liste zu schreiben, vertage ich die Details. Jedoch: Wir haben viel gemacht. Und, um korrekt zu sein, machen immer noch – quasi in jeder freien Minute. Jetzt ist Zeit ja, auch wenn die Physiker unter uns gleich zusammenzucken und schon mal tief Luft holen werden, leider endlich, und daher stehen im Haus immer noch ein paar Kisten herum und es hängen ähm fast alle Lampen. Unter anderem deshalb, weil es uns angesichts des frühsommerlichen Wetters natürlich massiv nach draußen zieht, z. B. ist unser Zaun am „Schweinestall“ schon zu einem Drittel fast zur Hälfte (sagt der Mann gerade…) fertig. Und vor allem – das ist auch der Grund, warum ich den Zeitpunkt für einen Statusbericht so passend finde – es ist aller Bauschutt und Erdaushub, Grüngut und Restmüll, Altholz und Schrott weg!!!! Am Mittwoch hatten wir nochmals einen Hänger gemietet und haben (bei Schneefall; sagte ich was von schönem Wetter???) die Reste vor dem Haus und die beiden großen Haufen auf der Terrasse zur Bauschuttdeponie gefahren. Das war ufz, hat aber unendlich gut getan. Nach der letzten Fuhre haben wir noch schnell Sand & Kies für den Bikeport geholt und am Freitag die Terrasse am Rand in Ordnung gebracht und geputzt. Also sie ist jetzt wirklich nutzbar ;-). Ein schönes Gefühl! Und in der Tat wird sie von diversen Mitbewohnerinnen bereits intensiv genutzt. Wohlfühlen…



So, von jetzt ab lesen wir uns jeden Montag! (So der Plan…)
J

Montag, 2. April 2012

Wenn der erste LKW voll ist .....


dann kommt der zweite ;-)

8 Mann, zwei LKWs, viele viele Kisten ....
Die Spedition war um vier fertig, wir etwas später ;-)

Leider haben wir vergessen, rechtzeitig den Telefonanschluss (und damit natürlich auch DSL) umzustellen, wir leben also derzeit internetfrei ....

Inzwischen sind die meisten Kisten ausgepackt, gestern abend gab's sogar wieder "richtiges" Essen und eine Flasche Schampus.



Damit hört auch dieser Blog auf, wir sind - um die Eingangsfrage aufzugreifen - plangemäß Ende März (zugegeben, am allerletzten Tag ;-) eingezogen, das meiste ist auch fertig.

Was uns sehr fehlen wird, ist dieser Blog. Die abendliche Routinefrage "Schreibst Du heute den Beitrag oder soll ich ?" fällt weg. Die zunächst spannende, dann manchmal lästige, schließlich Teil des Lebens gewordene (Selbst-) Verpflichtung, jeden Tag einen Beitrag zu schreiben (und zwar meistens tatsächlich erst am Abend der Veröffentlichung) endet. Zwischendurch gab es in der Tat eine Phase, wo wir beinahe aufgehört hätten. Wenn nicht .....

Sie/Ihr, also unsere Leser wären.

VIELEN DANK für Ihr Interesse und Ihre Treue !

Mal schauen, vielleicht gibt's ja einen Teil zwei ;-)

Was wir uns in jedem Fall vorgenommen haben, sind noch ein paar "Themenbeiträge", also sowas wie "Das coolste Werkzeug aller Zeiten" oder "Die peinlichsten Fehler". Also schaut mal wieder rein, die nächsten zwei, drei Wochen werden wir allerdings mit Räumen verbringen und haben (siehe oben) auch kein Internet.

Till & Steffi